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Customer Relationship Management im Business-to-Consumer-Bereich des E-Commerce

Customer Relationship Management im Business-to-Consumer-Bereich des E-Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Kern
  • Abgabedatum: Dezember 1999
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 858,8 KB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2420-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kern, Martin Dezember 1999: Customer Relationship Management im Business-to-Consumer-Bereich des E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Electronic Commerce, Customer Relationship Management, One-to-One Marketing, WWW

Diplomarbeit von Martin Kern

Einleitung:

Die Begriffe Internet und Electronic Commerce (EC) sind in letzter Zeit in aller Munde. Insbesondere dem elektronischen Handel, also dem Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen über das Internet, werden immense Wachstumsraten vorausgesagt. Die Grundlage für diese Entwicklung bilden die neuen technischen Möglichkeiten, die das Internet bietet. Multimediale Daten können kostengünstig und sehr schnell in die ganze Welt übertragen werden.

Inzwischen haben viele Unternehmen erkannt, daß sie durch die konsequente Umsetzung einer EC-Strategie Kosten einsparen und erhebliche Wettbewerbsvorteile erreichen können. Dies hat zur Folge, daß immer mehr Unternehmen das Internet nicht mehr nur als Marketingkanal sehen, sondern auch als Vertriebsweg nutzen.

Neben diesen vielfältigen Chancen birgt der Internethandel jedoch auch Risiken und wirft neuartige Probleme und Fragen gerade auch im Bereich der Wirtschaftsinformatik auf. Bei vielen Unternehmen, die bereits im EC aktiv sind, hat sich der erwartete Erfolg noch nicht eingestellt. Die EC-Projekte leiden oft unter schlechter Rentabilität und geringer Kundenakzeptanz. Die Ursache hierfür liegt insbesondere in der weitgehenden Anonymität der Kunden, die eine Kundenbindung durch ein kundenbezogenes, individualisiertes Marketing im herkömmlichen Sinne erheblich erschwert.

Es steht daher außer Frage, daß auch im EC ein deutlicher Handlungsbedarf in Richtung individualisierter Kundenansprache besteht. Die Umsetzung der Erkenntnisse, die in letzter Zeit zu Ansätzen des One-to-One-Marketing bzw. Relationship-Marketing geführt haben, kann jedoch nur unter Beachtung der spezifischen technologischen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen im EC erfolgen.

In dieser wissenschaftlichen Arbeit werden Möglichkeiten aufgezeigt und untersucht, die eine Kundenbindung im Internet ermöglichen. Es stehen dabei nicht nur technische Fragestellungen im Mittelpunkt, sondern es werden insbesondere auch betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigt.

Inhaltsverzeichnis:

GLIEDERUNG II
VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN IV
VERZEICHNIS DER VERWENDETEN ABKÜRZUNGEN V
1. EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG 1
1.2 ZIEL UND GANG DER UNTERSUCHUNG 2
2. ELECTRONIC COMMERCE (EC) 4
2.1 ÖFFENTLICHE ELEKTRONISCHE NETZE ALS GRUNDLAGE DES EC 4
2.1.1 Das Internet 4
2.1.1.1 Entwicklung des Internet 4
2.1.1.2 Technologische Grundlagen - Die TCP/IP Protokollfamilie 4
2.1.2 Das World Wide Web (WWW) 6
2.1.2.1 Das WWW als wesentlicher Teil des Internet 6
2.1.2.2 Technologische Grundlagen 7
2.1.3 Nutzenpotentiale der Internettechnologie 12
2.2 ELEKTRONISCHER HANDEL 13
2.2.1 Geschichtliche Entwicklung 13
2.2.2 Arten elektronischer Handelsbeziehungen 14
2.2.3 Der elektronische Markt 15
2.3 BEGRIFF UND ARTEN DES EC 17
2.3.1 Begriff 17
2.3.2 Ausprägungsformen des EC 18
2.3.3 Verschiedene Anbietertypen im BTC-Bereich 20
3. INDIVIDUAL MARKETING UND CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENT 22
3.1 PROBLEMSTELLUNG 22
3.2 ONE-TO-ONE-MARKETING (NACH PEPPERS/ROGERS) 23
3.3 CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENT (CRM) 27
3.3.1 Begriff und Grundlagen 27
3.3.2 Kundenbindung durch CRM 29
3.3.3 Entwicklungsstufen des Kundenverhältnisses 30
3.3.4 Instrumente des CRM 31
3.3.5 Kennzahlen für den Erfolg des CRM 34
4. REALISIERUNG DES CRM IM BTC-COMMERCE 37
4.1 EINSATZSZENARIO 37
4.2 MÖGLICHKEITEN DER KUNDENBINDUNG 37
4.2.1 Recommendation-Systeme 37
4.2.2 Virtual Communities 39
4.2.2.1 Begriff 39
4.2.2.2 Potential für den EC 40
4.2.3 Kundenbindungs-Pricing 42
4.2.4 Database Marketing 46
4.2.4.1 Begriff und Grundlagen 46
4.2.4.2 Einsatzmöglichkeiten des Database Marketing 48
4.2.4.3 Segmentierung im Rahmen des Database Marketing 49
4.3 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 55
4.3.1 Datenschutzrecht 55
4.3.1.1 Grundlagen 55
4.3.1.2 Regelungen des BDSG 56
4.3.1.3 TDDSG und MD-StV 59
4.3.2 Werbung per E-Mail 60
5. PROTOTYPISCHE REALISATION EINER CRM-KOMPONENTE 61
5.1 DATENBASIS 61
5.1.1 Aufbau des Benutzermodells 61
5.1.2 Erfaßte Daten 63
5.2 FUNKTIONALITÄT 65
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 67
7. LITERATURVERZEICHNIS 69

