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Customer Relationship Management im Konsumgüter-Bereich

Vom Konzept zum Wettbewerbsfaktor

Customer Relationship Management im Konsumgüter-Bereich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tim Laubsch
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 98 Seiten
  • Dateigröße: 882,4 KB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4697-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4697-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4697-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Laubsch, Tim September 2001: Customer Relationship Management im Konsumgüter-Bereich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: CRM, Kundenorientierung, Marketing, Kundenbindung, CRM

Diplomarbeit von Tim Laubsch

Einleitung:

Im Konsumgüterbereich hat sich das Umfeld der meisten Unternehmen in den letzten Jahren rasant verändert. Stagnierende Märkte, Verdrängungswettbewerb und Konkurrenzdruck haben einen gestiegenen Kosten- und Ertragsdruck verursacht. Eine erhöhte Angebotsvielfalt und die zunehmende Austauschbarkeit vieler funktionaler Produkteigenschaften erschweren es den Unternehmen zusätzlich, sich am Markt zu behaupten. Unternehmen sehen sich mit dem Problem einer sehr geringen Kundentreue konfrontiert, während es gleichzeitig kostenintensiver und schwieriger geworden ist, neue Kunden zu gewinnen. Nachhaltiger als je zuvor sind die Bemühungen, Kunden so langfristig wie möglich an das Unternehmen zu binden. Es ist heute wichtiger denn je, Geschäftsbeziehungen zu Kunden effizient zu gestalten und insbesondere die Beziehung zu wertvollen Kunden systematisch zu pflegen und zu vertiefen. In Theorie und Praxis der Unternehmensführung hat sich das Bewusstsein verstärkt, dass vor allem die Qualität der Kundenbeziehungen über den Unternehmenserfolg entscheidet. In diesem Zusammenhang ist innerhalb der letzten Jahre verstärkt der Begriff Customer Relationship Management (CRM) in betriebswirtschaftlichen Fachdiskussionen aufgekommen. CRM ist eine Geschäftsphilosophie zur Entwicklung dauerhafter Beziehungen zu gewinnbringenden Kunden. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts werden in der betriebswirtschaftlichen Praxis in vielen Branchen CRM-Projekte durchgeführt.

Ziel dieser Arbeit ist eine Beurteilung, ob CRM ein relevanter Wettbewerbsfaktor im Konsumgüter-Bereich sein kann, und wie ein Unternehmen durch den Einsatz von CRM seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen kann. Diese Arbeit fokussiert sich innerhalb des Konsumgüter-Bereichs auf die Gebrauchsgütermärkte und weist folgende zentrale Fragestellung auf: Kann das CRM-Konzept durch seine Umsetzung zum Wettbewerbsfaktor in Gebrauchsgütermärkten werden? Es wird hierfür insbesondere untersucht, welche Gedanken das theoretische Konzept von CRM verfolgt und in welcher Form CRM in der Praxis zur Anwendung gelangt. Es wird geklärt, wie CRM in einem Unternehmen implementiert werden kann und wie sich dadurch konkrete Wettbewerbsvorteile generieren lassen. Anliegen dieser Arbeit ist, einen Überblick über die verschiedenen Perspektiven von CRM sowie dessen vielfältige Zusammenhänge zu geben, und gleichzeitig das Verständnis für eine Vielzahl vernetzter Einzelaspekte zu schaffen.

Gang der Untersuchung:

Das fundamentale Verständnis der Entstehung von CRM, dessen Ansätze sowie Ziele und Strategien erfordert ein Hintergrundwissen über die vorangegangene Entwicklung des Marketings. Aus diesem Grund wird zunächst die Entwicklung von der Entstehung des klassischen Massenmarketings bis zur strategischen Neuausrichtung in Form des Relationship Marketings skizziert. Hierbei wird aufgezeigt, bei welchen Themenbereichen für das Marketing Handlungsbedarf in Form einer Neukonzeption besteht. Darauf aufbauend werden die wichtigsten Merkmale des theoretischen Konzepts von CRM behandelt. Erläutert werden insbesondere der Kerngedanke, wesentliche Ziele und grundsätzliche Veränderungsansätze von CRM sowie Customer Lifetime Value und Customer Life Cycle als Schlüsselstrategien des CRM-Geschäftsmodells. Vertiefend wird auf den Bereich der Kundenbindung als zentrales Ziel von CRM eingegangen. Hierbei wird auch das Thema der Kundenzufriedenheit im Zusammenhang mit Kundenbindung behandelt. Darüber hinaus soll ein Überblick über Strategien und Instrumente des Kundenbindungsmanagements gegeben werden. Zur Veranschaulichung werden die Möglichkeiten und Vorzüge der kommunikationspolitischen Kundenbindungsinstrumente Kundenclub, Beschwerdemanagement und Online-Marketing im Rahmen von CRM herausgearbeitet.

Bei einer Abbildung des CRM-Konzepts in der Praxis wird deutlich, dass sich CRM-Projekte verbreitet auf das Gebiet der Interaktionen und Interaktionsprozesse eines Unternehmens mit seinen Kunden fokussieren. Hierbei werden hauptsächlich folgende Themenbereiche berührt:

- bewusstes Generieren von Wissen über einzelne Kunden bzw. Kundensegmente durch Aufnahme von Daten aus Kundeninteraktionsprozessen.

- systematische Auswertung und Anwendung des Wissens über Kunden.

- Nutzung des Wissens zur Erreichung definierter Ziele.

Die Untersuchung von CRM aus der Perspektive der Praxis macht deutlich, dass technologische Innovationen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien völlig neue Möglichkeiten der Interaktionen mit Kunden eröffnet haben und die Voraussetzung dafür geschaffen haben, dass CRM in Gebrauchsgütermärkten in einem betriebswirtschaftlich sinnvollen Rahmen durchführbar ist. Es soll in diesem Zusammenhang ein Verständnis der komplexen Zusammenhänge zwischen kollaborativem, operativem und analytischem CRM geschaffen werden, wobei auch die Problemfelder von CRM in der Praxis verdeutlicht werden.

Eine erfolgreiche Umsetzung von CRM in der Praxis erfordert ein umfassendes Konzept, eine systematische Vorgehensweise und die Integration von Strategie, Marketing, Organisation, Kommunikation sowie IT. Hinsichtlich der Implementierung von CRM werden zunächst unternehmensinterne Rahmenbedingungen des CRM untersucht, da diese unverzichtbare Anforderungen für die Implementierung und die Durchführung von CRM darstellen. Durch eine Analyse der Ausgangssituation muss zunächst das Potenzial für CRM untersucht werden, was einer Voraussetzung für die anschließende Planung der CRM-Implementierung entspricht. In der Planungsphase werden Voraussetzungen für die zielorientierte Durchführung der Implementierung und den Einsatz von CRM geschaffen. Es werden mögliche Aspekte im Rahmen einer Planung aufgezeigt, wie z.B. die Anpassung der Unternehmensorganisation und die Einbeziehung und Motivation der Mitarbeiter. Abschließend werden Wettbewerbsvorteile betrachtet, die sich für ein Unternehmen in einem Gebrauchsgütermarkt durch den Einsatz von CRM erzielen lassen.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. VOM KLASSISCHEN MARKETING ZUM RELATIONSHIP MARKETING 5
2.1 Entstehung und Grundzüge des traditionellen Massenmarketings 5
2.2 Märkte im Wandel 6
2.3 Aktuelle Probleme des klassischen Marketings 7
2.4 Die strategische Neuausrichtung des Marketings 8
3. DAS KONZEPT DES CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENTS (CRM) 11
3.1 Die Grundlagen des CRM-Ansatzes 11
3.1.1 Ausgangspunkt der Entstehung des CRM-Konzepts 11
3.1.2 Definitionen des Begriffs Customer Relationship Management 11
3.1.3 Kerngedanke und wesentliche Ziele von CRM 13
3.1.4 Strategische Fragestellungen zur Erreichung der wesentlichen CRM-Ziele 14
3.2 Grundsätzliche Veränderungsansätze von CRM 14
3.2.1 Kundenwertschöpfendes Denken versus produktorientiertes Denken 14
3.2.2 Individuelle Bedürfniserfüllung versus standardisiertes Massenprodukt 15
3.2.3 Zielgenaue Kundeninvestition versus lineare Investitionsstrategie 16
