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Deutsch-Polnisches-Haus

Innovationsimpulse durch ein grenzübergreifendes Städtenetz

Deutsch-Polnisches-Haus
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Paulina Weislo
  • Abgabedatum: August 2004
  • Umfang: 124 Seiten
  • Dateigröße: 2,7 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8506-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weislo, Paulina August 2004: Deutsch-Polnisches-Haus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: deutsch-polnisch, Grenzeffekt, Städtenetz, EU-Osterweiterung, Integration

Diplomarbeit von Paulina Weislo

Zusammenfassung:

Das Ziel der Arbeit ist es gewesen folgende Fragestellung zu beantworten:

Ist es möglich im deutsch- polnischen erweiterten Grenzraum durch ein grenzübergreifendes Städtenetz, das von Akteuren der Politik und Raumplanung als Konzept entwickelt wurde, eine Wirtschaftregion zu schaffen, die sich langfristig im Wettbewerb innerhalb Europas etablieren kann?

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem sehr aktuellen Thema, da das Konzept des Deutsch- Polnischen Hauses, das die Kooperation der Städte Berlin, Dresden, Stettin, Posen und Breslau thematisiert erst Ende 2003 im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) entwickelt wurde und deren Umsetzung bis zum Jahre 2020 geplant ist.

Die Arbeit ist breit gefächert angelegt und daher für unterschiedliche Ansätze anwendbar, da die aktuelle Entwicklung im erweiterten deutsch- polnischen Grenzraum aus politischer, wirtschaftlicher und raumplanerischer Sicht behandelt wird.

In dieser Arbeit sind viele interessante Beiträge aus der praktischen Umsetzung der raumplanerischen Idee des BMVBW enthalten, die ich aufgrund eines 6-monatigen Praktikums im Referat für Grenzüberschreitende Europäische Raumplanung beobachten durfte. Ich habe zudem an zahlreichen deutsch- polnischen Workshops und Tagungen teilgenommen sowie Interviews mit relevanten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Raumplanung geführt - all diese Informationen sind in diese Arbeit geflossen und erhöhen dadurch ihren praktischen Wert.

Aus der wissenschaftlichen Sicht sind in diese Arbeit die Theorien der Neuen Ökonomischen Geographie, das Konzept der Städtenetze, die europäische Integrationspolitik sowie Ansätze der Standortforschung eingeflossen. Das wertvolle an dieser Arbeit sind zudem die verwendeten sehr aktuellen statistischen Angaben zum deutsch- polnischen Grenzraum, wie z.B. Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Migrationsentwicklung, die vom Hamburger Weltwirtschaftsarchiv speziell im Auftrag vom BMVBW ermittelt wurden.

In dieser Arbeit werden zudem die Themen EUREK und INTERREG sowie die Euroregionen behandelt.

Die Arbeit ist sehr übersichtlich gegliedert und leicht verständlich geschrieben. Innerhalb jeden Kapitels ist eine kurze Einleitung sowie ein Zwischenfazit zu finden- so geht der rote Faden nicht verloren.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 3
1.3 Vorgehensweise und angewandte Theorien 3
1.4 Methodik 5
1.5 Eingrenzung der Arbeit 6
2. Grenzräume in der Theorie und Praxis 9
2.1 Raumwirtschaftliche Theorieansätze zur Integration 9
2.1.1 Neue Ökonomische Geographie 10
2.1.2 Theorie des Endogenen Wachstums 11
2.1.3 Konfigurationsmodell von Krätke 12
2.2 Wirtschaftliche Verflechtungen im deutsch- polnischen Grenzraum 13
2.2.1 Der deutsch- polnische Außenhandel 13
2.2.2 Deutsche und polnische Direktinvestitionen im Grenzraum 16
2.3 Zwischenfazit 20
3. Aktuelle politische Initiativen im deutsch- polnischen Grenzraum 26
3.1 Das EUREK 26
3.1.1 Entstehung und Ziele 26
3.1.2 Die Leitbilder 27
3.1.3 Weshalb grenzübergreifend kooperieren? 29
3.2 Euroregionen 30
3.3 Vergleich der Planungskonzepte 32
3.4 Initiativen der Deutsch- Polnischen Regierungskommission 34
3.4.1 Leitbilder des erweiterten Grenzraums 35
3.4.2 Das „Deutsch- Polnische Haus“ 36
3.4.3 Deutsch- Polnische Workshops 38
3.4.4 „Stettiner Initiative II“ 39
3.4.4.1 Die Oder als Identifikationsachse 41
3.5 Schwierigkeiten bei der Umsetzung der politischen Initiativen 42
3.6 Zwischenfazit 45
4. Kooperation in Form von Städtenetzen 49
4.1 Regionale Netzwerke 49
4.2 Städtenetze 50
4.2.1 Ziele von Städtenetzen 51
4.2.2 Struktur von Städtenetzen 52
4.2.3 Voraussetzungen für eine Vernetzung 52
4.2.4 Kritik von Städtenetzen 53
4.3 Stärkung der ländlichen Räume 54
4.4 „Saar Lor Lux“ 56
4.4.1 Ausgangsbedingungen 57
4.4.2 Leitziele und Entwicklungspotentiale 59
4.4.3 Das Städtenetz „Quattropole“ 61
4.4.4 Das „Karlsruher Ankommen“ 61
4.5 Zielsetzung eines deutsch- polnischen Städtenetzes 62
4.6 Zwischenfazit 64
5. Standort deutsch-polnischer Grenzraum 67
5.1 Traditionelle Standortfaktoren 67
5.1.1 Geographische Lage 67
5.1.2 Verkehrliche Infrastruktur 68
5.1.2.1 Paneuropäische Verkehrskorridore 70
5.1.3 Sektorale Wirtschaftsstruktur 73
5.1.4 Bevölkerungsdichte und Bruttoinlandsprodukt 75
5.1.5 „Weiche“ Standortfaktoren 78
5.2 INTERREG- Projekte 79
5.3 Zwischenfazit 82
6. Zukunftsfähige Branchen im deutsch- polnischen Grenzraum 86
6.1 Nahrungsmittelindustrie 86
6.2 Tourismussektor 88
6.3 Logistikbranche 90
6.4 Zwischenfazit 92
7. Fazit 94
Literaturverzeichnis V
Anhang

