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Denk- und Kommunikationsansätze zur Bewertung des nachhaltigen Bauens und Wohnens

Die Studie ist aufgrund des Seitenumfangs nur digital erhältlich (CD oder Download).

Denk- und Kommunikationsansätze zur Bewertung des nachhaltigen Bauens und Wohnens
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Holger Wallbaum
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 264 Seiten
  • Dateigröße: 7,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Leibniz Universität Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7689-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7689-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7689-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wallbaum, Holger Juli 2002: Denk- und Kommunikationsansätze zur Bewertung des nachhaltigen Bauens und Wohnens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Nachhaltigkeit, Indikator, Siedlung, Ökologie, Ressource

Dissertation / Doktorarbeit von Holger Wallbaum

Zusammenfassung:

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung nimmt das Handlungsfeld Bauen und Wohnen eine herausragende Stellung ein. Die Bauwirtschaft ist trotz ihrer kritischen Situation mit ca. 100 Mrd. Euro Jahresumsatz ein zentraler Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Sie bietet rund einer Millionen Menschen einen Job. Gleichzeitig sind in den letzten Jahren in keiner anderen Branche so viele Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste zu vermelden gewesen. Darüber hinaus sind immense Ressourcen und Flächenverbräuche sowie heizwärmebedingte Emissionen auf Grund baulicher Aktivitäten zu konstatieren.

Vielfältige wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Anstrengungen sind in der Vergangenheit auf der nationalen und internationalen Ebene unternommen worden, um diesen sicherlich nicht als nachhaltig zu bezeichnenden Entwicklungen Einhalt zu gebieten; doch bisher ohne sichtbaren Erfolg.

Die vorliegende Arbeit versucht den Ursachen für diese Missstände zunächst in einer umfassenden Betrachtung der Diskussion über nachhaltiges Bauen und Wohnen und daran anschließend am Beispiel des Neubaus der Ökologischen Wohnsiedlung Flintenbreite in Lübeck auf den Grund zu gehen und Auswege daraus aufzuzeigen. Zu diesem Zweck werden unterschiedliche Bewertungskonzepte verwendet, die einem Anspruch an eine lebenszyklusweite Betrachtung gerecht werden. Im einzelnen sind dies für die ökologischen Belange das Softwaretool GaBi (Ganzheitliche Bilanzierung) des Institutes für Kunststoffkunde und Kunststoffprüfung der Universität Stuttgart, das MIPS-Konzept (Materialintensität pro Serviceeinheit) des Wuppertal Institutes für Klima, Umwelt, Energie sowie das Softwaretool GEMIS (Gesamt Emissions Modell Integrierter Systeme) des Öko-Institutes. Zur Beurteilung der Quantität und Qualität der Flächennutzung wurde eigens ein Berechnungsverfahren auf Basis von Hemerobiestufen entwickelt, das den Natürlichkeitsgrad einer Fläche abbildet. Die ökonomischen Belange werden u.a. mit dem BKI-Kostenplaner des Baukosteninformationszentrums analysiert. Zur Beurteilung der sozialen Aspekte wird ein eigenes Untersuchungsraster auf Grundlage nationaler und internationaler Diskussionen entwickelt und angewendet.

