Determinanten der Markenbindung für langlebige Konsumgüter als Basis für Category Management
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Dorothee Schaub
- Abgabedatum: November 2003
- Umfang: 102 Seiten
- Dateigröße: 704,6 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4090-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4090-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4090-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schaub, Dorothee November 2003: Determinanten der Markenbindung für langlebige Konsumgüter als Basis für Category Management, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Qualität, Preiswürdigkeit, Einzigartigkeit, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit
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Diplomarbeit von Dorothee Schaub
Zusammenfassung:
Das Thema Kundenbindung hat in den letzten Jahren, sowohl in der Praxis als auch in der wissenschaftlichen Forschung, an Bedeutung stark zugenommen. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der globalen Verstärkung der Wettbewerbsintensität. Stagnierende oder gar rückläufige Märkte, aber auch die zunehmende Angebotsvielfalt und -ähnlichkeit und der damit einhergehende Verdrängungswettbewerb, der zunehmend die Akquisition neuer Kunden erschwert, werden vielfach als Gründe für diese Entwicklung angeführt. Hinzu kommen die neuen Medien und die Massenkommunikation, welche die Transparenz der Märkte erhöhen, so dass sich tendenziell das Entscheidungsverhalten von Konsumenten beim Kauf verändert.
Eine weitere Bedrohung erfahren Markenartikler durch preisgünstige Handelsmarken, die durch die anhaltend schwache Konjunktur, die Sorgen der Menschen vor Arbeitslosigkeit und nicht zuletzt durch den (T)Euro ein enormes Wachstum verzeichnen. Aufgrund dieser Marktgegebenheiten haben immer mehr Markenhersteller erkannt, dass zufriedene und an das Unternehmen gebundene Kunden der Schlüssel zu mehr Sicherheit, Wachstum und Rentabilität sind.
Auch für den Handel ist die Bindung des Kunden an seine Einkaufsstätte von großer Bedeutung, aber bei den gegebenen Marktbedingungen von gleicher Schwierigkeit. Eine Kooperation zwischen Handel und Hersteller im Rahmen des Category Management kann der Zwangslage entgegenwirken. Durch die Erkenntnisse der Konsumentenforschung konnte ein positiver Zusammenhang zwischen Marken- und Einkaufsstättenbindung festgestellt werden, welcher für eine gemeinsame Strategieentwicklung der beiden Partner spricht.
Category Management bietet die grundsätzliche Möglichkeit sich gegenüber dem Wettbewerb, durch eine optimale Ausrichtung an den Bedürfnissen des Endverbrauchers, zu profilieren. Verknüpft mit den Erkenntnissen über den Konsumenten lassen sich mit dem Kooperationspartner die geeigneten strategischen und operativen Ansätze für die Warengruppe entwickeln.
Um eine optimale Bedürfnisbefriedigung und Bindungswilligkeit des Kunden zu erreichen, ist es deshalb notwendig, die beeinflussenden Variablen der Kundenbindung zu kennen.
An dieser Stelle knüpft die vorliegende Arbeit an. Sie identifiziert zentrale Determinanten, die sich auf die Markenbindung des Kunden auswirken. Vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Bearbeitung durch Category Management wurden drei Determinanten ausgewählt, die in der vorliegenden Ausführung näher betrachtet werden.
Im Rahmen dieser Arbeit wird deshalb die Beeinflussung der Markenbindung durch die Variablen „wahrgenommene Preiswürdigkeit“, „wahrgenommene Einzigartigkeit“ und „wahrgenommene Qualität“ der Marke eines langlebigen Konsumgutes untersucht.
Nach einer kurz gehaltenen begrifflichen Abgrenzung des langlebigen Konsumgutes erfolgt im zweiten Kapitel die Darstellung des Konstrukts Markenbindung. Begriff, Möglichkeiten der Operationalisierung sowie ein Überblick über die beeinflussenden Determinanten werden dargelegt.
Nachfolgend werden die Grundzüge des Category Management, seine Zielsetzung und Strategiekonzeption vorgestellt sowie einen Einblick in den heutigen Umsetzungsstand in der Praxis gegeben.
Der Fokus der Arbeit richtet sich auf das dritte Kapitel. Die Auswirkungen der drei Determinanten „wahrgenommene Preiswürdigkeit der Marke“, „wahrgenommene Einzigartigkeit der Marke“ und „wahrgenommene Markenqualität“ auf die Kundenbindung werden theoretisch fundiert und die aufgestellten Hypothesen anhand empirischer Ergebnisse der aktuellen Forschung überprüft. Möglichkeiten der Operationalisierung aller drei Konstrukte werden anschließend vorgestellt und bewertet.
In Punkt 3.4 werden die überprüften Hypothesen und Erkenntnisse der Forschung kurz zusammengefasst bevor Kapitel 4 Handlungsempfehlungen für die unternehmerische Praxis gibt. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung und Beurteilung der gewonnenen Erkenntnisse.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | III | |
| TABELLENVERZEICHNIS | IV | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | V | |
| 1. | DIE BEDEUTUNG VON MARKENBINDUNG IN DER UNTERNEHMENSPRAXIS UND MARKETINGWISSENSCHAFT | 1 |
| 2. | GRUNDLEGENDE BEGRIFFSERLÄUTERUNGEN | 3 |
| 2.1 | LANGLEBIGE KONSUMGÜTER | 3 |
| 2.2 | MARKENBINDUNG | 5 |
| 2.2.1 | DER MARKENBINDUNGSBEGRIFF | 5 |
| 2.2.2 | OPERATIONALISIERUNG DER MARKENBINDUNG | 9 |
| 2.2.3 | DETERMINANTEN DER MARKENBINDUNG | 11 |
| 2.3 | CATEGORY MANAGEMENT | 14 |
| 2.3.1 | DER CATEGORY MANAGEMENT BEGRIFF | 14 |
| 2.3.2 | DIE ZIELSETZUNGEN DES CATEGORY MANAGEMENT | 15 |
| 2.3.3 | DIE DREI BASISSTRATEGIEN DES CATEGORY MANAGEMENT | 17 |
| 2.3.4 | DER UMSETZUNGSSTAND DES CATEGORY MANAGEMENT IN DER PRAXIS | 18 |
| 3. | AUSGEWÄHLTE DETERMINANTEN DER MARKENBINDUNG | 21 |
| 3.1 | DIE WAHRGENOMMENE PREISWÜRDIGKEIT DER MARKE | 22 |
| 3.1.1 | DIE WIRKUNG DER WAHRGENOMMENEN PREISWÜRDIGKEIT AUF DIE MARKENBINDUNG | 23 |
| 3.1.1.1 | Der theoretische Beitrag der Assimilations-Kontrast-Theorie | 24 |
| 3.1.1.2 | Empirische Ergebnisse | 25 |
| 3.1.2 | OPERATIONALISIERUNG DER WAHRGENOMMENEN PREISWÜRDIGKEIT | 28 |
| 3.2 | DIE WAHRGENOMMENE EINZIGARTIGKEIT DER MARKE | 34 |
| 3.2.1 | DIE WIRKUNG DER WAHRGENOMMENEN EINZIGARTIGKEIT AUF DIE MARKENBINDUNG | 36 |
| 3.2.1.1 | Der theoretische Beitrag der Aktivierungstheorie | 36 |
| 3.2.1.2 | Empirische Ergebnisse | 39 |
| 3.2.2 | OPERATIONALISIERUNG DER WAHRGENOMMENEN EINZIGARTIGKEIT | 42 |
| 3.3 | DIE WAHRGENOMMENE QUALITÄT DER MARKE | 45 |
| 3.3.1 | DIE WIRKUNG DER WAHRGENOMMENEN QUALITÄT AUF DIE MARKENBINDUNG | 45 |
| 3.3.1.1 | Der theoretische Beitrag der Theorie der kognitiven Dissonanz | 46 |
| 3.3.1.2 | Empirische Ergebnisse | 48 |
| 3.3.2 | OPERATIONALISIERUNG DER WAHRGENOMMENEN MARKENQUALITÄT | 52 |
| 3.4 | ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE | 57 |
| 4. | IMPLIKATIONEN FÜR DIE GESTALTUNG DES CATEGORY MANAGEMENT | 58 |
| 4.1 | HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR DIE PREISGESTALTUNG | 58 |
| 4.2 | HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN ZUR MARKENDIFFERENZIERUNG | 60 |
| 4.3 | HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN ZUR GEWÄHRLEISTUNG VON QUALITÄT | 62 |
| 5. | FAZIT: STAND DER MARKENBINDUNGSFORSCHUNG | 63 |
| LITERATURVERZEICHNIS | VI | |
| ANHANG | XVI | |
| EIDESSTATTLICHE VERSICHERUNG | XXXVI |
3.2.1.1 Der theoretische Beitrag der Aktivierungstheorie Für die theoretische Basis des Zusammenhangs der wahrgenommenen Einzigartigkeit der Marke und der Markenbindung eignen sich aktivierungstheoretische Überlegungen. Der Grundgedanke der Aktivierungstheorie geht davon aus, dass durch aktivierende Prozesse eine innere Erregung und Spannung im menschlichen Organismus entfacht wird, die das Verhalten mit Energie versorgen und es somit antreiben. Aktivierende Prozesse werden demnach auch als menschliche Antriebskräfte verstanden, da sie beim Individuum einen Erregungsvorgang auslösen und es in einen Zustand der Leistungsbereitschaft und –fähigkeit versetzen.135 Eine Aktivierung des menschlichen Organismus kann ausgelöst werden über physische Reize oder auch intensive Stimuli (z. B. Töne, Farben, Gerüche), über kognitive Reize oder auch kollative Stimuli (z. B. gedankliche Überraschungen/ Konflikte oder Wiedersprüche) sowie durch emotionale Reize oder [...]
Die Differenzierung bzw. die Einzigartigkeit gegenüber dem Wettbewerb ist ein grundlegendes Charakteristikum einer Marke. Differenzierung wird definiert als „das Feststellen unterschiedlicher Merkmale/ Charakteristika von Vergleichsobjekten durch die Käufer im Zielmarkt“122 und bedeutet somit aus Marketingsicht das erfolgreiche Einsetzen von Marketingaktivitäten, die eine Marke einzigartig machen, um den Abnehmer möglichst langfristig an die Marke zu binden.123 Dabei hängt das Ausmaß des Differenzierens von der Art des Kaufverhaltens ab. Beim habituellen Kaufverhalten würde demnach weniger differenziert werden als bei komplexen Käufen, wie es meist bei langlebigen Konsumgütern der Fall ist.124 Die wahrgenommene Einzigartigkeit einer Marke stellt das Gegenteil der Markengleichheit ( Brand Parity) dar. Muncy legt für seine empirische Studie folgende Definition zugrunde: [...]
Ohne dass die Autoren die Werte für die herangezogenen Gütekriterien im einzelnen offenlegen, erfüllt das Messmodell den Angaben der Autoren zufolge die Anforderungen an die gängigen Kriterien der Reliabilität und Validität, was auf ein geeignetes Messmodell für die Wahrnehmung der Preiswürdigkeit von Konsumenten schließen lässt. Ein anderes Messkonzept stellen Herrmann/ Wricke/ Huber in ihrer empirischen Studie vor, die u.a. das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Kauf eines Pkws’ fokussieren.119 Die Autoren entwickelten zur Operationalisierung der Größe „Preis-LeistungsVerhältnis“, vier Indikatoren, die von den Probanden anhand einer 7-stufigen Skala, die von „trifft auf mich vollständig zu“ bis „trifft auf mich überhaupt nicht zu“ reichte, bewertet werden sollten.: Der Preis des Neuwagens ist der Leistung angemessen. Der Preis des Neuwagens entspricht meinen Erwartungen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei anderen Pkw schlechter. Das Preis-Leistungsverhältnis des Pkw könnte besser sein. Das Konzept von Herrmann/ Wricke/ Huber stellt nach Prüfung der Kriterien Reliabilität und Validität ein qualifiziertes Messinstrument des Konstrukts „wahrgenommene Preiswürdigkeit“ dar. Aufgrund der sich auch mit anderen Operationalisierungsansätzen inhaltlich überschneidenden Indikatoren kann man den beiden dargelegten Konzepten von Herrmann/ Wricke/ Huber und Sweeney/ Soutar eine maßgebende Bedeutung zur Erfassung des Konstrukts wahrgenommene Preiswürdigkeit beimessen. Vor allem die Angemessenheit des Preises, das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Relation zu anderen Marken, aber auch die Preis-Qualitäts-Assoziation, die Erfüllung der Preiserwartung und Wirtschaftlichkeit sind häufig verwendete Indikatorvariablen, um das Konstrukt der wahrgenommenen Preiswürdigkeit zu operationalisieren. Für eine vergleichende Betrachtung können weitere Operationalisierungsansätze Tabelle 4 entnommen werden.120 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832440909
Arbeit zitieren:
Schaub, Dorothee November 2003: Determinanten der Markenbindung für langlebige Konsumgüter als Basis für Category Management, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Qualität, Preiswürdigkeit, Einzigartigkeit, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit



