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Deformationsmessungen für Eisenbahnrahmenschwellen auf der Teststrecke Eichberg/Semmering

Deformationsmessungen für Eisenbahnrahmenschwellen auf der Teststrecke Eichberg/Semmering
Über dieses Buch
  • Art: Seminararbeit
  • Autor: Ernst Primas
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 101 Seiten
  • Dateigröße: 4,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Graz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6728-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6728-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6728-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Primas, Ernst Januar 2001: Deformationsmessungen für Eisenbahnrahmenschwellen auf der Teststrecke Eichberg/Semmering, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gleisinnovation, Neigungsmessung, Adaptersystem, Messpfeiler, Schienendeformation

Seminararbeit von Ernst Primas

Einleitung:

Für die Eisenbahnrahmenschwelle RS 70, die von Univ.-Prof. Dr. Rießberger entwickelt und von der Projektgruppe Eisenbahninnovation auf der Teststrecke Eichberg/Semmering eingesetzt wird, waren die Deformationseigenschaften zu untersuchen. Dabei war eine Genauigkeit für die Messungen im Submillimeterbereich gefordert.

Zu diesem Zweck wurde von der Abteilung für Ingenieurvermessung und Meßtechnik der TU Graz unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Brunner ein System zur Messung von Schienendeformationen entwickelt. Dieses System wurde zur Bestimmung der horizontalen (radiale und tangentiale) Deformationen von Meßpunkten, die im Abstand von je 4,5m auf dem 100m langen Schienenabschnitt eingerichtet wurden, eingesetzt.

Während der Projektvermessungen vom 22.Juli bis 6.September 2000 war zu untersuchen, wie sich die Schiene in Abhängigkeit des Zugsverkehrs deformiert. Während dieser Periode wurden in verschiedenen zeitlichen Abständen insgesamt 5 Meßepochen ausgewertet. Wie die Ergebnisse zeigen, kam es in den ersten Tagen aufgrund von anfänglichen Setzungen zu Deformationen in der Größenordnung von 1 bis 4mm. Die Deformation der Schiene nahm während der 7 Wochen der Untersuchungen kontinuierlich ab. So ergaben sich etwa für den Zeitraum zwischen den beiden letzten Meßepochen im Abstand von 4 Wochen mit 0,5 bis 1,5mm nur noch sehr geringe Deformationen.

Mit dem verwendeten Meßsystem konnte eine Deformation (mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%) ab einer Größenordnung von 0,25mm nachgewiesen werden.

Gang der Untersuchung:

Die Deformationen von Schienenpunkten im Abstand von 4,5m sind zu messen. Da auf die Schiene direkt nicht mit hinreichender Genauigkeit gemessen werden kann, wurde von der Abteilung für Ingenieurvermessung und Meßtechnik (IVM) ein Adaptersystem mit Dreipunktlagerung und aufgesetztem Reflektor entwickelt. Die meßbaren Reflektormittelpunkte müssen auf die entsprechenden Schienenpunkte geometrisch reduziert werden. Für die Reduktion sind die Neigungen (Adaptersystem - Schiene) mit Hilfe eines Neigungsmessers zu bestimmen.

Ziel ist es, Aussagen treffen zu können, ob und wie stark sich die Gleisposition aufgrund von Setzungen, Deformationen wegen Belastungen durch den laufenden Zugsverkehr und Temperaturvariationen ändert. Bewegungen kleiner als 1mm sind zu detektieren, wobei die Signifikanz der Schienenpunktänderung nachzuweisen ist.

Bezüglich der Reduktion der Strecken ist eine Überprüfung des meteorologischen Modells mit Hilfe von Streckenreferenzmessungen durchzuführen.

Meßzeitraum ist vorerst zwischen 21.07.2000 und 06.09.2000. Weitere Messungen wie z.B. eine Jahresmessung sind geplant. Während dieser 7 Wochen sind folgende Messungen durchzuführen:

Testmessungen (21.07.2000).

Nullmessung [Epoche 0] (22.07.2000, Tagmessung, Zeit: abhängig vom Baufortschritt).

