Darstellung und Bewertung von Kundenbindungsinstrumenten im Business-to-Business
Am Beispiel der NEOMAN Bus GmbH und Erstellung eines darauf basierenden Großkundenrezeptes vor dem Hintergrund sich konzentrierender Linienbusmärkte
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Rouven Lewrick
- Abgabedatum: August 2003
- Umfang: 106 Seiten
- Dateigröße: 2,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Harz (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3516-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3516-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3516-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lewrick, Rouven August 2003: Darstellung und Bewertung von Kundenbindungsinstrumenten im Business-to-Business, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kundenorientierung, Kundenzufriedenheit, Geschäftsbeziehungsmanagement, Flottenmanagement, Öffentlicher Personennahverkehr
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Diplomarbeit von Rouven Lewrick
Einleitung:
In Zeiten zunehmender Globalisierung der Märkte und einem daraus entstehendem ansteigenden Wettbewerbsdruck mit hoher Intensität wird es für Unternehmen immer wichtiger, sogar existenziell notwendig, Kunden zu halten und diese an das Unternehmen zu binden. Resultierend aus dem Boom der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sind völlig neue Möglichkeiten der Erstellung und des Angebotes von Leistungen entstanden. Unter dem Druck schwindender Kundenbindung und Loyalität werden die früheren Strategien der Akquisition von Kunden von neueren marketingpolitischen Überlegungen der Kundenbindung und Kundenorientierung abgelöst, z.B. durch zusätzliche Serviceleistungen und die Erfüllung individueller Kundenwünsche. Aufgrund des harten Preiswettbewerbes sind die Unternehmen immer mehr dazu gezwungen, sich mit ihrer Strategie den veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Aus diesem Grund werden Kundenorientierung und -zufriedenheit von einer stetig ansteigenden Anzahl von Unternehmen immer mehr in den Mittelpunkt der Unternehmensgrundsätze gestellt.
Maßnahmen zur Kundenbindung sind vor allem relevant für Unternehmen in Märkten, die stagnieren, wettbewerbsintensiv sind, großes Investitionsvolumen bzw. komplexe Austauschbeziehungen zu Beginn und während der Beziehung nach sich ziehen und mit einem hohen Akquisitionsaufwand für Neukunden verbunden sind. Die Herausforderungen für die Unternehmen liegen damit in der Veränderung und Anpassung der bisherigen Prozesse auf die Unternehmensumwelt. Nach Aussage vieler Unternehmen sind langfristige Geschäftsbeziehungen deutlich profitabler als kurzfristige bzw. wechselnde Beziehungen. Das Ziel ist die optimale Befriedigung der Kundenwünsche und -bedürfnisse durch die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kunde. Durch diese Zusammenarbeit wird die Kundenbindung zum Hauptziel erhoben. Es steht nicht mehr allein die Gewinnung einer möglichst großen Anzahl an Kunden im Vordergrund, vielmehr soll sich hauptsächlich auf die Stammkunden konzentriert werden. Sie sollen behalten und ihre Bedürfnisse so umfassend wie irgend möglich erfüllt werden. Ziel dieses Beziehungsmanagements ist das Erreichen eines Wettbewerbsvorteils durch eine hohe Kundenbindung.
Thema dieser Arbeit ist es, den weitgefassten Begriff der Kundenbindung, ihre Entstehung und Entwicklung zu beschreiben und die Folgen im Investitionsgütermarkt für ein ausgewähltes Unternehmen (NEOMAN Bus GmbH) zu veranschaulichen und zu verdeutlichen. Unter Zugrundelegung der Veränderungen, die auf den Betreiber- und damit Absatzmärkten sowohl in Deutschland als auch Europa vor sich gehen, soll geprüft werden, ob und in welcher Form Kundenbindung für das gewählte Unternehmen auf längere Sicht möglich ist. Für diese Bearbeitung der Absatzmärkte gilt es, ein geeignetes Instrument zu finden und zu entwickeln.
Die vorliegende Arbeit hat die Darstellung und Bewertung von Kundenbindungsinstrumenten im Business-to-Business-Vertrieb am Beispiel der NEOMAN Bus GmbH zum Thema. Weiterführend wird dazu ein darauf basierendes Großkundenkonzept vor dem Hintergrund sich konzentrierender Linienbusmärkte erstellt.
