Deutschland sucht den Superstar - Analyse der Erfolgsfaktoren
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Sarah Wolf
- Abgabedatum: September 2003
- Umfang: 97 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Mittweida (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7740-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7740-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7740-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wolf, Sarah September 2003: Deutschland sucht den Superstar - Analyse der Erfolgsfaktoren, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Show, Musik, DSDS, Kandidaten, Jury
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Bachelorarbeit von Sarah Wolf
Einleitung:
„Deutschland sucht den Superstar“ war eine neue Art von Sendung, die über Wochen sehr viele Zuschauer an sich binden konnte. Das Finale erreichte eine Einschaltquote über 40% in der Zielgruppe der 14 - 49 Jährigen, die die wesentliche Zielgruppe der Werbung ist. Insgesamt war die Sendung so erfolgreich, dass es RTL sogar gelang, die Preise für Werbezeiten zu erhöhen.
Aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in England, USA, Polen, Südafrika, Australien, Frankreich, Libanon, Norwegen etc. war die Sendung bereits erfolgreich. „Deutschland sucht den Superstar“ geht zurück auf eine Idee von Simon Fuller und heißt im englischen Original „Pop Idol“. Das Konzept der Sendung umfasst eine integrierte Vermarktung verschiedenster Produkte und Dienstleistungen.
Die Produktionsfirma Fremantle Media, der Produktionsarm der RTL Group, erwarb die deutschen Rechte für die Sendung. Der Fernsehkonzern wiederum ist zu 90,2 Prozent im Besitz des Medienriesen Bertelsmann. Die Fremantle-Tochter Grundy Light Entertainment produzierte die Show. Der hauseigene Fernsehkanal RTL übernahm die Ausstrahlung und der Gewinner der Show erhielt einen Plattenvertrag von der Bertelsmann Music Group, BMG.
Die einzelnen Elemente der Show vereinen Starkult, Reality-Show und Massenspektakel miteinander. Die Kandidaten wurden ähnlich wie bei „Big Brother“ in einem Haus untergebracht und wurden zu beinahe allen Aktivitäten begleitet und gefilmt. Auch die Art und Weise des „Votings“, unter Einbeziehung der Zuschauer, erinnerte an das erfolgreiche Sendeformat „Big Brother“. Das Casting lehnte sich stark an die Sendung „Popstars“ an, welche auf RTL2 ausgestrahlt worden ist.
Für den wirtschaftlichen Erfolg sind neben den Einschaltquoten auch die anderen Produkte des integrierten Vermarktungskonzeptes mitentscheidend. Diese waren ebenfalls erfolgreich:
- Das Magazin auf VOX, RTL Group, konnte bis zu 22% Marktanteil in der Altersgruppe der 14 - 29 Jährigen erzielen.
- Die Zeitschrift, hergestellt von der Bertelsmann Tochter Mohn Media hatte eine Druckauflage von 355 000 Exemplaren.
- Das Lied der 10 Finalisten „We have a dream“, komponiert von Dieter Bohlen, stand 5 Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Charts und bereits zwei Wochen nach dem Verkaufsstart wurden mehr als 400 000 CDs verkauft.
- Die CD der 10 Finalisten „United“, stand 6 Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Charts, allein am ersten Tag konnten mehr als 100 000 Exemplare verkauft werden, inzwischen wurde die Millionen-Grenze überschritten.
- Die Single „You drive me crazy“ des Kandidaten Daniel, der Dritter wurde, stand sechs Wochen auf dem ersten Platz der deutschen Charts.
- Die Single „Take me tonight“ des Gewinners Alexander, war 2 Wochen Spitze der deutschen Charts und wurde nahezu eine Million Mal verkauft.
- Eine DVD der schönsten Momente der Sendung wurde mit 500 000 Exemplaren auf den Markt gebracht.
- Darüber hinaus konnten die üblichen Merchandisingartikel wie Handy-Klingeltöne, Bettwäsche, T-Shirts, Kissen und Tassen erfolgreich vermarktet werden.
Zusammenfassung:
Die Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ hat es nicht nur erreicht, über mehrere Wochen die Zuschauer an sich zu binden, sondern sie stellte auch ein Gesprächsthema in allen Medien dar. Die Produkte und Dienstleistungen, die im Rahmen der Sendung vermarktet worden sind, waren ebenfalls erfolgreich.
Die Arbeit soll exemplarisch erklären, welche Faktoren hinsichtlich des Erfolges der Sendung eine Rolle gespielt haben und welche ausschlaggebend waren. Zunächst werden die Fakten, die den wirtschaftlichen Erfolg belegen, zusammengefasst.
