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Micromovie - a creative Medium for mobile Engines

Micromovie - a creative Medium for mobile Engines
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jessika Adam
  • Abgabedatum: Februar 2009
  • Umfang: 190 Seiten
  • Dateigröße: 19,4 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Hochschule Harz Deutschland
  • Bibliografie: ca. 297
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3129-7
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Adam, Jessika Februar 2009: Micromovie - a creative Medium for mobile Engines, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mobile Video, Mobile TV, DVB, Handy, iPhone

Diplomarbeit von Jessika Adam

Einleitung:

Mobile Endgeräte sind längst nicht mehr nur reine Kommunikationsgeräte. Sie haben sich vielmehr zu portablen Organizern und Multimediageräten entwickelt. Mobiltelefone werden immer leistungsfähiger, verfügen über hochauflösende Bildschirme sowie schnellere Datenübertragungstechnologien. Sie bieten eine Vielzahl an Funktionalitäten, die das ‘Surfen’ im Internet, Versenden von E-Mails und Aufnehmen von Fotos und Videos ermöglichen. Im Laufe dieser aktuellen Entwicklung bildete sich eine neue Filmform heraus: der Micromovie, auch als ‘Mobile Video’ oder ‘Handyfilm’ bekannt.

Für mobile Geräte produzierte Videos gewinnen zunehmend an Bedeutung. Viele Unternehmen sehen in diesem Bereich großes Wachstumspotential. Allerdings gibt es bisher nur eine geringe Anzahl an Anbietern, die Filme eigens für die kleinen Displays optimieren und dem Konsumenten zugänglich machen.

Die meisten Anbieter von mobilen Videoformaten beschränken sich vorerst noch auf die Adaption vorhandener Inhalte von Fernsehen oder Kino. Dabei sind die Videos auf das Mobiltelefonformat verkleinert und die Dateigröße entsprechend den Geräten angepasst, jedoch nicht auf technische und inhaltliche Anforderungen kleiner Displaygrößen optimiert.

Andere sind sich der Marktchancen bewusst und erstellen erste Formate, die den Anforderungen portabler Geräte entsprechen. Sie produzieren zunächst Bewegbildinhalte mit einer bewusst kurz gewählten Abspieldauer wegen des finanziellen Aufwands und der Ungewissheit, ob sich diese Aufwendungen amortisieren. Wenn die Akzeptanz des Nutzers ausgelotet und das Format klar definiert ist, besteht die Chance, dass sich neue Geschäftsmodelle etablieren.

Ein Micromovie stellt Netzbetreiber, Gerätehersteller und Produzenten mobiler Inhalte vor neue Herausforderungen, da die geringe Displaygröße und die eingeschränkte Bildqualität der Geräte eine spezielle Aufbereitung sowie eine eigene Bildsprache erfordern.

Ziel der Diplomarbeit ist die Ermittlung der Anforderungen für die Produktion eines Micromovie. Dabei soll zunächst untersucht werden, welche Zielgruppen mobile Videoformate ansprechen. Dazu gilt es herauszufinden, in welchem Nutzungskontext diese verwendet werden und was deren Motive sind. Darüber hinaus soll ermittelt werden, welche technischen Standards derzeit am Markt vorherrschen und sich in naher Zukunft etablieren könnten. Ferner werden im mobilen Sektor Geschäftszweige vorgestellt, die in jüngster Vergangenheit auf sich aufmerksam gemacht haben.

Die Arbeit soll ein Leitfaden darstellen, der Auskunft darüber geben soll, wie mobile Videos gestaltet sein müssen, um auf kleinen Bildschirmen vom Nutzer angenommen zu werden. Dabei wird geklärt, welche Eigenheiten das Medium mit sich bringt und welche Parameter bei der Produktion zu berücksichtigen sind.

Die daraus gewonnenen Kenntnisse und Grundlagen fließen anschließend in den praktischen Teil der Arbeit ein - die Produktion eines Micromovie.

Gang der Untersuchung:

Das erste Kapitel dient als Einführung in die Thematik und erläutert den Aufbau dieser Arbeit.