3.2.4 Kundenlebenszeitperspektive versus kurzfristiges Verkaufen 16
3.3 Schlüsselstrategien des CRM-Geschäftsmodells 17
3.3.1 Customer Lifetime Value (LTV) 17
3.3.1.1 Customer Lifetime Value als mathematisches Modell 17
3.3.1.2 Beispiel zur Berechnung des Customer Lifetime Value 18
3.3.2 Customer Life Cycle 20
3.3.2.1 Grundlagen 20
3.3.2.2 Idealtypische Marketing-Maßnahmen 21
4. KUNDENBINDUNG ALS ZENTRALES ZIEL VON CRM 24
4.1 Begriffsabgrenzung: Kundenloyalität und Kundenbindung 24
4.2 Kundenzufriedenheit als Determinante der Kundenbindung 25
4.2.1 Kundenzufriedenheit 25
4.2.1.1 Grundlagen zum Konstrukt der Kundenzufriedenheit 25
4.2.1.2 Das C/D-Paradigma als Basismodell der Kundenzufriedenheit 26
4.2.2 Der Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung 27
4.3 Grundlagen zum Kundenbindungsmanagement 28
4.4 Strategien des Kundenbindungsmanagements 29
4.4.1 Dimensionen einer Kundenbindungsstrategie 29
4.4.1.1 Bezugsobjekt der Kundenbindung 29
4.4.1.2 Zielgruppe der Kundenbindung 29
4.4.1.3 Arten der Kundenbindung 30
4.4.1.4 Festlegung der Kundenbindungsinstrumente 31
4.4.1.5 Intensität und Timing der Kundenbindung 31
4.4.1.6 Kooperationsstrategien der Kundenbindung 31
4.4.2 Basisstrategien des Kundenbindungsmanagements 32
4.4.2.1 Gebundenheitsstrategie 32
4.4.2.2 Verbundenheitsstrategie 33
4.4.3 Beziehungsphasenorientierte Kundenbindungsstrategien 33
4.5 Instrumente des Kundenbindungsmanagements 34
4.5.1 Instrumente des Kundenbindungsmanagements im Überblick 34
4.5.2 Ausgewählte kommunikationspolitische Kundenbindungsinstrumente 36
4.5.2.1 Kundenclub 37
4.5.2.2 Beschwerdemanagement 40
4.5.2.3 Online-Marketing 43
5. CRM IN DER PRAXIS 45
5.1 Die Entstehung von CRM in der Praxis 45
5.1.1 Technologische Innovationen als Treiber der Entwicklung von CRM 45
5.1.2 Database Marketing 47
5.2 Kundeninteraktionen im Fokus von CRM-Projekten 49
5.2.1 Kundeninteraktionskanäle und Kundeninteraktionspunkte 49
5.2.2 Der Kundeninteraktionsprozess 50
5.2.3 Funktion und Stellenwert von Kundeninteraktionen 50
5.3 Prozess- und Systemsicht von CRM 52
5.3.1 CRM-Systeme 52
5.3.2 Kollaboratives CRM 53
5.3.3 Operatives CRM 54
5.3.4 Exkurs: Call Center / Customer Interaction Center (CIC) 55
5.3.5 Analytisches CRM 56
5.3.5.1 Relevante Daten zur Kundenbeziehung 56
5.3.5.2 Datenspeicherung im Customer Data Warehouse 57
5.3.5.3 Datenanalyse durch OLAP und Data Mining 58
5.3.6 Die Komponenten eines CRM-Systems im Überblick 60
5.4 Problemfelder von CRM 62
6. DIE IMPLEMENTIERUNG VON CRM 64
6.1 Einleitende Überlegungen 64
6.2 Unternehmensinterne Rahmenbedingungen des CRM 64
6.3 Analyse der Ausgangssituation 65
6.4 Planung der CRM-Implementierung 67
6.4.1 Bildung eines Projektteams 67
6.4.2 Definition der Zielsetzungen 68
6.4.3 Entwurf einer CRM-Strategie 68
6.4.4 Anpassung der Unternehmensorganisation 69
6.4.5 Einbeziehung und Motivation der Mitarbeiter 70
6.5 Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch den Einsatz von CRM 71
6.5.1 Potenzielle Wettbewerbsvorteile durch CRM 71
6.5.2 Diskussion 72
7. SCHLUSSBETRACHTUNG 76
LITERATURVERZEICHNIS VII
EIDESSTATTLICHE VERSICHERUNG XVIII
ERKLÄRUNG XVIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

