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Determinanten des Wirtschaftswachstums

Überlegungen und Modellrechnungen zu Funktion und Wachstum von Volkswirtschaften

Determinanten des Wirtschaftswachstums
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Curd Ettischer
  • Abgabedatum: September 2004
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 757,0 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8407-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8407-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8407-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ettischer, Curd September 2004: Determinanten des Wirtschaftswachstums, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Löhne, Sparen, Investition, Konsum, Staatsausgaben

MA-Thesis / Master von Curd Ettischer

Zusammenfassung:

Trotz beachtlichem Erkenntnisgewinn sind grundsätzliche und wesentliche Fragen der Makroökonomik nach wie vor nicht oder von verschiedenen Ökonomen widersprüchlich beantwortet. Warum entwickeln sich manche Volkswirtschaften über Jahrzehnte schwungvoll und nachhaltig, akkumulieren Volksvermögen und erreichen hohen Lebensstandard und Wohlstand, während andere hingegen auf niedrigem Niveau stagnieren? Auch bleibt die weltweite Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums weiterhin ein ungelöstes Rätsel. Die wirtschaftlichen Probleme der Bundesrepublik veranlassen Volkswirte und Politiker zu widersprüchlichen Handlungsempfehlungen. Sind Haushaltsdefizite nützlich zur Ankurbelung der Wirtschaft oder problematisch und schädlich? Ist Sparen einzelner Wirtschaftssubjekte eine notwendige Vorsorge in Zeiten leerer Sozialkassen und demoskopischen Wandels oder ist Sparen schädlich für das Wirtschaftswachstum. Sind Lohnerhöhungen nützlich zur Ankurbelung des Konsums oder schädlich wegen verminderter Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmer. Wie wirken sich im einzelnen Maßnahmen auf die Volkswirtschaft aus. Welche führen zu Wirtschaftswachstum? Die vorliegende Arbeit gibt darauf klare Antworten.

Auf Widersprüchlichkeiten in Theorie und Lehre angesprochen antworten Ökonomen mit dem Hinweis, dass dem Wirtschaftsgeschehen eben menschliches Verhalten und keine Naturgesetze zugrunde liegen, als wäre dies ein Grund, Widersprüchlichkeiten in der Wissenschaft zu akzeptieren. Theoretische Modelle werden zwar immer ausgefeilter, stehen aber in der Kritik, sich immer weiter den drängenden Fragen der Wirklichkeit zu entfernen.

Da die geläufigen Modelle keine oder widersprüchliche Antworten auf Fragen zum Wachstum von Volkswirtschaften zu liefern scheinen, wird in der vorliegenden Arbeit nochmals versucht, von Grund auf die Funktionsweise der Marktwirtschaft zu durchdringen, teils eigene Gedanken zu formulieren und darzustellen (Kapitel 2) und resultierend aus diesen grundsätzlichen, theoretischen Überlegungen Bedingungen für Wachstum abzuleiten (Kapitel 3). Zur Überprüfung dieser theoretischen Überlegungen wird dann in Kapitel 4 ein Rechenprogramm zur Simulation eines einfachen Wirtschaftskreislaufs vorgestellt mit dem Ziel, den Einfluss der wichtigen Wirtschaftsparameter durch Simulationsberechnungen zu studieren (Kapitel 5). Dabei werden circa fünfzig die Volkswirtschaft abbildende Bestimmungsgrößen miteinander mathematisch verknüpft und somit die zu einem bestimmten Zeitpunkt geltenden Parameter berechnet. Die Ergebnisse dieser Berechnungen sind wiederum Eingangswerte für den nächsten Kreislauf. Ziel war es nicht, ein Prognosemodell zu entwickeln, sondern grundlegende Funktionen zu simulieren durch die Programmierung wichtiger grundsätzlicher Abhängigkeiten und durch iterative Verknüpfung der Rückkopplungen des Wirtschaftskreislaufs von Produktion –> Angebot/ Einkommen –> Nachfrage/ Ausgaben –> Produktion. Untersucht und diskutiert werden in Kapitel 5 speziell der Einfluß der Parameter Produktivität, Löhne, Horten, Sparen, Investitionen, Konsum, Staatsausgaben, Geldmengenwachstum und Kreditvergabe auf den Wirtschaftskreislauf und insbesonders auf Wirtschaftswachstum und Preisentwicklung. Die Ergebnisse der Simulation bestätigen gut die vorherigen grundsätzlichen theoretischen Überlegungen.

Eine Diskussion der Ergebnisse, vor allem im Vergleich zu Aussagen anderer Autoren schließt sich in Kapitel 6 an. Als Konsequenz aus den Ergebnissen werden in Kapitel 7 die Bedingungen eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums erörtert.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Beschreibung des Wirtschaftskreislaufs 3
2.1 Güterfluss im Wirtschaftskreislauf - Produktion, Wertschöpfung, Konsum, Investition und Abschreibung 7
2.2 Einkommen- /Ausgabenkreislauf, Geldkreislauf, Geldmenge 12
2.2.1 Allgemeines zum Einkommen- /Ausgabenkreislauf 12
2.2.2 Zusammenhang zwischen Einkommen- /Ausgabenkreislauf und Geldmenge 12
2.2.3 Einflüsse auf den Einkommen- / Ausgabenkreislauf 13
2.3 Beziehung zwischen Güterfluss und Einkommen- / Ausgabenkreislauf 15
3. Allgemeine Überlegungen zum Wirtschaftswachstum 17
3.1 Definition volkswirtschaftliches Gleichgewicht, Wachstum und Rezession 17
3.2 Bedingungen für Wirtschaftswachstum – theoretische Überlegungen 17
3.3 Überhitztes Wachstum und bubbles 21
3.4 Wirtschaftwachstum und Beschäftigung 22
3.5 Multiplikatoren 23
4. Beschreibung einer Modellrechnung zur Simulation des Wirtschaftskreislaufs 27
4.1 Allgemeine Beschreibung der Modellberechnung 27
4.2 Definition und Erläuterung der Parameter der Modellrechnung 31
4.2.1 Produktion und Gütermarkt 31
4.2.2 Bruttoinlandsprodukt und Preise 37
4.2.3 Einkommen 38
4.2.4 Kreditmarkt 39
4.2.5 Ausgaben 44
4.2.6 Änderung des Kapitalstocks 46
5. Untersuchung einzelner Einflüsse auf das Wirtschaftswachstum mit Hilfe der Modellrechnung 47
5.1 Untersuchung des Einflusses der Produktivität auf den Wirtschaftskreislauf mit Hilfe der Modellrechnung 47
5.2 Untersuchung des Einflusses von Kapitalstockzerstörung auf den Wirtschaftskreislauf mit Hilfe der Modellrechnung 48
5.3 Untersuchung des Einflusses von Lohnerhöhungen auf den Wirtschaftskreislauf mit Hilfe der Modellrechnung 49
5.4 Untersuchung des Einflusses von Sparen in Form von Hortung auf den Wirtschaftskreislauf mit Hilfe der Modellrechnung 49
5.5 Untersuchung des Einflusses von Sparen in Form von Anlegen auf den Wirtschaftskreislauf mit Hilfe der Modellrechnung 50
5.6 Untersuchung des Einflusses von Investitionen auf den Wirtschaftskreislauf mit Hilfe der Modellrechnung 52
5.7 Untersuchung des Einflusses von Konsum auf den Wirtschaftskreislauf mit Hilfe der Modellrechnung 54
5.8 Untersuchung des Einflusses von Staatsausgaben auf den Wirtschaftskreislauf mit Hilfe der Modellrechnung 55
5.9 Untersuchung des Einflusses von Leitzinssenkungen auf den Wirtschaftskreislauf mit Hilfe der Modellrechnung 56
5.10 Überblick über die Ergebnisse der Parameteruntersuchung 56
5.11 Beispielrechnung für optimales Wachstum in der Modellsimulation 58
6. Diskussion ausgewählter Untersuchungsergebnisse, Vergleich mit Aussagen anderer Autoren 61
6.1 Diskussion der Untersuchungsergebnisse zu Staatskonsum und unproduktiven staatlichen Investitionen, Vergleich mit Aussagen anderer Autoren 61
6.2 Diskussion der Untersuchungsergebnisse zu Lohnerhöhungen, Vergleich mit Aussagen anderer Autoren 63
6.3 Diskussion der Untersuchungsergebnisse zum Sparen, Vergleich mit Aussagen anderer Autoren 63
6.4 Diskussion der Untersuchungsergebnisse zur Kreditvergabepolitik der Banken, Vergleich mit Aussagen anderer Autoren 65
7. Maßnahmen zur Erhöhung des natürlichen Outputniveaus einer Volkswirtschaft 67
7.1 Schaffung und Entwicklung geeigneter Institutionen 67
7.2 Förderung von Innovationen und strukturellem Wandel 69
7.3 Verbesserung des Investitionsklimas 70
7.4 Unterstützung des Verbrauchervertrauens 70
7.5 Wirtschaftliche Aktivität im Regelkreis von Wollen, Können und Dürfen 71
8. Zusammenfassung 73
Anhang mit Detailergebnissen der Simulationsberechnungen 76

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im Ausgangsgleichgewicht ist das Maß für Anlageverhalten (Horten) mit Null angenommen. Einheit: Prozent Gehortete Ersparnisse Definition: Nicht angelegte, dem Einkommen- / Ausgabenkreislauf entzogene und dem Kreditmarkt nicht zur Verfügung stehende Ersparnisse. Berechnung im Modell: Maß für Anlageverhalten (Horten) / 100 x Gesamteinkommen Einheit: Milliarden € / Zeiteinheit Kreditmarktmodell Die Gesamtausgaben in einem Kreislauf entsprechen nicht dem Gesamteinkommen des letzten Kreislaufs. Geldschöpfende Banken vergeben zum einen Kredite, indem sie angelegte Spargelder verleihen. Die Geldmenge bleibt dabei insgesamt in der Volkswirtschaft konstant. Zum anderen monetarisieren sie auch Aktiva von Nichtbanken, zum Beispiel Maschinen, Hauseigentum und so weiter und vergrößern damit die Geldmenge (aktive Geldschöpfung)20. Das Gesamtkreditvolumen ist somit die Summe aus angelegten Ersparnissen und aktiver Geldschöpfung. Angebotene und nachgefragte Geldmenge hängen vom Zins und dem Verhalten der Marktteilnehmer ab. In dem vorgeschlagenen Kreditmodell sind diese angebotenen und nachgefragten Geldmengen jeweils auf die gesamte umlaufende Geldmenge bezogen. Die gesamte umlaufende Geldmenge entspricht wiederum dem Gesamteinkommen eines Kreislaufs. Durch diesen Bezug der angebotenen beziehungsweise nachgefragten Geldmenge auf die gesamte umlaufende Geldmenge werden die Maßzahlen für das (psychologisch bedingte) Spar-, Vergabeund Nachfrageverhalten jeweils zu dimensionslosen Faktoren. Damit ergeben sich folgende Gleichungen: Kreditangebot = = angelegte Ersparnisse + Geldschöpfung Faktor für Sparverhalten (Anlegen) x Gesamteinkommen x Realzins + Faktor für Kreditvergabepolitk d.Banken x Gesamteink. x Realzins k + Leitzins oder [...]

Gewinn Definition: Einkommen aus selbstständiger Arbeit, aus Kapitalbesitz, Finanzanlagen, Vermietung und Verpachtung. Berechnung im Modell: Umsatzerlöse minus Löhne Einheit: Milliarden € / Zeiteinheit Return on investment Definition: Maß für Kapitalrendite Berechnung im Modell: (Gewinn – Abschreibung) / Kapitalstock x 400. Der Faktor 4 ergibt sich daraus, dass Gewinne und Abschreibung auf eine Kreislaufperiode bezogen ist, die Einheit return on investment hingegen auf ein Jahr. Einheit: Prozent pro Jahr Gesamteinkommen Definition: Summe aller den Wirtschaftssubjekten in einer Kreislaufperiode zur Verfügung stehenden Einkommen. Das Gesamteinkommen entspricht den Umsatzerlösen und damit den Gesamtausgaben der Vorperiode. Außerdem entspricht das Gesamteinkommen eines Kreislaufs der umlaufenden Geldmenge. Berechnung im Modell: Löhne + Gewinne Einheit: Milliarden € / Zeiteinheit 4.2.4 Kreditmarkt Sparverhalten Konsumverzicht in Form von Sparen wirkt sich vollkommen unterschiedlich aus, je nach dem ob es sich um Sparen in Form von (Finanz-)anlagen handelt oder um Horten. Es wird deswegen zwischen „Sparverhalten (Horten)“ und „Sparverhalten (Anlegen)“ unterschieden: Maß für Sparverhalten (Horten) Definition: Verhältnis von gehorteter Geldmenge zu Einkommen Berechnung im Modell: keine Berechnung, endogene Größe, die zur Untersuchung des Einflusse des Hortens variiert wird. Grund dafür ist, dass die maßgeblichen Bestimmungsfaktoren von Hortung im Wesentlichen Spekulationsabsichten oder aber Misstrauen in die Stabilität und Bonität des vorhandenen Bankensystems sind. Diese psychologische Faktoren können zu Untersuchungszwecken variiert, aber nicht seriös berechnet werden. 39 [...]

Preisbasis Definition und Berechnung im Modell: Güterpreis der ersten Periode Einheit: € / kg Preisindex Definition und Berechnung im Modell: Aktueller Preis der Periode dividiert durch Preisbasis. Mithilfe des Preisindex werden wichtige zu untersuchende Parameter von nominalen zu realen Werten umgerechnet. Dazu gehören Kapitalstock, Wert der Produktion, Löhne, Gewinn, Nettoinvestitionen. Der nominale Wert geteilt durch den Preisindex ergibt den realen Wert. Einheit: keine 4.2.3 Einkommen Umsatzerlös Definition und Berechnung im Modell: Produkt aus verkaufter Gütermenge und Güterpreis. Einheit: Milliarden € / Zeiteinheit Lohnanteil an Produktionswert Definition und Berechnung im Modell: Verhältnis von Löhnen zu Wert der Produktion x 100. Im Modell wird der Lohnanteil am Produktionswert willkürlich mit 75 % angenommen. Dieser Wert wird dann zu Untersuchungszwecken variiert. Einheit: Prozent Lohn Definition: Einkommen aus nicht selbstständiger Arbeit. Im Rahmen dieser Arbeit soll nicht zwischen Lohn, Gehalt, Tantiemen oder ähnlichem unterschieden werden, sondern unter dem Begriff „Lohn“ oder „Löhne“ subsumiert werden. Das Modell macht keine Aussage darüber, auf wie viele Menschen und wie der Lohn verteilt ist. Auch ist wie erwähnt der gesamte Arbeits“markt“ nicht simuliert. Für die zu untersuchende Frage, wie sich Lohnerhöhungen oder Lohnsenkungen auf die Volkswirtschaft auswirken, genügt die Simulation der Löhne im aggregierten Zustand. Verteilungsprobleme sind hier nicht untersuchte soziale Probleme. Berechnung im Modell: Wert der Produktion x Lohnanteil an Produktionswert Einheit: Milliarden € / Zeiteinheit 38 [...]

Arbeit zitieren:
Ettischer, Curd September 2004: Determinanten des Wirtschaftswachstums, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Löhne, Sparen, Investition, Konsum, Staatsausgaben

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