1. Wiederholung [Epoche 1] (26.07.2000, Tagmessung, Zeit: 12:30-15:30).

2. Wiederholung [Epoche 2] (02.08.2000, Tagmessung, Zeit: 12:30-15:30).

3. Wiederholung (06.09.2000):

Nachtmessung [Epoche 3n] (Zeit: 01:30-04:30).

Tagmessung [Epoche 3t] (Zeit: 12:30-15:30).

Die Tagmessungen sind um ca. 14:00 (größter Temperatureinfluß auf die Schiene) durchzuführen. Die Nachtmessung soll mit der Tagmessung innerhalb eines 24h-Zyklus erfolgen, wobei wegen der tiefsten Temperatur die Messung wenige Stunden vor Sonnenaufgang durchgeführt werden sollte.

Inhaltsverzeichnis:

1. Projektbeschreibung 7
2. Meßkonzept und Auswertungsgrundlagen 11
2.1 Festlegung des Koordinatensystems 12
2.2 Festlegungen bzgl. des Standpunktes 12
2.3 Planung der Referenzpunkte 14
2.4 Punktmessung (Prismenmittelpunkte) 14
2.5 Reduktion der Prismenmittelpunkte auf die Schiene 15
2.6 Varianzrechnung 19
3. Meßinstrumentarium und Meßystem 23
3.1 Tachymeter 23
3.2 Satzmeßprogramm SAM 2.3 für das S10 24
3.3 Auswertesoftware 25
3.4 Nivellier 25
3.5 Meteorologische Meßgeräte 25
3.6 Reflektoren 26
3.7 Meßadapter mit Neigungsmesser 26
4. Realisierung 30
4.1 Meßpfeiler 30
4.2 Referenzpunkte 32
4.3 Prismenpunkte/Schienenpunkte 34
5. Vorbereitende Messungen im Labor und vor Ort 35
5.1 Justierung des Adaptersystems 35
5.2 Kalibrierung des Neigungsmessers HL-PLANAR NS-5/P2 35
5.3 Bestimmung des Reduktionsvektors 36
5.4 Datenkonvertierung von Zeiss M5-Daten für Geosi 6.0 36
5.5 Testmessungen vor Ort - Beobachtungsplan 36
5.6 Laborkalibrierung der meteorologischen Meßgeräte 38
6. Durchführung der Messung 39
6.1 Standpunktkontrolle 39
6.2 Meßvorbereitung 39
6.3 Messung der Prismenmittelpunkte und Aufnahme der meteorologischen Daten 41
6.4 Neigungsmessung 41
7. Meßauswertung und Ergebnisse 42
7.1 Standpunktkontrolle 42
7.2 Datenaufbereitung 44
7.3 Berechnung der Prismenmittelpunkte 45
7.4 Kreisausgleichung (nur für Nullepoche) 45
7.5 Reduktion auf die Schiene 47
7.6 Qualitätsangaben bzgl. der Messungen (Varianzrechnung) 48
7.7 Analyse der Verschiebungen 52
7.8 Zusatzuntersuchung: Meteorologische Streckenkorrektur versus Korrektur aus Streckenverhältnismessungen 61
Referenzen 65
Anhang 66
Anhang A Testnetz - Dach 66
Anhang B Bestimmung des Reduktionsvektors 70
Anhang C Beispieldatensatz (Rec 500 Datensatz) 71
Anhang D Datenkonverter 72
Anhang E Horizontierung 75
Anhang F Auswertung der Pfeilerneigung 76
Anhang G Berechnung der Kreisparameter (Näherungswerte für die Ausgleichung) 80
Anhang H Kreisausgleichung 81
Anhang I Neigungsdaten 83
Anhang J Reduktion und Fehlerrechnung 85
Anhang K Koordinaten der Schienenpunkte 87
Anhang L Verschiebungen 88
Anhang M Fehlerellipsen 94
Anhang N Streckenverhältnisse 97

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ort mit roter Farbe, jene mit gerader Nummer mit blauer Farbe gekennzeichnet. Für die Punkte mit gerader Nummer wird das Präzisionsprisma PZ4, für die Punkte ungerader Nummer PZ 5 verwendet. Für alle Epochen sind die selben Präzisionsreflektoren auf den ebenfalls entsprechend zugeordneten Adaptern zu verwenden, um systematische Meßfehler, die durch das Meßsystem entstehen könnten, weitgehend zu vermeiden. Meßblöcke: Gemessen werden jeweils drei Vollsätze. Ein Satz eines Meßblockes sieht folgendermaßen aus: R1 – R2 – R3 – Pi – Pj – Pj – Pi – R3 – R2 – R1 (R1, R2, R3...Referenzpunkte; Pi, Pj...Prismenpunkte). Von den 14 Meßblöcken sind der erste und der letzte jeweils reine Referenzpunktmessungen. [...]

5.4 Datenkonvertierung von Zeiss M5-Daten für Geosi 6.0 Da Geosi 6.0 das Datenformat M5 des Zeiss Tachymeters nicht lesen kann, mußte ein Datenformatkonverter (MATLAB) programmiert werden, der die Daten vom M5-Format in das von Geosi 6.0 lesbare Zeiss Rec 500 – Format konvertiert. (Programm und Erläuterungen siehe Anhang D) 5.5 Testmessungen vor Ort – Beobachtungsplan Vor dem ersten Meßeinsatz sind Testmessungen mit dem Adaptersystem und dem verwendeten Satzmeßprogramm durchzuführen. Es ist anzumerken, daß die Testmessung nicht gleich der Nullmessung ist. Da die Adaptereinsetzvorrichtungen (Pfannen und Kerben) erst nach Abschluß der Bauarbeiten am Gleis endgültig aufgebracht werden können, haben alle Messungen während der Bauarbeiten nur Behelfscharakter. Es sollten folgende Fragestellungen untersucht werden: (1) Einsetzbarkeit des Adaptersystems im Hinblick auf den Suchöffnungswinkel des Tachymeters (2) Beobachtungsplan – mögliche Modifikationen (3) Verwendbarkeit des Satzmeßprogramms * Adaptersystem Aus Effizienzgründen werden zwei Meßadapter verwendet. Daher ist zu überprüfen, ob es beim Einsetzen in benachbarte Schienenpunkte zu Problemen bzgl. des Suchöffnungswinkels für die automatische Zielerfassung des Tachymeters Zeiss Elta S10 kommt. [...]

* Referenzpunkt R2 (Rampe) – [Prisma nicht geklemmt]: R2 liegt 73m quer über der Bahntrasse an der betonierten Mauer einer Verladerampe 50cm über dem Boden. Der Reflektorbolzen ist aus Stabilitätsgründen an der dem Pfeiler zugewandten Rampenmauer angebracht. Der Reflektor ist um seine Stehachse (Bolzenachse) drehbar und nach vorne bzw. hinten kippbar. Die Fixierung der Drehung um die Bolzenachse erfolgt durch Anbringen eines Gewichtes, das die Reflektorhalterung durch Anpressen an einen zusätzlichen Anschlagbolzen in eine definierte Position bringt. Die vertikale Ausrichtung erfolgt wieder mit einer Wasserwaage, sodaß für die Streckenmessungen immer die gleichen Distanzen erreichbar sind. Es würden sich andernfalls durch die Reflektorschrägstellung Distanzfehler ergeben. Die Auswirkung einer geringfügigen Schrägstellung auf die Richtungsmessung wäre aufgrund der Entfernung zum Meßpfeiler vernachlässigbar. Als Schutz für den Bolzen wird eine 3mm-Stahlplatte aufgeschraubt. [...]

Arbeit zitieren:
Primas, Ernst Januar 2001: Deformationsmessungen für Eisenbahnrahmenschwellen auf der Teststrecke Eichberg/Semmering, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gleisinnovation, Neigungsmessung, Adaptersystem, Messpfeiler, Schienendeformation

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