Die in der Studie erwähnte Software ist nicht im Lieferumfang enthalten, da sie für das Verständnis der Studie nicht notwendig ist.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 BEGRÜNDUNG DES VORHABENS 1
1.2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT UND FORSCHUNGSLEITENDE HYPOTHESEN 3
1.3 GLIEDERUNG DER ARBEIT 6
2. Nachhaltige Entwicklung 9
2.1 EINFÜHRUNG 9
2.2 ALLGEMEINER ÜBERBLICK ZUM STAND DER ÖKOLOGISCHEN, ÖKONOMISCHEN UND SOZIALEN ENTWICKLUNG 10
2.2.1 Aspekte internationaler ökologischer Entwicklung 11
2.2.2 Aspekte internationaler wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung 16
2.2.3 Aspekte nationaler ökologischer Entwicklung 20
2.2.4 Aspekte nationaler wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung 24
2.3 ERKENNTNISSE UND KONTROVERSEN ZEHN JAHRE NACH RIO 27
3. Die Relevanz des Handlungsfelds Bauen und Wohnen 33
3.1 DIE GESCHICHTE DES WOHNENS 33
3.1.1 Vom 19. Jahrhundert bis zum 2. Weltkrieg 33
3.1.2 Der Wohnungsbau in Deutschland nach 1945 34
3.1.3 Der Wohnungsbau nach 1989 36
3.2 DER GLOBALE VERSTÄDTERUNGSPROZESS 36
3.3 DER VERSTÄDTERUNGSPROZESS IN DEUTSCHLAND 37
3.4 DIE ÖKOLOGISCHE PERSPEKTIVE 38
3.4.1 Der Ressourcenverbrauch 38
3.4.2 Der Energieeinsatz und die Kohlendioxidemissionen 40
3.4.3 Die Flächennutzung 41
3.4.4 Der Wasserverbrauch 43
3.5 DIE ÖKONOMISCHE PERSPEKTIVE 45
3.5.1 Die Entwicklung in der Bauwirtschaft 45
3.5.2 Baubedingte Umweltkosten 48
3.6 DIE GESELLSCHAFTLICHE PERSPEKTIVE 48
3.6.1 Der internationale Kontext 48
3.6.2 Der nationale Kontext 49
3.7 URSACHENFORSCHUNG 51
3.7.1 Die räumliche Planungsstruktur in Deutschland 51
3.7.2 Bewertung der deutschen Planungsstruktur 53
3.7.3 Die Auswirkungen der deutschen Planungskultur am Beispiel der Wasserver- und Abwasserentsorgung 55
3.8 SCHLUSSFOLGERUNGEN 57
4. Indikatoren einer nachhaltigen Entwicklung 59
4.1 INDIKATOREN ALS SCHLÜSSEL DER NACHHALTIGKEITSBEWERTUNG 60
4.2 INDIKATOREN IN DER AKTUELLEN DISKUSSION 66
4.2.1 Sustainable Seattle 67
4.2.2 Indikatoren im Rahmen einer Lokalen Agenda 21 67
4.3 ÜBERBLICK ÜBER DIE GEGENWÄRTIG RELEVANTESTEN ANALYSEMETHODEN IM BEREICH BAUEN UND WOHNEN 68
4.3.1 Methodik der Lebenszyklusanalyse von Gebäuden 68
4.3.2 Stand der Forschung und Entwicklung 68
4.3.3 Kriterien 70
4.3.4 Stärken und Schwächen von Ökobilanzen 71
4.3.5 Green Building Challenge 74
4.3.6 Global Ecovillage Network 74
4.3.7 ExWoSt 75
4.3.8 OGIP 76
4.3.9 LEGOE 76
4.4 DIE IM RAHMEN DER ARBEIT VERWENDETEN ANALYSEINSTRUMENTE 78
4.4.1 GaBi - das Software-Werkzeug zur Ganzheitlichen Bilanzierung 79
4.4.2 GEMIS - eine Datenbank mit Bilanzierungs- und Analysemöglichkeiten für Lebenszyklen 80
4.4.3 Das MIPS-Konzept zur Messung des Umweltverbrauchs 80
4.4.4 Die Normalherstellungskosten 88
4.4.5 Der BKI-Kostenplaner 88
4.5 DARSTELLUNG DER VERWENDETEN INDIKATOREN ZUR NACHHALTIGKEITSPRÜFUNG VON WOHNSIEDLUNGEN 88
4.5.1 Ökologische Indikatoren 89
4.5.2 Ökonomische Indikatoren 94
4.5.3 Soziale Indikatoren 97
5. Bewertung und Vermittlung mittels der COMPASS-Methodik 101
5.1 DIE COMPASS-ELEMENTE 102
5.1.1 Indikatoren und Indikatorenbäume 103
5.1.2 Bewertung und Beampelung 104
5.1.3 Graphische Auswertung am Beispiel: COMPASSradar 105
5.1.4 Qualifikationsbausteine 105
5.2 COMPASSPROFIL – DIE WISSENSLANDKARTE 105
5.3 COMPASSVISION – FORMULIERUNG VON VISIONEN UND LEITPLANKEN 106
5.4 COMPASSANALYSE – LEISTUNGSMESSUNG (BENCHMARKING) 106
5.5 COMPASSMANAGEMENT – DAS ZUKUNFTSFÄHIGKEITSMANAGEMENT 107
5.6 DER COMPASSREPORT 108
5.7 VON DEN INDIKATOREN ZUM COMPASSAUSWEIS 109
6. Die Ökologische Wohnsiedlung Flintenbreite 111
6.1 EINFÜHRUNG 111
6.2 DIE HANDLUNGSFELDER UND PROJEKTZIELE INNERHALB DES VORHABENS 112
6.3 DIE ENTSTEHUNG 114
6.3.1 Die Bauleitplanung 115
6.3.2 Die Lage des Grundstückes 115
6.3.3 Die Vernetzung mit dem Landschaftsraum 115
6.3.4 Das Flächen- und Bodenmanagement 116
6.4 DER HOCHBAU 117
6.4.1 Die Doppelhäuser 119
6.4.2 Die Reihenhäuser 120
6.4.3 Das Gemeinschaftshaus 122
6.4.4 Der Geschosswohnungsbau 123
6.5 DAS ENERGIEKONZEPT 125
6.5.1 Das Blockheizkraftwerk 125
6.5.2 Die Kesselanlage 125
6.5.3 Die Solaranlage 126
6.5.4 Die Wärmebedarfsermittlung 127
6.5.5 Die Energieverteilung 128
6.5.6 Die Trinkwasserversorgung 130
6.5.7 Die Elektrotechnik 131
6.5.8 Die Lüftung 131
6.5.9 Die Datenleitungen 132
6.6 DAS INTEGRIERTE ABWASSERKONZEPT DER ÖKOLOGISCHEN WOHNSIEDLUNG FLINTENBREITE 132
6.6.1 Darstellung der Stoffströme und deren Behandlung im integrierten Wasserkonzept 136
6.7 DER TIEFBAU 149
6.7.1 Das Mobilitätskonzept 150
6.8 WEITERE ASPEKTE 151
7. Die Ökologische Wohnsiedlung Flintenbreite auf dem Nachhaltigkeits-Prüfstand 153
7.1 DIE VORGEHENSWEISE 154
7.1.1 Die Systemgrenzen des Hochbaus 156
7.1.2 Die Systemgrenzen der Abwasserkonzepte 161
7.1.3 Die technische Beschreibung des zentralen Systems der kommunalen Abwasserbehandlung 162
7.1.4 Die technische Beschreibung des semizentralen Sanitärsystems mit Fäkalkompostierung 163
7.1.5 Die technische Beschreibung der Kleinkläranlage nach DIN 4261 163
7.2 DIE BILANZ DES SIEDLUNGSVORHABENS UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DES HOCHBAUS 164
7.2.1 Die Bilanz des Doppelhauses bezogen auf den TMR 164
7.2.2 Die Bilanz des Doppelhauses bezogen auf den KEA 170
7.2.3 Die Bilanz des Doppelhauses bezogen auf das GWP 100 171
7.2.4 Die Bilanz des gesamten Siedlungsvorhabens bezogen auf die Flächennutzung 172
7.2.5 Die Bilanz des Doppelhauses bezogen auf den Wasserverbrauch 174
7.2.6 Die Bilanz des Doppelhauses bezogen auf die Planungs- und Durchführungskosten 176
7.2.7 Die Bilanz des Doppelhauses bezogen auf die Errichtungs- und Herstellungskosten 178
7.2.8 Die Bilanz des Doppelhauses bezogen auf die Instandhaltungskosten 179
7.2.9 Die Bilanz des Doppelhauses bezogen auf die Rückbaukosten 180
7.3 DIE BILANZ DES SIEDLUNGSVORHABENS UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DES ABWASSERKONZEPTES 188
7.3.1 Die Bilanz des Abwassersystems bezogen auf den TMR 189
7.3.2 Die Bilanz des Abwassersystems bezogen auf den KEA 191
7.3.3 Die Bilanz des Abwassersystems bezogen auf das GWP 100 192
7.3.4 Die Bilanz des Abwassersystems bezogen auf die Flächennutzung 192
7.3.5 Die Bilanz des Abwassersystems bezogen auf den Wasserverbrauch 192
7.3.6 Ansätze einer ökonomischen Bewertung 194
7.3.6.1 Entstehende Kosten im Vergleich 194
7.3.7 Die Personenbefragung zum Siedlungsabwasserkonzept 196
7.4 ERGEBNISDARSTELLUNG DES NACHHALTIGKEITSCHECKS DER ÖKOLOGISCHEN WOHNSIEDLUNG FLINTENBREITE 199
7.4.1 Einordnung der Ergebnisse 206
8. Fazit und Ausblick 209
8.1 DER GEWÄHLTE ANSATZ 209
8.2 AKTEURSSPEZIFISCHE STRATEGIEN ZUKUNFTSFÄHIGEN BAUENS UND WOHNENS 212
8.3 ZUR WURZEL DER ENGAGIERTEN MACHTLOSIGKEIT 219
9. Verwendete Literatur 221

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bezogen auf den Baubereich bietet die Ökobilanz als Werkzeug dennoch eine gute Möglichkeit, völlig verschiedene Konzepte im Hinblick auf Ökonomie und Ökologie miteinander zu vergleichen, solange sie nur die gleiche funktionelle Einheit besitzen. Sogar die NichtbauLösung als eine mögliche Variante kann nun bewertet und in die Überlegungen mit einbezogen werden. Gleichzeitig ist der mit der Ökobilanz verbundene Lebenszyklusgedanke eine große Stärke. Er beurteilt Güter und Prozesse mit allen vor- und nachgelagerten Prozessen und weist somit einen sehr umfassenden Ansatz auf. Dadurch birgt die Ökobilanz aber die Schwierigkeit in sich, dass z. B. über die weit in der Zukunft liegende Entsorgung bereits zu einem Zeitpunkt Aussagen gemacht werden müssen, zu dem das Gebäude noch gar nicht gebaut worden ist. Diese Aussagen beruhen immer auf Szenarien und Annahmen. Aus der detaillierten Analyse, die zu den oben genannten Stärken führt, ergeben sich jedoch auch einige Nachteile. Gerade die enorme Datenflut macht eine genaue Kontrolle aller Annahmen und das Zustandekommen des Ökoinventars unmöglich, so dass oft mit nicht einmal bekannten Annahmen im Bereich des Ökoinventars gerechnet wird. Dadurch vermindert sich die Qualität des verwendeten Ökoinventars oft erheblich, da bestehende Unsicherheiten auf Grund von fehlendem Wissen über die Qualität der Datensätze nicht ausgeräumt werden können. Darüber hinaus wirkt sich die enorme Produktvielfalt erschwerend auf die Chancen aus, auf aktuelle und zutreffende Ökoinventare zurückgreifen zu können. Letztlich führt dies oft dazu, dass die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse nur in unzureichendem Maße gegeben ist. Ein weiteres Problem ist die Gefahr, sich von den Ergebnissen, die auf beliebige Nachkommastellen genau angegeben werden können, zu einer übertriebenen Genauigkeit oder Zahlengläubigkeit hinreißen zu lassen. Nur zu gern werden die hinter den Zahlen steckenden Ungenauigkeiten gerade im Ökoinventar und durch den großen Einfluss bestimmter Systemannahmen vergessen. Daraus lässt sich ableiten, dass in einer Ökobilanz nur in sich kohärente Vergleiche oder Produktoptimierungen vorgenommen werden und keine absoluten Zahlen produziert werden sollten. Letztendlich bleibt das Problem von Ökobilanzen, dass sie die Inventardaten in den verschiedenen Vollaggregationen unterschiedlich bewerten. Zum Verständnis und zur Interpretation der Ergebnisse dieser Vollaggregationen ist somit die Kenntnis der Konzepte erforderlich, die hinter den unterschiedlichen Vollaggregationen stecken. Schließlich sind früher [...]

