Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Darstellung der Europäischen HDTV-Norm und ihren Auswirkungen auf die digitale Werbefilmproduktion

Darstellung der Europäischen HDTV-Norm und ihren Auswirkungen auf die digitale Werbefilmproduktion
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jens Müller-Ali
  • Abgabedatum: Juni 2006
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9710-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9710-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9710-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Müller-Ali, Jens Juni 2006: Darstellung der Europäischen HDTV-Norm und ihren Auswirkungen auf die digitale Werbefilmproduktion, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: High Definition, Fernsehnorm, TV-Norm, Werbung

Diplomarbeit von Jens Müller-Ali

Einleitung:

Mit der Digitalisierung von Tönen und Klängen zu Beginn der 80er-Jahre begann ein neues Zeitalter technischer Entwicklungen. Die von den Firmen Philips und Sony eingeführte Compact Disc (CD) hat sich auf Grund ihrer eindeutigen Vorteile in Klang und Handhabung am Markt etabliert und durchgesetzt. Seit den 90er Jahren durchläuft die Fernsehwelt einen ähnlichen globalen Prozess der grundlegenden Umstrukturierung von analogen zu digitalen Verfahren und Techniken.

Neben den Weiterentwicklungen bei Speicherbausteinen und Prozessoren in der Mikroelektronik tragen effektive Verfahren zur Datenreduktion sowie digitale Codierung und Übertragung wesentlich zum Digitalisierungsprozess bei. Der in den 90er Jahren entwickelte und weltweit anerkannte MPEG-2 Standard reduziert ein SDTV Signal ohne sichtbaren Qualitätsverlust von über 200 Mbit/s auf nur 5 bis 9 Mbit/s. Bedeutende Vorteile digitaler Systeme sind neben Kompatibilität und besserer Handhabbarkeit die daraus folgenden Kostenersparnisse, ohne die eine Etablierung am Markt wirtschaftlich nicht zu bewerkstelligen wäre.

Im Zuge der globalen Digitalisierung der Fernsehwelt ist eine standardisierte Fernsehnorm als Austauschplattform von TV-Inhalten unabdingbar. Die großen TV Nationen USA und Japan haben bereits Erfahrungen mit der neuen Fernsehnorm HDTV (High Definition TeleVision). Europäische Anstrengungen zielen auf eine zügige Einführung hierzulande hin, wobei Deutschland gegenüber anderen europäischen Ländern einen nicht unerheblichen Nachholbedarf hat.

Neben den klassischen Übertragungswegen von Fernsehsignalen via Satellit, Kabel oder Terrestrisch bietet Internet Protocol TV (IPTV) eine weitere Möglichkeit des Broadcasting an und erhöht somit den Wettbewerb der Anbieter untereinander. „In Deutschland plant die Firma T-Online einen zügigen Ausbau von Breitband-DSL-Anschlüssen mit bis zu 50 Mbit/s Übertragungsrate“ , somit können auch HDTV-Übertragungen technisch via IPTV realisiert werden.

Triple Play, die Kombination von Telefonie, Breitband und Unterhaltungsangeboten wie Fernsehen oder Video on Demand wird zum Schlagwort der Telekommunikationsbranche, aber gerade gleichzeitige Übertragungen von Telefonaten, TV-Programmen und Internetdaten erfordern eine erhebliche Bandbreite mit hohem Verlässlichkeitsgrad (Quality of Service) bis zum Endkunden.

Die Farbfernsehnorm PAL (Phase Alternating Line), entwickelt von Walter Bruch, startete in Deutschland im Jahre 1967 und sie existiert heute noch als Standard in vielen Ländern der Welt.

In den 90er Jahren scheiterten europäische Versuche Verfahren wie PALplus oder MAC (Multiplexed Analog Components) als neuen TV-Standard zu plazieren unter anderem an den technischen Grenzen jener Zeit. Die Ursache für den Misserfolg des MAC Verfahrens war zum einen die Verwendung analoger Signale, die dem Verbraucher kein sichtbar besseres Fernsehbild lieferten. Andererseits stand zu Beginn der 90iger Jahre der wirtschaftliche Aufwand in der Displayproduktion in keiner Relation zu den marktkonformen Preisen für TV Endgeräte und war somit am Markt nicht wettbewerbsfähig. Die heutige Situation des Marktes für hochauflösende TV-Displays basiert auf der Optimierung der Produktion zu einem Massenprodukt. Der damit verbundene Kostenvorteil spiegelt sich in der Preisgestaltung der Herstellerfirmen wider.