In Kapitel 1 wird eingangs eine Abgrenzung und Übersicht der in der Arbeit zugrunde liegenden Begrifflichkeiten sowie eine kurze Vorstellung der MAN Nutzfahrzeuge AG und der NEOMAN Bus GmbH vorgenommen. Ausgehend von Kapitel 2 wird im folgenden Kapitel 3 auf den Begriff der Kundenorientierung sowie die daraus resultierende Kundenzufriedenheit eingegangen. Kapitel 4 bezieht sich auf die Kundenbindung und wirft einen kurzen Blick auf mögliche Bindungsinstrumente in einer Geschäftsbeziehung. Im Kapitel 5 wird der Öffentliche Personennahverkehr sowohl in Deutschland als auch in Europa vorgestellt, während im nachfolgenden Kapitel 6 die eigentliche Erstellung eines bindungsorientierten Key-Account-Konzeptes für Linienbusmärkte folgt. In Kapitel 7 wird letztendlich eine Zusammenfassung der Ergebnisse präsentiert.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 3 |
| 1.3 | Grundlagen - Begriffskennzeichnungen | 4 |
| 1.3.1 | Business-to-Business (B2B) | 4 |
| 1.3.2 | Geschäftsbeziehung | 5 |
| 1.4 | Die MAN- Gruppe im Überblick | 6 |
| 1.4.1 | Die MAN Nutzfahrzeuge AG | 8 |
| 1.4.2 | Die NEOMAN Bus GmbH | 9 |
| 2. | Der Markt im Wandel | 10 |
| 3. | Kundenorientierung | 13 |
| 3.1 | Kundenintegration als Teil der Kundenorientierung | 16 |
| 3.2 | Kundenzufriedenheit als Teil der Kundenintegration | 18 |
| 3.3 | Entstehung von Kundenzufriedenheit | 23 |
| 3.3.1 | Gap 1: Kundenerwartung - Wahrnehmung der Kundenwünsche | 24 |
| 3.3.2 | Gap 2: Kundenwunschwahrnehmung - Umsetzung | 25 |
| 3.3.3 | Gap 3: Leistungsspezifikation - erstellte Leistung | 25 |
| 3.3.4 | Gap 4: Erstellte Leistung - kommunizierte Leistung | 25 |
| 4. | Kundenbindung | 27 |
| 4.1 | Geschäftsbeziehungsmanagement als Bestandteil der Kundenbindung | 28 |
| 4.2 | Bindungsinstrumente in der Geschäftsbeziehung | 31 |
| 4.3 | Der Kundendienst | 32 |
| 5. | Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) | 35 |
| 5.1 | ÖPNV im Wandel | 36 |
| 5.2 | ÖPNV- Markt in Deutschland | 37 |
| 5.3 | Wettbewerb im deutschen ÖPNV | 38 |
| 5.4 | Die Entwicklung des ÖPNV-Marktes in Europa | 40 |
| 5.5 | Die European Player | 41 |
| 6. | Erstellung eines bindungsorientierten Key-Account-Konzeptes für Linienbusmärkte | 43 |
| 6.1 | Flottenmanagement | 45 |
| 6.2 | Flottenmanagement aus Sicht der NEOMAN Bus GmbH | 47 |
| 6.2.1 | Bereitstellung von Fahrzeugen im Rahmen des Flottenmanagements | 48 |
| 6.2.2 | Verwaltung der Fahrzeugflotte | 50 |
| 6.3 | Aufbauorganisation Flottenmanagement | 52 |
| 6.3.1 | Ablauforganisation / Aufgabenverteilung | 54 |
| 6.3.1.1 | NEOMAN-Herstellerwerk | 54 |
| 6.3.1.2 | Zentraler Fahrzeugpool | 55 |
| 6.3.1.3 | Mobilitätscenter | 56 |
| 6.3.2 | Der Zentrale Fahrzeugpool unter den Gesichtspunkten des Electronic Business | 57 |
| 6.4 | Mobilitätsmanagement | 60 |
| 6.4.1 | Leasing | 61 |
| 6.4.2 | Mobilitätsmanagement als allumfassende Dienstleistung | 63 |
| 6.4.3 | Neubeschaffung von Fahrzeugen | 66 |
| 6.4.4 | Zusatzservice | 67 |
| 7. | Zusammenfassung / Fazit | 69 |
| Literaturverzeichnis | VI | |
| Internetverzeichnis | XI | |
| Anlagen | XXIV |
fizieren und dann zu bewerten290. Hierzu muß seitens des Anbieters zunächst eine eingehende und systematische Analyse der eigenen Situation und der des Key Accounts vollzogen werden. Auf der Basis dieser Analyseergebnisse kann dann die an den kundenindividuellen Zielen ausgerichtete Realisierung des Key Account Managements stattfinden291. Im folgenden sind die Strategien und Ziele für die einzelnen Schlüsselkunden zu entwickeln, die schlüsselkundenindividuellen Leistungen müssen bestimmt werden292. Wichtig ist hierbei die Bereitschaft des Kunden zum Aufbau der Zusammenarbeit geeigneter Key Supplier Strukturen, der Wille zu gemeinsamen Projekten, aber auch der Übernahme gewisser Risiken293. Die Rahmenbedingungen für Leistungen und Gegenleistungen finden dann in speziellen Verträgen mit den einzelnen Key Accounts ihre Festlegung294. Es ist jedoch stets zu beachten, daß der Kunde nicht richtig verstanden werden kann, wenn von Unternehmensseite nur an Cross- und Up-Selling295-Potentiale gedacht wird296. [...]
gangen werden kann283 (man spricht dabei auch von der sogenannten Einzelkundenorientierung284). Von Dahlke wird in diesem Zusammenhang erwähnt, „daß (...) die rasante Entwicklung im Bereich der Informationstechnologie weitreichende Konsequenzen für den Investitionsgütersektor mit sich bringt“285, beispielweise „die Eröffnung neuer Möglichkeiten einer einzelkundenorientierten Ausrichtung“286. Der Vertrieb stellt die Schnittstelle zwischen Kunden und Unternehmen dar, da hier die intensivste Beziehung zum Kunden aufgebaut werden kann. Durch den persönlichen Kontakt kennt der Vertrieb die Bedürfnisse, Anforderungen und Erwartungen der Kunden am genauesten und gelangt somit auch an wichtige Informationen über Wettbewerber und deren Vorgehen287. Es muß also eine Möglichkeit der Zusammenarbeit gefunden werden, die für beide Seiten, Anbieter und Kunde gleichermaßen, Vorteile schafft (die bereits erwähnte Win-Win-Situation). Wie sich bereits vorher in dieser Arbeit gezeigt hat288, muß zwischen freiwilligen und unfreiwilligen Bindungen des Kunden an das Unternehmen unterschieden werden, wobei es immer Ziel des Unternehmens sein sollte, die freiwillige Kundenbindung zu erhöhen. Dieser Fakt muß nun im Rahmen eines kundenindividuellen „One-to-OneMarketing“289 dazu benutzt werden, um zu hinterfragen, warum sich ein Kunde an das Unternehmen binden sollte. Genau hierfür gilt es geeignete Vorschläge und Lösungen zu ermitteln. Ein wichtiger Ausgangspunkt für die Untersuchung ist, daß der Kunde nur die Bindung suchen wird, die für ihn von Nutzen ist (z.B. großer Nutzen bei geringen Kosten). Es muß demnach gelten, beiderseits die potentiellen Vorteile einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zunächst zu identi- [...]
Wie festgestellt wurde, kann ohne individuelle Ausrichtung auf kundespezifische Bedürfnisse und Wünsche ein langfristiges Überleben des Unternehmens auf heutigen B2B-Märkten nicht mehr sichergestellt werden. Ehret sieht die größten Differenzierungspotentiale für einen Anbieter „gerade in dem Angebot von Lösungen für die Verbesserung der Kundenwertkette, die die Vorstellungskraft bzw. Kompetenz ihrer Nachfrager übersteigt.“278. In der Konsequenz gewinnen nach Dahlke „Leistungen bzw. Problemlösungen, die auf die Belange einzelner Kunden zugeschnitten sind, zunehmend an Bedeutung“279. Es muß also gelingen, das Produkt aus subjektiver Kundensicht gegenüber allen relevanten Konkurrenzangeboten überlegen erscheinen zu lassen280, den sogenannten komparativen Konkurrenzvorteil (KKV281) zu entwickeln. Um dies zu realisieren, sollte zusammen mit den eigenen Mitarbeitern, den Zulieferern und anderen Wirtschaftspartnern mit denen Geschäftsbeziehungen bestehen, eine enge Zusammenarbeit entwickelt werden, um für und mit dem Kunden in gemeinsamer Zusammenarbeit ein weit umfassendes Leistungsangebot (z.B. produktbegleitende Dienstleistungen282) zu gestalten. In diesem Zusammenhang ist es von besonderer Notwendigkeit, den Kunden zu verstehen und seine Bedürfnisse zu erkennen, damit auf diese gezielt einge- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832435165
Arbeit zitieren:
Lewrick, Rouven August 2003: Darstellung und Bewertung von Kundenbindungsinstrumenten im Business-to-Business, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kundenorientierung, Kundenzufriedenheit, Geschäftsbeziehungsmanagement, Flottenmanagement, Öffentlicher Personennahverkehr