Im folgenden Kapitel wird das Nutzungsverhalten mobiler Inhalte in Deutschland untersucht. Eine Zielgruppenanalyse soll zunächst zeigen, wie verschiedene Altersgruppen zu neuen Anwendungen stehen und wie sich das auf ihr Konsumverhalten auswirkt. Danach werden einige repräsentative Marktstudien, die sich mit der Nutzung mobiler Internetdienste beschäftigten, herangezogen. Sie sollen Aufschluss darüber geben, welche Angebote überwiegend gefragt sind und welche Zielgruppe den Markt dominiert. Da diese Studien allerdings zu wenig auf die Nutzung mobiler Videoinhalte und interaktiver Dienste abzielen, wurde zusätzlich eine eigene Online-Befragung durchgeführt. Deren Ergebnisse werden anschließend mit den Marktstudien verglichen. Dabei zeigt sich, in wie weit bestimmte Aussagen mit bisherigen Untersuchungen übereinstimmen und an welchen Punkten Differenzen auftreten.

Die im dritten Kapitel behandelte Bestandsaufnahme des Mobilfunkmarktes spielt bei der Entwicklung von mobilen Anwendungen eine wesentliche Rolle. Hier erfolgt zunächst ein Überblick der marktrelevanten mobilen Endgeräte und deren technische Ausstattung sowie spezifischen Eigenschaften. Welche technischen Anforderungen an diese gestellt werden und in welche Richtung sich der Markt entwickeln könnte, zeigen die nachfolgenden Abschnitte. Abschließend werden relevante Funkübertragungstechnologien vorgestellt und einen Ausblick auf zukünftige Technologien gegeben.

Auf die Abspielumgebungen von kurzen Filmen wird im vierten Kapitel eingegangen. Darüber hinaus gibt es einen Überblick über das derzeitige Angebot an bereits verfügbaren mobilen Inhalten und Dienstleistungen. In den Bereichen Musik- und Video, News, Games und Software werden verschiedene marktrelevante Anbieter vorgestellt, die sich entweder speziell auf die Produktion und Vermarktung dieser Inhalte spezialisiert haben oder den mobilen Sektor als zusätzlichen Distributionskanal sehen.

Das fünfte Kapitel soll Antwort auf die Frage geben: Was ist ein Micromovie? Zunächst wird die Begriffsdefinition geklärt und die Einordnung des neuen Mediums vorgenommen. Danach erfolgt eine Erläuterung der wichtigsten Merkmale und Rahmenbedingungen für ‘Mobile Videos’. In den nachfolgenden Abschnitten wird auf die technische Aufbereitung mobiler Videos eingegangen, das heißt wie muss die Verarbeitung des Videomaterials erfolgen, um ein gutes Endergebnis für das Abspielen von handygerechten Inhalten hinsichtlich des Datenvolumens und der Bildqualität zu erzielen. Daran schließen sich die inhaltlichen und gestalterischen Kriterien an. Es wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten sich trotz der technischen Einschränkungen bieten und welche Regeln hierfür eingehalten werden müssen. Im Anschluss wird erläutert, in wie weit die Interaktivität bei mobilen Anwendungen eine Rolle spielt und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Weiterhin werden zwei Konzepte interaktiver Filme vorgestellt.

Auf Basis der zuvor gewonnenen Erkenntnisse folgt im sechsten Kapitel die praktische Umsetzung eines Micromovies.

