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Deutschland als Urlaubsreiseziel für Inländer

Analyse des Reiseverhaltens unter besonderer Berücksichtigung einer empirischen Studie

Deutschland als Urlaubsreiseziel für Inländer
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Manuela Dittmann
  • Abgabedatum: August 1998
  • Umfang: 229 Seiten
  • Dateigröße: 10,0 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Harz (FH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1467-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1467-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1467-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dittmann, Manuela August 1998: Deutschland als Urlaubsreiseziel für Inländer, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tourismus, Reisen

Diplomarbeit von Manuela Dittmann

Einleitung:

Der Tourismus ist heute als gesellschaftlicher und ökonomischer Faktor unbestritten. Nach dem Fahrzeugbau, dem Maschinenbau und dem Ernährungsgewerbe, aber noch vor dem Baugewerbe, ist er die viertgrößte Wirtschaftsbranche Deutschlands. Mit einem jährlichen Umsatz von rund 200 Milliarden DM trägt er sechs Prozent zum Volkseinkommen bei und schafft über zwei Millionen nicht exportierbarer Arbeitsplätze. Das sind sieben Prozent aller Erwerbstätigen. Doch damit nicht genug. Am Tourismus partizipieren außerdem zahlreiche andere Wirtschaftszweige, wie z. B. der Einzelhandel oder die Transportunternehmen. Die Umwegrendite aus dem Tourismus ist deshalb wesentlich höher.

Doch der deutsche Fremdenverkehr steckt in einer Krise, die nicht mehr ignoriert werden kann. Die Diskussionen sowohl unter Wissenschaftlern und Politikern als auch in der Presse werden immer lauter. Die Skala der Meldungen reicht von Aussagen, wie "Der Deutschlandtourismus ist auf Talfahrt." bis zu "Der Deutschlandtourismus verliert kontinuierlich Marktanteile an das Ausland." Als Ursache für diese Entwicklung werden die innerdeutschen Urlaubsreisen verantwortlich gemacht. Noch vor 40 Jahren verbrachten drei Viertel der Bevölkerung ihren Urlaub in Deutschland. Seitdem hat sich eine gravierende Veränderung vollzogen, die den Reisestrom immer mehr in Richtung Ausland lenkt. Im Jahr 1996 blieb nur noch knapp ein Drittel der Bundesbürger während ihrer Ferien im Inland. Die deutliche Aufwärtsentwicklung am Reisemarkt ist damit fast völlig am Binnentourismus vorbeigegangen. Ausgehend von dieser Situation muss sich der deutsche Fremdenverkehr von Fachleuten seit Jahren harte Kritik gefallen lassen. Teuer, einfallslos, mangelnde Servicebereitschaft und schlechte Organisation sind dabei die Schlagworte, die gegen Inlandsurlaub sprechen.

Im Gegensatz dazu sind aber auch optimistische Nachrichten, wie "Deutschland immer noch die Anlaufstation Nummer eins für die Bundesbürger" und "Deutsche machen wieder mehr Urlaubsreisen im eigenen Land" in den Pressemeldungen zu finden. Bleile wies bereits 1995 darauf hin, dass sich ohne den starken, auf die Wiedervereinigung begründeten Neugiertourismus-Anstieg Anfang der neunziger Jahre, der Trend der Achtziger "Stagnation auf hohem Niveau" vielleicht fortsetzen würde. Zum Beweis lag ihm zu diesem Zeitpunkt jedoch kein ausreichendes Zahlenmaterial vor.

Betrachtet man die Diskussion um den deutschen Binnentourismus näher, so stellt man fest, dass sie zum größten Teil aus Missverständnissen und Fehlinterpretationen besteht.

Gang der Untersuchung:

Das Ziel dieser Diplomarbeit soll es somit sein, diesen Missverständnissen auf den Grund zu gehen und dazu beizutragen, Klarheit in die Debatte um den Inlandstourismus zu bringen. Vorhandene Thesen und Behauptungen sollen analysiert und dementsprechend verifiziert oder falsifiziert werden. Der Schwerpunkt der Untersuchung soll dabei auf den binnentouristischen Haupturlaubsreisen liegen. Für eine umfassende Analyse ist es jedoch an einigen Stellen notwendig, die Daten über die Auslandsreisen der Deutschen zum Vergleich heranzuziehen.

