De-Internationalisierung
State of the Art der Literatur und empirische Evidenz anhand dreier Kurzfallstudien aus der Online-Banking Industrie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jérôme Cochet
- Abgabedatum: April 2003
- Umfang: 161 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 1,9
- Institution / Hochschule: E.A.P. - Europäische Wirtschaftshochschule Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6976-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6976-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6976-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Cochet, Jérôme April 2003: De-Internationalisierung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internationales Management, Desinvestition, Market Exit, Strategisches Management, Internationalisierung
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Diplomarbeit von Jérôme Cochet
Zusammenfassung:
Das Ziel dieser Arbeit besteht in der Erkenntnisgewinnung von Einflussfaktoren, welche auf De-Internationalisierungsentscheidungen in der deutschen Online-Banking Industrie wirken.
Eine Literatursichtung wird vorgenommen, um bereits identifizierte Einflussfaktoren zu kategorisieren. Diese werden unterteilt in Faktoren, die aus theoretischen Überlegungen hervorgehen und in Faktoren, die das Ergebnis empirischer Arbeiten bilden. Anschließend werden diese in vier Hauptgruppen unterteilt: ökonomisch/ finanzielle Überlegungen, Industrieökonomischen Überlegungen, Ansätze zum Strategischen Management sowie zum Internationalen Management.
Anhand von drei qualitativen Kurzfallstudien aus der deutschen Online-Banking Industrie wird die Relevanz von folgenden bereits in der Literatur identifizierten Einflussfaktoren auf De-Internationalisierungsentscheidungen, nämlich die Finanz- und Ertragslage der Muttergesellschaft, das Marktumfeld im Auslandsmarkt sowie das Ausmaß der strategischen Planung der Expansion überprüft. Des Weiteren werden Variablen zur Operationalisierung definiert. In einem Checklistenverfahren werden alle weiteren Motive registriert.
Die Studie hat einen explorativen Charakter. Es werden keine Kausalzusammenhänge in Form von Hypothesen getestet. Ein Einfluss der gefundenen Faktoren auf De-Internationalisierungsentscheidungen kann daher nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden. Es lässt sich allerdings feststellen, dass durch eine Häufung des Auftretens bestimmter Faktoren über die drei Fallstudien hinweg darauf geschlossen werden kann, dass diese einen Einfluss gehabt haben könnten.
Die Analyse zeigt, dass besonders die Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaft, die Rentabilität der Muttergesellschaft, das Marktwachstum, die Preisstruktur und die Rentabilität im Markt Einfluss auf De-Internationalisierungsentscheidungen gehabt haben könnten. Darüber hinaus könnten auch die Wahl der Markteintrittsform und des Markteintrittszeitpunktes sowie ein Wechsel des Top-Managements eine entscheidende Rolle gespielt haben. Ein Einfluss der Finanzlage der Muttergesellschaft sowie des Ausmaßes der zeitlichen Planung der Expansion scheint weniger wahrscheinlich.
Die Ergebnisse dienen aufgrund ihrer Erkenntnisgewinnung als Grundlage für weitere Theoriebildung. Insbesondere die in dieser Arbeit auftretenden Einschränkungen, wie die Fokussierung auf eine bestimmte Branche sollten in einer nächsten Studie umgangen werden.
Inhaltsverzeichnis:
| ABILDUNGSVERZEICHNIS | II | |
| TABELLENVERZEICHNIS | XIII | |
| A. | POSITIONIERUNG DER ARBEIT | 1 |
| 1. | Einleitung | |
| 2. | Ziel der Arbeit | |
| 3. | Kontext der Arbeit im Internationalen Management | 3 |
| B. | THEORETISCHE GRUNDLAGEN | 5 |
| 1. | Einleitung | 5 |
| 2. | Terminologische Grundlagen | 5 |
| 2.1 | Internationalisierung | 5 |
| 2.1.1 | Definition | 5 |
| 2.1.2 | Ausprägungen | 5 |
| 2.2 | De-Internationalisierung | 8 |
| 2.2.1 | Definition | 8 |
| 2.2.2 | Ausprägungen | 9 |
| 2.2.3 | Desinvestition | 11 |
| 3. | Erklärungsansätze zur De-Internationalisierung | 13 |
| 3.1 | Theoretische Erklärungsansätze | 13 |
| 3.1.1 | Ökonomische bzw. finanzwirtschaftliche Ansätze | 14 |
| 3.1.2 | Anätze aus der Industrieökonomik | 15 |
| 3.1.3 | Ansätze aus dem Strategischen Management | 18 |
| 3.1.4 | Ansätze aus dem Internationalen Management | 22 |
| 3.2 | Empirische Perspektive | 26 |
| 3.2.1 | Überblick über die wichtigsten Studien | 27 |
| 3.2.2 | Ökonomische und finanzielle Einflussfaktoren | 29 |
| 3.2.3 | Einflussfaktoren aus dem Marktumfeld | 31 |
| 3.2.4 | Strategische Einflussfaktoren | 32 |
| 3.2.5 | Einflussfaktoren aus dem Internationales Management | 40 |
| 3.3 | Integrative Erklärungsansätze | 43 |
| 3.3.1 | Einleitung | 43 |
| 3.3.2 | Das De-Internationalisierungsmodell von Benito/ Welch (1997) | 43 |
| 3.3.3 | Das Modell von Turcan (2003) | 46 |
| 4. | Zusammenfassung | 47 |
| C. | ETHODIK UND AUFBAU DER FORSCHUNG | 49 |
| 1. | Methodik der Forschung | 49 |
| 1.1 | Forschungsfragen | 49 |
| 1.2 | Forschungsrahmen | 50 |
| 1.3 | Forschungs- Charakteristika | 50 |
| 1.3.1 | Explorativer Ansatz | 50 |
| 1.3.2 | Qualitativ | 50 |
| 1.3.3 | Induktiv | 50 |
| 2. | Aufbau der Forschung | 51 |
| 2.1 | Fallstudien Ansatz | 51 |
| 2.1.1 | Hypothesen | 52 |
| 2.1.2 | Untersuchungseinheit | 54 |
| 2.1.3 | Operationalisierung der Hypothesen | 54 |
| 2.1.4 | Interpretationskriterien der Ergebnisse | 60 |
| 2.2 | Fallstudien Design | 61 |
| 2.2.1 | Mehrere Fallstudien | 61 |
| 2.2.2 | Holistische Stuktur | 61 |
| 2.3 | Untersuchte Branche | 62 |
| 2.4 | Fallstudienauswahl | 62 |
| 2.5 | Datenbeschaffung | 63 |
| D. | FALLSTUDIEN | 65 |
| 1. | Struktur der Fallstudien | 65 |
| 2. | Consors Discount-Broker AG | 66 |
| 2.1 | Unternehmensgeschichte und Eckdaten | 66 |
| 2.2 | Internationalisierung | 67 |
| 2.2.1 | Marktpräsenz-, Markteintritts- und Timingstrategien | 67 |
| 2.2.2 | Marktselektionsstrategie | 70 |
| 2.3 | Erscheinungsform der De-Internationalisierung | 70 |
| 2.4 | Einflussfaktoren auf die De-Internationalisierung von Consors | 72 |
| 2.4.1 | Finanz- und Ertragslage der Consors Gruppe im Zeitablauf | 72 |
| 2.4.2 | Consors Schweiz | 75 |
| 2.4.3 | Consors Italien | 77 |
| 2.4.4 | Überprüfung weiterer Einflussfaktoren auf De-Internationalisierungsentscheidungen bei Consors | 79 |
| 2.4.5 | Vergleich zu anderen Einheiten | 80 |
| 2.5 | Fazit | 80 |
| 3. | Comdirect Bank AG | 82 |
| 3.1 | Unternehmensgeschichte und Eckdaten | 82 |
| 3.2 | Internationalisierung | 83 |
| 3.2.1 | Markpräsenz-, Markteintritts- und Timingstrategien | 83 |
| 3.2.2 | Marktselektionsstrategie | 84 |
| 3.3 | Erscheinungsform der De-Internationalisierung | 85 |
| 3.4 | Einflussfaktoren auf die De-Internationalisierung von Comdirect | 86 |
| 3.4.1 | Finanz- und Ertragslage der Comdirect Gruppe im Zeitablauf | 86 |
| 3.4.2 | Comdirect Frankreich | 88 |
| 3.4.3 | Comdirect Italien | 90 |
| 3.4.4 | Überprüfung weiterer Einflussfaktoren auf De-Internationalisierungsentscheidungen bei Comdirect | 92 |
| 3.4.5 | Vergleich zu anderen Einheiten | 93 |
| 3.5 | Fazit | 93 |
| 4. | Direkt Anlage Bank AG | 95 |
| 4.1 | Unternehmensgeschichte und Eckdaten | 95 |
| 4.2 | Internationalisierung | 96 |
| 4.2.1 | Marktpräsenz-, Markteintritts- und Timingstrategie | 96 |
| 4.2.2 | Marktselektionsstrategie | 97 |
| 4.3 | Erscheinungsform der De-Internationalisierung | 98 |
| 4.4 | Einflussfaktoren auf die De-Internationalisierung der DAB Bank | 99 |
| 4.4.1 | Finanz- und Ertragslage der DAB Bank Gruppe im Zeitablauf | 99 |
| 4.4.2 | DAB Bank Italien | 101 |
| 4.4.3 | Rückzug aus Auslandsmärkten Frankreich, Spanien, Großbritannien über Verkauf von Self Trade | 102 |
| 4.4.4 | DAB Bank Schweiz | 103 |
| 4.4.5 | Überprüfung weiterer Einflussfaktoren auf De-Internationalisierungsentscheidungen bei DAB Bank | 104 |
| 4.4.6 | Vergleich zu anderen Einheiten | 106 |
| 4.5 | Fazit | 106 |
| 5. | Fallübergreifende Analyse | 107 |
| 5.1 | Erscheinungsform der De-Internationalisierung | 107 |
| 5.2 | Analyse von Hypothese 1 | 107 |
| 5.3 | Analyse von Hypothese 2 | 108 |
| 5.4 | Analyse von Hypothese 3 | 108 |
| 5.5 | Analyse weiterer Einflussfaktoren | 109 |
| E. | ABSCHLUSSBETRACHTUNG | 111 |
| 1. | Grenzen der Arbeit und Ausblick auf weitere Forschung | 111 |
| 2. | Erkenntniswert für Manager | 112 |
| 3. | Schlussfolgerung | 113 |
| ANHANG | 116 | |
| QUELLEN | 132 |
Die Geschäftsentwicklungen in Frankreich und Spanien, sind nicht mit denen auf dem schweizerischen und italienischen Markt zu vergleichen. Consors France hält mit mehr als 30.000 Kunden in einem starken Konkurrenzumfeld Platz vier unter den französischen Online-Brokern. Das Depot- und Einlagevolumen verringert sich zwar in 2001, dennoch kann Consors France bis Ende 2003 die Rentabilität erreichen228. Zudem werden die Aktivitäten von Consors France mit denen von Cortal zusammengelegt229. Auch die Geschäftsentwicklung bei Consors Espana lässt auf die Erzielung des Break Even zum Ende des Jahres 2003 schließen230. Diese Entwicklung macht den Hintergrund deutlich, warum sich Consors zur Beendigung der Aktivitäten in der Schweiz und in Italien entschieden haben könnte . [...]
Die Entscheidung zum Rückzug aus der Schweiz wurde vom neuen Management der CortalConsors Gruppe getroffen. Diesem steht neben Karl Matthäus Schmidt, Olivier Legrand als CEO vor. Dies würde die These von Drummond (1995) stützen, dass Manager, die nicht für die Expansion verantwortlich zeichnen, sich eher zu einer Beendigung des Engagements durchringen. Allerdings hatte, nach den Aussagen von Dr. Klaever, die persönliche Verbundenheit von Managern von Consors und Consors Schweiz keinen Einfluss auf das Festhalten am Engagement. Im Rahmen der Neubewertung der internationalen Beteiligungen, wurde auch vor dem Wechsel des Hauptaktionärs über den Verkauf der schweizerischen Aktivitäten nachgedacht 218. 2.4.3 2.4.3.1 Consors Italien Entwicklung des Geschäftes [...]
Die in 1999 gegründete Tochtergesellschaft von Consors kann anfangs ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen. So liegt die Zahl der Kunden in 2000 bei 6.800 und bereits in 2001 bei fast 11.000. Im Jahr 2001 nimmt Consors Schweiz Platz drei unter den Schweizer Online-Banken ein. Das Depot- und Ertragsvolumen kann in 2001 gegenüber dem Vorjahr um 36,8% auf €234 Mio. gesteigert werden. Die Mitarbeiterzahl beläuft sich in 2001 auf 40210. Consors gibt in seinem Jahresbericht 2001 allerdings an, dass die kritische Masse zum Erreichen des Break-Even nach wie vor nicht erreicht sei211. 2.4.2.2 2.4.2.2.1 Gründe für die erfolgte De-Internationalisierung Marktumfeld im Auslandsmarkt [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832469764
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Internationales Management, Desinvestition, Market Exit, Strategisches Management, Internationalisierung



