Definition und Messung von "Gesundheit"
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Gerald Rubant
- Abgabedatum: August 1994
- Umfang: 140 Seiten
- Dateigröße: 5,6 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0278-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0278-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0278-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Rubant, Gerald August 1994: Definition und Messung von "Gesundheit", Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Gerald Rubant
Gang der Untersuchung:
Der erste Teil der Arbeit geht davon aus, dass in der bisherigen Forschung anfänglich nur von einem Krankheitsbegriff ausgegangen wurde und Gesundheit als dessen Gegenteil angesehen wurde.
Im Laufe der Zeit entwickelten die einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen, wie z.B. die Soziologie, die Politologie, die Psychologie oder auch die juristischen Wissenschaften ihre eigenen, für ihre Zwecke zugeschnittenen Definitionen von Gesundheit.
Eine erste Definition machte die WHO in ihrer Präambel von 1948. Dieser starre Begriff eines Zustandes wurde in der Ottawa-Charta von 1986 ausgeweitet. Aus den Definitionen der WHO geht hervor, dass Gesundheit ein mehrdimensionaler Begriff ist und in die Komponenten der physischen, psychischen und sozialen Gesundheit unterteilt werden kann. Da Gesundheit eine latente, d.h. nicht beobachtbare Größe ist, kann sie nur über Indikatoren der beschriebenen Teilkomponenten erfasst und gemessen werden. Eine Konkretisierung der Komponenten erfolgt durch eine weitere Untergliederung (z.B.Teilkomponente Schmerz als Komponente von physischer Gesundheit).' Am Ende dieses Abschnittes wird Gesundheit dann unter dem Aspekt der Arbeitsfähigkeit betrachtet.
Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit Vorraussetzungen von Messmodellen, also Anforderungen, die an die zu aggregierenden Indikatoren gestellt werden, um eine möglichst exakte Abbildung der zu messenden Komponenten zu gewährleisten. Weiterhin werden Skalierungen der Indikatoren behandelt und es wird auf die Problematik bei der Aggregation von Indikatoren zu Gesundheitsmaßen eingegangen.
Im dritten Kapitel der Arbeit werden ausgewählte Messinstrumente und Messtechniken vorgestellt, wobei auch auf die Ursachen der Gesundheitsmessung eingegangen wird. Ein wichtiger Aspekt ist hier die Gewinnung von Daten für die Beurteilung der effizienten und effektiven Allokation der Ressourcen innerhalb der Volkswirtschaft oder des Gesundheitswesens.
Im vierten Teil wird am Beispiel des EuroQol ein Gesundheitsmaß angewendet, welches die Lebensqualität von Transplantationspatienten (insbesondere Dialysepatienten) erfasst. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung der Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1. | Die Definition des Gesundheitsbegriffs und dessen Messung | 1 |
| 1.2. | Verfahrensweg der Arbeit | 3 |
| 2. | Definition von Gesundheit | 4 |
| 2.1. | Gesundheit / Krankheit - eine Dichotomie ? | 4 |
| 2.2. | Der statische Gesundheitsbegriff der WHO | 6 |
| 2.3. | Der Gesundheitsbegriff in der Ottawa-Charta | 7 |
| 2.4. | Die Mehrdimensionalität von Gesundheit | 8 |
| 2.4.1. | Die Komponenten der Gesundheit | 9 |
| 2.4.1.1. | Die physiologische Komponente | 11 |
| 2.4.1.2. | Die psychische und geistige Komponente | 13 |
| 2.4.1.3. | Die soziale Komponente | 13 |
| 2.4.1.4. | Das subjektive Empfinden von Gesundheit | 15 |
| 2.4.2. | Der funktionale Gesundheitsbegriff | 16 |
| 3. | Vorraussetzungen bei der Bildung von Gesundheitsmaßen | 17 |
| 3.1. | Gesundheitsindikatoren und deren Eigenschaften | 17 |
| 3.1.1. | Validität | 18 |
| 3.1.2. | Sensitivität | 20 |
| 3.1.3. | Zuverlässigkeit | 21 |
| 3.1.4. | Konsistenz | 23 |
| 3.1.5. | Verständlichkeit, Relevanz und Praktikabilität | 24 |
| 3.2. | Skalierungsmethoden | 24 |
| 3.2.1. | Lineare Abstufung | 26 |
| 3.2.2. | Relative Abstufung | 27 |
| 3.2.3. | Skalierungsmethoden nach Torrance | 28 |
| 3.2.3.1. | Der Standard-Gamble-Ansatz | 28 |
| 3.2.3.2. | Die Time-Trade-Off-Methode | 31 |
| 3.2.4. | Die Zahlungsbereitschaft | 36 |
| 3.3. | Die Aggregation von Indikatoren zu Gesundheitsindices : | 38 |
| 4. | Die Messung von Gesundheit | 39 |
| 4.1. | Die Gesundheitsmessung zur Gewinnung von Daten für die Beurteilung des Verteilungsaspektes in der Volkswirtschaft | 39 |
| 4.2. | Der optimale Gesundheitszustand der Bevölkerung | 44 |
| 4.3. | Wichtige Gesundheitsmessinstrumente | 48 |
| 4.3.1. | Berechnungen anhand der Mortalitätsraten | 49 |
| 4.3.2. | Das Sickness Impact Profile | 50 |
| 4.3.3. | Das Nottingham Health Profile | 54 |
| 4.3.4. | Der McMasters Health Index Questionaire | 56 |
| 4.3.5. | Der EuroQol | 60 |
| 4.3.6. | Die QALYs | 65 |
| 4.3.7. | Der MIMIC-Index | 70 |
| 5. | Anwendung eines Gesundheitmessinstrumentes bei Nieren- und Lebertransplantationen | 76 |
| 5.1. | Nutzwertanalyse für Nieren- und Lebertransplantationen | 76 |
| 5.2. | Bisherige Studien und Ergebnisse bei der Messung der Lebensqualität von Transplantationspatienten | 77 |
| 5.3. | Eine empirische Studie zur Bewertung der Lebensqualität bei Leber- und Nierentransplantationen | 78 |
| 5.4. | Erste Ergebnisse der Studie | 78 |
| 6. | Zusammenfassung der Ergebnisse | 81 |
| Anhang | VIII | |
| Literaturverzeichnis | XXXVII |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832402785
Arbeit zitieren:
Rubant, Gerald August 1994: Definition und Messung von "Gesundheit", Hamburg: Diplomica Verlag
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