Aus der Methode selber ergeben sich auch Unsicherheiten: Die Berechnung von U-Werten wird linear angenommen, obwohl alle Vorgänge in der Natur instationär sind. Die Gewichtung anderer Elemente zum Referenzstoff einer Wirkungsklasse muss oft durch Annahmen getroffen werden. Dahinter steckt z. B. die Frage, welchen Einfluss andere Gase im Verhältnis zum CO2 auf den Treibhauseffekt haben. Bei einigen Wirkungsklassen ist die wissenschaftliche Diskussion diesbezüglich noch nicht beendet. Insbesondere die Wirkungsklassen der Ökotoxizität und Humantoxizität sind von dieser Diskussion betroffen, da die Wirkung der berücksichtigten Substanzen sehr stark von der Exposition abhängt. In der Praxis kann es sein, dass vorher geplante Umwelt- oder Energievorgaben auf Grund eines verschwenderischen Nutzerverhaltens um ein Vielfaches „übertroffen“ werden. Es bleibt die Frage offen, ob man tatsächlich alle negativen Umweltauswirkungen in der Ökobilanz erfasst hat. Man denke nur an die Diskussion um Asbest, von dem man zunächst nicht wusste, welche humantoxikologische Wirkung der Stoff hat. Es kann sich jederzeit bei weiteren zunächst als unbedenklich eingestuften Baustoffen herausstellen, dass diese negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt besitzen. [...]

Das Ökoinventar der Baustoffe und Prozesse ist noch lange nicht als vollständig zu bezeichnen. Gerade wenn aus einzelnen Baumaterialien weitere Produkte hergestellt werden, kann der Aufwand hierfür oftmals nur abgeschätzt werden. Außerdem ist aus dem Ökoinventar oftmals nicht zu entnehmen, welche Annahmen bei der Sachbilanz einzelner Stoffe getroffen wurden. Somit kann nicht mit letzter Sicherheit geklärt werden, ob ein bestimmtes Material im Ökoinventar auch tatsächlich auf das jeweilige Projekt zutrifft. Voraussichtliche Lebensdauern müssen abgeschätzt werden. Vor allem bei neuartigen Produkten ist dies oftmals nur durch eine pauschale Abschätzung möglich. Eine Ökobilanz ist ortsabhängig. Die gesamten Annahmen für den Transport der Baustoffe sind ‚falsch’, weil sie nur durch pauschale Abschätzungen einigermaßen angenähert werden können. [...]

Arbeit zitieren:
Wallbaum, Holger Juli 2002: Denk- und Kommunikationsansätze zur Bewertung des nachhaltigen Bauens und Wohnens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Nachhaltigkeit, Indikator, Siedlung, Ökologie, Ressource

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