Darstellung der kapitalmarkttheoretischen Effizienzsteigerung des Eigenportfolios (Depot A) auf der Grundlage einer Analyse regulatorischer und inhaltlicher Anforderungen an ein innovatives Hedge-Fund-Produktdesign für Sparkassen und Volksbanken
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Winker
- Abgabedatum: Juli 2001
- Umfang: 88 Seiten
- Dateigröße: 859,2 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Berufsakademie Sachsen, Staatliche Studienakademie Dresden Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4728-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4728-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4728-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Winker, Michael Juli 2001: Darstellung der kapitalmarkttheoretischen Effizienzsteigerung des Eigenportfolios (Depot A) auf der Grundlage einer Analyse regulatorischer und inhaltlicher Anforderungen an ein innovatives Hedge-Fund-Produktdesign für Sparkassen und Volksbanken, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Hedge Fonds, Kapitalmarkt, Asset Allocation, Alternative Investments, Portfoliotheorie
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Diplomarbeit von Michael Winker
Einleitung:
Die Arbeit thematisiert die Fragestellung, warum die unabdingbaren Vorteile, die sich durch die Implementierung alternativer Investments in traditionellen Portfolio-Allokationen ergeben, in Deutschland noch nicht adäquat verarbeitet werden. Speziell die legislativen Vorgaben in Form zahlreicher Gesetze der Finanzbranche, die es der aufstrebenden Hedge Fund Industrie nach wie vor schwer machen, werden ausführlich untersucht.
Daneben finden sich die finanzwissenschaftlichen Erkenntnisse der Kapitalmarkttheorie in einer detaillierten Erläuterung wieder. Gezielt werden in der Arbeit die besonderen Spezifikationen alternativer Investments hinsichtlich der statistischen Eigenschaften herausgearbeitet sowie die verschiedenen Arten, Merkmale, Stile und Besonderheiten der Analyse von Hedge Funds weitgehend dargestellt.
Im Zusammenhang mit einer Umfrage unter Sparkassen und Volksbanken werden die gewonnenen rechtlichen und gestaltungstechnischen Ergebnisse in zukunftsorientierten Handlungsstrategien miteinander verbunden. Diese Empfehlungen beziehen sich auf der einen Seite auf die Problematik der Einführung innovativer neuer Produkte in das Eigendepot der Kreditinstitute und auf der anderen Seite auf die Berechnung optimaler Rendite-Risiko-Strukturen mit der Diversifikation durch spezielle Hedge Fund Strategien.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Begriffsverständnis des Titels | 1 |
| 1.2 | Problemstellung in den Kreditinstituten | 2 |
| 1.3 | Zweck und Methodik einer Analyse mittels Fragebogen | 2 |
| 2. | Grundlagen alternativer Investments | 3 |
| 2.1 | Klassifizierung nicht-traditioneller Assets | 4 |
| 2.2 | Grad der Effizienz von Kapitalmärkten | 5 |
| 2.3 | Kapitalmarkttheorie als Basis effizienter Investitionsentscheidungen | 6 |
| 2.3.1 | Die Risiko-Ertrags-Indifferenzfunktion | 6 |
| 2.3.2 | Diversifikation als Haupterkenntnis der Portfolio Selection Theory | 8 |
| 2.3.2.1 | Statistische Berechnungen der Theorie | 8 |
| 2.3.2.2 | Interpretation der Erkenntnisse | 10 |
| 2.3.3 | Kritische Würdigung Kapitalmarkttheorie | 11 |
| 2.4 | Der klassische Asset Allocation Approach | 11 |
| 2.5 | Wirtschaftliche Vorteile durch Diversifikation | 13 |
| 3. | Inhaltliche Anforderungen an alternative Investments | 13 |
| 3.1 | Differenzierung nach dem Investitionsstil | 13 |
| 3.1.1 | Long-/Short-Equity | 14 |
| 3.1.2 | Global-Macro | 15 |
| 3.1.3 | Event-Driven | 16 |
| 3.1.4 | Market-Neutral / Relative-Value | 17 |
| 3.1.5 | Commodity Trading Advisers | 19 |
| 3.2 | Fund-of-Fund als risikominderndes Konzept | 20 |
| 3.3 | Gängige Indices auf dem Hedge Fund Markt | 21 |
| 3.4 | Rahmenbedingungen für Engagements in alternativen Investments | 22 |
| 3.4.1 | Geschlossene Investmentgesellschaften | 22 |
| 3.4.2 | Beteiligungs-Aktiengesellschaften | 23 |
| 3.4.3 | Offshore-Funds | 23 |
| 3.5 | Besonderheiten der Analyse für alle Formen alternativer Investments | 24 |
| 3.5.1 | Quantitative Analyse speziell von Hedge Funds | 24 |
| 3.5.1.1 | Performance | 25 |
| 3.5.1.2 | Return | 25 |
| 3.5.1.3 | Deviation | 25 |
| 3.5.1.4 | Maximum Drawdown | 26 |
| 3.5.1.5 | Effizienz | 26 |
| 3.5.1.6 | Konsistenz | 27 |
| 3.5.1.7 | Korrelation und Beta | 27 |
| 3.5.2 | Qualitative Analyse speziell von Hedge Funds | 29 |
| 3.5.2.1 | Analyse von Manager und Team | 30 |
| 3.5.2.2 | Bewertung der Strategie | 30 |
| 3.5.2.3 | Untersuchung der Quellen der Performance | 31 |
| 3.5.2.4 | Betrachtung des Emissionsprospekts | 32 |
| 3.6 | Risiken bei der Anlage in alternativen Investments | 32 |
| 3.6.1 | Garantieprodukte als Instrument mit verringertem Risiko | 33 |
| 4. | Regulatorische Anforderungen für den Einsatz von Hedge Funds in Deutschland | 35 |
| 4.1 | Das Kreditwesengesetz als Leitwerk der Finanzbranche | 36 |
| 4.1.1 | Begrenzungen hinsichtlich der Groß- und Millionenkreditverordnung | 38 |
| 4.1.2 | Regelungen der Grundsätze I und II über Risikoaktiva und Liquidität | 38 |
| 4.2 | Die Mindestanforderungen an das Betreiben von Handelsgeschäften | 40 |
| 4.2.1 | Spezielle Institutsumsetzungen der Anforderungen | 43 |
| 4.3 | Regelungen in Volksbanken - Genossenschaftsgesetz und BVR-Richtlinien | 44 |
| 4.4 | Regelungen in Sparkassen - Sparkassengesetze und Verordnungen der Länder | 44 |
| 4.4.1 | Satzung einer Sparkasse | 45 |
| 4.5 | Anforderungen an Hedge Funds nach dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften | 45 |
| 4.5.1 | Erweiterte Anforderungen durch das Auslandsinvestmentgesetz | 47 |
| 4.6 | Fazit und kritische Betrachtung deutscher Gesetzgebung | 47 |
| 5. | Entwicklung von Umsetzungsstrategien zur Effizienzsteigerung | 47 |
| 5.1 | Optimale Allokationen aus traditionellen und alternativen Portfolios | 48 |
| 5.1.1 | Allokation aus DAX und Short-Selling | 50 |
| 5.1.2 | Allokation aus REXP und Relative Value Arbitrage | 51 |
| 5.1.3 | Allokation aus einem Referenzportfolio und Hedge Fund-of-Fund | 53 |
| 5.1.3.1 | Implementierung einer Kapitalgarantie | 57 |
| 5.2 | Auswertung der Umfrageergebnisse und Ableitung globaler Kernaussagen | 58 |
| 5.2.1 | Kostenaufwand bei Produkteinführungen | 62 |
| 5.2.2 | Entwicklung konkreter Arbeitsanweisungen zum Einsatz alternativer Investments | 64 |
| 5.2.2.1 | Optimale Hedge Fund Strategien | 64 |
| 5.2.2.2 | Konzept eines Produkteinführungsprozesses | 65 |
| 5.3 | Fazit und Verifizierung der Eingangsthesen | 66 |
| 5.4 | Kritische Würdigung der Ergebnisse | 66 |
| Anhang | I | |
| Anlage 1: Fragebogen | II | |
| Anlage 2: Produkteinführungskonzept | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Quellenverzeichnis | VII | |
| Fachliteratur | VII | |
| Rechtsliteratur | IX | |
| Internetquellen | X |