Automatisiert erstellter Textauszug:

Zudem ist das Gebiet sehr differenziert, nicht nur topographisch sondern auch wirtschaftlich. Es erstreckt sich von der Ostsee bis zu den Gebirgszügen an der Tschechischen Grenze. Dabei handelt es sich bei genauerer Betrachtung um drei Teilregionen, mit jeweils unterschiedlichen Entwicklungspotentialen, was eine Identifikation mit der ganzen Region sehr schwierig macht: der strukturschwächste ist der nördliche Teil mit der Agglomeration Stettin und dem dünn besiedelten Mecklenburg- Vorpommern. In der Mitte konzentriert sich die Entwicklung auf die Metropole Berlin und Posen. Im südlichen Teil sind die Wachstumsstarken Zentren Dresden und Breslau. Jede dieser Regionsteile verfügt über Beziehungen zu jeweils anderen Teilen Europas. Während der nördliche Teil auf die Nachbarn [...]

3.4.3 Deutsch- Polnische Workshops Um eine Informationsbasis für die mögliche Umsetzung des „Deutsch- Polnischen – Hauses“ zu bekommen, wurde auf Initiative des BMVBW eine Reihe von sechs Workshops gestartet, die in regelmäßigen Abständen von zwei Monaten in dem Zeitraum vom 6. Februar bis zum 3. Dezember 2004 abwechselnd in Polen (Stettin, Breslau, Grünberg und Posen) Dresden) stattfinden. Durchgeführt wird das Projekt mit dem Titel „Räumliche Entwicklungsperspektiven des erweiterten deutsch- polnischen Grenzraumes bis 2020 im Zuge des EUBeitritts Polens“ vom Hamburger Weltwirtschaftsarchiv (HWWA) und dem Danziger Institut für Marktwirtschaft. Es werden Trendszenarien und Zielvisionen bis zum Jahr 2020 entwickelt, die sich mit Komponenten, wie z.B. der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Bevölkerungswachstum, der Siedlungsstruktur und dem Verkehrsaufkommen auseinandersetzen. Daraus werden anschließend raumentwicklungspolitische und Deutschland (Frankfurt/Oder, [...]

Das Konzept orientiert sich an den zwei transeuropäischen Verkehrskorridoren Nummer II und III, die den deutsch- polnischen Grenzraum in Ost- West- Richtung passieren und als Impulsgeber fungieren sollen. Die Oder wird als eine weiter Achse in Nord- Süd- Richtung betrachtet. Die Tatsache, dass die Städte Westpolens von der Berliner Innenstadt in einem Umkreis von maximal 300 km (Luftlinie) liegen und es somit zu der deutschen Hauptstadt näher haben, als zu der eigenen- nach Warschau (Stoll, M., Seite 3, 2003), kann die Bereitschaft zur Kooperation fördern. Auch in der Presse wird bereits die neue Rolle westpolnischer Städte, denen ein hohes wirtschaftliches Wachstum prognostiziert wird als Wirtschaftsmotoren mit positiver Ausstrahlung auf den deutschen Grenzraum diskutiert. [...]

Arbeit zitieren:
Weislo, Paulina August 2004: Deutsch-Polnisches-Haus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
deutsch-polnisch, Grenzeffekt, Städtenetz, EU-Osterweiterung, Integration

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