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Das institutionelle Mergers- und Acquisitionsgeschäft in Deutschland

Eine Analyse aus der Perspektive expansionsorientierter Unternehmen

Das institutionelle Mergers- und Acquisitionsgeschäft in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Blaha
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 158 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Regensburg Deutschland
  • Bibliografie: ca. 26
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0192-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0192-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0192-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Blaha, Thomas Dezember 2005: Das institutionelle Mergers- und Acquisitionsgeschäft in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fusion, Übernahme, Kooperation, Strategisches Management, Mergers und Acquisitions

Diplomarbeit von Thomas Blaha

Einleitung:

Die vorliegende Diplomarbeit ‚Das institutionelle Mergers- und Acquisitionsgeschäft in Deutschland – Eine Analyse aus der Perspektive expansionsorientierter Unternehmen’ entstand im Zuge des betriebswirtschaftlichen Studiums mit dem Schwerpunkt Finanzen an der Fachhochschule Regensburg. Als Ausgangspunkt für die Diplomarbeit diente speziell die Fragestellung, welche externen Wachstumsmöglichkeiten sich für deutsche und ausländische Unternehmen in Deutschland bieten und wie sie diese realisieren können. Daneben stellte sich der Verfasser selbst die Frage, welche Motive den für externes Wachstum sprechen würden.

Ein zentraler Begriff der im Zusammenhang mit den vorgenannten Fragen dabei immer wieder auftauchte und in den letzten Jahren für Furore sorgte, ist Mergers and Acquisitions (M&A). Da die meisten in den Medien zu registrierenden Maßnahmen zur Generierung von externen Wachstum auf Aktivitäten zurückgeführt werden (können), die mit dem Begriff Mergers and Acquisitions weitläufig in Verbindung gebracht wurden, wie zum Beispiel die jüngste Übernahme der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG durch die UniCredit Group, bot es sich aus der Sicht des Verfassers an, aus der Perspektive wachstumsstarker und -vorantreibender Unternehmen den M&A Begriff zu studieren und zu analysieren.

Gang der Untersuchung:

Die Diplomarbeit setzt sich inhaltlich aus drei Kapiteln (A, B und C) zusammen, die in sich wiederum in drei Blöcke (I, II und III) strukturiert sind. Ziel der Kapitel ist die Beantwortung der vorangestellten Fragen nach dem aktuellsten Wissenstand.

Im ersten Kapital erfolgt eine geschichtliche und theoretische Herleitung des M&A Begriffs sowie eine Darlegung der Beweggründe. Im Anschluss daran zeigt die Diplomarbeit, die im weiteren Text einfach als Arbeit bezeichnet wird, einen allgemeinen Marktüberblick zum Thema M&A.

Das zweite Kapitel widmet sich der Frage der Realisierung von externen Wachstumsmaßnahmen in einem ersten Schritt, in dem es die möglichen Formen von Mergers and Acquisitions in Deutschland aufzeigt.

Das abschließende dritte Kapitel schildert den sogenannten M&A Prozess und damit den zweiten Schritt zur Umsetzung von externen Wachstumsmaßnahmen. Gegenstand der Prozessbeschreibung ist die Darlegung, wie nun konkret eine zuvor aufgezeigte Maßnahme verwirklicht werden kann und welche Rolle dabei nicht nur die daran beteiligten Unternehmen, sondern auch externe Dienstleister spielen.

Inhaltsverzeichnis:

Darstellungsverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
Problemstellung X
Gang der Untersuchung XI
A. Wesen und Geschichte von Mergers and Acquisitions 1
I. Begriffsbestimmung und -analyse 1
1. Die US-amerikanische Sichtweise von Mergers and Acquisitions 2
1.1 Externes Wachstum als Überlebenselixier 4
1.2 Angelsächsische Denkweise und Wortdeutung 5
a) Expansion 5
b) Corporate Restructuring 6
c) Corporate Control 7
d) Changes in Ownership Structure 8
2. Die deutsche Sichtweise von Mergers and Acquisitions 10
2.1 Abriss der deutschen M&A Geschichte 10
2.2 Deutsche Denkweise und Wortdeutung 10
2.3 Eigener Definitionsvorschlag 11
3. Abschließende Übersicht der M&A Aktivitäten 12
II. Erklärungsansätze und Motive 13
1. Ökonomische Gründe 13
1.1 Umweltveränderungen 13
a) Marktkonvergenz 14
a) Marktöffnung 14
b) Marktintegration 15
1.2 Systemveränderungen 16
b) Portfolio- und Wettbewerbsanalysetheorien 17
c) Transaktionskostentheorie 18
d) Synergie-Hypothese 19
e) Sonstige Erklärungsansätze 21
1.3 Technischer Fortschritt 21
2. Persönliche Gründe 22
2.1 Auszahlungsthese 22
2.2 Hybris-Hypothese 22
2.3 Größenfaszination 23
2.4 Ergebnisgestaltungsmotiv 23
2.5 „Point-of-no-return“-Effekt 23
III. M&A Marktentwicklung 24
B. Die Formen von Mergers and Acquisitions 25
I. Säulen der Zusammenarbeit 25
1. Wirtschaftliche Selbständigkeit 25
2. Rechtliche Selbständigkeit 26
3. Organisatorische und personelle Flexibilität 26
4. Finanzielle Verflechtung 26
II. Formen der Kooperation 27
1. Operative Allianzen 28
1.1 Unternehmensverbände 29
1.2 Interessensgemeinschaften 29
1.3 Arbeitsgemeinschaften 30
1.4 Konsortien 30
1.5 Kartelle 30
2. Strategische Allianzen 32
3. Gemeinschaftsunternehmen 33
3.1 Equity Joint Venture 34
3.2 Contractual Joint Venture 35
III. Formen der Konzentration 36
1. Übernahmen (Acquisitions/Takeovers) 38
1.1 Vermögenserwerb (Asset Deal) 39
1.2 Beteiligungserwerb (Share Deal) 41
a) Minderheitsbeteiligung 43
b) Sperrminorität 43
c) Parität 44
d) Mehrheitsbeteiligung 44
e) Vollständiger Erwerb 44
2. Feindliche Übernahmen (Hostile/Unfriendly Takeovers) 45
3. Fusionen (Mergers) 47
3.1 Verschmelzung durch Neubildung 48
a) Kurzportrait 48
b) Vorgang 48
c) Anwendungsbeispiele 49
d) Vor- und Nachteile 49
3.2 Verschmelzung durch Aufnahme 50
a) Kurzportrait 50
b) Vorgang 50
c) Anwendungsbeispiele 51
d) Vor- und Nachteile 51
3.3 Fusion durch Beitritt 52
a) Kurzportrait 52
b) Vorgang 52
c) Anwendungsbeispiele 53
d) Vor- und Nachteile 53
3.4 Fusion durch Holdingbildung 54
a) Kurzportrait 54
b) Vorgang 54
c) Anwendungsbeispiel 55
d) Vor- und Nachteile 55
4. Fusionen unter Gleichen (Mergers of Equals) 56
C. Der Mergers and Acquisitions Prozess 58
I. Einleitende Bemerkung 58
II. Aufbau und Inhalte des M&A Prozesses 59
1. Grundstruktur 60
1.1 Beschreibung 60
1.2 Weiteres Vorgehen 60
2. Strategieplanung 61
2.1 Strategiebegriff 61
2.2 Entwurf einer Unternehmensstrategie 62
2.3 M&A Strategie 64
a) Horizontale Konzentration 65
b) Vertikale Konzentration 65
c) Diagonale Konzentration 66
3. Organisation 67
4. Ressourceneinsatz 70
4.1 Personal 70
4.2 Finanzmittel 71
5. Durchführung 73
5.1 Vorfeld 74
a) Screening (Kandidatenbewertung und -auswahl) 74
b) Vorfeldsondierung 74
c) Führungskonzept 75
d) Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit 76
e) Simulation 77
f) Grobbewertung 79
g) Vorfeldvereinbarung 80
5.2 Transaktion 81
a) Due Diligence 82
b) Pre-Closing-Integration-Plan 84
c) Detailbewertung 84
d) Interne Beschlüsse 89
e) Verhandlungen/Umsetzungsverträge 89
f) Kartellrechtliche Prüfung 92
g) Closing 93
5.3 Integration 94
a) Post-Closing-Integration-Plan 95
b) Organisatorische und rechtliche Umsetzung 96
c) Personalwirtschaftliche Umsetzung 101
d) Kultureller Wandel 103
e) Folgerestrukturierungen 104
6. Erfolgskontrolle 105
7. Kommunikation und Information 105
III. Bedeutung und Funktion von M&A Dienstleister im M&A Prozess 106
1. Intermediäre M&A Dienstleistungen - Ein Überblick 106
2. Unternehmensmakler 108
3. Unternehmensberater 109
4. Banken 110
5. Mitglieder der freien Berufe 111
5.1 Wirtschaftsprüfer und Steuerberater 111
5.2 Wirtschaftsanwälte 112
5.3 Notare 112
6. Gutachter und Versicherungsmathematiker 113
7. Agenturen für Werbung und Kommunikation 113
Anhang 114
Literatur- und Quellenverzeichnis 147
Eidesstattliche Erklärung 14

Inhaltsverzeichnis:

Darstellungsverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
Problemstellung X
Gang der Untersuchung XI
A. Wesen und Geschichte von Mergers and Acquisitions 1
I. Begriffsbestimmung und -analyse 1
1. Die US-amerikanische Sichtweise von Mergers and Acquisitions 2
1.1 Externes Wachstum als Überlebenselixier 4
1.2 Angelsächsische Denkweise und Wortdeutung 5
a) Expansion 5
b) Corporate Restructuring 6
c) Corporate Control 7
d) Changes in Ownership Structure 8
2. Die deutsche Sichtweise von Mergers and Acquisitions 10
2.1 Abriss der deutschen M&A Geschichte 10
2.2 Deutsche Denkweise und Wortdeutung 10
2.3 Eigener Definitionsvorschlag 11
3. Abschließende Übersicht der M&A Aktivitäten 12
II. Erklärungsansätze und Motive 13
1. Ökonomische Gründe 13
1.1 Umweltveränderungen 13
a) Marktkonvergenz 14
a) Marktöffnung 14
b) Marktintegration 15
1.2 Systemveränderungen 16
b) Portfolio- und Wettbewerbsanalysetheorien 17
c) Transaktionskostentheorie 18
d) Synergie-Hypothese 19
e) Sonstige Erklärungsansätze 21
1.3 Technischer Fortschritt 21
2. Persönliche Gründe 22
2.1 Auszahlungsthese 22
2.2 Hybris-Hypothese 22
2.3 Größenfaszination 23
2.4 Ergebnisgestaltungsmotiv 23
2.5 „Point-of-no-return“-Effekt 23
III. M&A Marktentwicklung 24
B. Die Formen von Mergers and Acquisitions 25
I. Säulen der Zusammenarbeit 25
1. Wirtschaftliche Selbständigkeit 25
2. Rechtliche Selbständigkeit 26
3. Organisatorische und personelle Flexibilität 26
4. Finanzielle Verflechtung 26
II. Formen der Kooperation 27
1. Operative Allianzen 28
1.1 Unternehmensverbände 29
1.2 Interessensgemeinschaften 29
1.3 Arbeitsgemeinschaften 30
1.4 Konsortien 30
1.5 Kartelle 30
2. Strategische Allianzen 32
3. Gemeinschaftsunternehmen 33
3.1 Equity Joint Venture 34
3.2 Contractual Joint Venture 35
III. Formen der Konzentration 36
1. Übernahmen (Acquisitions/Takeovers) 38
1.1 Vermögenserwerb (Asset Deal) 39
1.2 Beteiligungserwerb (Share Deal) 41
a) Minderheitsbeteiligung 43
b) Sperrminorität 43
c) Parität 44
d) Mehrheitsbeteiligung 44
e) Vollständiger Erwerb 44
2. Feindliche Übernahmen (Hostile/Unfriendly Takeovers) 45
3. Fusionen (Mergers) 47
3.1 Verschmelzung durch Neubildung 48
a) Kurzportrait 48
b) Vorgang 48
c) Anwendungsbeispiele 49
d) Vor- und Nachteile 49
3.2 Verschmelzung durch Aufnahme 50
a) Kurzportrait 50
b) Vorgang 50
c) Anwendungsbeispiele 51
d) Vor- und Nachteile 51
3.3 Fusion durch Beitritt 52
a) Kurzportrait 52
b) Vorgang 52
c) Anwendungsbeispiele 53
d) Vor- und Nachteile 53
3.4 Fusion durch Holdingbildung 54
a) Kurzportrait 54
b) Vorgang 54
c) Anwendungsbeispiel 55
