Cyberjihad, virtuelle Umma oder Islam online?
Eine Inhaltsanalyse von Websites islamistischer Gruppen und Organisationen
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Inga Gebauer
- Abgabedatum: Oktober 2008
- Umfang: 147 Seiten
- Dateigröße: 736,4 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
- Bibliografie: ca. 85
- ISBN (eBook): 978-3-8366-3533-2
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gebauer, Inga Oktober 2008: Cyberjihad, virtuelle Umma oder Islam online?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Jihadismus, Internet, Islamismus, Fundamentalismus, Koran
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Magisterarbeit von Inga Gebauer
Einleitung:
Seit dem Angriff auf das World Trade Center am 11. September 2001 sind die Themen Terrorismus, Jihad, Islamismus und Islam aus den Medien nicht mehr wegzudenken. Spätestens seit den Anschlägen in Madrid und London, den beinahe gelungenen Kofferbombenangriffen in deutschen Zügen sowie den vereitelten Anschlägen zum Islam konvertierter Deutscher im September 2007 im Sauerland, ist die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus in Europa und auch in Deutschland greifbar geworden.
Seit einiger Zeit rückt nun zunehmend das Internet ins Blickfeld des Verfassungsschutzes und der Sicherheitsorgane. So bemerkt Wolfgang Schäuble in seiner Rede zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2006: ‘Terroristische Aktivitäten verlagern sich immer mehr in die virtuelle Welt des world wide web. Das Internet bietet den Terroristen ein gigantisches Forum: Es ist Kommunikationsplattform, Werbeträger, Fernuniversität, Trainingscamp und think tank in einem’. Dieser Trend wird von Gabriel Weimann, Professor für Kommunikation und Medien an der Universität Haifa, bestätigt. In seinem Buch ‘Terror on the Internet’, welches 2006 veröffentlicht wurde, geht Weimann von 4.300 terroristischen Websites aus, im März 2007 sind es gemäß seiner Analyse bereits 5.400.
Dieser ‘Boom’ des Islamismus im Internet hat auch zur Folge, dass Anfang 2007 das Gemeinsame Internetzentrum (GIZ) des Bundesamts für Verfassungsschutz, des Bundeskriminalamts und anderer Sicherheitsbehörden seine Arbeit aufgenommen hat. Das GIZ hat es sich zur Aufgabe gemacht islamistische Websites zu beobachten und auszuwerten. Gleichzeitig wird seit geraumer Zeit ein Gesetz diskutiert, dass Sicherheitsbehörden zu Online-Durchsuchungen von PCs verdächtiger Personen berechtigt.
Aus wissenschaftlicher Perspektive kann gerade die Kommunikationswissenschaft einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Erkenntnisse über Kommunikationsstrukturen und Kommunikationsziele islamistischer Websites und damit islamistischer Gruppen zu gewinnen. Auch ist es dadurch möglich, Einblicke in das Wertesystem und die Argumentationsweise dieser Gruppen zu erlangen und so zu erfahren, was den Islamismus für manche Menschen attraktiv macht. Diese Themen wurden allerdings bisher in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung kaum bearbeitet. Um sich diesem Bereich anzunähern und die Forschungslücke ein Stück weit zu schließen, soll in dieser Ausarbeitung daher der Frage nachgegangen werden:
Wie und zu welchem Zweck nutzen islamistische Gruppen und Organisationen das Internet?
Dazu werden die Websites von sechs Gruppen und Organisationen, die vom Verfassungsschutz als islamistisch eingestuft werden, inhaltsanalytisch untersucht. Die Inhaltsanalyse gliedert sich dabei in einen quantitativen Teil, der die Strukturen und die Inhalte der Websites untersucht, und einen qualitativen Teil, der etwas weniger stark gewichtet ist und die Aussagen und Argumentationsweisen bestimmter Artikel der Websites noch einmal genauer analysiert.
Insgesamt unterteilt sich die Ausarbeitung neben diesen einleitenden Bemerkungen in acht weitere Kapitel. So werden zum einen, um das Phänomen Islamismus besser zu verstehen, die Merkmale des Islamismus sowie seine geschichtliche und gegenwärtige Entwicklung dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Bandbreite islamistischer Erscheinungsformen eingegangen, die im öffentlichen Diskurs so gut wie keine Beachtung erfährt. Da immer wieder von den internationalen Netzwerken des islamistischen Terrorismus gesprochen wird, und Islamismus als ein transnationales Phänomen beschrieben wird, untersucht das nächste Kapitel, inwieweit es sich hierbei um eine soziale Bewegung handelt. In diesem Zusammenhang wird außerdem die Rolle des Internets für soziale Bewegungen analysiert. Um die islamistische Kommunikation im Internet von der religiös-islamischen Kommunikation abzugrenzen, beschäftigt sich das vierte Kapitel mit dem Islam online. Dabei werden vor allem die Eigenschaften und die Funktionen islamischer Websites aufgezeigt. Im nächsten Abschnitt wird dann der Forschungsstand zum Thema ‘Islamismus im Internet’ dargestellt. Da sich die Wissenschaft bisher hauptsächlich mit seiner gewaltbereiten Variante auseinander gesetzt hat, wird hier vor allem auf die Erkenntnisse im Bereich ‘Jihadismus online’ Bezug genommen.
Auf Basis der Ergebnisse der vorangegangenen theoretischen Kapitel, wird im sechsten Abschnitt dann das empirische Vorgehen dieser Ausarbeitung konzipiert. Neben der Formulierung der forschungsleitenden Fragestellungen wird an dieser Stelle das Forschungsdesign entwickelt, die für die Analyse relevanten Websites ausgewählt, und die entsprechenden islamistischen Gruppen und Organisationen vorgestellt. In den Kapiteln sieben und acht erfolgt daraufhin die Datenauswertung aus der quantitativen Inhaltsanalyse. Zudem fließen hier auch die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse mit ein. Zum Schluss wird auf dieser Basis ein Fazit gezogen, bei dem die Daten interpretiert, und so die forschungsleitenden Fragen beantwortet werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Islamismus - ein heterogenes Phänomen | 3 |
| 2.1 | Merkmale und Begriffsdefinition des Islamismus | 4 |
| 2.2 | Entstehungsgeschichte des Islamismus | 5 |
| 2.3 | Islamismus heute | 8 |
| 3. | Theorie sozialer Bewegungen und Islamismus | 11 |
| 3.1 | Islamismus - eine soziale Bewegung? | 12 |
| 3.2 | Bedeutung des Internets für soziale Bewegungen | 18 |
| 4. | Islam Online | 23 |
| 4.1 | Internetnutzung in der islamischen Welt | 24 |
| 4.2 | Islam im Internet - ein kurzer Überblick | 27 |
| 4.3 | Eigenschaften islamischer Webseiten | 29 |
| 4.4 | Funktionen islamischer Webseiten | 29 |
| 5. | Islamismus im Internet | 32 |
| 5.1 | Jihadismus Online - ein kurzer Überblick | 34 |
| 5.2 | Merkmale des jihadistischen Internets | 38 |
| 5.3 | Funktionen des Internets für Jihadisten | 41 |
| 5.3.1 | Kommunikativer Nutzen des Internets | 41 |
| 5.3.2 | Instrumenteller Nutzen des Internets | 44 |
| 5.4 | Islamismus als soziale Bewegung - Ergebnisse der Sekundäranalyse | 47 |
| 6. | Inhaltsanalyse islamistischer Websites | 49 |
| 6.1 | Forschungsleitende Fragen | 49 |
| 6.2 | Methodische Vorgehensweise | 50 |
| 6.2.1 | Auswahl der Websites | 51 |
| 6.2.2 | Durchführung der Webpage-Analyse | 55 |
| 6.2.3 | Durchführung der Textanalyse | 57 |
| 7. | Datenauswertung der Inhaltsanalyse der Webpages | 60 |
| 7.1 | Multimedialität, Interaktivität und Verlinkung | 61 |
| 7.2 | Islamische und islamistische Webästhetik | 66 |
| 7.3 | Art der Webpages | 68 |
| 8. | Datenauswertung der Inhaltsanalyse der Texte | 70 |
| 8.1 | Themen der Texte | 72 |
| 8.2 | Inhalte der Texte | 75 |
| 8.2.1 | Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse | 78 |
| 8.2.2 | Inhalte der Themenfelder | 85 |
| 8.2.3 | Textinhalte der verschiedenen Gruppierungen | 87 |
| 9. | Fazit | 96 |
| 10. | Literatur | 109 |
| 11. | Anhang | i |
| 11.1 | Anhang A: Kodebücher | i |
| 11.2 | Anhang B: Kodierbögen | vi |
| 11.3 | Anhang C: Fundstellenverzeichnis Texte der qualitativen Inhaltsanalyse | viii |
| 11.4 | Anhang D: Internetnutzung in islamischen Ländern | xi |
| 11.5 | Anhang E: Schematische Darstellung der methodischen Vorgehensweise | xiii |
| 11.6 | Anhang F: Tabellen der Webpage Analyse | xiv |
| 11.7 | Anhang G: Tabellen der Text Analyse | xv |
| 11.8 | Anhang H: Übersicht Alexa Traffic Rankings | xxviii |
Textprobe:
Kapitel 5.3, Funktionen des Internets für Jihadisten:
Wie bereits erwähnt, hat die Nutzung des Internets für Islamisten verschiedene Vorteile. Zunächst bietet das Netz einen einfachen, häufig kostengünstigen und ortsunabhängigen Zugang für jedermann, der zudem kaum kontrollierbar und zensierbar ist. Denn ‘der Zugang zum Internet ist weltweit über Cybercafés in der Regel anonym möglich’. Dank multimedialer und interaktiver Möglichkeiten, gewährleistet das World Wide Web außerdem einen schnellen und aktuellen Informationsfluss, wobei brisante Mitteilungen auch verschlüsselt übermittelt werden können. ‘Interessante Informationen verbreiten sich in Sekundenschnelle. Inhalte lassen sich von Regierungen und anderen Machtinstanzen kaum kontrollieren - und wenn, dann nur unter eklatanten Einschnitten in die Informationsfreiheit und mit Hilfe drakonischer Zensurmaßnahmen’. Weiterhin bietet das Internet zum einen die Möglichkeit der zielgruppengerechten Kommunikation, zum anderen kann auch ein großes, disperses Publikum unabhängig von den klassischen Medien erreicht werden. So erfüllt das Netz eine Art Multiplikatorfunktion, bei der zusätzlich Inhalte mehrfach verwendet werden, indem beispielsweise Online-Magazine auf CD gebrannt werden, oder Jihad-Videos auch per Handy verbreitet werden können. ‘The weapons of terrorism are no longer exclusively guns and bombs; the modern terrorist’s arsenal now includes laptop and desktop computers, CD burners and e-mail accounts, and the Internet and the World Wide Web’. Mit Hilfe des Netzes wirken Islamisten omnipräsent und in gewisser Weise omnipotent, frei nach dem Motto: ‘Seht her, wozu wir fähig sind, und wir können zu jeder Zeit, an jedem Ort aktiv werden.’ Um die Funktion des Internets näher zu spezifizieren, unterscheidet Weimann zwischen dem kommunikativen und dem instrumentellen Nutzen des Netzes für Jihadisten.
Kommunikativer Nutzen des Internets:
Websites dienen Islamisten meist zur Selbstdarstellung. So werden beispielsweise Informationen zur Geschichte, zum sozialen und politischen Hintergrund der Gruppe oder Organisation sowie zu ihren politischen, religiösen oder ideologischen Zielen gegeben. Demnach ist es ihnen mit Hilfe des Internets möglich, ihre Ideologie und Propaganda weltweit zu verbreiten und so eine Art Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Aus demselben Grund gibt es auf vielen Seiten einen Download-Bereich, in dem Videos, Poster, Audiodateien, Bilder u.ä. heruntergeladen werden können, mit denen die Verbreitung und Vermarktung der Ideologie vorangetrieben werden. Auch werden häufig Biografien der Anführer, der Gründer und/oder der Helden der islamistischen Gruppe im Internet veröffentlicht. Diese werden durch die Präsentation von Neuigkeiten in Form von Bekanntmachungen, Kommuniqués, offiziellen Ankündigungen und Reden dieser Personen ergänzt. Zudem stellen Jihadisten die bisherigen Aktivitäten und erzielten Erfolge zur Schau. Hierbei bemerkt Weimann, dass terroristische Gruppen und Organisationen im Allgemeinen häufig auf die Darstellung gewalttätiger Aktionen verzichten, meist aus Angst Anhänger und Sympathisanten zu verlieren. Diesbezüglich beobachtet er jedoch, dass islamistische Gruppen und Organisationen hiervon zum Teil eine Ausnahme bilden, und Gewalttaten als Triumph verkaufen. ‘They show pictures and videos of brutal killings, executions, and bombings, offer updated statistical reports of the groups’ actions […], and keep count of the number of ‘dead martyrs,’ along with the number of ‘killed enemies’ or ‘killed collaborators’’.
Dieser Aspekt steht in engem Zusammenhang mit einem weiteren kommunikativen Nutzen des Internets, denn Websites werden dazu verwendet, religiöse Rechtfertigungen für die Taten der Gruppierungen zu verbreiten. So konstatiert beispielsweise Musharbash: ‘Debatten über theologische Fragen machen einen nicht zu vernachlässigenden Anteil der Kommunikation in al-Qaida-nahen Diskussionsforen aus’. Gerade jihadistische Gruppen und Organisationen müssen ihre Gewaltaktionen legitimieren, damit der Täter sicher gehen kann, dass er keine Sünde begeht, und damit das proklamierte ‘Eintreten für eine gerechte Sache’ sich nicht ins Gegenteil verkehrt. Hierzu verwenden Terroristen laut Weimann verschiedene Frames, die durch rhetorische Mittel verbreitet werden. Erstens versuchen sie die Verantwortlichkeit für die Tat zu verlagern, indem beispielsweise der Regierung oder den sozialen Umständen die Schuld gegeben wird, und so der Eindruck vermittelt wird, die Gruppe hätte keine andere Wahl als den Gewalteinsatz gehabt. Gleichzeitig wird die Schuld auf verschiedene Akteure der Gruppe verteilt, wodurch die persönliche Verantwortlichkeit des Einzelnen minimiert wird. Drittens werden die Opfer entmenschlicht, indem ihnen humane Eigenschaften abgesprochen werden, so dass die Tat unpersönlich und einfacher erträglich wird. Dazu kommen auch Euphemismen zum Einsatz, Beschönigungen, die genutzt werden, um Gewalt tolerierbar zu machen. ‘For example, al Qaeda always refers to the 9/11 events as attacks on symbols of American power, wealth, and consumerism, but never as the killing of some 3,000 innocent people. Euphemism is an injurious weapon, enabling people to behave much more cruelly than they could if their violent actions were not given a sanitized label’. Fünftens werden vorteilhafte Vergleiche gezogen. Dabei wird der eigene Gewaltakt noch gewalttätigeren Aktionen anderer Akteure, vor allem der Gegner, gegenübergestellt. Außerdem wird der Ereignisablauf verzerrt, so dass Gewaltaktionen nicht als Aktion sondern als Reaktion erscheinen. Zuletzt werden die eigentlichen Opfer als ‘wahre’ Schuldige benannt, die die Tat provoziert hätten. Mit Hilfe solcher Frames versuchen Terroristen sich selbst als Opfer darzustellen und Sympathien auch in demokratischen Gesellschaften zu wecken. In diesem Zusammenhang betonen sie häufig die Unterdrückung der Meinungsfreiheit sowie die Inhaftierung politischer Gefangener. Letztlich präsentieren sie ihre Taten als Akte der Selbstverteidigung: ‘Terrorist rhetoric on the Internet tries to present a mix of images and arguments in which the terrorists appear as victims forced to turn to violence to achieve their just goals in the face of a brutal, merciless enemy devoid of moral restraints’. Insgesamt verknüpfen islamistische Gruppen und Organisationen diese Frames mit religiösen Argumenten, die dazu dienen die Taten religiös zu legitimieren. So werden Koranzitate oder Hadith-Aussprüche verwendet, die beispielsweise den Jihad als Pflicht eines jeden Muslim erscheinen lassen oder den Kampf gegen die Feinde des Islam als einen göttlichen Auftrag darstellen. Dabei werden diese Zitate aus dem jeweiligen Kontext gerissen, so dass sie für die Zwecke der Jihadisten nutzbar werden.
Da Gewaltaktionen dennoch immer eine heikle Angelegenheit sind, weil durch sie die Gefahr entsteht, jegliche Unterstützung zu verlieren, werden interaktive Formate im Internet von Islamisten dankbar angenommen. Diese Angebote erfüllen für die Aktivisten eine wichtige Feedback-Funktion. So ist es ihnen möglich auf kritische Postings unmittelbar zu reagieren und diese Aussagen zu ‘korrigieren’. In diesem Zusammenhang hat beispielsweise die al-Qaida eine Art ‘Hotline’-Aktion initiiert. ‘Im Zeitraum von Dezember 2007 bis Januar 2008 konnten alle Menschen, die des Arabischen mächtig waren, ihre Fragen an Ayman al-Zawahiri auf den einschlägigen Sympathisanten-Webseiten der Gruppe richten’. Insgesamt sind unzählige Fragen zusammengekommen, die laut Musharbash drei Kategorien zuzuordnen sind:
‘Zum Einen wollen viele Dschihad-Fans wissen, wie es um den Terror in bestimmten (ihren?) Regionen bestellt ist; ganz so unterschiedslos weltumspannend und universell ist das Dschihad-Projekt also nicht. Zum Zweiten gibt es ein Bedürfnis nach Klärung theologisch-moralischer Fragen. Es gibt also eine Klientel, die al-Sawahiri als Religionsgelehrten ernst nimmt. Und schließlich existiert in der Cyber-Dschihadisten-Community offensichtlich eine gewisse Erwartungshaltung, dass es große, spektakuläre oder zumindest symbolische Anschläge geben müsste’.
Unter diesen Fragen gibt es jedoch auch viele kritische, die sich mit der Ermordung Unschuldiger auseinander setzen, was wiederum verdeutlicht, dass Jihadisten durch Gewaltaktionen Gefahr laufen, Anhänger zu verlieren. Die Antwort von al-Zawahiri diesbezüglich ist allerdings äußerst lakonisch: ‘’Wir haben keine Unschuldigen getötet’, und sollte es dennoch vorgekommen sein, ‚dann war es ein unbeabsichtigter Irrtum’’.
Neben dieser Feedback-Funktion haben interaktive Formate im Internet aber auch einen instrumentellen Nutzen für Islamisten. Auf diesen Aspekt soll u.a. im nächsten Abschnitt eingegangen werden.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836635332
Arbeit zitieren:
Gebauer, Inga Oktober 2008: Cyberjihad, virtuelle Umma oder Islam online?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Jihadismus, Internet, Islamismus, Fundamentalismus, Koran



