Die berufliche Teilzeitausbildung für Benachteiligte im dualen System
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Gerti Aloe
- Abgabedatum: Mai 1998
- Umfang: 121 Seiten
- Dateigröße: 9,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1124-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1124-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1124-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Aloe, Gerti Mai 1998: Die berufliche Teilzeitausbildung für Benachteiligte im dualen System, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Beruf & Familie, Ausbildung, Teilzeit, Lernschwäche, Benachteiligte
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Diplomarbeit von Gerti Aloe
Einleitung:
In dieser Diplomarbeit wird das Modell der Teilzeitausbildung, als eine Möglichkeit zur Flexibilisierung des dualen Systems (= Ausbildung in Betrieb und Berufsschule), vorgestellt. Teilzeitausbildung bedeutet dabei, eine Reduzierung der wöchentlichen Ausbildung-/Arbeitszeit auf ein 20 bis 30 Stundenwoche. Damit muß natürlich entweder eine Ausbildungsverlängerung oder eine Variante der Ausbildungsverkürzung verbunden sein, damit die selben Ausbildungsinhalte vermittelt werden können.
Durch die Teilzeitausbildung sollen vor allem "Benachteiligte" zu einer vollständigen Ausbildung befähigt werden. Dazu zählen nach der offiziellen Definition der Benachteiligtenförderung der Bundesanstalt für Arbeit Ausländer, Ausbildungsabbruchgefährdete, junge Mädchen und Frauen, Lernbeeinträchtigte sowie sozial Benachteiligte. Diesen Jugendlichen ist gemeinsam, daß sie deutlich schlechtere Chancen besitzen einen Ausbildungsplatz zu finden bzw. in einer betrieblichen Ausbildung ohne zusätzliche Hilfen scheitern würden. Diese Definition erfaßt allerdings nicht alle Jugendlichen mit schlechteren Ausgangsbedingungen für eine Ausbildungsstelle. Für viele wäre auch die Hilfe durch Stützunterricht und Fördermaßnahmen ein einseitiger Weg in eine neue Abhängigkeit.
Durch die Teilzeitausbildung ginge eine Flexibilisierung der Rahmenbedingungen und ein höherer Spielraum zur Gestaltung der Arbeits- und Freizeit einher, den die Auszubildenden je nach ihren Bedürfnissen und den Möglichkeiten im Ausbildungsbetrieb individuell einsetzen könnten. Damit sollen vor allem Jugendliche oder junge Erwachsene, für die eine normale Vollzeitausbildung aus zeitlichen oder belastungsmäßigen Gründen nicht in Frage kommt angesprochen werden. Es handelt sich dabei vor allem um junge Menschen, die neben der Berufsausbildung noch andere Aufgaben wahrnehmen müssen oder wollen, z.B. Alleinerziehende, junge Familien mit Kind oder Pflegefall, psychisch oder physisch Kranke, Ausländer mit starken Sprachschwierigkeiten, Jugendliche mit Lernschwierigkeiten sowie ungelernte Erwachsene.
In dieser Arbeit wird ein potentiell umsetzbares Teilzeitmodell vorgestellt und mögliche positive als auch negative Auswirkungen der Teilzeitausbildung für den Auszubildenden, Ausbildungsbetrieb und Berufsschule aufgezeigt. Außerdem wird die Umsetzung von rechtlicher Seite untersucht. Es werden mögliche Konfliktpotentiale mit den Institutionen und Gesetzen aufgezeigt, aber auch Möglichkeiten, wie die Teilzeitausbildung bereits innerhalb des bestehenden gesetzlichen Rahmens umsetzbar wäre.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| I. | Problemstellung | 1 |
| II. | Grundlegende Begriffserklärungen | 3 |
| 1. | Das duale System | 3 |
| 1.1 | Die rechtliche Struktur des dualen Systems | 5 |
| 1.2 | Die institutionelle Struktur des dualen Systems | 8 |