Anhand von statistischen Untersuchungen und zusätzlichen Sekundärmaterialien wird im ersten Teil der Arbeit die Situation im deutschen Fremdenverkehr dargestellt. Dazu werden die Entwicklung der Urlaubsreisen der Deutschen und deren strukturellen Merkmale, wie Urlaubsreisedestinationen, Urlaubsreisearten und Urlaubsreiseausgaben näher betrachtet. Im Rahmen der Analyse des Reiseverhaltens werden sowohl die Urlaubsreisemotive als auch die Gründe für die Zielgebietswahl untersucht. Ein weiteres Kapitel setzt sich mit den verschiedenen diskutierten Erklärungsansätzen auseinander.

Im zweiten Teil der Arbeit soll mit Hilfe einer empirischen Studie fehlendes oder bisher unzureichendes Datenmaterial erbracht werden. Hauptziel ist es dabei, die wahren Gründe, warum die Deutschen ihren Urlaub nicht im Inland verbringen, herauszufinden. Diese sollen dann mit den im Rahmen der Sekundäranalyse erzielten Ergebnissen verglichen werden.

Mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend, sofern Handlungsbedarf nachgewiesen wird, einige Anregungen zu Verbesserungen in Form von Lösungsansätzen formuliert.

Diese Diplomarbeit erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit im Sinne einer umfassenden Analyse aller determinierenden Aspekte. Dies wäre in einem solchen Rahmen auch gar nicht möglich. Sie soll vielmehr einen Überblick über die tatsächliche Situation im deutschen Binnentourismus geben, um so Klarheit in die vielfältigen Diskussionen zu bringen und eventuell Lösungswege aufzuzeigen. Dabei ist es der Verfasserin wichtig, neben der wissenschaftlichen Untersuchung, im Rahmen der empirischen Studie die deutschen Gäste selbst zu Wort kommen zu lassen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. EINLEITUNG 1
2. MÖGLICHKEITEN DER INFORMATIONSGEWINNUNG 4
3. EKUNDÄRANALYSE 6
3.1 Untersuchungsgegenstand 6
3.2 Erhebungen zum Reiseverkehr der Deutschen 8
3.2.1 Amtliche Statistiken 8
3.2.2 Reiseanalyse 8
3.2.3 Deutscher Reisemonitor 10
3.2.4 TouristScope 11
3.2.5 Weitere wichtige Studien 11
3.2.6 Wertung 14
3.3 Struktur der Urlaubsreisen der Deutschen 17
3.3.1 Differenzierung der Reisearten 17
3.3.2 Entwicklung der Reiseintensität 18
3.3.3 Urlaubsreisedestinationen 24
3.3.4 Urlaubsreisearten 25
3.3.5 Ausgabeverhalten 28
3.4 Motivationsforschung 30
3.4.1 Motivation als Beitrag zur Reiseentscheidung 30
3.4.2 Grenzen der Motivforschung 31
3.4.3 Urlaubsreisemotive 33
3.4.4 Zielgebietswahl 37
3.5 Erklärungsansätze 43
3.5.1 Wirtschaftliche und soziale Ursachen 43
3.5.2 Angebotsbedingte Ursachen 44
3.5.3 Politische Ursachen 54
3.5.4 Metaökonomische Überlegungen 58
3.6 Ergebnis 69
4. PRIMÄRANALYSE IM RAHMEN EINER EMPIRISCHEN STUDIE 74
4.1 Untersuchungsgegenstand 74
4.2 Instrumentarium 76
4.2.1 Methoden der Primärforschung 76
4.2.2 Auswahl des Erhebungsinstruments 80
4.2.3 Entwicklung des Fragebogens 81
4.3 Methodik 87
4.3.1 Grundgesamtheit 87
4.3.2 Stichprobengröße 87
4.3.3 Zeitraum und Ort der Studie 89
4.4 Auswertung der Fragebögen 90
4.4.1 Quantitative und qualitative Auswertung 90
4.4.2 Manuelle versus computergestützte Auswertung 90
4.4.3 Vom Fragebogen zum Datensatz 91
4.5 Ergebnis 94
4.5.1 Probleme bei der Durchführung der Studie 94
4.5.2 Ergebnisse der Untersuchung 95
4.5.2.1 Quantitative Merkmale 95
4.5.2.2 Motivationen pro & contra Deutschland als Urlaubsreiseziel 102
4.5.2.3 Gästezufriedenheit 105
4.5.2.4 Anregungen für notwendige Veränderungen 113
4.5.2.5 Potential 113
5. GESAMTERGEBNIS 115
6. LÖSUNGSANSÄTZE 123
7. AUSBLICK 133
Anhang 134
Literaturverzeichnis VIII
Sonstige Quellen XIX
Eidesstattliche Erklärung XXI

Arbeit zitieren:
Dittmann, Manuela August 1998: Deutschland als Urlaubsreiseziel für Inländer, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tourismus, Reisen

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