Darstellung und Bewertung personalpolitischer Entwicklungsmaßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer
Unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thorsten Soltow
- Abgabedatum: März 2006
- Umfang: 118 Seiten
- Dateigröße: 851,7 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9584-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9584-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9584-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Soltow, Thorsten März 2006: Darstellung und Bewertung personalpolitischer Entwicklungsmaßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Demografie, Personalmanagement, Personalentwicklung, Altersstruktur, Leistung
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Diplomarbeit von Thorsten Soltow
Einleitung:
Die Zukunft der demografischen Entwicklung in Deutschland kann nahezu sicher vorhergesagt werden. Die Bevölkerung in Deutschland wird zunehmend älter. Die Auswirkungen auf das Sozialversicherungssystem, aber vor allem auf die zu-künftigen Arbeits- und Beschäftigungsstrukturen sind gravierend.
So wird der Anteil der über 50-Jährigen an der Bevölkerung im Erwerbsalter nach 2010 deutlich weiter steigen, derjenige der 20- bis 30-Jährigen weiter abnehmen. Bis zum Jahr 2020 wird es mehr über 50-jährige als unter 30-jährige Erwerbstätige geben, da die geburtenstarken Jahrgänge (1946 bis 1964) älter werden. Die Unternehmen in Deutschland müssen sich daher mit einem steigenden Durchschnittsalter der Beschäftigten auseinandersetzen und entsprechende Personalentwicklungsmaßnahmen einleiten, die die Probleme der demografischen Entwicklung berücksichtigen.
Die Diplomarbeit mit dem Thema „Darstellung und Bewertung personalpolitischer Entwicklungsmaßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung“ wird sich mit dem Problem des demografischen Wandels in der Arbeitswelt auseinandersetzen.
Dabei wird aufgezeigt, dass damit verbundene Gefahren, wie das Erlahmen der wirtschaftlichen Dynamik, Verlust von Innovationskraft und Einschränkung der Leistungsfähigkeit für Unternehmen, Verknappung von qualifizierten Arbeitskräften und wachsende Arbeitslosigkeit, keine unmittelbaren Folgen der demografischen Entwicklung sein müssen, sondern dass sich Unternehmen und Staat durch eine rechtzeitige und angemessene Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik dem demografischen Wandel erfolgreich anpassen können.
Gang der Untersuchung:
Die zentrale Fragestellung der Diplomarbeit lautet daher wie folgt:
Welche personal- und arbeitsmarktpolitischen Entwicklungs- bzw. Beschäftigungsmaßnahmen können durch Betriebe und die Politik in Deutschland eingesetzt werden, um die Unternehmen in Zukunft unter Berücksichtigung des demografischen Wandels erfolgreich auszurichten?
Ziel der Diplomarbeit ist es, diese Fragestellung eingehend zu analysieren, um in Form eines Fazits am Ende der Diplomarbeit eine konkrete Antwort auf die o. g. Frage geben zu können und damit die Diplomarbeit abzuschließen.
Die vorliegende Diplomarbeit wurde in sieben Kapitel unterteilt. Nach einer Einleitung und Heranführung an das Thema der Diplomarbeit, der Formulierung der zentralen Fragestellung und einer kurzen Anmerkung des Autors, folgt im zweiten Abschnitt die Beschreibung der demografischen Entwicklung. In diesem Abschnitt werden verschiedene Einflussfaktoren, deren vergangene und zukünftige Entwicklung und die Folgen des demografischen Wandels für den Arbeitsmarkt näher erläutert.
Im dritten Kapitel werden Ziele, Anlässe und Methoden von Personalentwicklung als Element des modernen Personalmanagements beschrieben.
Die Abschnitte vier und fünf enthalten mögliche Maßnahmen der Unternehmen, den Problemen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben, entgegenzuwirken und sich den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen.