Andere Quellen sprechen in diesem Zusammenhang von der Untersuchung der „4 P’s“ People, Process, Performance und Partnership Details.30 Einer der größten Vermögensverwalter der Welt, JP Morgan Chase, hat unter anderem folgende Warnzeichen bei einer qualitativen Due Diligence für sich definiert: Ertagsausreißer Mitarbeiterfluktuation Wechsel der Kontraktpartner Übermäßige Mittelzuflüsse oder signifikante Mittelabflüsse Erreichen von Kapazitätsgrenzen 3.5.2.1 Analyse von Manager und Team Da der Erfolg von Hedge Funds mehr als in jeder anderen Anlage von den Fähigkeiten des Managers abhängt, ist die Analyse besonders wichtig. Grundsätzlich ist erst einmal der akademische und der berufliche Werdegang zu beleuchten. Jedoch ist es oft so, dass tatsächliche Handelserfahrungen nicht an der Universität, sondern eher in der täglichen Erfahrung am Arbeitsplatz gesammelt werden. Ein wichtiger Aspekt ist die Beleuchtung der Eigengeschäfte: Wieviel Geld das Fondmanagers sind im eigenen Fonds investiert? Wurden Gelder in andere Fonds angelegt – möglicherweise um einen reibungslosen Informationsaustausch zu gewährleisten? Sind Direktinvestments in Wertpapiere vorgenommen wurden, mit denen ein Interessenkonflikt zu Fondsvermögen geschaffen werden könnte? Auch die Mitarbeiter sollten über angemessene Gehälter und eine positive Arbeitszufriedenheit motiviert hinter dem Produkt stehen. Je mehr ein Fonds wächst, desto mehr organisatorische Fähigkeiten muss ein Manager aufweisen. Es ist daher zu analysieren, ob die Performance möglicherweise mit wachsendem Fondsvolumen abnimmt. Letztendlich sollten die Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern des Fund-Managers überprüft werden. 3.5.2.2 Bewertung der Strategie Die Strategie muss klar und verständlich definiert sein. Der Manager sollte sie mit einer konsequent verfolgten Philosophie unterlegen. Wichtig ist jedoch zu überprüfen, ob sich die Strategie auch tatsächlich an den Positionen und Transaktionen des Portfolios erkennen lässt. Weiterhin muss analysiert werden, wie stark die Strategie von allgemeinen Markttrends abhängig ist. Nur daraus lässt sich ableiten, ob der Erfolg auch wirklich auf den qualitativen Entscheidungen des Managers beruht. [...]
In der erweiterten Form des Sortino-Ratios wird als Risikoeinheit nicht die Standardabweichung, sondern die Downside Deviation zugrunde gelegt. Ebenso wird im Zähler anstatt des risikolosen Marktzinses entweder eine Nullrendite oder ein Mittelwert vorangestellt. Bei der Berechnung des Gain-/Loss-Ratios (Profit-Faktor) zur Quantifizierung der Effizienz wird das Verhältnis der Anzahl positiver zu negativer Monatsrenditen mit dem Verhältnis der durchschnittlichen Beträge der positiven und negativen Renditen multipliziert. Das Average-Growth-to-Drawdown-Ratio (Calmer-Ratio) gibt das Verhältnis aus maximaler Rendite und durchschnittlichem Drawdown an. 3.5.1.6 Konsistenz Eine Basisanalyse zur Betrachtung der Konsistenz ist die Ermittlung der Häufigkeit der positiven und der negativen Monatsergebnisse. Allein genommen ist diese Analyse jedoch sehr aussagelos, da bestimmte Stile sehr viele geringe Monatsüberschüsse erwirtschaften (Market-Neutral Style) und andere Stile sehr wenige dafür aber deutlich höhere Monatüberschüsse generieren (CTA’s). Die Höhe der Gesamtrendite lässt sich daraus nicht ableiten. Diese Analyse macht weniger Sinn beim Vergleich verschiedener Stilrichtungen, sondern eher bei der Untersuchung verschiedener Zeiträume. Bei der optischen Snail-Trail-Analyse werden die relative Rendite und die relative Volatilität eines Funds zu seinem Vergleichsindex in ein Diagramm abgetragen. Liegt die Mehrheit der Datenpunkte in dem Quadraten unterhalb der Marktvolatilität und oberhalb der Marktrendite, kann man von einem konstant effektiven Managerverhalten ausgehen. Verbindet man die Datenpunkte noch, so lässt sich daraus zusätzlich eine zeitliche Entwicklung der Managerfähigkeiten ableiten. Zum Beispiel könnte man sehen, dass eine Verringerung der Überschussrendite auch von einer Verringerung des relativen Risikos begleitet wurde. 3.5.1.7 Korrelation und Beta Ziel ist es, durch die Ergänzung eines traditionellen Portfolios mit einem sehr gering korrelierenden Portfolio alternativer Investments eine deutliche Steigerung der Effizienz des Gesamtportfolios zu erreichen. Im Gegensatz zum Einsatz von Optionen und Futures als Portfolio-Insurance zur Absicherung bestimmter zuvor erreichter Niveaus ist der Einsatz von Hedge Funds nicht als Risikoprämie, sondern wie beschrieben als Generator absoluter Rendite zu verstehen. Insofern trifft die Bezeichnung eines perfekten „Hedges“ eher beim Einsatz von Derivaten zu, es sei denn, es liegt exakt eine Korrelation von –1 zwischen dem alternativen und dem traditionellen Teil des Portfolios vor. Somit wird der Hedge Fund aber nicht als Kostenfaktor, sondern als eigenständiges Investment betrachtet. Der wirkliche risikomindernde Diversifikationseffekt entsteht bei einer Korrelation nahe 0. Statistisch gesehen misst der Korrelationskoeffizient die Stärke des Zusammenhangs zweier Renditezeitreihen und kann dabei einen relativen und damit vergleichbaren Wert zwischen –1 und 1 [...]
68,27 % und die Wahrscheinlichkeit, dass sich zukünftige Renditen nicht mehr als zwei Standardabweichungen vom Mittelwert entfernen, beträgt 95,45 %. Die Berechnung des Mittelwertes erfolgt über: µ = 1/n Σ [ rt ] Eine Korrektur bei besondern wenigen Messwerten wird über die Verringerung des Nenners um 1 erreicht. Die Standardabweichung berechnet sich danach wie folgt: σ = [1 / (n-1) Σ ( rt – µ )²] Zur Vergleichbarkeit verschiedener Daten wird in der Regel eine Annualisierung der Volatilität vorgenommen. Beispielsweise werden Tagesvolatilitäten mit dem Faktor 250 multipliziert, um auf die Jahresvolatilität zu kommen (Unterstellung von 250 Handelstagen). Um jedoch dem Problem der nicht gewollten Aussage einer hohen Volatilität aufgrund häufiger positiver Abweichungen vom Mittelwert nach oben adäquat zu begegnen, wird die Downside Deviation oder die Semi-Deviation, also nur die Abweichung vom Mittelwert nach unten, berechnet. Natürlich kann als Basis anstatt des Mittelwertes auch der risikolose Marktzins, die erwartete Marktrendite oder eine Rendite von 0 % zugrunde gelegt werden. 3.5.1.4 Maximum Drawdown Bei der Berechnung des Drawdowns wird der maximal erreichte Verlust innerhalb einer Periode bezüglich des zuvor erreichten Tops ermittelt. Zusätzlich lässt sich ableiten, wie lange dieser Verlust anhielt und in welchem Zeitraum der alte Höchststand wieder erreicht wurde (Recovery-Zeitraum). Daneben kann man aus verschiedenen historischen Drawdowns und deren Ableitungen Durchschnitte bilden, die erkennen lassen, ob sich ein größerer Wert als Ausrutscher oder als tatsächliches Standardrisiko eines Funds herausstellt. 3.5.1.5 Effizienz Die bekannteste Form der Effizienzanalyse der Performance eines Anlageobjektes, also die Kombination von Rendite und Risiko, ist das Sharpe-Ratio. Es gibt die über dem risikolosen Zins erwirtschaftete Überschussrendite pro Risikoeinheit an: Sharpe-Ratio = ( rp – rm ) /σp [...]
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Arbeit zitieren:
Winker, Michael Juli 2001: Darstellung der kapitalmarkttheoretischen Effizienzsteigerung des Eigenportfolios (Depot A) auf der Grundlage einer Analyse regulatorischer und inhaltlicher Anforderungen an ein innovatives Hedge-Fund-Produktdesign für Sparkassen und Volksbanken, Hamburg: Diplomica Verlag
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