Das digitale Fernsehen bietet neben neuer Dimensionen in Qualität und Quantität völlig neue Anwendungen, die das klassische Fernsehen ergänzen. Die Möglichkeiten der interaktiven Nutzung geben dem Zuschauer eine bestimmte Form aktiv in das Geschehen einzugreifen. Über einen 'Rückkanal' können Wünsche, Entscheidungen oder Befehle übermittelt werden. Programm-Anbieter erweitern sich mit neuen Diensten, sogenanntes 'Tele-Banking' und 'Tele-Shopping' seien nur beispielhaft erwähnt. Allgemein werden diese Dienste unter dem Oberbegriff 'Service on Demand' zusammengefasst, ein interaktives Informations- und Kommunikationssystem, bei dem der Teilnehmer aus Dienstleistungsangeboten wählt und seine individuellen Bedürfnisse 'on demand' erfüllen lassen kann. Technische Lösungen sind dennoch nur eine Seite der Entwicklung, die Akzeptanz durch den künftigen Nutzer ist ein weiterer wesentlicher Aspekt.

In der Fachzeitschrift W&V (Werben & Verkaufen) veröffentlichte die Medienberatung Goldmedia im Oktober 2005 ihre Studie 'Teleshopping in Deutschland'. Diese sieht durch technische Innovationen wie multimediale Zusatzinformationen und die Bestellmöglichkeit via 'red button' auf der Fernbedienung ein starkes Wachstumspotenzial und schätzt den Umsatz in Deutschland via Teleshopping bis zum Jahr 2010 auf mehr als 1,6 Milliarden Euro. Unterstützung findet diese Studie in der Statistik für Fernsehkonsum in Europa, die für das Jahr 2005 eine tägliche durchschnittliche 'Sehdauer' von 195 Minuten beziffert. Dieser Wert verdeutlicht das Potenzial des TV Marktes, seine Reichweite, Größe und Akzeptanz.

Diese Arbeit gibt einen Überblick der aktuellen Entwicklungen der HDTV-Norm in Europa und liefert Aktuelles aus der TV-Branche, wobei Änderungen sowie Erneuerungen in der digitalen Filmproduktion besondere Berücksichtigung finden. In der öffentlichen Diskussion fällt der Begriff HDTV meistens im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft 2006, die größtenteils in HD produziert wird. HDTV ist jedoch eine langfristige evolutionäre Entwicklung der Fernsehtechnik und wird signifikante Veränderungen der Medienlandschaft in Produktion, Ausstrahlung und Darstellung beim Zuschauer mit sich bringen. Neben technischer Maßnahmen und Aktivitäten wird auch die politische und wirtschaftliche Seite gefordert werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 4
Abkürzungsverzeichnis 6
Abbildungsverzeichnis 8
Tabellenverzeichnis 9
1. Einleitung 10
2. Grundlagen 13
2.1 Begriffsdefinitionen 13
2.1.1 ISO 13
2.1.2 ITU 13
2.1.3 EBU 13
2.1.4 Analog 14
2.1.5 Digital 14
2.1.6 Norm 14
2.1.7 Standard 14
2.2 HDTV-Grundlagen 15
2.2.1 „HD ready“-Logo 16
2.2.2 Hintergründe zu HDTV 17
2.2.3 Internationale HDTV-Entwicklung 19
3. Fernsehtechnik 22
3.1 Zeilenzahl und Betrachtungsabstand 22
3.2 Bildformate 23
3.3 Bildwechselfrequenzen 24
3.4 Formatauflösung 25
3.5 Licht und Wahrnehmung 26
3.6 Farbsignal 27
3.7 Abtastung 27
3.8 Datenreduktion 29
3.8.1 MPEG Standards 31
3.8.2 H.264/AVC 34
4. HDTV 36
4.1 HD-Formate 720p/50 und 1080i/25 36
4.2 HD-Produktion „Confederation Cup 2005“ 41
4.3 DVD-Nachfolge 43
5. HD-Produktion 49
5.1 Digitale Aufnahmetechnologien 50
5.2 HD-Filmproduktion 52
5.2.1 Planungs- und Vorbereitungsphase 52
5.2.2 Umsetzungsphase 55
5.2.3 Fazit 57
5.3 Hochauflösende Kameras und Zubehör 59
5.3.1 HD-Aufzeichnungsformate 59
5.3.1.1 HDCAM 59
5.3.1.2 HDCAM SR 60
5.3.1.3 DVCPRO-HD 60
5.3.1.4 XDCAM 60
5.3.1.5 P2 60
5.3.1.6 Material Exchange Format 61
5.3.2 ARRIFLEX D-20 von ARRI 61
5.3.3 HDW-F950 von Sony 62
5.3.4 Viper FilmStream-Kamera von Grass-Valley Group 63
5.3.5 SpeedCam von Weinberger 64
5.3.6 Aktuelle Entwicklungen im Bereich HD-Kamera 65
5.3.7 Festplattenspeicher für HD-Kameras 66
5.4 Vergleich analoger und digitaler Filmherstellung 66
5.5 Cross-Media in der digitalen Produktion 68
5.6 MobileMedia 70
6. Schlusswort 72
7. Glossar 75
8. Quellenverzeichnis 78
Literaturverzeichnis 78
Internetadressen 80
Vorträge 85
Interview 85

