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Stand und Entwicklungsperspektiven des Corporate Social Responsibility Reporting in ausgewählten Ländern der Europäischen Union

Stand und Entwicklungsperspektiven des Corporate Social Responsibility Reporting in ausgewählten Ländern der Europäischen Union
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Iris Bader
  • Abgabedatum: Mai 2009
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 879,1 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • Bibliografie: ca. 148
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3539-4
  • ISBN (CD) :978-3-8366-3539-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bader, Iris Mai 2009: Stand und Entwicklungsperspektiven des Corporate Social Responsibility Reporting in ausgewählten Ländern der Europäischen Union, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: CSR Reporting, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Global Reporting Initiative, Stakeholder, Sustainability Reporting

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Diplomarbeit von Iris Bader

Einleitung:

Problemstellung:

Seit geraumer Zeit rückt der Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung unter der Bezeichnung ‘Corporate Social Responsibility’ (nachfolgend CSR) immer deutlicher in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns. Durch die zunehmende Globalisierung und den damit verbundenen Wandel in der Gesellschaft, der zu einer Sensibilisierung der Konsumenten führte, stehen Unternehmen einer Vielzahl von kritischen Anspruchsgruppen gegenüber, die eine erhöhte Verantwortungsübernahme einfordern.

Diesen Entwicklungen zufolge setzten sich Unternehmen verstärkt mit ihrer Rolle in der Gesellschaft auseinander und erkannten, dass eine reine Finanzberichterstattung nicht mehr ausreichend war, um diesen geänderten Bedingungen nachzukommen. Daher reagierten sie mittels der Veröffentlichung von freiwilligen Nachhaltigkeitsberichten, die neben der finanziellen Leistung auch Aussagen zur ökologischen und sozialen Performance des Unternehmens machten. Im Gegensatz zur Darstellung der ökonomischen Leistung mittels Kennzahlen, die sich bereits weitgehend etabliert hat, handelt es sich bei der Abbildung der ‘Nachhaltigkeitsleistung’ um einen sehr komplexen und weitschichtigen Bereich, für welchen sich bislang noch keine einheitliche Definition herausbilden konnte. Diese Tatsache sowie die weitgehend mangelnde Verankerung im Gesetz resultiert bei Unternehmen nicht selten in einer Uneinigkeit über die inhaltliche Ausrichtung der Nachhaltigkeitsberichte.

Trotz der enormen Anzahl an Leitfäden, die sich im Laufe der Zeit zu dieser Thematik entwickelt haben und Unternehmen den Umgang im Zusammenhang mit CSR-Reporten erleichtern sollen, existieren kaum anerkannte Leistungsparameter, die eine Quantifizierung dieser ‘weichen’ sozialen und ökologischen Faktoren ermöglichen. Aufgrund dieser fehlenden Angaben tendieren Unternehmen in der Regel zu einer sehr subjektiven Ausgestaltung der Berichte und präsentieren vorwiegend positive Informationen, wodurch der Informationsgehalt geschmälert und die Verlässlichkeit der Berichte vielerorts in Zweifel gestellt wird. Aus diesem Grund sollten Unternehmen ihre Schwachstellen bereits von Beginn an offen kommunizieren, um Vertrauen in der Gesellschaft aufzubauen. Darüber hinaus könnte auch die Durchführung einer externen Prüfung, die zwar stets empfohlen wird, aber aufgrund des weitgehend freiwilligen Charakters von CSR-Reporten noch unverbindlich ist, zu einer Stärkung der Glaubwürdigkeit beitragen.

Ein weiteres Problem ergibt sich durch die heftige Diskussion über eine Verpflichtung zum CSR-Reporting bzw. der Beibehaltung des Freiwilligkeitsgedankens. Obwohl die Nachhaltigkeitsberichterstattung grundsätzlich freiwillig ist, kann dieses Instrument dennoch nicht mehr vollständig der freiwilligen Berichterstattung zugerechnet werden, da bereits einige Länder erste Maßnahmen in Richtung eines verpflichtenden CSR-Reporting gesetzt haben. Da die Länder in der Folge eine unterschiedliche Herangehensweise im Bezug auf die Berichterstellung pflegten, haben sich sehr unterschiedliche Berichte herausgebildet, die keine Vergleichsmöglichkeit untereinander zuließen.