gewordene Geschäftsbeziehungen durch Wiedergutmachung und Problemlösung zu festigen (Stauss, 2000 b, S. 277). Das Beschwerdemanagement umfasst den komplexen unternehmerischen Handlungsbereich der Planung, Durchführung und Kontrolle aller Maßnahmen, die ein Unternehmen im Zusammenhang mit Kundenbeschwerden ergreift (Wimmer, 1985, S.233). Die Basis hierfür bildet die Beschwerdeanalyse, der systematische Prozess der Untersuchung und Auswertung von Kundenbeschwerden (Diller, 1993, S. 105). Generelle Ziele des Beschwerdemanagements sind es, die geäußerte Kritik zu eliminieren und Kundenzufriedenheit wiederherzustellen, negative Auswirkungen von Kundenunzufriedenheit auf das Unternehmen zu minimieren und die in Beschwerden enthaltenen Hinweise auf betriebliche Schwächen und marktliche Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Daraus ergeben sich folgende marketingrelevante Teilziele: (Stauss, 2000 a, S. 296 f.) Umsetzung und Verdeutlichung einer kundenorientierten Unternehmensstrategie Erzielen von (Beschwerde-)Zufriedenheit als eine wesentliche Grundlage zur Erreichung von Einstellungsverbesserungen, Kundenbindung und Markentreue [...]

Beschwerden sind Artikulationen von Unzufriedenheit, die das Ziel verfolgen, auf subjektiv als schädigend empfundene angebots-, unternehmensoder gesellschafts-bezogene Sachverhalte eines Anbieters aufmerksam zu machen, Verhandlung bzw. Gewährleistung als Wiedergutmachung für erlittene Beeinträchtigungen zu erreichen und/oder eine Änderung kritisierter Sachverhalte zu bewirken (Pepels, 1997, S. 28). Der systematische und planvolle Umgang mit Beschwerden ist für Unternehmen von großer Bedeutung, wenn sie Kundenorientierung anstreben und Kundenbindung als wesentliche Voraussetzung für die Erreichung ökonomischer Unternehmensziele ansehen (Tietz, 1995, S. 227). In diesem Zusammenhang lassen sich zwei ineinander greifende Themenbereiche differenzieren: Während das Zufriedenheitsmanagement vor allem das Ziel verfolgt, die Entstehung von Unzufriedenheit zu vermeiden und Kundenbindung über eine Erhöhung des Leistungswertes (z.B. durch exklusive Vorteile als Clubmitglied) zu erreichen, wird beim [...]

markenaffiner Personengruppen bilden. Jeder Käufer einer Harley Davidson erhält grundsätzlich ein Jahr freie Mitgliedschaft im „Harley Owners Group“. Dies beinhaltet die Clubzeitschrift, Tourenempfehlungen, Notdienst auf den Straßen, ein Versicherungsprogramm gegen Diebstahl, Nachlässe in Hotels sowie ein „Fly-and-Ride-Programm“, mit dem Mitglieder im Urlaub eine Harley Davidson mieten können (Kotler, 1999, S. 81). Bei dem Porsche Club ist die freiwillige Bindung an die Marke bereits sehr hoch und konstituiert sich weniger aus rationalen und ökonomischen Vorteilen als vielmehr aus emotionalen Vorteilen, wie z.B. dem Treffen mit gleichgesinnten und gleichgestellten Personen. Dieser vorselektierte Kunden- und Interessentenkreis bildet für die Porsche AG eine hervorragende Plattform für eine zielgruppengenaue Kommunikation (Dresselhaus, 2000, S. 751 f.). [...]

Arbeit zitieren:
Laubsch, Tim September 2001: Customer Relationship Management im Konsumgüter-Bereich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
CRM, Kundenorientierung, Marketing, Kundenbindung, CRM

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