d) Vor- und Nachteile 55
4. Fusionen unter Gleichen (Mergers of Equals) 56
C. Der Mergers and Acquisitions Prozess 58
I. Einleitende Bemerkung 58
II. Aufbau und Inhalte des M&A Prozesses 59
1. Grundstruktur 60
1.1 Beschreibung 60
1.2 Weiteres Vorgehen 60
2. Strategieplanung 61
2.1 Strategiebegriff 61
2.2 Entwurf einer Unternehmensstrategie 62
2.3 M&A Strategie 64
a) Horizontale Konzentration 65
b) Vertikale Konzentration 65
c) Diagonale Konzentration 66
3. Organisation 67
4. Ressourceneinsatz 70
4.1 Personal 70
4.2 Finanzmittel 71
5. Durchführung 73
5.1 Vorfeld 74
a) Screening (Kandidatenbewertung und -auswahl) 74
b) Vorfeldsondierung 74
c) Führungskonzept 75
d) Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit 76
e) Simulation 77
f) Grobbewertung 79
g) Vorfeldvereinbarung 80
5.2 Transaktion 81
a) Due Diligence 82
b) Pre-Closing-Integration-Plan 84
c) Detailbewertung 84
d) Interne Beschlüsse 89
e) Verhandlungen/Umsetzungsverträge 89
f) Kartellrechtliche Prüfung 92
g) Closing 93
5.3 Integration 94
a) Post-Closing-Integration-Plan 95
b) Organisatorische und rechtliche Umsetzung 96
c) Personalwirtschaftliche Umsetzung 101
d) Kultureller Wandel 103
e) Folgerestrukturierungen 104
6. Erfolgskontrolle 105
7. Kommunikation und Information 105
III. Bedeutung und Funktion von M&A Dienstleister im M&A Prozess 106
1. Intermediäre M&A Dienstleistungen - Ein Überblick 106
2. Unternehmensmakler 108
3. Unternehmensberater 109
4. Banken 110
5. Mitglieder der freien Berufe 111
5.1 Wirtschaftsprüfer und Steuerberater 111
5.2 Wirtschaftsanwälte 112
5.3 Notare 112
6. Gutachter und Versicherungsmathematiker 113
7. Agenturen für Werbung und Kommunikation 113
Anhang 114
Literatur- und Quellenverzeichnis 147
Eidesstattliche Erklärung 14

Textprobe:

Als international anerkanntes Synonym des externen Wachstumspfad gilt die englische Wortkombination Mergers and Acquisitions (M&A). In Deutschland gibt es für den Terminus M&A weder eine sinngemäße Übersetzung noch eine sachgerechte Definition. Herausgeber und Verfasser hiesiger betriebswirtschaftlicher Standardwerke erkannten lange Zeit nicht, die mit diesem Begriff zu verbindende Eigendynamik. Erst mit Beginn der 1980er Jahre änderte sich hierzulande diese Einstellung und man erkannte den praktischen Nutzen für Unternehmen und Gesellschaft. Mittlerweiler sind zum Thema M&A schon viele Bücher, Zeitschriftenartikel und natürlich auch Studien- und Diplomarbeiten erschienen.

Um den Geist und den Wortsinn von Mergers and Acquisitions einfangen und entschlüsseln zu können, bedarf es zu Beginn eines Blickes über den Atlantik.

Die originäre Form der konzentrativen Zusammenarbeit ist die Übernahme. Bei Übernahmen erwerben Unternehmen bis dato selbständig agierende Unternehmen oder -steile oder lösen diese weitestgehend aus fremden Konzernstrukturen heraus. Rechtstechnisch erfolgen Übernahmen durch den Abschluss von Unternehmenskaufverträgen. Diese heute sehr komplexen und umfangreichen Vertragswerke erfordern ein unheimlich großes juristisches und betriebswirtschaftliches Fachwissen und einen reichhaltigen Schatz an Erfahrungen, um einerseits die Chancen und Risiken einer Übernahme antizipieren und abwägen, andererseits für beide Vertragsparteien eine wirtschaftlich sinnvolle und zweckmäßige Lösung erarbeiten zu können. Die Komplexität von Unternehmenskaufverträgen ist mit der Tatsache verbunden, dass selbst bei rein deutsch-deutschen Verhandlungen der starke Einfluss von dritten und unabdingbaren Dienstleistungsunternehmen, die nicht selten von angelsächsischer Herkunft sind, nicht vollständig vermieden werden kann.

Wie oben bereits angedeutet, hängt die betriebliche Geschäftstätigkeit und die weitere Entwicklung der Zielgesellschaft vom Einfluss der »Shareholder« ab. Bei Zielgesellschaften, die als Personengesellschaften firmieren, streben Akquisiteure üblicherweise einen vollständigen Erwerb an, da aufgrund der Rechtsform-Konstruktion ein Teileinstieg in die Zielgesellschaft durch »Herauskaufen« von Gesellschaftern mit erheblichen Haftungsrisiken verbunden sein kann und bei einer Übernahme eigentlich erwartet wird, dass der Akquisiteur nicht zusammen mit bestehenden Gesellschaftern die Zielgesellschaft führt, sondern alleiniger ‚Herr im Hause’ wird.

Ähnliche rechtliche Probleme ergeben sich mit anderen Rechtsformen, die das deutsche Gesellschaftsrecht ermöglicht. Im internationalen Vergleich gelten daher die Kapitalgesellschaften als Prototyp für den Beteiligungserwerb. Bei diesen Unternehmen steigt mit zunehmender Beteiligung am Eigenkapital durch den Akquisiteur „dessen Einfluss auf das Zielunternehmen bzw. steigt die Abhängigkeit des Zielunternehmens vom Käufer. Je nach Möglichkeit der Einflussnahme auf die unternehmerischen Aktivitäten“ der Zielgesellschaften werden Minderheits-, paritätische, Mehrheitsbeteiligungen und der vollständige Anteilerwerb unterschieden.

In Kapitel A konnte der Leser einen ersten Einblick in die Mergers and Acquisitions Welt gewinnen. Es wurde eine historische Herleitung der Materie vollzogen und es fand eine inhaltliche Auseinandersetzung im Hinblick auf den Begriff und die Motive rund um die M&A Thematik statt. Zum Schluss wurde dem Leser die Bedeutung von M&A in Deutschland anhand einer kleinen Auswahl an statistischen Daten vor Augen geführt.

Die Grundstruktur des M&A Prozess gliedert sich in zwei Haupt- und einem Nebenbestandteil. Der erste Hauptbestandteil ist die M&A Konzeption. Sie dient als Arbeitsgrundlage für die (spontane) Umsetzung einer Fusion oder Übernahme und repräsentiert gleichzeitig die ersten drei Phasen des M&A Prozess. Dem zweiten Hauptbestandteil obliegt – soweit sich aussichtsreiche Gelegenheiten bieten – die tatsächliche Realisierung einer M&A Aktivität und die anschließende Erfolgsanalyse. Als phasenübergreifende Querschnittsfunktion begleitet die Kommunikation und Information den vollständigen M&A Prozess.

Arbeit zitieren:
Blaha, Thomas Dezember 2005: Das institutionelle Mergers- und Acquisitionsgeschäft in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fusion, Übernahme, Kooperation, Strategisches Management, Mergers und Acquisitions

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