Für die interessierten Stakeholder stellt sich somit die Herausforderung, aus der Informationsflut, die die Berichte vielerorts bereitstellen, der Realität entsprechende Informationen von reinen Imagebroschüren zu unterscheiden. Denn nur aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen zu einer Veröffentlichung der Nachhaltigkeitsleistung heißt das noch nicht, dass es sich dabei ausschließlich um qualitativ hochwertige Informationen handelt. Oft nutzen Unternehmen dieses Berichtsinstrument lediglich für eine umfassende Selbstdarstellung, verzichten jedoch auf die Offenlegung sensibler Themen und integrieren die Stakeholder nur unzureichend in den Berichterstellungsprozess.

Ziele und Aufbau der Arbeit:

Die Zielsetzung dieser Diplomarbeit besteht darin, einen umfassenden Überblick über den derzeitigen Stand des Corporate Social Responsibility Reporting zu generieren, etwaige Lücken darzustellen und daraus gezielte Entwicklungsperspektiven abzuleiten. Dazu wird in einem ersten Schritt versucht, einen geeigneten Bezugsrahmen durch eine CSR-Definition sowie ein CSR-Konzept zu schaffen, welches das derzeitige CSR-Verständnis in der Europäischen Union am geeignetsten abbildet und einen Eckpfeiler dieser Arbeit darstellen wird. Daraus abgeleitet wird sodann eine Definition für CSR-Reporting ausgewählt und die derzeit bestehenden Regulierungen zu einem CSR-Reporting innerhalb der EU aufgezeigt.

Aufgrund des weitgehend freiwilligen Charakters eines CSR-Reporting sollen auch die Beweggründe, die bei Mitgliedsstaaten ohne gesetzliche Verpflichtungen zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten führen, erörtert werden. Das Kernstück dieser Diplomarbeit stellt ein Vergleich der Berichterstattungspraktiken in ausgewählten Ländern dar, welcher die Möglichkeit eröffnen soll, etwaige Parallelen bzw. Unterschiede in der Berichtsintensität von Ländern mit einer gesetzlichen Verpflichtung sowie Staaten ohne einer solchen aufzudecken. Insbesondere stehen hierbei die Wahl geeigneter Indikatoren sowie die Gestaltung eines Messsystems im Vordergrund, durch welches eine bessere Vergleichbarkeit sowie eine objektive Beurteilung in Bezug auf die dargestellte Nachhaltigkeitsleistung der Berichte ermöglicht werden soll. Der Auswahlprozess dieser Indikatoren stützt sich auf eine Analyse unterschiedlicher Instrumente des CSR-Reporting, wobei die Global Reporting Initiative (nachfolgend GRI) aufgrund ihres Bekanntheitsgrades am eingehendsten betrachtet wird. Abschließend sollen – Bezug nehmend auf die gewonnenen Erkenntnisse – konkrete Entwicklungsperspektiven aufgezeigt werden.

Aus den erläuterten Zielen lassen sich die folgenden Forschungsfragen ableiten:

(1) Welche Umstände bewegen Unternehmen, die in Ländern ohne jegliche Verpflichtung zu einem CSR-Reporting agieren, zur Durchführung einer gänzlich freiwilligen Berichterstattung?

(2) Welche inhaltlichen Parallelen bzw. Unterschiede ergeben sich bei der Berichterstattung von Ländern, in denen bereits Verpflichtungen zur Durchführung eines CSR-Reporting bestehen und Ländern, die ihre Nachhaltigkeitsberichte gänzlich auf freiwilliger Basis erstellen?

