Darstellung und Beurteilung der Strategien und Instrumente des Wissensmanagements aus Sicht der ressourcenbasierten Theorie der Unternehmung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Armin Eichler
- Abgabedatum: Mai 2001
- Umfang: 77 Seiten
- Dateigröße: 564,6 KB
- Note: 1,6
- Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4781-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4781-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4781-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Eichler, Armin Mai 2001: Darstellung und Beurteilung der Strategien und Instrumente des Wissensmanagements aus Sicht der ressourcenbasierten Theorie der Unternehmung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Knowledgement, Management, strategisches
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Diplomarbeit von Armin Eichler
Einleitung:
Während in der Vergangenheit Arbeit, Boden und Kapital die primären Produktionsfaktoren darstellten, werden diese zunehmend von der Ressource Wissen als wettbewerbsentscheidenden Faktor in der postindustriellen Gesellschaft überlagert. Vor diesem Hintergrund begreifen sich Unternehmen immer mehr als Wissenssysteme und damit als Organisationen, die sich von ihren Wettbewerbern strategisch vor allem durch spezifisches Problemlösungswissen unterscheiden. In der entstehenden sog. Wissensgesellschaft ist das Wissen eines der wesentlichen Aktiva und bedeutendster Produktionsfaktor einer Unternehmung, welcher in zunehmenden Maße die Grundlage für die Erzielung von Wettbewerbsvorteilen bildet.
Es wird angenommen, daß die Nutzung der strategischen Ressource Wissen es Organisationen ermöglicht, eine Reduktion der Kostenbelastung, das Hervorbringen von Innovationen sowie eine Steigerung der Qualität zu erzielen. Dabei ist von entscheidender Relevanz, im Unternehmen Wissen zu aktivieren und im Sinne der Erzielung und dem Ausbau von Wettbewerbsvorteilen im Unternehmen effizient zu nutzen. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden haben sich inzwischen Ansätze entwickelt, die die Ressource Wissen in das strategische Management integrieren.
Ziel dieser Arbeit ist es, Strategien und Instrumente des Wissensmanagements zum einen darzustellen. Zum anderen werden diese auf ihre Eignung als mögliche Quelle eines strategischen Wettbewerbsvorteils untersucht. Die Beurteilung erfolgt auf Basis der ressourcenbasierten Theorie der Unternehmung, im folgenden RBV (Resource - Based - View) genannt. Dieser theoretische Ansatz ist durch seine Konzentration auf intangible Ressourcen in diesem Zusammenhang besonders geeignet. Er enthält Beurteilungskriterien, anhand derer die noch darzustellenden Strategien und Instrumente des Wissensmanagements auf oben genannte Eignung hin bewertet werden.
Gang der Untersuchung:
Zur Beantwortung der Fragestellung wird zunächst ausführlich der RBV thematisiert, um die Grundlage eines Beurteilungsinstruments der im weiteren Verlauf der Arbeit dargestellten Strategien und Instrumente des Wissensmanagements zu bilden. Neben ökonomischen Basisannahmen und einer Übersicht der unterschiedlichen Akzentuierungen dieser Theorie zur näheren Bestimmung des Ressourcenbegriffs, wird eine Positionsbestimmung des RBV im Rahmen des strategische Managements vorgenommen. Abschließend werden die Kernanforderungen an Ressourcen dargestellt und erläutert, anhand derer intangible Ressourcen bewertet werden können.
Im nachfolgenden Gliederungspunkt wird zunächst der Begriff des Wissens inhaltlich bestimmt und die besonderen Charakteristika herausgestellt, aus denen sich Konsequenzen für ein Management des Wissens ergeben. Dies geschieht u.a. durch die Abgrenzung verschiedener Wissensarten. Hieran schließt sich die inhaltliche Behandlung des Wissensmanagements und die Charakterisierung von Strategien und Instrumenten des Wissensmanagements aus der unternehmerischen Praxis an.
Darüber hinaus ist die Einordnung des Wissensmanagements in einen konzeptionellen Rahmen sowie die Entwicklung von übergeordneten Dimensionen zur Analyse ein zentraler Bestandteil des Gliederungspunkt 4.
