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Demand Planning mittels Neuronaler Netze

Demand Planning mittels Neuronaler Netze
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Dino Dichant
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 62 Seiten
  • Dateigröße: 891,3 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5623-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5623-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5623-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dichant, Dino April 2002: Demand Planning mittels Neuronaler Netze, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Advanced Planning Systems, Supply Chain Management, Nachfrage-Prognose, Produktionsplanung

Diplomarbeit von Dino Dichant

Einleitung:

Wie oft wird sich unser Produkt XY in der nahen Zukunft verkaufen?

Dies ist eine entscheidende Frage im Rahmen der Produktionsplanung, aber auch in vielen anderen betrieblichen Funktionen.

Zur Beantwortung stehen jedoch meist keine geeigneten Methoden zur Verfügung. Stattdessen wird der zukünftige Absatz, bzw. die zukünftige Nachfrage, mittels Daumenregeln oder einfachsten statistischen Verfahren geschätzt.

In zahlreichen Anwendungsfeldern haben sich Neuronale Netze als überlegene Prognoseverfahren erwiesen.

Die vorliegende Arbeit überträgt das erfolgsversprechende Konzept Neuronaler Netze auf das Problem der Nachfrageprognose („Demand Planning“). Einsatzmöglichkeiten, Konfigurationsparameter und mögliche Probleme werden erläutert. Daneben wird auf die Implementierung des Demand Planning in modernen Advanced Planning Systems - u.a. SAP APO - für das Supply Chain Management eingegangen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
Symbolverzeichnis IV
1. Einleitung und Motivation 1
1.1 Begriffsabgrenzung 1
1.2 Eigenschaften Neuronaler Netze 2
1.3 Aufbau und Zielsetzung dieser Arbeit 4
2. Grundlegende Konzepte Neuronaler Netze 6
2.1 Neuronen 6
2.1.1 Funktionsweise von Neuronen 6
2.1.2 Aktivierungszustand 7
2.1.3 Propagierungsfunktion 7
2.1.4 Aktivierungsfunktion 8
2.1.5 Ausgabefunktion 10
2.2 Netzstruktur 11
2.2.1 Verbindungsgewichte 11
2.2.2 Typen von Neuronen 12
2.2.3 Netztopologien 13
2.3 Lernregel 15
2.4 Das MLP-Netzwerk 16
3. Demand Planning 19
3.1 Aufgaben und Einordnung 19
3.2 Grundlagen der Bedarfsprognose 19
3.3 Statistische Prognoseverfahren 21
3.3.1 Exponentielle Gl¨attung erster Ordnung 21
3.3.2 Regressionsrechnung 22
3.3.3 ARIMA 22
3.4 Demand Planning in APS 23
4. Prognose mittels Neuronaler Netze 25
4.1 Allgemeine Vorgehensweise 25
4.1.1 Horizontale und vertikale Prognose 25
4.1.2 Lern-, Test- und Recall-Phase 26
4.2 Datenauswahl und -aufbereitung 27
4.2.1 Datenauswahl 27
4.2.2 Datenaufbereitung 28
4.3 Das Lernverfahren Backpropagation 31
4.3.1 Grundprinzipien von Backpropagation 31
4.3.2 Herleitung des Backpropagation-Verfahrens 33
4.4 Probleme beim Einsatz Neuronaler Netze 37
4.4.1 Overfitting 37
4.4.2 Initialisierung der Verbindungsgewichte 38
4.4.3 Probleme der lokalen Suche 39
4.5 Freiheitsgrade bei der Netzwerk-Konfiguration 41
4.5.1 Anzahl der Neuronen pro Schicht 41
4.5.2 Wahl der Lernrate 43
4.6 Verbesserungen der Leistungsfähigkeit 43
4.6.1 Der Momentum-Term 44
4.6.2 Alternative Definition des Fehlersignals 44
4.6.3 Alternative Lernverfahren 45
4.7 Vergleich mit statistischen Prognoseverfahren 46

Automatisiert erstellter Textauszug:

Zur Prognose stehen einem Neuronalen Netz M Eingabedaten zur Verf¨gung. u Im Fall einer horizontalen Prognose ist deren Zusammensetzung offensichtlich, es handelt sich um die letzten M Werte der Zeitreihe. Werden jedoch andere Informationen als der Verlauf der Zeitreihe selbst einbezogen, wird also eine vertikale Prognose durchgef¨hrt, so stellt sich die Frage nach der Auswahl dieser Eingabeu werte. M¨gliche erkl¨rende Variablen wurden bereits in Abschnitt 3.2 vorgestellt.92 Da o a die Anzahl M der Eingabeneuronen zum Zeitpunkt der Datenauswahl noch nicht festgelegt ist, k¨nnten theoretisch alle dieser Variablen als Inputwerte verwendet o ¨ werden. Dies w¨rde jedoch zu einer Uberdimensionierung des Netzes f¨hren, was u u den Verlust der Generalisierungsf¨higkeit bedeutet.93 Auf Verfahren, mit denen a a priori der Einfluss eines Eingabewertes abgesch¨tzt werden kann, wird im Raha men dieser Arbeit nicht eingegangen.94 Bei der Auswahl der Daten sollten jedoch auch einige grunds¨tzliche Aspekte beachtet werden: So m¨ssen die Zeitreihen der a u Variablen die gleiche zeitliche Granularit¨t wie der zu prognostizierende Wert aufa weisen, d.h. Informationen, die zu einer w¨chentlichen Prognose genutzt werden o sollen, m¨ssen ebenfalls auf Wochenbasis vorliegen.95 Zudem m¨ssen alle Einu u gabewerte in ausreichendem Umfang f¨r das Training des Netzes zu Verf¨gung u u stehen. [...]

dar¨ber treffen, wie gut das Neuronale Netz die gelernten Daten wiedererkennen u kann. Daraus l¨sst sich aber kein verl¨sslicher Schluss auf die G¨te der Prognose a a u bei unbekannten Datenkonstellationen im sp¨teren Einsatz ziehen. Hier muss a das Netz seine F¨higkeit zur Generalisierung unter Beweis stellen, d.h. in der a Lernphase soll nicht die Zuordnung von Input- zu Outputdaten auswendig gelernt, sondern deren funktionaler Zusammenhang erkannt werden.88 Die Beurteilung der Generalisierungsf¨higkeit eines Netzes l¨sst sich anhand einer a a Testphase vornehmen. Daf¨r wird empfohlen, zwischen zehn und 20 Prozent der u vorhandenen Vergangenheitsdaten zur¨ckzuhalten, also dem Netz nicht im Rahu men der Lernphase zu pr¨sentieren.89 In der Testphase werden dem (trainierten) a Neuronalen Netz diese Daten vorgelegt. Der resultierende Fehler gibt Aufschluss uber die zu erwartende Genauigkeit in der Anwendung, allerdings existieren keine ¨ objektiven Auswahlkriterien, die Auskunft dar¨ber geben, welches Fehlermaß in u der Testphase akzeptabel ist.90 Der eigentliche Einsatz des Netzes wird als Recallphase bezeichnet. Im Gegensatz zu den vorherigen Phasen existieren hierbei keine Soll-Vorgaben f¨r den Ausgau bewert, was ebenfalls bedeutet, dass in dieser Phase keine weitere Adaption der Gewichte vorgenommen wird.91 Zur Anpassung an strukturelle Ver¨nderungen in der Zeitreihe sollte deshalb in a regelm¨ßigen Abst¨nden eine erneute Lern- und Testphase des Netzes erfolgen. a a [...]

Da die G¨te der Prognose allein von den Verbindungsgewichten abh¨ngt – sieu a he obige Gleichung – muss es Ziel der Lern- bzw. Trainingsphase sein, diese so korrekt“wie m¨glich festzulegen. Daf¨r erh¨lt das Neuronale Netz eine Menge o u a ” von Trainingsdaten, d.h. Paare von M Vergangenheitswerten und dem jeweils zugeh¨rigen Folgewert der Zeitreihe. Diese Paare sollten nicht in chronologischer, o sondern in zuf¨lliger Reihenfolge dargeboten werden, damit ein besserer Lernera folg erreicht wird. Erfolgt das Anpassen der Verbindungsgewichte nicht nach jedem einzelnen Datenpaar (learn by cycle), sondern erst nach einem vollst¨ndigen a Durchlauf aller Trainingsbeispiele (learn by epoch), so ist die Pr¨sentationsreihena folge unwichtig.87 Die Adaption der Gewichte wird anhand einer Lernregel durchgef¨hrt – im Fall von MLP-Netzen ist dies in der Regel das Backpropagationu Verfahren, das in Abschnitt 4.3 vorgestellt wird. Der Trainingsprozess terminiert nach einer vorgegebenen Anzahl von Schritten oder sobald ein bestimmtes Fehlerniveau unterschritten wird. [...]

Arbeit zitieren:
Dichant, Dino April 2002: Demand Planning mittels Neuronaler Netze, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Advanced Planning Systems, Supply Chain Management, Nachfrage-Prognose, Produktionsplanung

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