In Kapitel sechs erfolgt eine kurze Beschreibung von Lösungsansätzen der Arbeitsmarktpolitik, bevor im siebten Kapitel die zentrale Fragestellung in Form eines Fazits beantwortet und damit die Diplomarbeit abgeschlossen wird.
Vorab wird darauf hingewiesen, dass unter den Begriffen Beschäftigte, Arbeitnehmer und Mitarbeiter, Menschen verstanden werden, die in öffentlichen oder privatwirtschaftlichen Organisationen als Angestellte, Führungskräfte oder in der Produktion tätig sind.
Ferner ist anzumerken, dass innerhalb dieser Diplomarbeit häufig der Begriff des „älteren bzw. jüngeren Arbeitnehmers“ verwendet wird. In der Literatur gibt es eine Vielzahl von Ansätzen und Versuchen, die Begriffe „ältere Arbeitnehmer“ und „jüngere Arbeitnehmer“ zu definieren. Im Verlauf dieser Diplomarbeit werden diejenigen Mitarbeiter als ältere Arbeitnehmer bezeichnet, die in der zweiten Hälfte des Berufslebens stehen, das Rentenalter noch nicht erreicht haben, sowie gesund und arbeitsfähig sind. Dies entspricht in etwa der sozialpolitischen Definition, die das Alter im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt darstellt.
Danach werden Personen als ältere Arbeitnehmer definiert, die aufgrund ihres Alters auf dem Arbeitsmarkt mit überdurchschnittlichen Risiken in Verbindung gebracht werden. Als Risiken werden die mit zunehmendem Alter unterstellte abnehmende Leistungsfähigkeit und Flexibilität bezeichnet. Dabei werden 45 Jahre häufig als Altersgrenze festgelegt. In Abgrenzung dazu werden Personen unter 40 Jahren als jüngere Mitarbeiter definiert.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Zentrale Fragestellung und Zielsetzung der Diplomarbeit | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit | 2 |
| 1.3 | Anmerkungen des Autors | 3 |
| 2. | Die Demografische Entwicklung | 4 |
| 2.1 | Einflussfaktoren der demografischen Entwicklung | 4 |
| 2.1.1 | Geburtenrate | 4 |
| 2.1.2 | Lebenserwartung | 5 |
| 2.1.3 | Migration | 5 |
| 2.2 | Entwicklung von Geburtenrate und Lebenserwartung | 7 |
| 2.2.1 | Entwicklung der Geburtenrate | 7 |
| 2.2.2 | Entwicklung der Lebenserwartung | 10 |
| 2.2.3 | Bevölkerungsprognosen bei sinkender Geburtenrate und steigender Lebenserwartung | 13 |
| 2.3 | Folgen des demografischen Wandels | 16 |
| 2.3.1 | Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt | 18 |
| 2.3.2 | Auswirkungen und zukünftige Herausforderungen für die Unternehmen | 22 |
| 2.3.3 | Defizite der Arbeitsmarkt- und Personalpolitik im Umgang mit Älteren | 25 |
| 3. | Personalentwicklung | 32 |
| 3.1 | Personalentwicklung als Element des modernen Personalmanagements | 32 |
| 3.1.1 | Biosozialer Lebenszyklus | 35 |
| 3.1.2 | Familiärer Lebenszyklus | 35 |
| 3.1.3 | Beruflicher Lebenszyklus | 36 |
| 3.1.4 | Betrieblicher Lebenszyklus | 38 |
| 3.1.5 | Stellenbezogener Lebenszyklus | 40 |
| 3.2 | Ziele der Personalentwicklung | 42 |
| 3.3 | Anlässe für Maßnahmen der Personalentwicklung | 45 |
| 3.4 | Möglichkeiten der Personalentwicklung | 46 |
| 4. | Ausgewogene Altersstrukturen zur Erhaltung der betrieblichen Innovationsfähigkeit | 51 |
