Customer Relationship Management im M-Commerce
Potentiale zur Intensivierung von Kundenbeziehungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Holger Schauenburg
- Abgabedatum: März 2002
- Umfang: 87 Seiten
- Dateigröße: 554,6 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5395-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5395-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5395-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schauenburg, Holger März 2002: Customer Relationship Management im M-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: CRM, M-Commerce, Mobiles CRM, E-Commerce, UMTS
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Diplomarbeit von Holger Schauenburg
Einleitung:
Nachdem im Jahr 2000 in den europäischen Ländern Lizenzen für die dritte Generation des Mobilfunks versteigert worden sind, ist die Telekommunikationsbranche weltweit von einer bis zum heutigen Zeitpunkt andauernden Konsolidierungswelle erfasst worden. Einer der Gründe hierfür ist in den immensen Summen zu sehen, die für die Ersteigerung der Lizenzen zu erbringen waren. Zu den fast 50 Mrd. € für die UMTS-Lizenzen muss dieselbe Summe für den Aufbau der zugehörigen Infrastruktur dazugerechnet werden. Kritische Stimmen bezweifeln die Rentabilität dieser Investitionen bereits seit längerem. Es wird zunehmend unklar, ob die Telekommunikationsbranche auch zukünftig eine Wachstumsbranche sein kann.
Fest steht, dass die Umsätze im Mobilfunk erheblich gesteigert werden müssen, um zu einem sicheren Return on Investment („RoI“) zu kommen. Dieser kann nur über neue Geschäftsmodelle jenseits von Kurznachrichten oder dem Verkauf von Klingeltönen erreicht werden. In diesem Zusammenhang wird des Öfteren der Bereich des mobilen Kundenbindungsmanagements genannt, da es in Märkten mit immer ähnlicheren und in hohem Maße austauschbaren Produkten beim Werben um Kunden verstärkt auf zusätzliche Serviceleistungen und die Erfüllung von individuellen Kundenbedürfnissen ankommt. Ziel dieser Arbeit ist die Beantwortung der Fragestellung, inwieweit die Erweiterung des Kundenbindungsmanagements um eine mobile Komponente die Interaktion zwischen einem Unternehmen und dessen Kunden verändert und welche Wettbewerbsvorteile daraus generiert werden können.
Der Fokus der Betrachtungen richtet sich dabei insbesondere auf zukünftige Mobilfunkgenerationen.
Gang der Untersuchung:
Teil I soll dem Leser die Grundlagen des Kundenbindungsmanagements vermitteln. Er geht dabei vor allem auf die drei Unterbereiche Beziehungsmarketing, kundenindividuelle Massenproduktion und Individualmarketing ein. Hier ist Kapitel 3 von großer Bedeutung, in welchem der Beitrag des Internet für Prozesse des Kundenbindungsmanagements besprochen wird.
Teil II widmet sich den Möglichkeiten mobiler Kommunikation. Hier werden in Kapitel 4 die technischen Standards heutiger und zukünftiger Mobilfunkgenerationen behandelt. Kapitel 5 analysiert die zugrunde liegenden ökonomischen Rahmenbedingungen mobiler Kommunikation und geht auf ihre spezifischen Eigenschaften ein. Teil III fasst die Ergebnisse der ersten beiden Teile zusammen, indem Erweiterungsmöglichkeiten für das Beziehungsmarketing, die kundenindividuelle Massenproduktion und das Individualmarketing auf Basis der neuen Mobilfunkgenerationen dargestellt werden. Als Abschluss der Untersuchungen wird die Hypothese geprüft, dass erfolgreiches Kundenbindungsmanagement über die Steigerung der Kundenzufriedenheit determiniert wird, und, ob dies mittels mobiler Interaktion erreicht werden kann.
Auf dem Weg dorthin müssen folgende Fragen beantwortet werden:
1. Inwiefern eignen sich mobile Kanäle zur Kundenansprache und deren langfristiger Bindung?
2. Bietet das mobile Internet neue Erlösquellen für ein Unternehmen?
3. Müssen Unternehmen am mobilen Kundenbindungsmanagement partizipieren?
Thematisch konzentriert sich das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit auf den Endverbrauchermarkt. Da die hier gewonnen Erkenntnisse aber durchaus auch für den Industriegütermarkt wichtig sind, wird auch darauf punktuell Bezug genommen.