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ein nicht unwesentlicher Punkt in der Einführung eines verbesserten Fernsehsystems ist die Verfügbarkeit eines 'Offline'-Mediums, das hochauflösende Bilder liefern kann. Das Erlebnis der sichtbar besseren Bildqualität kann auf Zuschauerseite dazu führen, dass eine verstärkte breite öffentliche Diskussion die Einführung eines neuen Fernsehstandards positiv unterstützt. Die Speicherkapazität herkömmlicher DVDs reicht nicht für die Speicherung von Filmen in HD-Auflösung aus. Die nächste Generation von optischen Discs, Blu-ray oder HD-DVD, wird ein vielfaches der Speicherkapazität einer bisherigen DVD zur Verfügung stellen. Für die Übertragung und Speicherung von digitalen Videosignalen in HD-Auflösung wird eine wesentlich höhere Datenrate und Speicherkapazität benötigt als bei den bisherigen Videosignalen in SDTV-Auflösung. Werden bei bei SDTV-Auflösungen (720 x 576 Pixel, 25 Vollbilder) etwa 10*106 Bildpunkte pro Sekunde verwendet, so werden bei HD-Auflösungen (1920 x 1080 Pixel, 25 Vollbilder) etwa 52*106 Bildpunkte benötigt. Die Verwendung von knapp fünfmal mehr Bildpunkten hat zur Folge, dass die Speicherkapazität einer herkömmliche DVD für einen Spielfilm in HD-Auflösung nicht ausreicht. [...]

Die Firma HBS produziert die Fußballweltmeisterschaft 2006 mit dem HD-Signal 1080i/25 und wird die Übertragung sowohl als HD-SDI 1080i/25 (1.485 Mbit/s) wie auch den 'Downkonvert' als SD-SDI 625i/25 (270 Mbit/s) anbieten. Die technische Infrastruktur für die Übertragung liefert der Telekommunikations-Partner T-Systems. Alle zwölf WM-Stadien sind an das WDM-Glasfasernetz (Wavelength Division Multiplexing) angeschlossen und schicken die Signale ins International Broadcast Center nach München. In jedem Stadion werden 2*20 Gbit/s als Datenrate zur Verfügung stehen, was einer kompletten Bandbreite von 480 Gbit/s entspricht. WDM steht für ein Frequenzmultiplex und findet Anwendung beim Glasfaserkabel. Multiplexer fassen Signale verschiedener Wellenlängen zu einem Hauptsignal zusammen. Nach der Übertragung trennt ein Demultiplexer das Hauptsignal wieder in die Ursprungssignale mit den verschiedenen Wellenlängen. Diese Technik wird derzeit als einfache Transportlösung in Punkt-zu-Punkt-Verbindungen genutzt, die nur ein Datenformat übertragen. Mit den Empfehlungen der ITU-T für optische [...]

Fußball hat sich weltweit zu einem TV-Quotenschlager entwickelt und keine andere Sportart wird so aufwändig produziert. Die kumulative Zuschauerzahl an den 25 Spieltagen der Fußballweltweisterschaft 2002 betrug insgesamt 28,8 Milliarden51. „Nach den Prognosen für die FIFA Weltmeisterschaft 2006 werden bei den 64 Spielen im Durchschnitt 500 Millionen Menschen vor dem Bildschirm sitzen“52, so Wolfgang Niersbachder, Vizepräsident im Organisationskomitee (OK) der FIFA WM 2006™ für Kommunikation und Marketing. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist das weltweit größte TVEreignis. Für die Planung und Durchführung der TV-Übertragung in HD und im Bildformat 16:9 beauftragte die FIFA die Firma Host Broadcasting Services (HBS). Den Confederations Cup 2005 in Deutschland, ein Fußballturnier, nutzte die Firma HBS für einen ausführlichen Testlauf des neuen Produktionsformates. Die Produktion des Confederations Cup sowie der FIFA Weltmeisterschaft 2006 leisten Pionierarbeit im Bereich des kommenden 'Simultan Broadcast'. Das aufgenommene HD-Bildsignal im Format 16:9 soll ebenfalls für eine Ausstrahlung in SD-Qualität mit dem Format 4:3 verwertbar sein. Eine ähnliche Situation wie bei einem schrittweisen Übergang von SDTV zu HDTV. Das größte TV-Ereignis der Welt muss unabhängig von der jeweiligen Fernsehnorm eines Landes sendefähig sein. Neben den bisherigen HD-Ländern Japan, Korea, Australien und USA hat der britische Sender BBC und ein Sender aus Mexiko Interesse an dem HD-Signal gemeldet53. Der Großteil der Sender wird sich allerdings für ein SD-Signal in 4:3 entscheiden, wobei folgende Varianten angeboten werden. [...]

Arbeit zitieren:
Müller-Ali, Jens Juni 2006: Darstellung der Europäischen HDTV-Norm und ihren Auswirkungen auf die digitale Werbefilmproduktion, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
High Definition, Fernsehnorm, TV-Norm, Werbung

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren