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Darstellung der ertragsteuerlichen Behandlung einer KG a. A. mit einer Komplementär-GmbH bzw. einer Komplementär-GmbH & Co.KG

Unter besonderer Berücksichtigung eines an der Komplementär-GmbH bzw. Komplementär-GmbH & Co. KG beteiligten Gesellschafters

Darstellung der ertragsteuerlichen Behandlung einer KG a. A. mit einer Komplementär-GmbH bzw. einer Komplementär-GmbH & Co.KG
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Oliver Milz
  • Abgabedatum: Dezember 1997
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 4,9 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3611-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3611-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3611-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Milz, Oliver Dezember 1997: Darstellung der ertragsteuerlichen Behandlung einer KG a. A. mit einer Komplementär-GmbH bzw. einer Komplementär-GmbH & Co.KG, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Börsengang, KGaA, Familienunternehmen, Betriebsaufspaltung, Komplementär-GmbH

Diplomarbeit von Oliver Milz

Einleitung:

In der jüngsten Vergangenheit gab es in Deutschland zahlreiche Börsengänge namhafter Unternehmen. Gleichzeitig haben viele Konzerne Kapitalerhöhungen durchgeführt. Diese Maßnahmen belegen die ständig steigende Kapitalintensität, die sich Unternehmen sowohl bei der Bestandssicherung als auch bei Expansionsvorhaben ausgesetzt sehen. Eine gute Eigenkapitalausstattung ist besonders bei Investitionen wichtig, die zwar einen hohen Gewinn versprechen, auf der anderen Seite aber auch mit einem erheblichen Risiko behaftet sind. Unternehmen, die nur eine geringe Eigenkapitalausstattung vorweisen, verzichten in der Regel auf derartige Investitionen, um für den Fall eines Mißerfolges nicht ihre Existenz zu bedrohen. Diese Zurückhaltung bedeutet längerfristig eine Verschlechterung der Wettbewerbsposition.

Der Wirtschaftsstandort Deutschland verdankt seine (noch) relativ starke Stellung in Europa u.a. den mittelständischen Unternehmen. Diese leisten auch für die Sicherung der Beschäftigung einen wichtigen Beitrag. Die Beschäftigungssicherung und erst recht deren Ausweitung erfordern eine gute Eigenkapitalausstattung. Problematisch erscheint daher, daß die Eigenkapitalquoten deutscher, mittelständischer Unternehmen, deren Umsatzerlöse zwischen 25 und 100 Mio. DM betragen, mit durchschnittlich 16 % im internationalen Vergleich, äußerst niedrig sind. Gleichzeitig ist festzustellen, daß mittelständische Unternehmer häufig den Zugang zum Kapitalmarkt ablehnen, weil sie einen Verlust der Einflußnahme befürchten.

Vor diesem Hintergrund stellt die KGAA gerade für mittelständische Unternehmen eine Möglichkeit dar, durch Ausgabe von Aktien am Kapitalmarkt zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen und gleichzeitig die Führung der Gesellschaft in den bisherigen Händen zu behalten. Der bei der KGAA bisher bestehende Nachteil einer unbeschränkten Haftung mit dem persönlichen Vermögen kann jetzt nach dem BGH-Beschluß vom 24.02.1997 durch die Einschaltung einer Komplementär-GmbH bzw. einer Komplementär-GmbH & Co. KG, deren Gesellschafter die bisherigen Inhaber sein können, begegnet werden.

Bei der Wahl der Unternehmensform dürfen jedoch nicht einzelne Spezialprobleme in den Vordergrund geschoben werden, sondern möglichst viele Aspekte müssen in die Überlegungen einbezogen werden. Einer dieser Gesichtspunkte ist die ertragsteuerliche Behandlung.

