Demotivation - Ursachen, Entwicklungen, Auswirkungen
Darstellung mit Anwendungsbezug und kritische Würdigung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Julia Kahle-Hausmann
- Abgabedatum: September 2006
- Umfang: 62 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- Bibliografie: ca. 48
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9958-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9958-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9958-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kahle-Hausmann, Julia September 2006: Demotivation - Ursachen, Entwicklungen, Auswirkungen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Motivation, Demotivation, Remotivation, Remotivierung, Motivationstheorie
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Julia Kahle-Hausmann
Einleitung:
In der Organisations- und Personalforschung werden bereits seit geraumer Zeit Motivation, Zufriedenheit und Leistung untersucht. Der Mittelpunkt der Untersuchung richtet sich vornehmlich darauf, die Arbeitsmotivation bei Mitarbeitern zu erhöhen.
Vielfach sind Führungskräfte und Mitarbeiter jedoch bereits intrinsisch motiviert und bedürfen daher keiner weiteren Förderung. Jedoch würden nicht zahlreiche Konzepte und Trainingsmaßnahmen in der aktuellen betrieblichen Praxis Anwendung finden, wenn diese Motivation bereits für die Organisation ausgeschöpft würde.
Es kommt daher also auf eine Vermeidung und den Abbau motivationshemmender Prozesse, bzw. auf die Schaffung remotivierender Bedingungen an, durch die das Potential der Mitarbeiter an Effektivität und Produktivität wieder voll ausgeschöpft werden kann.
Im Folgenden werden dazu im ersten Teil der Arbeit die in Bezug auf Demotivation wichtigsten Grundbegriffe der Motivationspsychologie erläutert, bevor als Basis für demotivationale Prozesse auf ausgewählte Motivationstheorien eingegangen wird.
Im dritten Teil wird das komplexe Phänomen der Demotivation mit seinen ursächlichen Zusammenhängen und Wirkungen erläutert, bevor gestaltungspraktische Implikationen zur Vermeidung und Umkehrung motiva-tionshemmender und demotivationaler Prozesse im vierten Teil benannt und beschrieben werden.
Im letzten Teil der Arbeit wird als Anwendungsbezug auf die Besonderheit der weiblichen Betrachtungsweise von Demotivation eingegangen. Dazu werden Ursachen aus biologischer und sozialisationstheoretischer Sicht erklärt, bevor besonders starke Motivationsbarrieren für weibliche Mitarbeiter beschrieben und der mögliche Sinn und Aufbau einer geschlechtsspezifische Präventions- und Remotivation betrachtet werden.
Im Fazit wird die Entstehung, Bedeutung und Wirkung von Demotivation noch einmal zusammengefasst und auf notwendige weiterführende Untersuchungen hingewiesen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Einleitung | 1 | |
| 1. | Begriffliche Grundlagen | 2 |
| 1.1 | Verhalten und Handlung | 2 |
| 1.2 | Identifikation | 3 |
| 1.3 | Motiv | 4 |
| 1.4 | Motivation | 4 |
| 1.5 | Demotivation | 5 |
| 1.6 | Remotivation | 6 |
| 2. | Motivation als Verhaltensursache | 6 |
| 2.1 | Inhaltstheorien | 7 |
| 2.1.1 | Bedürfnistheorie nach Maslow | 7 |
| 2.1.2 | Theorie der gelernten Bedürfnisse nach McClelland | 8 |
| 2.1.3 | Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg | 9 |
| 2.1.4 | Bezug der Inhaltstheorien zur Demotivation | 10 |
| 2.1.5 | Kritische Würdigung der Inhaltstheorien | 11 |
| 2.2 | Prozesstheorien | 13 |