| 4.1 | Veränderung betrieblicher Altersstrukturen | 52 |
| 4.2 | Förderung von generationsübergreifendem Wissenstransfer | 59 |
| 4.3 | Innovations- und Leistungsfähigkeit im Zuge des demografischen Wandels | 63 |
| 5. | Alternsbezogene Personalentwicklung als Maßnahme zur Integration Älterer in den Arbeitsmarkt | 66 |
| 5.1 | Berufliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen | 67 |
| 5.2 | Altersgemischte Gruppen und Teams | 71 |
| 5.3 | Gestaltung von Erwerbsbiographien | 74 |
| 5.4 | Arbeitsgestaltung alternder Belegschaften | 78 |
| 5.5 | Gesundheit als Voraussetzung einer höchstmöglichen Leistungsfähigkeit | 84 |
| 5.5.1 | Arbeitsbedingte körperliche Belastungen | 86 |
| 5.5.2 | Psychosozialer Stress | 87 |
| 5.5.3 | Betriebsverpflegung | 88 |
| 5.5.4 | Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung | 89 |
| 5.5.5 | Genuss- und Suchtmittelkonsum | 90 |
| 6. | Lösungsansätze der Arbeitsmarktpolitik | 91 |
| 6.1 | Arbeitsmarktpolitische Förderungsmaßnahmen | 91 |
| 6.2 | Steigerung der Frauenerwerbstätigkeit | 94 |
| 7. | Fazit | 97 |
| Literaturverzeichnis | 101 | |
| Erklärungen | 113 | |
| Zusammenfassung | 114 |
verzögert, aber keinesfalls der Anstieg des Durchschnittsalters verhindert werden kann. Zudem wurde aufgezeigt, wie vor allem Großunternehmen mit vielfältigen internen Aktionsmöglichkeiten dem Problem der Alterung der Belegschaften durch vorzeitige Externalisierung begegnet sind. Das Problem der Massenarbeitslosigkeit allgemein und schon gar nicht die Arbeitslosigkeit älterer Erwerbsfähiger, werden durch derartige Maßnahmen gelöst. Sollten diese Bewältigungsstrategien weiterhin fortgeführt werden, stehen weitere massive Belastungen für das Sozialversicherungssystem bevor, dem in dieser Größenordnung Grenzen gesetzt wären. Neben der Schaffung neuer betrieblicher Rahmenbedingungen, muss vor allem ein Bewusstseinswechsel innerhalb der Unternehmen einsetzen, der dazu führt, dass Älteren die Möglichkeit gewährt wird, wieder ins Erwerbsleben einzusteigen. Die Unternehmen müssen Lebensentwürfe gestalten, bei denen der Wechsel zwischen Phasen sinnerfüllter Arbeit und Phasen der Weiterbildung, ein bedeutender Bestandteil auch jenseits heute üblicher Erwerbsperioden wird.168 Der demografische Wandel stellt die Unternehmen vor die Herausforderung, Altersstrukturen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, die betriebliche Innovationsfähigkeit zu erhalten bzw. zu steigern. Personaleinsatz- und Rekrutierungsstrategien mit ausschließlicher Ausrichtung auf angeblich leistungsfähigere und innovativere jüngere Erwerbspersonen dürfen nicht erst überdacht werden, wenn weniger junge Erwerbstätige auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. In den nachfolgenden Unterkapiteln werden Lösungskonzepte dargestellt, durch die verhindert werden soll, dass schleichend ablaufende Veränderungen der Altersstrukturen in den Betrieben zu Beeinträchtigungen der Produktivität, zu Einbrüchen bei Wandlungs- und Innovationspotentialen und letztendlich zur Existenzgefährdung führen.169 [...]