Die Ergebnisse dieser Arbeit werden im Kapitel sieben näher betrachtet. Anschließend wird eine Zusammenfassung des neuen Mediums sowie ein Ausblick auf zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Einführung in das Thema 2
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Gliederung der Arbeit 3
2. Analyse 5
2.1 Zielgruppen 6
2.2 Online-Umfrage 7
2.2.1 Soziodemographische Daten 8
2.2.2 Fragestellungen und Auswertung der Ergebnisse 8
2.3 Studien 15
2.3.1 Repräsentative Studien im Überblick 15
2.3.2 Nutzung mobiler Internetdienste in Deutschland 16
2.4 Vergleich und Zusammenfassung 22
3. Bestandsaufnahme des Mobilfunkmarktes 24
3.1 Entwicklung des mobilen Endgerätemarktes 26
3.2 Überblick über mobile Endgeräte 27
3.3 Spezifische Eigenschaften von Mobiltelefonen 34
3.4 Technische Anforderungen an mobile Geräte 34
3.4.1 Displaytechnologie 35
3.4.2 Endgeräte-Interface 39
3.4.3 Dateiformate 42
3.4.4 Dateigröße und Speicherkapazität der Endgeräte 42
3.4.5 Bild- und Tonqualität 42
3.4.6 Akkukapazität 42
3.5 Betriebssysteme 46
3.5.1 Symbian OS 46
3.5.2 Garnet OS 48
3.5.3 Microsoft Windows Mobile 50
3.5.4 Embedded Linux 51
3.5.5 OS X 54
3.5.6 Ausblick 55
3.6 Übertragungstechnologien für mobile Endgeräte 56
3.6.1 Mobilfunksysteme 56
3.6.1.1 GSM/GPRS 56
3.6.1.2 UMTS 57
3.6.1.3 HSDPA 58
3.6.1.4 WLAN 58
3.6.1.5 Bluetooth 58
3.6.2 Mobile Broadcast 59
3.6.2.1 DAB 59
3.6.2.2 DVB-T 59
3.6.2.3 DMB 60
3.6.2.4 DVB-H 60
3.6.2.5 DXB 61
3.6.2.6 MediaFLO 61
4. Mobiler Inhalt 63
4.1 Abspielumgebungen von kurzen Filmen 64
4.1.1 Kino 64
4.1.2 Fernsehen 64
4.1.3 Internet 65
4.1.4 Ausstellungen/Messen 65
4.1.5 Mobile Endgeräte 66
4.2 Musik- und Video 66
4.2.1 Portale 66
4.2.2 Musik- und Videostores 67
4.2.3 Film- und Fernsehbranche 69
4.2.4 Hersteller von Mobiltelefonen und Netzbetreiber 72
4.2.5 Produzenten und Vertreiber von mobilen Videos 73
4.3 News 75
4.4 Games 77
4.4.1 Hersteller von Mobiltelefonen und Netzbetreiber 77
4.4.2 Produzenten und Vertreiber von Handy-Games 78
4.5 Software 79
5. Micromovie 81
5.1 Definition, Einordnung und Merkmale 82
5.2 Rahmenbedingungen für mobile Videos 84
5.2.1 Bedienbarkeit des Mobiltelefons 84
5.2.2 Bildschirmgröße und Auflösung 84
5.2.3 Tonqualität 84
5.2.4 Dateigröße: Speicherkapazität und Übertragungszeiten/-Kosten 85
5.2.5 Auslieferung von mobilen Videos 85
5.2.5.1 Player 86
5.2.5.2 Streaming oder Download 86
5.2.5.3 Client-Server-Lösungen 87
5.3 Videokompression 88
5.3.1 Notwendigkeit der Datenreduktion 88
5.3.2 Encoding und Containerformate 88
5.3.3 Arten der Videodatenreduktion 89
5.3.3.1 Bildwiederholrate 91
5.3.3.2 Ortsauflösung 92
5.3.3.3 Schlüsselbildrate 94
5.3.3.4 Deinterlacing 96
5.3.4 Der MPEG-1-Codec 97
5.3.5 Dateiformate für geringe Bandbreiten 98
5.3.5.1 H.263 98
5.3.5.2 MPEG-4 99
5.3.5.3 H.264 100
5.3.5.4 Gegenüberstellung der mobilen Codecs MPEG-4 und H.264 101
5.3.5.5 Sorensen Spark 102
5.3.5.6 On2 VP6 103
5.3.5.7 Gegenüberstellung On2 VP6 und Sorenson Spark 103
5.3.6 Die Komprimierungstechnologie Mobiclip 103
5.3.7 Software zur Darstellung von mobilen Videos 104
5.4 Inhaltliche Aufbereitung von Micromovies 107
5.4.1 Länge der Videos 107
5.4.2 Plot und narrative Struktur 107
5.4.3 Kameraführung und Bildsprache 109
5.4.4 Lesbarkeit von Typografie und Infografik 112
5.4.5 Verhältnis Sound- zu Bildqualität 116
5.4.6 Credits und Brandings 116
5.5 Interaktivität mobiler Videos 116
5.5.1 Digital Storytelling 117
5.5.1.1 Linearität und Nonlinearität 117
5.5.1.2 Eigenschaften interaktiver Erzählweisen 119
5.5.2 Verschiedene Konzepte interaktiver Filme 119
6. Produktion eines Micromovie 121
6.1 Idee 122
6.2 Analyse des Filmmaterials 122
6.3 Umsetzung 123
7. Resultate 131
7.1 Erarbeitung der Grundlagen 132
7.2 Aufbereitung eines Micromovie 132
8. Zusammenfassung und Ausblick 133
8.1 Erweiterungsmöglichkeiten 134
8.2 Zusammenfassung 135
Anhang 137
A Glossar 138
B Abkürzungsverzeichnis 152
C Abbildungsverzeichnis 156
D Literaturverzeichnis 168

Textprobe:

Kapitel 5.4, Inhaltliche Aufbereitung von Micromovies:

Die zu Beginn des Kapitels erläuterten Merkmale und Rahmenbedingungen sind bei der inhaltlichen und gestalterischen Aufbereitung eines Micromovie zu berücksichtigen, um ein speziell für Mobiltelefone optimiertes Video zu erstellen. Was es dabei im Einzelnen zu beachten gilt, wird in den nachfolgenden Abschnitten beschrieben.

Länge der Videos:

Die Länge mobiler Videoformate ist eines der wesentlichen, inhaltlichen Kriterien. Sie variiert aufgrund unterschiedlicher Gegebenheiten wie Übertragungsart und -geschwindigkeit, Inhalt, Publikum sowie mobilem Gerät und sollte daher individuell erfolgen. Einen bestimmten Richtwert gibt es nicht.

Grundsätzlich empfiehlt sich jedoch bei niedrigen Datenübertragungsraten eine geringe Cliplänge. Für GPRS gilt als Anhaltspunkt eine Abspieldauer von 15 bis 60 Sekunden. Je nach Inhalt kann es allerdings zu Beeinträchtigungen in der Bildqualität kommen. UMTS ermöglicht dagegen bei gleicher Cliplänge bessere Ergebnisse. Die maximale Länge liegt hier bei etwa vier Minuten.

Derzeit angebotene Videos haben mitunter auch eine wesentlich längere Abspieldauer.

So beträgt die Länge der verfügbaren Video-Podcasts teilweise zwischen 1 und 30 Minuten.

Laut Joachim Bader und Stefan Mohr, Gründer des Unternehmens Pocketframes, werden sich ‘in Zukunft […] mit Sicherheit Standards herausbilden’.

Plot und narrative Struktur:

Mobile Bewegbildinhalte werden im Gegensatz zum Fernsehen nicht nebenbei genutzt. Der User setzt sich in der Regel intensiv mit seinem mobilen Gerät auseinander. Trotzdem gibt es Situationen, in denen die Aufmerksamkeit des Nutzers nachlässt oder durch verschiedene Umweltreize unterbrochen wird. Der Plot und die Dramaturgie sollten daher einfach gestaltet sein, um lediglich eine geringe Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die Handlung eines Micromovie lässt sich nach der klassischen Erzählweise aufbauen. Sie gliedert sich in einen Anfang, eine Mitte und einen Ende.

‘Mobile Videos’ müssen aufgrund ihrer Kürze schnell auf den Punkt kommen. Sie verfügen über eine geringe Erzählzeit, das bedeutet der User hat nur eine geringe Zeitspanne, um diese zu betrachten. Dementsprechend kurz ist auch überwiegend deren erzählte Zeit, der Zeitraum, der in einer Geschichte erzählt wird. Deshalb ist von Redundanzen, das heißt mehrmaligen Wiederholen desselben Informationsgehaltes in der Erzählstruktur sowie einen ausgedehnten Einstieg in die Geschichte abzusehen.

Die Charakterisierung der Personen in der Geschichte ist trotz geringer Erzählzeit nicht zu vernachlässigen. Kurze Formate sollten sich auf wenige Filmfiguren beschränken, um den Betrachter nicht zu verwirren und diese deutlich in ihrem Umfeld zuordnen zu können. Die Hauptakteure werden dabei am ausführlichsten behandelt, Nebenfiguren dienen überwiegend der Unterstützung des Handlungsgerüstes.

In der Produktion eines Micromovie werden oftmals auch bestehende TV-Formate aufgegriffen und auf Basis dieser, geeignete kurze Filme produziert. Dies hat den Vorteil, dass die Filmakteure nicht näher vorgestellt werden müssen, da sie dem Zuschauer bereits bekannt sind.

Um den Betrachter von Anfang bis zum Schluss an die Geschichte zu fesseln, lässt sich die Handlung wie beim klassischen Film in Form einer Dramaturgie aufbauen, trotz der Kürze. Dies erfolgt anhand der Einteilung in einzelne Handlungsabschnitte, der Beziehungen der einzelnen Szenen untereinander sowie deren Anordnung im Film. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Dramaturgie durch bestimmte Erzählmittel wie Metapher, Symbole und Allegorien zu verstärken.

Das Ende der Geschichte kann sowohl offen als auch geschlossen sein. Es werden entweder alle wesentlichen Fragen, die sich im Laufe der Handlung ereignet haben, beantwortet oder die Fortführung bleibt dem Betrachter überlassen. Einige kurze Formate werden speziell für ein offenes Ende konzipiert, um den Nutzer zum Nachdenken anzuregen.

Besonders beliebt sind zurzeit Mobisodes. Dabei wird zwischen mobilen Sequenzen differenziert, deren einzelne Folgen in sich abgeschlossen sind oder bei denen sich der Handlungsablauf über mehrere Episoden erstreckt. Beim letzteren endet jede einzelne Folge auf dem ‘Cliffhanger’. Das bedeutet, die Geschichte endet auf dem Höhepunkt und wird in der nächsten Episode fortgeführt, deren Schlussszene wiederum offene Fragen einer oder sogar mehrerer Handlungsstränge aufwerfen kann. Zu beachten ist hierbei, dass der Erzählfluss über mehrere Folgen hinweg aufrechterhalten wird. Diese Form des Spannungsaufbaus fesselt den Betrachter an den Film und weckt bei ihm Neugierde auf die nächste Serie. Die Länge einer Episode variiert zwischen einer und drei Minuten.

Beispiel ‘Dog&Bone’:

Die Micromovie Serie ‘Dog&Bone’ vom österreichischen Werbefilmer Andreas Hafele besteht aus fünf Episoden à 60 Sekunden. Die Geschichte handelt von einem Hund, der mit dem Handy seines Herrchens verschwindet und einen aufregenden Tag in London verbringt. Jede Episode erzählt dabei eine turbulente Geschichte des Tieres.

Der Hund und dessen Besitzer sind gleichzeitig die Hauptakteure. Jede Folge verfügt über eine Nebenfigur, die jeweils in einen kurzen Dialog mit dem Herrchen tritt. In vier von den fünf kurzen Serien ist das Ende offen. Hier baute Andreas Hafele einen Cliffhänger zur jeweils nächsten Episode ein, um das Interesse des Users nach einer weiteren Folge zu wecken.

‘Die Verarbeitung des Plots und die Reduktion auf die wesentlichen Bestandteile’, so Joachim Bader und Stefan Mohr, ‘hängen […] extrem vom Inhalt ab’. So muss bei mobilen Werbefilmen besonders auf den Markennamen oder das Logo geachtet werden. Bei Mobisodes dagegen ist es wichtig, den Erzählfluss über einige Episoden hinweg beizubehalten. Jede Kurzform, ob Animation, Werbefilm oder Comedy-Sendung fordert ‘einen jeweils eigenen, geeigneten Ansatz, um auf dem mobilen Endgerät zu funktionieren’.

Die in der Arbeit erwähnte DVD ist nicht Bestandteil des Angebots.

Arbeit zitieren:
Adam, Jessika Februar 2009: Micromovie - a creative Medium for mobile Engines, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mobile Video, Mobile TV, DVB, Handy, iPhone

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