| 2.2.1 | Valenz-Instrumentalität-Erwartungs-Theorie (VIE) nach Vroom | 13 |
| 2.2.2 | Bezug der Prozesstheorien zur Demotivation | 14 |
| 2.2.3 | Kritische Würdigung der VIE-Theorie | 15 |
| 2.3 | Volitionstheorie nach Heckhausen | 16 |
| 2.3.1 | Bezug zur Demotivation | 17 |
| 2.3.2 | Kritische Würdigung | 17 |
| 3. | Demotivation | 18 |
| 3.1 | Zusammenhänge und Entwicklungen | 18 |
| 3.2 | Auslöser und Motivationsbarrieren | 21 |
| 3.3 | Wirkungen | 24 |
| 3.4 | Kritische Würdigung | 27 |
| 4. | Gestaltungspraktische Implikationen | 27 |
| 4.1 | Prävention | 27 |
| 4.2 | Remotivation | 29 |
| 4.2.1 | (Re-)Identifikation | 30 |
| 4.2.2 | Remotivationsstrategien | 32 |
| 4.3 | Kritische Würdigung | 36 |
| 5. | Der Gendergedanke - Geschlechtsdifferenzen und Demotivation | 37 |
| 5.1 | Hintergründe weiblicher Demotivationsfaktoren | 38 |
| 5.1.1 | Biologische Erklärungsansätze | 38 |
| 5.1.2 | Sozialisationstheoretische Erklärungsansätze | 40 |
| 5.2 | Kritische Würdigung | 43 |
| 5.3 | „Weibliche“ Motivationsbarrieren | 44 |
| 5.3.1 | Führung/Macht | 44 |
| 5.3.2 | Doppelte Vergesellschaftung/Work-Life-Balance | 46 |
| 5.3.3 | Anerkennung | 46 |
| 5.4 | Sinn und Aufbau geschlechterdifferenter Maßnahmen | 47 |
| 5.4.1 | Führung/Macht | 48 |
| 5.4.2 | Doppelte Vergesellschaftung/Work-Life-Balance | 49 |
| 5.4.3 | Anerkennung | 50 |
| 5.5 | Kritische Würdigung | 51 |
| FAZIT | 52 | |
| LITERATURVERZEICHNIS | 55 |
Kapitel 1.5: Demotivation:
Unter dem Begriff der Demotivation versteht man das Phänomen der fehlenden oder reduzierten Motivation, bestimmte Handlungen, aber auch bestimmte Denk- und Fühlweisen zu vollziehen. Verursacht wird diese Leistungsblockade durch Motivationsbarrieren und demotivierende Prozesse innerhalb eines personalen, interpersonellen und/oder strukturellen Kontexts. Demotivierte Personen können nicht nur die Handlung an sich unterlassen, sondern auch absichtsvoll „falsch“ handeln.
Demotiviertes Handeln lässt sich demnach als „nichtrollen- bzw. -zielkonformes Verhalten“ interpretiere. Kniehl (1998) zufolge entzieht ein demotivierter Mitarbeiter der Arbeitsorganisation sein Potential, um es in anderen Beschäftigungsformen oder aber in Freizeitaktivitäten zu investieren. Blumenstock/Stockhausen (2005) führen auch die Vermeidung von Konflikten und die „innere Kündigung“ an, die sich in Resignation und abwartendem/aussitzenden Verhalten äußert. Demotivation verläuft in Phasen und hat nicht nur Auswirkungen auf den betrieblichen Leistungserstellungsprozess, sondern auch auf den demotivierten Mitarbeiter, der durch physische und/oder psychische Krankheitsbilder stark beeinträchtigt werden kann.
Markantes Beispiel ist das medizinisch belegte „Burn-Out-Syndrom“, bei dem durch emotionale und stressbedingte Überbeanspruchung ein Verlust der körperlichen und seelischen Leistungsfähigkeit auftritt, der die individuelle Lebensqualität stark einschränkt. Demotivation lässt sich allerdings vorbeugen und ist kein irreversibler Prozess, sondern kann durch Remotivation vermindert oder überwunden werden. Auf die Motivationsbarrieren bzw. Demotivationsfaktoren und Auswirkungen der Demotivation wird in Kap. 3 detaillierter eingegangen.
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832499587
Arbeit zitieren:
Kahle-Hausmann, Julia September 2006: Demotivation - Ursachen, Entwicklungen, Auswirkungen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Motivation, Demotivation, Remotivation, Remotivierung, Motivationstheorie