Dann werden im theoretischen Teil die Hypothesen zum Publikumserfolg einer Sendung aufgestellt, welche im analytischen Teil verifiziert werden. Hier sollen die spezifischen Erfolgsfaktoren der Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ bestimmt und erläutert werden. Eine eigene empirische Untersuchung hat 200 Probanden mit Hilfe eines Fragebogens über deren Umgang mit der Sendung und Nutzung der verschiedenen Angebote untersucht. Diese Untersuchung soll die in der Theorie aufgestellten Hypothesen empirisch hinterfragen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 6 |
| 2. | Beschreibung der Fakten | 8 |
| 2.1 | Aufbau der Show | 8 |
| 2.2 | Die Jury | 9 |
| 2.2.1 | Dieter Bohlen | 9 |
| 2.2.2 | Shona Fraser | 9 |
| 2.2.3 | Thomas Bug | 10 |
| 2.2.4 | Thomas Stein | 10 |
| 2.3 | Die Moderatoren | 11 |
| 2.3.1 | Carsten Spengemann | 11 |
| 2.3.2 | Michelle Hunziker | 11 |
| 2.4 | Die Kandidaten | 12 |
| 2.5 | Ablauf der Show | 14 |
| 2.5.1 | Ratings der Kandidaten | 17 |
| 2.6 | Deutschland sucht den Superstar – Modifikation bereits vorhandener Ideen | 17 |
| 2.7 | Das Voting | 20 |
| 2.8 | Die Fanzeitschrift „Das offizielle Magazin zur Sendung“ | 20 |
| 2.9 | Das Magazin zu „DsdS“ auf VOX | 21 |
| 2.10 | Das Internetangebot | 22 |
| 2.11 | Der Teletext | 26 |
| 2.12 | Die Tour | 26 |
| 2.13 | Die Musik | 27 |
| 2.14 | Die Sendung „Viva Interaktiv“ | 28 |
| 2.15 | Die Programmplatzierung | 28 |
| 3. | Wirtschaftliche Erfolge | 30 |
| 3.1 | Definition Erfolg | 30 |
| 3.2 | Die Zuschauerquoten | 30 |
| 3.2.1 | Die Sendung „DsdS“ auf RTL | 30 |
| 3.2.2 | Das Magazin zu „DsdS“ auf VOX | 30 |
| 3.3 | Die Werbepreise | 30 |
| 3.3.1 | Die Sendung „DsdS“ auf RTL | 31 |
| 3.3.2 | Das Magazin zu „DsdS“ auf VOX | 31 |
| 3.4 | Das Voting | 32 |
| 3.4.1 | Die Sendung „DsdS“ auf RTL | 32 |
| 3.4.2 | Das Magazin zu „DsdS“ auf VOX | 34 |
| 3.5 | Die Eintrittspreise der Show | 35 |
| 3.6 | Der Teletext | 36 |
| 3.7 | Das Internetangebot | 36 |
| 3.8 | Die Fanzeitschrift „Das offizielle Magazin zur Sendung“ | 37 |
| 3.9 | Die Merchandisingartikel | 38 |
| 3.10 | Die Tour | 39 |
| 3.11 | Der CD Verkauf | 39 |
| 3.11.1 | Alexander Klaws | 39 |
| 3.11.2 | Daniel Küblböck | 40 |
| 3.11.3 | Vanessa Struhler | 40 |
| 3.11.4 | Die Finalisten von „DsdS“ | 40 |
| 3.11.5 | Daniel Lopes | 40 |
| 3.11.6 | Juliette Schopmann | 40 |
| 3.11.7 | Gracia Baur | 41 |
| 3.12 | Zusammenfassung | 42 |
| 4. | Was macht den Erfolg aus? | 44 |
| 4.1 | Theoretische Grundlagen | 44 |
| 4.1.1 | Zusammenfassung | 47 |
| 4.2 | Die Erfolgsfaktoren von „DsdS“ | 47 |
| 4.2.1 | Programmplatzierung | 47 |
| 4.2.2 | Medienpräsenz | 49 |
| 4.2.2.1 | Die häufige Berichterstattung auf RTL | 51 |
| 4.2.2.2 | Die crossmediale Präsenz | 51 |
| 4.2.3 | Emotion | 52 |
| 4.2.3.1 | Auswahl der Kandidaten | 53 |
| 4.2.3.2 | Mittel der Stereotypisierung | 54 |
| 4.2.3.3 | Live – Ausstrahlung | 54 |
| 4.2.3.4 | Das Voting | 54 |
| 4.2.3.5 | Auswahl der Juroren | 55 |
| 4.2.3.6 | Die Musik | 55 |
| 4.2.3.7 | Das Casting | 55 |
| 4.2.3.8 | Die Show | 56 |
| 4.2.3.9 | Das Magazin und die Zeitschrift | 56 |
| 4.2.4 | Zusammenfassung | 57 |
| 4.3 | Wie erklären sich die Zuschauer den Erfolg? | 57 |
| 4.3.1 | Stichprobe | 57 |
| 4.3.2 | Zusammenfassung | 75 |
| 5. | Fazit | 77 |
| Anlagen | 80 | |
| Literaturverzeichnis | 95 |