(3) Welche Indikatoren ermöglichen eine objektive sowie vergleichbare Beurteilung der Nachhaltigkeitsleistung in den untersuchten EU-Mitgliedsstaaten?

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
Zusammenfassung 1
Abstract 1
1. Einleitung 2
1.1 Problemstellung 2
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit 3
2. Corporate Social Responsibility 5
2.1 Entstehungsgeschichte 5
2.2 Definition 6
2.3 Konzept der nachhaltigen Entwicklung 9
2.4 CSR-Konzept der Europäischen Union 10
2.4.1 Allgemein 10
2.4.2 Säulen des CSR 10
2.4.2.1 Ökonomie 10
2.4.2.2 Ökologie 11
2.4.2.3 Soziales 11
2.4.3 Kernkomponenten des CSR 12
2.4.3.1 Betriebswirtschaftliche Komponente 12
2.4.3.2 Strategische Komponente 13
2.4.3.3 Dynamische Komponente 13
2.4.3.4 Kommunikative Komponente 14
2.4.3.5 Freiwillige Komponente 14
2.4.4 Instrumente des CSR 15
2.4.4.1 Gütesiegel 15
2.4.4.2 Verhaltenskodizes 16
2.4.4.3 Nachhaltigkeitsberichterstattung 17
3. Corporate Social Responsibility Reporting 19
3.1 Entstehungsgeschichte 19
3.2 Definition Nachhaltigkeitsberichterstattung 20
3.3 Adressaten der Nachhaltigkeitsberichterstattung 22
4. Gesetzliche Rahmenbedingungen zum Corporate Social Responsibility Reporting 25
4.1 Bestimmungen auf EU-Ebene 25
4.1.1 Meilensteine der EU zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung 25
4.1.2 Modernisierungsrichtlinie 2003/51/EG 28
4.1.3 Beitrag der EU zur Forcierung eines CSR-Reporting 29
4.2 Gesetzliche Verpflichtungen zum CSR-Reporting im EU-Raum 29
4.2.1 Österreich 29
4.2.2 Deutschland 30
4.2.3 Schweden 31
4.2.4 Frankreich 31
4.2.5 Dänemark 32
4.2.6 Niederlande 33
4.2.7 Großbritannien 34
4.2.8 Fazit 35
5. Motive einer freiwilligen Berichterstattung 36
5.1 Allgemein 36
5.2 Legitimitätstheorie 36
5.3 Stakeholder-Theorie 38
5.4 Sonstige Motive 39
5.4.1 Reputation 39
5.4.2 Wettbewerbsfähigkeit 40
5.4.3 Interne und externe Steuerung 41
5.4.4 Risikomanagement 42
5.4.5 Innovation und Lerneffekte 42
5.4.6 Fazit 42
6. Instrumente zur Umsetzung eines CSR-Reporting 44
6.1 Allgemein 44
6.2 OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen 45
6.3 UN Global Compact 46
6.4 Global Reporting Initiative 48
6.4.1 Entwicklung und Ziele 48
6.4.2 Struktur der Global Reporting Guidelines 49
6.4.3 Stärken der Global Reporting Guidelines 56
6.4.4 Schwächen der Global Reporting Guidelines 57
7. Vergleich der Berichterstattung in ausgewählten Ländern 60
7.1 Allgemein 60
7.2 Deutschland 61
7.2.1 Art und Intensität der Berichterstattung 61
7.2.2 Leitlinien und Prüfungsstandards 62
7.2.3 Schwachstellen der Berichterstattung 63
7.2.4 Trends der Berichterstattung 64
7.3 Österreich 64
7.3.1 Art und Intensität der Berichterstattung 64
7.3.2 Leitlinien und Prüfungsstandards 66
7.3.3 Schwachstellen der Berichterstattung 66
7.3.4 Trends der Berichterstattung 67
7.4 Spanien 68
7.4.1 Art und Intensität der Berichterstattung 68
7.4.2 Leitlinien und Prüfungsstandards 70
7.4.3 Schwachstellen der Berichterstattung 70
7.4.4 Trends der Berichterstattung 71
7.5 Schweden 72
7.5.1 Art und Intensität der Berichterstattung 72
7.5.2 Leitlinien und Prüfungsstandards 73
7.5.3 Schwachstellen der Berichterstattung 74
7.5.4 Trends der Berichterstattung 74
7.6 Zwischenergebnis 75
7.7 Messsystem zur Beurteilung der Nachhaltigkeitsleistung in ausgewählten Ländern 76
7.7.1 Erstellung des Kriterienkatalogs 76
7.7.2 Prüfung der Indikatoren in den ausgewählten Ländern 78
7.7.2.1 Ökologie - Energieeffizienz 78
7.7.2.2 Ökologie - Klimaschutz 79
7.7.2.3 Ökologie - Umweltschutz im Produktionsprozess 80
7.7.2.4 Soziales - Präventive Maßnahmen des Arbeitsschutzes 81
7.7.2.5 Soziales - Beachtung der Menschenrechte 83
7.7.2.6 Soziales - Korruptionsbekämpfung 84
7.7.2.7 Ökonomie - wirtschaftliche Leistung 84
7.7.3 Fazit 85
8. Entwicklungsperspektiven des CSR-Reporting 88
8.1 Allgemein 88
8.2 CSR-Reporting im Konflikt zwischen Freiwilligkeit und Regulierung 88
8.3 Maßnahmen zur Stärkung der Glaubwürdigkeit 91
8.3.1 Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten 91
8.3.2 Stakeholder-Engagement 94
8.4 Erhöhte Vergleichbarkeit durch Standardisierung 95
9. Resümee 99
Literaturverzeichnis 101

Textprobe:

Kapitel 6, Instrumente zur Umsetzung eines CSR-Reporting:

Allgemein:

Nachdem im letzten Kapitel die Gründe erörtert wurden, die Unternehmen zu einer freiwilligen Berichterstattung bewegen können, widmet sich dieses Kapitel der Frage ‘WIE’ bzw. mittels welcher Instrumente Unternehmen CSR-Reporting umsetzen können. Aufgrund des Prinzips der Freiwilligkeit, auf dem das CSR-Konzept der EU basiert, und welches zugleich die Grundlage dieser Arbeit bildet, liegt nicht nur die generelle Entscheidung für oder gegen die Durchführung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung im freien Ermessen der Unternehmen, sondern auch die Wahl der Instrumente, derer sie sich bei der Implementierung bedienen.

Konform zu der aufkeimenden Entwicklung, welche in den letzten Jahren im Zusammenhang mit CSR-Reporting verzeichnet werden konnte, haben sich zahlreiche Standards und Leitlinien herausgebildet, die Unternehmen bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten unterstützen und anleiten sollen. Es handelt sich hierbei einerseits um Instrumente, die rein auf die Einhaltung genereller Prinzipien verweisen und der Gruppe der Verhaltenskodizes zugerechnet werden können. Andererseits existieren Hilfsmittel, die nicht nur eine bestimmte Norm vorgeben, sondern zugleich eine entsprechende Handlungsempfehlung zur Zielerreichung bereitstellen. Diese Methoden sind der Kategorie der Standards zugeteilt.

Für diese Arbeit wurden aus einer breiten Auswahl von Initiativen die OECD-Leitlinien, der UN-Global Compact und die Global Reporting Initiative als wesentliche Instrumente ausgewählt. Als vorwiegender Beweggrund für diese Auswahl lässt sich die weltweite Relevanz dieser Instrumente nennen, welche sowohl in der Literatur vielfach diskutiert wurden als auch in der Praxis auf globaler Ebene breite Anwendung finden konnten. Darüber hinaus handelt es sich bei den Richtlinien der GRI um die mit Abstand am häufigsten genutzten, international gültigen Bestimmungen zu CSR-Reporting.