Ziel dieser Untersuchung ist es, die ertragsteuerliche Behandlung einer KGAA mit einer Komplementär-GmbH bzw. einer Komplementär-GmbH & Co. KG darzustellen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Erörterung von Fragestellungen, die sich ergeben, wenn ein Gesellschafter der Komplementär-GmbH bzw. der Komplementär-GmbH & Co. KG der KGAA Grundbesitz überläßt. Da diese Probleme in der Regel weder gesetzlich geregelt sind noch in der Rechtsprechung direkt behandelt wurden, werden hierzu Lösungsvorschläge erarbeitet.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit beginnt mit einer Übersicht über die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen der KGAA. Dabei erfolgt eine Konzentration auf die Grundlagen, die im weiteren Verlauf der Arbeit zum Verständnis relevant sind. Die ertragsteuerliche Darstellung besteht aus vier Teilen. Im ersten Teil wird die Ertragsbesteuerung auf Gesellschaftsebene, d.h. auf der Ebene der KGAA vorgestellt. Die beiden folgenden Kapitel beinhalten die ertragsteuerliche Behandlung der Komplementär-GmbH und der Komplementär-GmbH & Co« KG. Der vierte Abschnitt hat die Ertragsbesteuerung der Kommanditaktionäre zum Inhalt. In jedem dieser vier Bereiche werden die Körperschaftsteuer und die Gewerbeertragsteuer thematisiert. Dabei wird im Sinne einer Ceteris-paribus-Methode der Spezialaspekt der Oberlassung eines Grundstücks in diesen vier Kapiteln nicht behandelt. Die Erörterung dieses Problems erfolgt vielmehr im Anschluß in einem separaten Kapitel, welches gleichzeitig den Abschluß der Arbeit markiert. Auf umwandlungssteuerliche Fragestellungen kann wegen des begrenzten Umfangs nicht eingegangen werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis v
Abbildungsverzeichnis vi
1. Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung 1
2. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen 3
2.1 Gesellschaftsrechtliche Einordnung der KGAA 3
2.2 Die Gesellschafter der KGAA 4
2.3 Gesellschaftsrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten der KGAA 7
2.4 Darstellung des BGH-Beschlusses vom 24.2.1997 10
3. Ertragsbesteuerung der KGAA 14
3.1 Körperschaftsteuer 14
3.1.1 Grundsätzliche körperschaftsteuerliche Behandlung 14
3.1.2 Steuerpflicht und Bemessungsgrundlage 15
3.1.3 Ermittlung des zu versteuernden Einkommens 16
3.1.3.1 Betriebsausgaben 16
3.1.3.2 Abziehbare Aufwendungen 16
3.1.3.2.1 Grundsätzliche Überlegungen 16
3.1.3.2.2 Gewinnanteil des persönlich haftenden Gesellschafters 17
3.1.3.2.3 Vergütungen für die Geschäftsführung 18
3.1.3.2.4 Vergütungen für die Überlassung von Wirtschaftsgütern oder für die Gewährung von Darlehen 19
3.1.4 Verdeckte Gewinnausschüttungen 21
3.1.4.1 Grundsätzliche Überlegungen 21
3.1.4.2 Verdeckte Gewinnausschüttungen an Kommanditaktionäre 21
3.1.4.3 Verdeckte Gewinnausschüttungen an persönlich haftende Gesellschafter 22
3.2 Gewerbeertragsteuer 25
3.2.1 Steuerpflicht und Besteuerungsgrundlage 25
3.2.2 Hinzurechnungen 26
3.2.2.1 Notwendigkeit und Zulässigkeit der Hinzurechnungen 26
3.2.2.2 Umfang der Hinzurechnungen 28
4. Ertragsbesteuerung der Komplementär-GmbH und deren Gesellschafter 31
4.1 Gesellschaftsebene 31
4.1.1 Körperschaftsteuer 31
4.1.1.1 Steuer- und Buchführungspflicht der Komplementär-GmbH 31
4.1.1.2 Behandlung von Gewinnanteilen 32
4.1.1.3 Vergütungen für die Geschäftsführung 32
4.1.1.4 Verdeckte Gewinnausschüttungen 35
4.1.2 Gewerbeertragsteuer 37
4.2 Gesellschafterebene 38
5. Ertragsbesteuerung der Komplementär-GmbH & Co. KG und deren Gesellschafter 40
5.1 Einkommensteuer 40
5.1.1 Buchführungs- und Steuerpflicht 40
5.1.2 Steuerliche Gewinnermittlung 42
5.1.3 Behandlung der Einkünfte der Gesellschafter der Komplementär-GmbH & Co. KG 43
5.1.4 Anwendung der Tarifbegrenzung des § 32c ESTG auf die Gesellschafter der Komplementär-GmbH & Co. KG 45
5.1.5 Behandlung von Gewinnanteilen 47
5.1.5.1 Einlagen außerhalb des Grundkapitals 47
5.1.5.2 Einlagen auf das Grundkapital 47
5.1.6 Behandlung von Vergütungen 49
5.1.7 Verdeckte Gewinnausschüttungen 51
5.2 Gewerbeertragsteuer 51
5.2.1 Steuerpflicht 51
5.2.2 Hinzurechnungen und Kürzungen 53
6. Ertragsteuerliche Behandlung der Kommanditaktionäre 53
7. Bilanzsteuerliche Behandlung von Grundstücken eines an der Komplementär-GmbH bzw. Komplementär-GmbH & Co. KG beteiligten Gesellschafters 55
7.1 Theoretische Fundierung 55
7.1.1 Die Zuordnung von Grundstücken zum Betriebs- oder Privatvermögen 55
7.1.2 Der Begriff des Sonderbetriebsvermögens 57
7.1.3 Der Begriff der Betriebsaufspaltung 59
7.2 Bilanzsteuerliche Besonderheiten bei einer GmbH KGAA 63
7.2.1 Problemstellung 63
7.2.2 Die Übertragbarkeit der Grundsätze zur Bilanzierungskonkurrenz 63
7.2.3 Die unmittelbare Nutzungsüberlassung eines Grundstücks 65
7.2.4 Die mittelbare Nutzungsüberlassung eines Grundstücks 66
7.3 Besonderheiten bei einer GmbH & Co. KGAA 68
7.3.1 Problemstellung 68
7.3.2 Die Übertragbarkeit der Grundsätze zur Bilanzierungskonkurrenz 69
7.3.3 Die unmittelbare Nutzungsüberlassung eines Grundstücks 71
7.3.4 Die mittelbare Nutzungsüberlassung eines Grundstücks 74
8. Schlußbetrachtung 79
Literaturverzeichnis 82
Urteilsverzeichnis 89
Anhang 1-11

Arbeit zitieren:
Milz, Oliver Dezember 1997: Darstellung der ertragsteuerlichen Behandlung einer KG a. A. mit einer Komplementär-GmbH bzw. einer Komplementär-GmbH & Co.KG, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Börsengang, KGaA, Familienunternehmen, Betriebsaufspaltung, Komplementär-GmbH

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