Die Zugriffe der Internetseite von „DsdS“ liegen bis heute bei rund 150 Millionen PageImpressions. In den Monaten vor dem Finale der ersten Staffel wurden monatlich fast 50 Millionen PIs generiert.55 RTL NewMedia gibt selber an, über mehr als zwei Millionen qualifizierte Datensätze von Usern zu verfügen, die entsprechend ihrer Interessen mit Informationen beliefert werden möchten. So machten mehr als 300 000 Fans bei dem „Superstars im Live – Chat“ am 29.01.03 mit. 30 Chat – Räume wurden von der Redaktion von RTLmusik.de eingerichtet. Markus Lanz (Moderator von „Explosiv“, RTL) moderierte den Event. Eine Stunde hatten die User Zeit, ihren Stars Fragen zu stellen. 56 Der Anruf zur Bestellung eines Klingeltons oder eines Logos kostet 1,86 € pro Minute. Die Durchsage einer Zahlenkombination nimmt ca. 64 Sekunden in Anspruch, das entspricht ca. 1,99 €. Vodafone – Kunden haben die Möglichkeit auf der internen Internetseite die Klingeltöne schon ab 1,29 € zu erhalten. Das Bestellen von Handy – Logos hat die gleichen Bedingungen. An dieser Stelle kann nur eine Vermutung bezüglich der Einnahmen geäußert werden. Einziger Anhaltspunkt zur Schätzung stellen die generierten Pl´s dar und die Aussage von RTL NewMedia, dass sie über mehr als zwei Millionen qualifizierte Datensätze von Usern verfüge. Das bedeutet, dass diese zwei Millionen zumindest schon einmal aktiv geworden sind, indem sie sich registriert haben. Da die Registrierung kostenlos erfolgte und die Kosten der Klingelton oder Logo Bestellung bei 1,86 € pro Minute verhältnismäßig hoch sind, kann man nicht davon ausgehen, dass alle registrierten User auch den kostenpflichtigen Dienst in Anspruch genommen haben. Wenn zumindest ein Viertel der zwei Millionen, sprich 500 000 Personen einen Klingelton oder Logo bestellt haben, entspräche dies 995 000 € Bruttoeinnahmen.57 [...]
3.5. Die Eintrittspreise der Show Der Preis für eine Eintrittskarte zur Sendung betrug zunächst 13 €. (21.12.02 – 18.01.03). Am 01.02.02 und am 08.02.03 wurden schon 18 € verlangt, das Halbfinale am 01.03.03 kostete 25 € und das Finale 35 €. Die beiden Spezial Sendungen am 22.03.03 und am 29.03.03 kosteten 15 € Eintritt plus eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 2 € bei der Bestellung. 500 Zuschauer fanden bis zum 11.01.03 im Studio Platz, ab der fünften Show am 18.01.03 waren es 1000 Plätze.50 Da die Zuschauerkarten für das Studio immer ausverkauft waren, kann man von insgesamt 9000 verkauften Karten ausgehen und ohne die Bearbeitungsgebühren berechnet entspricht dies 165 000 € Bruttoeinnahmen. [...]
„Simon Fuller verdient an den Einnahmen der Telefonabstimmungen mit“47 Aber auch die „[…] deutsche Produktionsgesellschaft Grundy Light Entertainment verdient mit: An jedem Zuschaueranruf. […]“48 Des Weiteren wurde die Telefonabstimmung, Gewinnspiele etc. von der Deutschen Telekom durchgeführt. Die einzelnen vertraglichen Einigungen über die Einnahmen sind nicht öffentlich zugänglich. Es wird vermutet, dass „[…] mit dem gebührenpflichtigen Telefonted (0,49 € die Minute) die Produktionskosten der Show zu 100 Prozent gedeckt […]“49 wurden. Fachleute schätzen die Produktionskosten der Show zwischen 9 – 11 Mio. €. Dies wird zum einen mit den geschätzten Gagen der Juroren und Moderatoren, den Kosten der Castingdurchführung und der Tatsache, dass die Show live ausgestrahlt worden ist, begründet. Die technische Ausstattung der Show war ein weiterer hoher Kostenfaktor. Die genauen Kosten der Produktion können an dieser Stelle nicht genannt werden, da diese von RTL nicht veröffentlicht werden. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832477400
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Wolf, Sarah September 2003: Deutschland sucht den Superstar - Analyse der Erfolgsfaktoren, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Show, Musik, DSDS, Kandidaten, Jury