entwicklung aufgrund der Trennung zum Arbeitsplatz ein Problem dar. Dieses Problem kann jedoch durch Methoden computergestützter Simulation oder durch das Lernen an realen Maschinen (z.B. in Lehrwerkstätten) reduziert werden. Da die Mitarbeiter ungestört und losgelöst von der eigentlichen Arbeitsstätte lernen können, erlauben off-the-job Maßnahmen den Personalentwicklungsverantwortlichen eine größere Unabhängigkeit. Off-the-job Maßnahmen können sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Unternehmens stattfinden.165 Die laufbahnbezogene Personalentwicklung befasst sich mit dem systematischen Wechsel von Arbeitsplätzen im Laufe der Zugehörigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Organisation. Zudem erfolgt eine Verknüpfung aller Personalentwicklungsmaßnahmen.166 Gerade unter Berücksichtigung des demografischen Wandels kommt der laufbahnbezogenen Personalentwicklung z.B. in Form frühzeitiger Planung und Gestaltung von Erwerbsbiographien eine stark wachsende Bedeutung zu. Als Personalentwicklung out-of-the-job werden Maßnahmen bezeichnet, die am Übergang vom Erwerbsleben in den beruflichen Ruhestand stattfinden (Outplacement). Diese Maßnahmen sind dann darauf gerichtet, dem Ereignis die Bedrohlichkeit zu nehmen.167 In Tabelle 5 sind die soeben beschriebenen Personalentwicklungsinstrumente mit entsprechenden Beispielen zusammengefasst. [...]
während des Lernprozesses produktive Arbeit leisten, handelt es sich zudem um eine sehr kostengünstige Personalentwicklungsmaßnahme. Nachteil dieser Entwicklungsmethode ist vor allem die Ablenkung der Mitarbeiter während des Lernprozesses durch die tagtäglichen Arbeitsaufgaben. 160 Personalentwicklungsinstrumente near-the-job beinhalten Maßnahmen, „die eine Weiterqualifizierung der Mitarbeiter dadurch erreichen, dass im Unterschied zu Personalentwicklung on-the-job der Lernprozess nicht während der unmittelbaren Arbeitstätigkeit und nicht am Arbeitsplatz stattfindet, gleichwohl aber konkrete Probleme der Arbeitstätigkeit, darüber hinaus des Arbeitsumfeldes, zum Gegenstand von Lernprozessen gemacht werden […]“161 Als Beispiel können hier Qualitätszirkel genannt werden, in denen eine Gruppe von Mitarbeitern mit hohem Erfahrungswissen mit der Lösung spezieller Probleme beauftragt wird.162 Ältere Mitarbeiter können in diesem Fall als Experten zur Unterstützung jüngerer Mitarbeiter eingesetzt werden und ihre Erfahrungen in den Problemlösungsprozess einbringen. Vorteile dieser Maßnahmen sind, dass die Mitarbeiter während des Lernprozesses aufgrund der räumlichen Trennung vom Arbeitsplatz durch den Arbeitsalltag nicht gestört und abgelenkt werden, aber auch die Möglichkeit haben, das Gelernte durch die vorhandene Nähe zum Arbeitsplatz, in der Praxis zu erproben. Aufgrund der Trennung vom Arbeitsplatz können near-the-job nur kurzzyklische Inhalte trainiert werden. Zudem bedarf es zur fachkundigen Unterstützung der Nutzung eines Anlernmeister, Lernpaten oder eines Lernkoordinators.163 Maßnahmen zur Personalentwicklung off-the-job sind durch die räumliche, zeitliche und sachliche Trennung zum Arbeitsplatz gekennzeichnet. Personalentwicklung off-the-job wird als klassische Konzeption der Vermittlung von Wissen und intellektuellen Fähigkeiten, in Form von Weiterbildungsmaßnahmen, die nicht am Arbeitsplatz erledigt werden (Seminare, Kursbesuche etc.), bezeichnet.164 Der Transfer des Gelernten in das Arbeitsfeld stellt bei dieser Form der Personal- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832495848
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Soltow, Thorsten März 2006: Darstellung und Bewertung personalpolitischer Entwicklungsmaßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer, Hamburg: Diplomica Verlag
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Demografie, Personalmanagement, Personalentwicklung, Altersstruktur, Leistung



