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Design zum Spaß

Entwicklung eines Funsportgerätes

Design zum Spaß
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Boehm
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 70 Seiten
  • Dateigröße: 2,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7431-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7431-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7431-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Boehm, Alexander Juli 2001: Design zum Spaß, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Funbike, Fahrrad, Funsport, Sport, Formgestaltung

Diplomarbeit von Alexander Boehm

Einleitung:

„neoX“ steht für „Neo Cross“ und weist darauf hin, dass es sich bei dieser Entwicklung um ein FunSportgerät handelt, dass für eine neue Form von Cross-Rennen entworfen wurde.

Dabei wird ein vorher bestimmter und durch Touchpoints definierter Parcour durch möglichst abwechslungsreiches Terrain durchfahren. Es ist dem Athleten überlassen, welchen Weg er zwischen diesen Touchpoints wählt. ein fester Weg ist nicht vorgegeben.

Leitidee bei dem Entwurf dieses Rades war, ein Gegenstück zu den bestehenden FunSportGeräten zu schaffen, deren Einsatzmöglichkeiten zumeist saisonal und räumlich sehr starken Einschränkungen unterworfen sind. Der Gedanke eines nahezu jederzeit und allerorten einsetzbaren FunSport-Gerätes nahm so Gestalt an.

Als Basis bot sich ein Fahrrad an, das durch seine Radgrösse - anders als Skateboards oder Inline-Skater - jedem Terrain auf dem Festland gewachsen ist. Zudem bietet die Konstruktion des Fahrrades geradezu unbegrenzte Möglichkeiten der Individualisierung und der persönlichen Abstimmung.

Aus einer Analyse bestehender FunSport-Arten und -Geräte wurden Anforderungen abgeleitet, die im Zusammenhang mit dem eigens entwickelten Sport-Konzept das Grundgerüst für die Entwicklung und die Gestaltung des „neoX“-Rahmens bildeten.

Das Konzept wurde kompromisslos auf die Anforderungen eines radikalen FunSport-Rades ausgerichtet, es wurden nicht zwingend benötigte Dinge weggelassen und wichtige Details perfektioniert. Das Rad wurde seiner Bestimmung als reines Sportgerät angepasst, eine Nutzung außerhalb dieses Bereiches wurde nicht beabsichtigt.

Aus diesem Grunde wurden Kotflügel, Lichtanlage, Gepäckträger und sogar die Sattelstütze weggelassen. Die exzessive Kaftentfaltung, die das Rad vom Fahrer fordert, macht nur ein einziges Kettenblatt nötig, dass je nach Fahrstil zwischen 36 und 42 Zähne besitzen sollte. Das Schalten zwischen mehreren Kettenblättern würde bei dem vorgesehenen Einsatzbereich stets unter Last erfolgen und dadurch nicht zufriedenstellend funktionieren. Der Dämpfer sitzt gut geschützt im Rahmen und wird vom Schwingenstabilisator entlastet, der seitliche Bewegungen der Schwinge zuverlässig eliminiert.

Sämtliche Züge und Leitungen werden im Rahmen geführt, wodurch sie auch bei schweren Stürzen gut geschützt sind.

Click-Pedale sorgen in Zusammenhang mit dem breiten Lenker für eine sichere Führung des Rades, dessen Dämpfung von Vorder- und Hinterrad auf die Ansprüche des FunSport-Konzeptes abgestimmt sind.

Die aggressive visuelle Formulierung des Rahmens und des Gesamterscheinungsbildes spiegelt den Einsatzzweck des Konzeptes wider:

Grenzen auszuloten und neue Erfahrungen zu sammeln, sich dabei aber voll auf ein System verlassen zu können, das allen Anforderungen gewachsen ist.

Der massive Rahmen lässt Zweifel an der Stabilität und Steifigkeit gar nicht erst aufkommen, wirkt aber dennoch keineswegs schwer oder wuchtig.

Die beinahe brutale Linie des Rades drängt aktiv nach vorn und fordert den Athleten. Das Rad wandelt sich vom Werkzeug zum Kampfgefährten.

Die Gestaltung bezieht Emotionen nicht nur ins Konzept mit ein, sondern macht diese zum Hauptthema. Das Design zielt nicht auf rationale Entscheidungen ab, sondern arbeitet mit den Gefühlen, die es beim Fahrer des Rades weckt.

Ebenso wie Motorräder, Snowboards oder auch Kleidung ihren Besitzer charakterisieren, so offenbart auch dieses Rad die Einstellung des Besitzers. Die klare und deutliche Aussage des Designs überträgt sich auf den Athleten, der sich für dieses Rad entschieden hat.

Dass dieses FunSport-Rad polarisiert, ist klar und auch gewollt.

Schließlich ist auch nicht jeder Mensch ein FunSportler der Spaß daran hat, die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit auszuloten.

Inhaltsverzeichnis:

Theoretischer Teil
„Design“ und „FunSport“ 5
sports 5
sport 6
sportive 6
fun 6
sport 6
sport 6
fun 7
Sport 7
Geschichtliche und gesellschaftliche Aspekte 8
Kommerzielle Abhängigkeiten 8
Sport und Politik 9
Negative Begleiterscheinungen 9
Ausblick 9
Sport 10
Der Versuch einer Begriffsklärung 11
Eine FunSport-Story - die Geschichte des Snowboards 15
It's No Fad 15
An American Sport Crosses the Pond 15
Boarding for the Masses 15
The Coolest Snow Sport of the Season 15
It's No Fad 16
Downhill-Biking 16
Zwei weniger ist mehr - die kurze Geschichte des SuperMoto 16
Skateboarding 17
Surfen 18
InlineSkating 18
Streetball 18
Aktuelle FunSport-Arten 19
Grassboarding als Alternative 19
Wakeboarding 20
Nervenkitzel 21
Zorbing: Das Schleuder-Feeling 21
Der Ganzkörper-Airbag 21
Bungee-Jumping 22
Wo kommt Bungee-Jumping her? 22
Scad-Diving - Schmetterlinge im Bauch 22
Bungee-Jumping ohne Seil 22
Zum Begriff des Designs 24
Streetster und Kickboards 26
Der Funtrend in der City 26
Kickboard 26
BMW Streetcarver 28
High-tech as its best 28
Vernunft, FunSport und Design 30
Zweiradsport und FunSport 32
Das Pump-Speed-Konzept 34
Zielgruppe 34
Gestaltungsrichtung 36
Gestaltungsmerkmale 38
Komponentenreduzierung 38
Pedale 39
Räder 39
Rahmen 39
Schutzkleidung 40
Federung und Dämpfung 40
Zubehör 42
Die entscheidende Kraft 42
Literatur 43
Praktischer Teil
Showtime 1
Kontexte 1
PumpSpeeding – extreme Fun 1
Rahmenarten 3
Voraussetzungen 4
Core-Lines 7
Entscheidungen 11
Schwierigkeiten 14
Fertigung 16
Countdown 17
Inhaltsverzeichnis 23

Arbeit zitieren:
Boehm, Alexander Juli 2001: Design zum Spaß, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Funbike, Fahrrad, Funsport, Sport, Formgestaltung

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