Angesichts des immensen Umfangs der Bereiche Kundenbindungsmanagement und mobile Kommunikation kann die vorliegende Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sie behandelt folglich nur Gesichtspunkte, die der Analyse der oben genannten Fragestellungen dienen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Wachstumsbranche Telekommunikation? | 1 |
| Teil I: Grundlagen des Kundenbindungsmanagements | ||
| 2. | Customer Relationship Management | 2 |
| 2.1 | Definition und Entstehung des Begriffs CRM | 2 |
| 2.1.1 | Begriff der Kundenbindung | 4 |
| 2.1.2 | Prinzipien des Kundenbindungsmanagements | 5 |
| 2.1.3 | Umsetzung des Kundenbindungsmanagements | 5 |
| 2.2 | Ziele und Nutzen des CRM | 6 |
| 2.2.1 | Vorbemerkungen | 6 |
| 2.2.2 | Nutzen der Kundenbeziehung aus Kundensicht | 7 |
| 2.2.3 | Kosten der Kundenbeziehung aus Kundensicht | 8 |
| 2.3 | Ausprägungsformen des CRM | 9 |
| 2.3.1 | Vorbemerkungen | 9 |
| 2.3.2 | Die Individualisierung der Kundenbeziehungen | 9 |
| 2.3.3 | Die kundenorientierte Gestaltung von Geschäftsprozessen | 11 |
| 2.3.4 | One-to-One Marketing | 13 |
| 2.4 | Die technologische Unterstützung von CRM-Prozessen | 15 |
| 2.4.1 | Einleitung | 15 |
| 2.4.2 | Data Warehouse | 15 |
| 2.4.3 | Analytisches CRM und Data Mining | 17 |
| 2.4.4 | Operatives CRM | 18 |
| 2.4.5 | Kollaboratives CRM | 19 |
| 3. | Electronic CRM | 20 |
| 3.1 | Begriffsbestimmung und Abgrenzung | 20 |
| 3.2 | Relationship Marketing im Internet | 21 |
| 3.3 | Mass Customization über das Internet | 23 |
| 3.4 | Problemfelder des Internet als CRM-Kanal | 27 |
| Teil II: Grundlagen mobiler Kommunikation | ||
| 4. | Technologische Grundlagen | 29 |
| 4.1 | Einleitung | 29 |
| 4.2 | Übertragungsstandards zellulärer Netze | 30 |
| 4.2.1 | Vorbemerkungen | 30 |
| 4.2.2 | GSM | 30 |
| 4.2.3 | HSCSD | 30 |
| 4.2.4 | GPRS | 31 |
| 4.2.5 | EDGE | 32 |
| 4.2.6 | UMTS | 32 |
| 4.3 | Protokolle und Programmiersprachen für mobiles Internet | 35 |
| 4.3.1 | HTML | 35 |
| 4.3.2 | WML/WAP | 35 |
| 4.4 | Endgeräte | 36 |
| 4.4.1 | Allgemeines | 36 |
| 4.4.2 | Bluetooth | 37 |
| 4.4.3 | SIM-Application-Toolkit | 37 |
| 5. | Ökonomische Grundlagen des M-Business | 38 |
| 5.1 | Einleitung | 38 |
| 5.2 | Begriffsdefinitionen „Mobile Business“ und „Mobile Commerce“ | 40 |
| 5.3 | Eigenschaften von M-Business | 41 |
| 5.4 | Ökonomische Erfolgsfaktoren im M-Commerce | 44 |
| Teil III: Das Mobiltelefon als Instrument des CRM | ||
| 6. | Möglichkeiten des mobilen Kundenbindungs-managements | 47 |
| 6.1 | Einleitung | 47 |
| 6.2 | Begriffsdefinition „Mobiles CRM” | 47 |
| 6.3 | Die Eignung mobiler Kanäle zur Kundeninteraktion und –bindung | 49 |
| 6.4 | Mobiles Beziehungsmarketing | 51 |
| 6.4.1 | Vorbemerkungen | 51 |
| 6.4.2 | RM durch mobile Push-Werbung | 51 |
| 6.4.3 | Location Based Services | 52 |
| 6.4.4 | Mobile Communities | 53 |
| 6.4.5 | Virales Marketing | 54 |
| 6.4.6 | Grenzen des mobilen Relationship Marketings | 55 |
| 6.5 | Mobile kundenorientierte Prozessgestaltung | 56 |
| 6.6 | Mobiles One-to-One Marketing | 58 |
| 6.7 | Kundennutzenanalyse | 60 |
| 7. | Die Evolution des CRM | 63 |
| Literaturverzeichnis | 65 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 76 | |
| Anhang | 77 |
wirksamste Form der Werbung dar. 7 2.1.1 Begriff der Kundenbindung Unter dem Begriff „Kunde“ versteht man im weitesten Sinne die „Partei auf der Nachfrageseite des Marktes“. 8 Diese kann aus einer Einzelperson, einer Institution oder einer Organisation bestehen. Ein Kunde ist demnach als solcher zu bezeichnen, wenn er von einem bestimmten Anbieter bereits einmal eine Leistung bezogen hat. 9 Kundenbindung bedeutet den Aufbau und die Aufrechterhaltung dieser neu entstandenen Geschäftsbeziehung zwischen Anbieter und Nachfrager. Grundlage hierfür ist das Vorliegen von Gründen auf Anbieter- und/oder Abnehmerseite für eine planmäßige Verbindung zwischen den Einzeltransaktionen. Kundenbindung liegt vor, wenn innerhalb eines bestimmten „Zeitraumes wiederholte Informations-, Güter- oder Finanztransaktionen zwischen zwei Geschäftspartnern stattgefunden haben, bzw. geplant sind. 10 Dieser Prozess wird in Abb. 2 dargestellt: [...]
Abb. 1: Wert eines Kunden im Zeitverlauf Quelle: Reichheld /Sasser (1991), S.110 Wie in Abb. 1 dargestellt steigt der Wert eines Kunden mit seiner Treue zum Unternehmen, da dieser weniger zeit- und preissensitiv ist und Neukunden akquirieren kann. 4 An einem Zahlenbeispiel zeigt sich der Mehrwert, den ein Unterne hmen durch Kundenbindungsmanagement erlangen kann deutlicher: Abhängig von der Branche kann eine Reduzierung der Kundenabwanderung um 5% pro Jahr den Gewinn des Unternehmens zwischen 25% und 85% steigern. 5 Auch kann die Gewinnung eines Neukunden in der Praxis fünfmal soviel kosten wie die Zufriedenstellung eines Stammkunden, der an das Unternehmen gebunden ist.6 Des Weiteren stellt positive Mund-zu- [...]
besprochen wird. Teil II widmet sich den Möglichkeiten mobiler Kommunikation. Hier werden in Kapitel 4 die technischen Standards heutiger und zukünftiger Mobilfunkgenerationen behandelt. Kapitel 5 analysiert die zugrunde liegenden ökonomischen Rahmenbedingungen mobiler Kommunikation und geht auf ihre spezifischen Eigenschaften ein. Teil III fasst die Ergebnisse der ersten beiden Teile zusammen, indem Erweiterungsmöglichkeiten für das Beziehungsmarketing, die kundenindividuelle Massenproduktion und das Individualmarketing auf Basis der neuen Mobilfunkgenerationen dargestellt werden. Als Abschluss der Untersuchungen wird die Hypothese geprüft, dass erfolgreiches Kundenbindungsmanagement über die Steigerung der Kundenzufriedenheit determiniert wird, und, ob dies mittels mobiler Interaktion erreicht werden kann. Auf dem Weg dorthin müssen folgende Fragen beantwortet werden: 1. Inwiefern eignen sich mobile Kanäle zur Kundenansprache und deren langfristiger Bindung? 2. Bietet das mobile Internet neue Erlösquellen für ein Unternehmen? 3. Müssen Unternehmen am mobilen Kundenbindungsmanagement partizipieren? Thematisch konzentriert sich das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit auf den Endverbrauchermarkt. Da die hier gewonnen Erkenntnisse aber durchaus auch für den Industriegütermarkt wichtig sind, wird auch darauf punktuell Bezug genommen. Angesichts des immensen Umfangs der Bereiche Kundenbindungsmanagement und mobile Kommunikation kann die vorliegende Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sie behandelt folglich nur Gesichtspunkte, die der Analyse der oben genannten Fragestellungen dienen. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832453954
Arbeit zitieren:
Schauenburg, Holger März 2002: Customer Relationship Management im M-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
CRM, M-Commerce, Mobiles CRM, E-Commerce, UMTS




