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Deutsche Immobilienaktien im Fokus der finanzwirtschaftlichen Entscheidungskriterien Rendite und Risiko

Deutsche Immobilienaktien im Fokus der finanzwirtschaftlichen Entscheidungskriterien Rendite und Risiko
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Manuela Gneuß
  • Abgabedatum: November 2000
  • Umfang: 121 Seiten
  • Dateigröße: 7,9 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6793-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6793-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6793-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gneuß, Manuela November 2000: Deutsche Immobilienaktien im Fokus der finanzwirtschaftlichen Entscheidungskriterien Rendite und Risiko, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Immobilieaktiengesellschaften, Portfolio-Theorie, Discounted-Cash-Flow-Method, DVFA/SG, Net Asset Value

Diplomarbeit von Manuela Gneuß

Problemstellung:

Langfristige Engagements in Immobilien und Aktien waren in. der Vergangenheit immer rentabler als festverzinsliche Kapitalanlagen. Diese Anlageformen sind jedoch mit nicht zu unterschätzenden Risiken verbunden, da ihre Rendite nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann. Hinzu kommt die fortschreitende Globalisierung und Internationalisierung der Immobilien- und Finanzmärkte sowie weitere strukturelle Veränderungen, die für den Investor zusätzliche Risiken bergen. Aus diesem Grund wird es zunehmend notwendiger, neben der “Rendite“ auch das „Risiko“ als finanzwirtschaftliches Entscheidungskriterium zu betrachten und gezielt zu steuern. Hierbei liefern die Erkenntnisse der modernen Kapitalmarkttheorie, insbesondere die Portfolio-Theorie von Markowitz, einen Ansatz zur Optimierung der genannten Größen.

Vor diesem Hintergrund ist jedoch unter Risikooptimierung keinesfalls nur die Verlustminimierung zu verstehen. Risiko sollte gleichfalls als Chance interpretiert werden, als Möglichkeit zusätzliche Renditen zu erwirtschaften. Hierdurch ist auch das Phänomen zu erklären, daß höhere Renditen in der Regel nur mit höheren Risiken zu realisieren sind. Folglich hängt die Entscheidung für oder gegen ein Investment von der Risikobereitschaft des einzelnen Anlegers ab, welche außer von seinen persönlichen Vermögensverhältnissen, seinen Erfahrungen und Erwartungen auch ganz wesentlich von der Quantität und Qualität seines Wissens- bzw. Informationsstandes geprägt wird.

Speziell innovative Anlageprodukte wie die deutsche Immobilienaktie weisen allerdings in puncto Information und Transparenz erhebliche Lücken auf. So ist bereits die Bestimmung dieser Gesellschaften ein Problem, denn sie sind in Deutschland nicht gesetzlich definiert. Trotzdem scheinen sie an Attraktivität zu gewinnen. Verantwortlich hierfür sind nicht nur die Vorreiter der Real Estate Investment Trusts (REITs), denen vor allem in den USA, Großbritannien und Australien ein erhebliches Gewicht zu kommt. Vielmehr hat sich in Deutschland ein enormer Wandel hinsichtlich der Immobilienbewirtschaftung ergeben. Nicht nur die öffentlichen Haushalte gerieten aufgrund der Wiedervereinigung unter Druck, auch die Globalisierung der Kapitalund Gütermärkte und das damit verbundene Shareholder - Value - Prinzip zwingen die Unternehmen zur Optimierung des eingesetzten Kapitals. So bevorzugen beispielsweise öffentliche Wohnungsbaugesellschaften des öfteren den Börsengang, anstatt einzelne Immobilienbestände an den meistbietenden Investor zu verkaufen, denn so lassen sich in Zeiten einer ordentlichen bis überhöhten Bewertung der Aktien höhere Einnahmen gegenüber dem Einzelverkauf erzielen. Für private Nicht - Immobilienunternehmen gilt dagegen, gemäß dem Shareholder - Value - Prinzip, sich auf das eigentliche Kerngeschäft zu konzentrieren. Daher folgen viele Großkonzerne dem Trend ihre Immobilien auszulagern. Hinzu kommt, daß sich die meisten der zum Verkauf anstehenden Immobilien in Besitz von Kapitalgesellschaften befinden. Für sie wirkt sich die Veräußerung im Regelfall steuerlich nachteilig aus, da die Buchwerte die Verkehrswerte überschreiten. Der Going Public hingegen kann steuerneutral realisiert werden.

Momentan findet der interessierte Anleger allerdings nur wenige attraktive deutsche Immobilien-AG's an der Börse. Dies wird sich jedoch nach Meinung verschiedener Analysten bald ändern.5 Damit potentielle Investoren gebotene Chancen nutzen und mögliche Gefahren begrenzen können, wird es zunehmend notwendiger sich mit dem Thema „Deutsche Immobilienaktien“ auseinanderzusetzen. Die vorliegende Arbeit wird sich dieser Problemstellung annehmen.

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Arbeit ist es, ausgewählte Immobilienaktien unter dem Aspekt der finanzwirtschaftlichen Entscheidungskriterien Rendite und Risiko näher zu beleuchten. Im Ergebnis soll der Vergleich mit alternativen Anlageprodukten sowie die Gegenüberstellung einzelner Titel zeigen, ob die deutsche Immobilienaktie hinsichtlich ihrer Performance attraktiv genug ist, um als innovatives Kapitalmarktprodukt empfohlen zu werden.

Vorerst wird sich jedoch das Kapitel drei mit den Zielgrößen Rendite und Risiko auseinandersetzen.

Hierzu soll die kurze Gegenüberstellung traditioneller Immobilienanlagen im Kapitel vier den Stellenwert der Immobilienaktienanlage anhand der genannten Kriterien verdeutlichen.

Um dem Leser das fundamentale Wissen hinsichtlich der Immobilienaktie zu vermitteln, wird sich der fünfte Abschnitt mit deren Definition, Besteuerung und Bewertung befassen.

Die Performance deutscher Immobilienaktien wird seit nicht all zu langer Zeit auch in Deutschland anhand spezieller Indizes dokumentiert. Deshalb wird Kapitel sechs deren Konstruktion kritisch betrachten.

Aufbauend auf dieses Basiswissen, erfolgt im siebten Kapitel die Gegenüberstellung der Rendite-Risiko-Eigenschaften spezieller Indizes und Immobilien AG's. Zudem wird anhand der Portfolio-Theorie von Markowitz ein Zwei-Anlagen-Portfolio erstellt, das dem Leser die gezielte Anwendung der Risiko-Steuerung verdeutlichen wird. Die Schlußbetrachtung im achten Abschnitt wird das Ergebnis dieser Arbeit nochmals kurz herausstellen und abschließend einen Ausblick in die Zukunft wagen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis III
1. Vorbemerkung 1
2. Zielsetzung und Vorgehensweise 2
3. Rendite und Risiko – die Basis finanzwirtschaftlicher Entscheidungen 3
4. Wesen und Risiko-Profil deutscher Immobilien – Anlageformen 6
4.1 Die Immobilien-Direktanlage 6
4.2 Die indirekte Immobilien-Anlage 8
4.2.1 Geschlossene Immobilienfonds als indirekte Anlageform 8
4.2.2 Offene Immobilienfonds als indirekte Anlageform 10
4.2.3 Immobilienaktien als indirekte Anlageform 14
5. Die Immobilienaktiengesellschaft 16
5.1 Exkurs: Real Estate Investment Trusts (REITs) 16
5.2 Die Systematisierung deutscher Immobilienaktien-Gesellschaften 19
5.3 Die Typologie der Investoren 22
5.3.1 Der private Investor 22
5.3.2 Der institutionelle Investor 23
5.4 Die steuerliche Betrachtung von Immobilien AG’s und deren Aktionären 24
5.4.1 Steuerliche Rahmenbedingungen auf Gesellschaftsebene 24
5.4.2 Steuerliche Rahmenbedingungen auf privater Aktionärsebene 25
5.5 Die Bewertung von Immobilienaktiengesellschaften 27
5.5.1 Die Discounted-Cash-Flow-Methode 27
5.5.2 Das Ergebnis nach DVFA/SG 28
5.5.3 Der Net Asset Value (NAV) 29
5.5.4 Beurteilungskriterien für Prämien oder Discounts 30
5.5.4.1 Kriterium: Management 31
5.5.4.2 Kriterium: Strategische Ausrichtung 33
5.5.4.3 Kriterium: Internes und externes Wachstum 34
5.5.4.4 Kriterium: Bilanzstärke 35
5.5.4.5 Kriterium: Transparenz 35
5.5.5 Die Höhe von Prämien bzw. Discounts 36
6. Immobilienaktien und Indizes 37
6.1 Die allgemeine Konstruktion von Aktienindizes 38
6.1.1 Anforderungen an Aktienindizes 38
61.2 Auswahl der einzelnen Werte 39
6.1.3 Gewichtung der einzelnen Werte 39
6.1.4 Die Bestimmung der Basis 40
6.1.5 Berechnungsintervall und Indexkorrektur 40
6.2 Deutsche Immobilienaktienindizes 42
6.2.1 Der WestLB-Immobilienaktienindex 42
6.2.2 Der E&G-DIMAX 45
7. Performancemessung deutscher Immobilienaktien 47
7.1 Grundlagen der Performancemessung 47
7.1.1 Eindimensionale Performancemessung 48
7.1.1.1 Arithmetische Berechnungsmethode 48
7.1.1.2 Geometrische Berechnungsmethode 49
7.1.2 Zweidimensionale Performancemessung 49
7.2 Perormancemessung spezieller Indizes 51
7.2.1 DIMAX versus DAX 53
7.2.2 DIMAX versus offene Immobilienfonds 55
7.2.3 DIMAX versus REX-Performance-Index 58
7.2.4 Zusammenfassung 61
7.3 Performancemessung ausgewählter Gesellschaften 62
7.3.1 Auswahlkriterien 62
7.3.2 Renditestrukturen ausgewählter Gesellschaften 64
7.3.3 Rendite-Risiko-Strukturen ausgewählter Gesellschaften 66
7.4 Portfolio-Theorie 67
7.4.1 Grundlagen der Portfolio-Theorie 68
7.4.2 Die praktische Anwendung der Portfolio-Theorie 70
8. Schlußbetrachtung und Entwicklungstendenzen 74
ANHANG 77
LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 107

Arbeit zitieren:
Gneuß, Manuela November 2000: Deutsche Immobilienaktien im Fokus der finanzwirtschaftlichen Entscheidungskriterien Rendite und Risiko, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Immobilieaktiengesellschaften, Portfolio-Theorie, Discounted-Cash-Flow-Method, DVFA/SG, Net Asset Value

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