Die Schlußbetrachtung faßt die Ergebnisse der Arbeit zusammen und würdigt diese kritisch.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Ressourcenbasierte Theorie der Unternehmung (RBV) | 3 |
| 2.1 | Grundlegende Annahmen des RBV | 4 |
| 2.1.1 | Unvollkommenheit der Faktormärkte | 5 |
| 2.1.2 | Ressourcenheterogenität | 6 |
| 2.2 | Der Begriff der Ressourcen | 6 |
| 2.3 | Akzentuierungen innerhalb der Ressourcenperspektive | 8 |
| 2.3.1 | Knowledge-Based-View | 8 |
| 2.3.2 | Der Competence-Based-View (CBV) | 10 |
| 2.4 | Einordnung des Ressourcenansatz im Rahmen des Strategischen Managements | 11 |
| 2.4.1 | Stärken und Schwächen einer Unternehmung | 12 |
| 2.4.2 | Wettbewerbsvorteile und Branchenstruktur | 12 |
| 2.4.3 | Zusammenfassende Beurteilung | 14 |
| 2.5 | Merkmale erfolgspotentialgenerierender Ressourcen | 16 |
| 2.5.1 | Imitierbarkeit | 17 |
| 2.5.1.1 | Historische Entwicklung | 17 |
| 2.5.1.2 | Interdependenz | 18 |
| 2.5.1.3 | Causal ambiguity | 18 |
| 2.5.1.4 | Zeitbasierte Kriterien | 19 |
| 2.5.2 | Unternehmensspezifität | 20 |
| 2.5.3 | Nicht - Substituierbarkeit | 22 |
| 2.5.4 | Fähigkeit zur Nutzengenerierung | 23 |
| 3. | Charakterisierung des Wissensbegriffes | 25 |
| 3.1 | Vom Zeichen zum Wissen | 26 |
| 3.2 | Wissensbegriff und Wissensarten | 28 |
| 3.2.1 | Theoretisches und praktisches Wissen | 29 |
| 3.2.2 | Individuelles und Kollektives Wissen | 30 |
| 3.2.3 | Transferierbares und nicht transferierbares Wissen | 32 |
| 3.3 | Fazit | 34 |
| 4. | Wissensmanagement | 34 |
| 4.1 | Begriffsdefinition | 36 |
| 4.2 | Konzeptionelle Einordnung | 38 |
| 4.3 | Strategien und Instrumente des Wissensmanagements | 39 |
| 4.3.1 | Wissensmanagement als Bestandteil der Geschäftsstrategie | 41 |
| 4.3.2 | Personalorientierte Strategie | 42 |
| 4.3.3 | Intellectual Asset Management | 43 |
| 4.3.4 | Strategie des Wissenstransfers | 45 |
| 4.4 | Dimensionen des Wissensmanagements | 48 |
| 4.4.1 | Technische Dimension | 48 |
| 4.4.1.1 | Wissenskarten | 50 |
| 4.4.1.2 | Group - Ware Technologien | 52 |
| 4.4.1.3 | Beurteilung | 52 |
| 4.4.2 | Sozio - technische Dimension | 55 |
| 4.4.2.1 | Human Resources | 56 |
| 4.4.2.2 | Unternehmenskultur | 57 |
| 4.4.2.3 | Beurteilung | 58 |
| 5. | Schlußbetrachtung | 60 |
| Literaturverzeichnis | V | |
| Eidesstattliche Erklärung | X |
ten bedeutsam, ohne diese Komponenten bleibt das theoretische Wissen ein rein geistiges Phänomen. Die praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten – häufig auch als Know – how, bzw. praktisches Wissen bezeichnet – werden daher ebenfalls zum hier verwendeten Wissensbegriff gezählt.170 3.2.2 INDIVIDUELLES UND KOLLEKTIVES WISSEN Das individuelle Wissen ist beim einzelnen Individuum lokalisiert, es existiert unabhängig von der Interaktion mit anderen Individuen.171 Dieses Wissen wird jedoch durch die soziale Umwelt des Individuums in seiner Form und Inhalt bestimmt.172 Das Kollektive Wissen dagegen setzt sich aus individuellen Elementen zusammen, deren Form durch den vereinten Zweck gegeben ist.173 Individuelles Wissen ist die Substanz des kollektiven Wissens, wobei das kollektive Wissen mehr als die Summe der einzelnen Teile ausmacht.174 Hieraus folgt, daß wenn Wissen nicht nur auf der Ebene einzelner Individuen lokalisiert werden kann und das bspw. in einem Team existierende Wissen umfangreicher ist als die Summe der zu separierenden Einzelwissen, so läßt sich die Differenz als das in dem Team verankerte Wissen bezeichnen.175 Die Existenz des kollektiven Wissens resultiert daraus, daß individuelles Wissen aus der Interaktion mit der Umwelt entsteht, vom individuellen Handeln beeinflußt und gleichzeitig auf das individuelle Wissen zurück wirkt.176 Kollektives Wissen ist nach Pfaffmann / Scheuble jenes Wissen, das nur von einem Kollektiv als Ganzem beherrscht wird. „Träger des Wissens sind immer die Individuen, und so wie ein Mosaik [...] setzt sich das Wissen eines Kollektivs aus den individuellen Wissensbausteinen zusammen“.177 [...]