| 2. | Die Zielgruppen | 11 |
| 2.1 | Die Zielgruppe der Benachteiligtenförderung | 11 |
| 2.1.1 | Ausländische Jugendliche | 13 |
| 2.1.2 | Lernbeeinträchtigte Auszubildende | 13 |
| 2.1.3 | Sozial benachteiligte Jugendliche | 14 |
| 2.1.4 | Ausbildungsabbruchgefährdete Jugendliche | 14 |
| 2.1.5 | Strukturell benachteiligte Mädchen und junge Frauen | 14 |
| 2.2 | Die Zielgruppe für die Berufsausbildung in Teilzeit | 16 |
| 2.2.1 | Jugendliche aus Problemfamilien | 18 |
| 2.2.2 | Psychisch oder physisch Kranke | 18 |
| 2.2.3 | Ausländer mit Sprachbarrieren | 19 |
| 2.2.4 | Jugendliche mit Schulschwierigkeiten | 20 |
| 2.2.5 | Ungelernte Erwachsene | 24 |
| 2.3 | Zusammenfassung | 25 |
| 3. | Das Flexible Teilzeitausbildungsmodell | 26 |
| 3.1 | Realisierung im Betrieb | 27 |
| 3.1.1 | Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit | 27 |
| 3.1.1.1 | Verlängerung der Ausbildungsdauer | 28 |
| 3.1.1.2 | Variante zur Ausbildungszeitverkürzung | 30 |
| 3.1.2 | Flexibilisierungsmöglichkeiten | 30 |
| 3.1.2.1 | Horizontale Flexibilität | 31 |
| 3.1.2.2 | Vertikale Flexibilität | 31 |
| 3.2 | Realisierung in der Berufsschule | 33 |
| 3.3 | Zusammenfassung | 34 |
| III. | Mögliche Auswirkungen einer Teilzeitausbildung | 35 |
| 1. | Mögliche Auswirkungen auf die Zielgruppe | 37 |
| 1.1 | Individuelle Auswirkungen auf die Auszubildenden | 37 |
| 1.1.1 | Veränderung der persönlichen Arbeitszeit | 37 |
| 1.1.2 | Steigerung des Selbstwertgefühls | 38 |
| 1.1.3 | Verbesserung der Zukunftsaussichten | 38 |
| 1.2 | Pädagogische Auswirkungen | 39 |
| 1.2.1 | Die Lernmotivation | 40 |
| 1.2.1.1 | Die Einflußgrößen der Lernmotivation nach Martin Schmiel | 42 |
| 1.2.1.2 | Die Personenfaktoren | 44 |
| 1.2.1.2.1 | Die Motive | 44 |
| 1.2.1.2.2 | Die Leistungsmotivation | 46 |
| 1.2.1.2.3 | Das Interesse | 50 |
| 1.2.1.2.4 | Die Vorbildung | 51 |
| 1.2.1.2.5 | Die Vitalität | 52 |
| 1.2.1.2.6 | Die physisch-psychische Verfassung | 53 |
| 1.2.1.3 | Die Situationsfaktoren | 53 |
| 1.2.1.3.1 | Die Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule | 54 |
| 1.2.1.3.2 | Die engeren Rahmenbedingungen | 54 |
| 1.2.1.3.3 | Die weiteren Rahmenbedingungen | 55 |
| 1.2.1.4 | Zusammenfassung | 56 |
| 1.2.2 | Segregation versus Integration | 57 |
| 1.3 | Wirtschaftliche Auswirkungen | 58 |
| 1.3.1 | Ausbildungsvergütung | 58 |
| 1.3.2 | Die Sozialversicherungen | 60 |
| 2. | Mögliche Auswirkungen auf die Ausbildungsbetriebe | 63 |
| 2.1 | Gesteigerter Organisationsaufwand | 63 |
| 2.2 | Veränderte Ausbildungskosten | 64 |
| 2.3 | Höhere Produktivität | 67 |
| 2.4 | Höhere Flexibilität | 68 |
| 2.5 | Geringere Fehlzeiten | 69 |
| 2.6 | Geringere Fluktuation und besseres Image | 69 |
| 2.7 | Einfluß auf gesetzliche Auflagen | 70 |
| 3. | Mögliche Auswirkungen auf die Berufsschule | 71 |
| IV. | Die rechtlichen Möglichkeiten der Realisierung einer Teilzeitausbildung | 73 |
| 1. | Die Reduzierung der wöchentlichen Ausbildungszeit | 73 |
| 2. | Abweichungen von der regulären Ausbildungsdauer | 76 |
| 2.1 | Verlängerung der Ausbildungsdauer | 76 |
| 2.2 | Verkürzung der Ausbildungsdauer | 78 |
| 3. | Zusammenfassung | 82 |
| V. | Fazit | 83 |
| Literaturverzeichnis | VI | |
| Anhangsverzeichnis | XIV | |
| Eidesstattliche Erklärung | XXXI |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832411244
Arbeit zitieren:
Aloe, Gerti Mai 1998: Die berufliche Teilzeitausbildung für Benachteiligte im dualen System, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Beruf & Familie, Ausbildung, Teilzeit, Lernschwäche, Benachteiligte



