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Dezentralisierungs- und Outsourcing-Möglichkeiten im steuer- und wirtschaftsberatenden Bereich und ihre arbeitsmarktpolitischen Möglichkeiten

Dezentralisierungs- und Outsourcing-Möglichkeiten im steuer- und wirtschaftsberatenden Bereich und ihre arbeitsmarktpolitischen Möglichkeiten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jörg Frey
  • Abgabedatum: April 2000
  • Umfang: 110 Seiten
  • Dateigröße: 4,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2749-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2749-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2749-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Frey, Jörg April 2000: Dezentralisierungs- und Outsourcing-Möglichkeiten im steuer- und wirtschaftsberatenden Bereich und ihre arbeitsmarktpolitischen Möglichkeiten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Strategisches Netzwerk, Globalisierung, Lernende Organisation, Human-Resource, Qualitätsmanagement

Diplomarbeit von Jörg Frey

Einleitung:

Der Entwicklungstrend in der Industrie ist: „Immer größer, immer schneller, immer innovativer“. Genau dieser Trend geht auch nicht spurlos an den steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen vorbei.

Immer größer werdender Beratungsbedarf der am Wirtschaftsablauf beteiligten Akteure stellt eine immer größere Herausforderung für den Berufsstand der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer dar. Spezifisch soll in dieser Diplomarbeit auf die Beratungsleistung für „klein- und mittelständische Unternehmen“, im nachfolgenden KMU genannt, eingegangen werden. Denn durch den aufkommenden Internationalisierungsdruck in zumeist regionaler Abhängigkeit müssen hier Wettbewerbsfaktoren und Standortfaktoren herausgearbeitet werden. Doch wer soll diese Aufgabe übernehmen, wer kann Synergien erkennen, wer kann Daten so auswerten, dass Vorteile am Standort Deutschland sichtbar werden?

Gang der Untersuchung:

Es soll in drei Schritten eine Beispiellösung für den Standort Deutschland hergeleitet werden.

Dabei wird es nötig sein, in einem ersten Schritt auf den Globalisierungsaspekt einzugehen: Wie ist die Globalisierung historisch gewachsen, welche Formen von Kooperationen gibt es bisher, in welchen Intervallen, beginnend mit der industriellen Revolution. Hier wird gezeigt werden müssen, wie Erkenntnisse aus der Industrie auf den Dienstleistungsbereich transformiert werden können bzw. gegenwärtig transformiert werden müssen.

Da die deutsche Steuer- und Wirtschaftsberatung gesetzlichen Vorgaben unterliegt, wird in einem zweiten Schritt auf einen Vergleich der deutschen vs. österreichischen Steuerberatung, eingegangen werden müssen.

Hierbei werden zum einen „arbeitsmarktpolitische“ Möglichkeiten für den Standort Deutschland aufgezeigt werden können, andererseits wird sich aber auch zeigen, wie die aktuelle Gesetzgebung den Standort Deutschland in seinen Entfaltungsmöglichkeiten einschränkt.

Im dritten Schritt wird dann aufgezeigt werden, wie sich die deutsche Steuer- und Wirtschaftsberatung entwickeln könnte. Es wird hierbei keine Rücksicht auf geltendes Recht genommen, weil dies vereinfachend zu vernachlässigen ist. Versucht wird, durch Erkenntnisse der Industrie Synergien für die Dienstleistung aufzuzeigen und damit gleichzeitig den Beratungsbedarf der KMU zu gewährleisten, für die Gegenwart und - noch viel wichtiger - für die Zukunft. Hierbei wird (in die nachfolgenden Ausführungen) ein Beispiel aus der gegenwärtigen Praxis einfließen, wo zum jetzigen Zeitpunkt versucht wird, Beratungen auch weiterhin zu gewährleisten.

Inhaltsverzeichnis:

I. Kapitel
Einleitung 01
II. Kapitel „Der Wandel der wirtschaftlichen Beziehungen“
1. Vorwort 03
2. Globalisierung vs. Glokalisierung
2.1 Globalisierung 05
2.2 Glokalisierung 06
3. Kooperationen vs. strategische Kooperationen
3.1 Kooperationen 07
3.1.1 Interessengemeinschaft 08
3.1.2 Kooperation durch Vertrag 08
3.1.3 Arbeitsgemeinschaft 08
3.1.4 Kartell 09
3.1.5 Franchising 09
3.1.6 Joint Venture 11
3.1.7 Fusion 11
3.2 Strategische Kooperation 12
3.2.1 Branchenvertretung 12
3.2.2 Vorwettbewerbliche, gemeinschaftliche Forschung 13
3.2.3 Zusammenarbeit bei Auftragsausschreibung 13
3.2.4 Lokale Zusammenarbeit in fernen Märkten 14
3.2.5 Anwendungen der Plattformstrategie 15
3.2.6 Joint Venture, mit einem Wettbewerber 15
3.2.7 Benchmarking 16
3.3 Zwischenfazit 18
4. Human Resources 18
5. Wertschöpfungsgemeinschaften 21
6. Arbeitskraftunternehmer 21
III. Kapitel „Eine spezielle Dienstleistung“
1. Vorwort 26
2. Die deutsche Steuerberatung
1. Berufsbild des Steuerberaters (StB)
1.1 Tätigkeitsfeld 28
1.2 Wege zum Steuerberater 29
2. Berufsbild des Wirtschaftsprüfers (WP)
2.1 Tätigkeitsfeld 30
2.2 Wege zum Wirtschaftsprüfer 31
3. Berufsbild des Beratungsstellenleiters/Mitarbeiters im Lohnsteuerhilfeverein
3.1 Tätigkeitsfeld 32
3.2 Wege zum freien Mitarbeiter im LHV 32
4. Berufsbild des Buchführungshelfers
4.1 Tätigkeitsfeld 33
4.2 Wege zum selbständigen Buchführungshelfer 35
5. Änderungen des Steuerberatungsgesetz durch das 7 ÄndG zum StBerG
5.1 Kernthesen 35
5.2 Geplante Neuregelungen der Beratungsbefugnis der Lohnsteuerhilfevereine 36
5.3 Geplante Neuregelungen der Beratungsbefugnis der Buchführungshelfer 37
3. Die österreichische Steuerberatung
1. Vorwort zur österreichischen Steuer-/ Wirtschaftsberatung 39
2. Berufsbild des österreichischen Steuerberaters (StB)
2.1 Wege zum Steuerberater 40
3. Berufsbild des österreichischen Wirtschaftsprüfers (WP)
3.1 Wege zum österreichischen Wirtschaftsprüfer 41
4. Der „Gewerbliche Buchhalter“
4.1 Tätigkeitsbereich 42
4.2 Wege zum „Gewerblichen Buchhalter“
4.2.1 Befähigungsnachweis 42
4.2.2 Prüfung 43
5. Der „selbständige Buchhalter“
5.1 Tätigkeitsbereich 44
5.2 Wege zum „selbständigen Buchhalter“ 44
5.2.1 Befähigungsnachweis 44
4. Fazit 46
IV. Kapitel „Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen“
1. Vorwort 47
2. Aufbau von Kooperationsnetzwerken
2.1 Einleitung 49
2.1.1 Die Berufskammern 49
2.1.2 Die Industrie- und Handelskammer 50
2.1.3 Die Oberfinanzdirektion 50
2.1.4 Zusammenfassung 51
2.2 Die Steuer- und Wirtschaftsberatung zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Interview) 52
2.2.1 Das Büro des Einzelberaters 52
2.2.2 Aufbau der KUBO GmbH 53
2.2.3 Zwischenfazit 54
2.3 Die Kooperations-/Koordinationsebene 55
2.4 Restrukturierung, Dezentralisierung, Outsourcing 55
2.5 Zwischenfazit 56
2.6 Eine mögliche Form der deutschen Steuer- und Wirtschaftsberatung 57
2.7 Netzwerk einer Gesellschaft der big - five 58
2.7.1 Die KPMG 58
2.7.2 Tätigkeitsbereiche der KPMG 58
2.7.3 Beratende Branchen der KPMG 60
2.7.4 Zwischenfazit 60
2.8 Mandatspolitik 61
2.9 Qualitätsmanagement 63
2.9.1 Human - Resources der Mitarbeiter 64
2.9.2 Die lernende Organisation 66
2.10 Informations- und Kommunikationstechnologien 71
3. Fazit 73
V. Resümee 74

Automatisiert erstellter Textauszug:

2. Berufsbild des österreichischen Steuerberaters (StB) 2.1 Wege zum Steuerberater Der zum Steuerberater zu bestellende Kandidat hat in der Regel folgende Vorbildung nachzuweisen: 1. Er hat ein facheinschlägiges Hochschul- oder Fachhochschulstudium oder einen facheinschlägigen Lehrgang universitären Charakters in Österreich absolviert und 2. er muß 3 Jahre als Berufsanwärter bei einem Wirtschaftstreuhänder bzw. Revisionsanwärter bei einem Revisionsverband nachweisen oder 3. 12 Jahre hauptberufliche Ausübung des Berufs des selbständigen Buchhalters nachweisen, darauf werden bis zu 6 Jahre Tätigkeit im Rechnungswesen angerechnet. Interessant an dieser Stelle ist für die deutsche Steuerberatung, daß die Anrechnungszeiten für Berufsanwärter bei Hochschulabsolventen sehr vielfältiger sind. In Deutschland werden praktische Tätigkeiten hauptsächlich in Form von Tätigkeiten bei einem Steuerberater, einem Wirtschaftsprüfer oder in Form von Mitarbeit in einem Lohnsteuerhilfeverein angerechnet. [...]

1. Vorwort zur österreichischen Steuer-/ Wirtschaftsberatung Die Berufsausübung des Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers in Österreich kann synonym mit der in Deutschland gesehen werden. Die Tätigkeitsfelder entsprechen einander, von daher wird im nachfolgenden nicht darauf eingegangen. Es werden lediglich die Wege zum Steuerberater und Wirtschaftsprüfer aufgezeigt, um Unterschiede der Qualifikationsanforderungen zu verdeutlichen. Ein besonderes Augenmerk wird aber das neue Wirtschaftstreuhänder-Berufsgesetz (WTBG) dem Leser abverlangen, welches am 01.07.1999, nicht zuletzt aufgrund arbeitsmarktpolitischer Notwendigkeiten, von der Bundesregierung unter Führung des sozialdemokratischen Kanzlers Viktor Klima verabschiedet wurde und eine Liberalisierung des Buchhaltermarktes zugunsten selbständiger Buchhalter darstellt. Genau dies wird auch von der deutschen Gesetzgebung verlangt, findet aber keinerlei Berücksichtigung im 7. ÄndG zum StBerG. Dem Leser sei an dieser Stelle noch gesagt, daß die österreichische Rechtsprechung sich in der Vergangenheit immer an der deutschen (Rechtsprechung) orientiert hat. Damit haben wir auch für den deutschen Gesetzgeber ein neues Verhalten der österreichischen Republik, schon im Hinblick auf die rechtliche Gleichstellung von Angehörigen gleicher Berufsgruppen auf der Ebene der Europäischen Gemeinschaft. [...]

In diesem Brief gab es zwei Stellen, die das kontraproduktive Verhalten der Gesetzgebung widerspiegeln: 1. "Somit ist jetzt schon absehbar, dass die gesetzliche Neufassung des § 8 Nr. 4 StBerG, mit dem Gesetzgeber verfolgten Zweck die Abmahnpraxis auszuschalten ihr Ziel nicht erreichen wird, sondern die derzeitige Situation verschärfen wird". 2. "Ein wichtiger Aspekt der geplanten Gesetzesänderung ist die gesetzliche Harmonisierung auf Ebene der Europäischen Union. Es ist zu bedauern, daß mit dem Entwurf zum 7. Änderungsgesetz mit Ausnahme bei den steuerberatenden Berufen, bisher kein Versuch unternommen wird, auf europäischer Ebene die rechtliche Gleichstellung von Buchführungshelfern zu erreichen" (offener Brief des b.b.h., vom 31.Januar 2000). Der komplette "Offene Brief" kann im Anhang nachgelesen werden. Hier wird die Harmonisierung der österreichischen Steuerberatung bezüglich des Buchhaltergewerbes angesprochen, welche im nachfolgenden aufgezeigt wird. Erreicht wurde durch diese Briefaktion, daß ein Vertreter des b.b.h., Herr Blamberger, die Gelegenheit erhielt, mit dem Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Finanzausschusses Herrn Fritz Schösser (SPD) die schwierige berufliche Situation der Buchführungshelfer (hier: das Einrichten der Buchführung und die Erstellung der Umsatzsteuervoranmeldungen) zu erörtern. Herr Blamberger wurde als Sachverständiger des Bundesverbandes der Buchführungshelfer zum Expertengespräch über das 7. ÄndG. zum StBerG am 15.03.2000 eingeladen. Weiteres bleibt an dieser Stelle abzuwarten. [...]

Arbeit zitieren:
Frey, Jörg April 2000: Dezentralisierungs- und Outsourcing-Möglichkeiten im steuer- und wirtschaftsberatenden Bereich und ihre arbeitsmarktpolitischen Möglichkeiten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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