3.2.1 THEORETISCHES UND PRAKTISCHES WISSEN Im Rahmen der philosophischen Betrachtung wird Wissen mit den Vorstellungen und Annahmen eines Individuums über die Realität in Verbindung gebracht.164 Vorstellungen und Annahmen sind unabhängig von den Sinneseindrücken des unmittelbaren Augenblicks, Wissen reicht demnach über eine momentane Wahrnehmung hinaus.165 Wissen ist jedoch nicht nur unabhängig von der unmittelbaren Wahrnehmung, es ist auch losgelöst von der Gegenwart des jeweiligen Augenblicks und unterscheidet sich darin vom Handeln eines Individuums. Das Handeln eines Individuums ist nur in der Gegenwart möglich.166 Wissen reicht zum einen in die Vergangenheit und beschreibt die Kenntnis von Ereignissen, die sich zu einem früheren Zeitpunkt ereignet haben, zum anderen umfaßt Wissen die Vorstellungen über Zusammenhänge und Regelmäßigkeiten.167 Pfaffmann / Scheuble umschreiben dies als ein Bild, das sich ein Individuum von der umgebenden Welt macht. Dabei muß das Bild kein getreues Abbild der Welt sein, es muß jedoch einer gewissen Überprüfung (z.B. einer wissenschaftlichen Autorisierung) standhalten.168 Wissen wird von Individuen erlernt, indem diese den Interaktionen mit der Umwelt durch Interpretation und Deutung eine Ordnung geben. Auf der Basis von Erfahrungen wird ein Bild oder Modell der Welt geschaffen, indem Unterscheidungen getroffen, Zusammenhänge erkannt, Schlüsse gezogen, und ggf. bestehende Vorstellungen und Bilder revidiert werden. Wissen ist daher immer vorläufig.169 Die bisherigen Ausführungen zum Wissen werden nach Pfaffmann / Scheuble als theoretisches oder abstraktes Wissen über etwas bezeichnet. Im Rahmen des ökonomischen Handelns sind jedoch auch praktische Fähigkeiten und Fertigkei- [...]
genstandes umfaßt dabei die Differenzierung von theoretischem und praktischem Wissen. Bei Betrachtung des Kontext wird zwischen individuellem und kollektivem Wissen unterschieden, innerhalb dessen das Wissenselement seine Wirkung entfalten kann.160 Das dritte Kriterium der Transferierbarkeit hat Barrieren zum Inhalt, die sich aus den Eigenschaften des Wissens ergeben und die einem Transfer von Wissenselementen entgegenstehen.161 Die jeweiligen Ausprägungen der Kriterien werden als die Enden eines entlang der betreffenden Dimensionen aufgespannten Kontinuums verstanden. Die zahlreich in der Literatur enthaltenen Wissensarten162 lassen sich als alternative Bezeichnungen der in Abbildung 2 dargestellten Würfel, bzw. als Teilaspekte der Elemente interpretieren163 Abbildung 2: Kriterien zur Systematisierung von Wissen [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832447816
Arbeit zitieren:
Eichler, Armin Mai 2001: Darstellung und Beurteilung der Strategien und Instrumente des Wissensmanagements aus Sicht der ressourcenbasierten Theorie der Unternehmung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Knowledgement, Management, strategisches