Den inhaltlichen Schwerpunkt dieses Kapitels bildet eine eingehende Analyse der Global Reporting Initiative im Bezug auf ihre Eignung bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Die OECD-Leitlinien sowie der UN-Global Compact werden vorab lediglich in ihren Grundzügen erläutert. Eine detailliertere Untersuchung der GRI im Vergleich zu den beiden anderen Instrumenten ist deshalb notwendig, da diese in späterer Folge als Bezugsrahmen für die Entwicklung eines Messsystems zur Bewertung von Nachhaltigkeitsberichten dient.

OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen:

Die OECD-Leitlinien für Multinationale Unternehmen als Teilbereich der ‘Deklaration für Internationale Investitionen und Multinationale Unternehmen’ gelten derzeit als der einzige umfassende Verhaltenskodex multinationaler Unternehmen, zu dessen Förderung sich die teilnehmenden Regierungen der 30 OECD-Mitgliedsstaaten verpflichtet haben. Es handelt sich hierbei um freiwillige Prinzipien, die unterschiedliche Aspekte der sozialen Verantwortung wie beispielsweise Korruptionsbekämpfung, Verbraucherschutz und Arbeitsschutz umfassen. In ihrer ersten Fassung wurden diese Standards im Jahr 1976 verabschiedet und schließlich im Jahr 2000 in einem Überarbeitungsprozess weiterentwickelt.

Ziel dieser Empfehlungen ist vor allem die Herstellung der Vereinbarkeit zwischen Unternehmensaktivitäten und den Gesetzen, die Förderung des Vertrauensaufbaus zwischen den Unternehmen und ihren Stakeholdern sowie die Verbesserung des Images von Auslandsinvestitionen. Darüber hinaus sollen diese Standards multinationale Unternehmen dabei unterstützen, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Durch ihre umfangreiche Ausgestaltung bilden die OECD-Leitlinien die Basis für viele weitere CSR-Verhaltenskodizes und CSR-Standards und bieten für zahlreiche Unternehmen einen wertvollen Anhaltspunkt zur Umsetzung sozialer Verantwortung.

Die OECD-Leitlinien sind in zehn Bereiche eingeteilt, wobei sich ein Kapitel der Offenlegung von Informationen widmet. Punkt 2 dieses Abschnitts fordert von den Unternehmen, dass hinsichtlich der Offenlegung, Rechnungslegung und Buchprüfung hochwertige Qualitätsstandards zugrundegelegt werden. In Zusammenhang mit einer Nachhaltigkeitsberichterstattung werden diese respektive dazu aufgefordert, auch bei nichtfinanziellen Informationen einschließlich ökologischer und sozialer Informationen hohe Qualitätsstandards anzuwenden. In Punkt 5 dieses Abschnitts werden Unternehmen desweiteren zur Veröffentlichung zusätzlicher Informationen ermutigt. Als Beispiele können die Veröffentlichung einer Wertschöpfungsrechnung bzw. die Bekanntgabe von Informationen über die soziale, ethische und ökologische Unternehmenspolitik genannt werden. Eine Berichterstattung über die Einführung von Risikomanagementsystemen bzw. die Informationsbereitstellung über die Beziehung zu Mitarbeitern oder anderen Stakeholdern ist ebenfalls erwünscht.

Diese Ausführungen verdeutlichen, dass CSR-Reporting als wichtiger Bestandteil der OECD-Leitlinien betrachtet wird. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass lediglich eine Ermutigung zur Berichterstattung, welche in diesen Leitlinien zu finden ist, nicht für eine erfolgreiche Implementierung ausreichen wird. Vielmehr würde es hier konkreten Handlungsempfehlungen bedürfen, die allerdings aufgrund der Ausgestaltung der OECD-Leitlinien als Verhaltenskodex nicht bereitgestellt werden.

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Arbeit zitieren:
Bader, Iris Mai 2009: Stand und Entwicklungsperspektiven des Corporate Social Responsibility Reporting in ausgewählten Ländern der Europäischen Union, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
CSR Reporting, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Global Reporting Initiative, Stakeholder, Sustainability Reporting

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