Automatisiert erstellter Textauszug:

Eine in der Praxis nur schwer zu beantwortende Frage ist die nach dem Erfolg der CRMMaßnahmen, da hier auch viele soft facts140 eine Rolle spielen. Eine geeignete, wenn auch nur sehr eingeschränkt aussagekräftige Kennzahl, ist der Return on Customer (RoC), der teilweise als Alternative bzw. Ergänzung zum Return on Investment (RoI) vorgeschlagen wird. Hier wird also die Rentabilität des einzelnen Kunden betrachtet. Wird der RoC dann über die Gesamtheit aller Kunden bestimmt, kann ermittelt werden, ob sich die CRM-Maßnahmen rentabilitätssteigernd ausgewirkt haben.141 Es besteht dabei jedoch die Gefahr, daß bei der Betrachtung der einzelnen Kunden eine zu kurzfristige Perspektive gewählt wird. Ein Versuch, den wirklichen Wert eines Kunden zu bestimmen, stellt das Konzept des Dauerwerts eines Kunden dar. In diesem Fall ergibt sich der Wert eines Kunden aus allen mit ihm erzielten bzw. erzielbaren Gewinnen, abzüglich der Kosten für die Akquisition und den Dialog mit dem Kunden. Dieses Konzept orientiert sich also nicht nur an dem kurzfristigen, in einer Periode mit einem Kunden erzielbaren Erfolg, sondern versucht, den langfristigen Wert eines Kunden unter Berücksichtigung aller Ein- und Auszahlungen zu bestimmen.142 Es wird somit unterschieden zwischen unrentablen Kunden und „vorerst noch nicht ertragsbringenden Zukunftsträgern“.143 [...]

rung,130 Preisbundling131 oder Rabattsysteme in Form von Frequent Buyer-Programmen132 erreicht werden. Kommunikationspolitische CRM-Instrumente zielen darauf ab, mit bestehenden oder potentiellen Kunden in einen Dialog zu treten. Neben Maßnahmen wie der Betreuung durch Call-Center oder Beschwerdenmanagement133 leisten hier im Bereich des EC insbesondere Recommendation-Systeme134 und Newsletter135 einen wichtigen Beitrag zur Kundenbindung. Gelingt es einem Unternehmen durch den Aufbau einer Virtual Community136 oder den Versand eines Newsletters, seine Kunden mit exklusiven Informationen zu versorgen, können auf diese Weise auch Wechselbarrieren aufgebaut werden, da die Informationen im Falle einer Beendigung der Geschäftsbeziehung für den Kunden nicht mehr zugänglich sind.137 Auch der Bereich der Distributionspolitik eröffnet vielfältige Möglichkeiten, eine Kundenbindungsstrategie zu unterstützen. Die Kundenzufriedenheit kann beispielsweise durch Lieferung frei Haus oder die Möglichkeit zur Online-Bestellung138 erhöht werden. Kostenlos erhältliche Demo-Versionen haben sich inzwischen insbesondere beim Vertrieb von Software über das Internet durchgesetzt. Die Distribution mit Hilfe von Abonnementangeboten unterstützt wiederum eine Gebundenheitsstrategie.139 [...]

Im Rahmen der Produktpolitik, also der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, kann eine Kundenbindung demnach insbesondere durch Einbeziehung der Kundenpräferenzen in die Gestaltung des Leistungsprogramms sowie der Serviceleistungen erfolgen.128 Diese Instrumente sind jedoch nicht nur auf bestehende Kunden beschränkt, durch Marktforschung können hier vielmehr auch die Präferenzen von potentiellen Neukunden einbezogen werden. Wechselbarrieren hingegen können natürlich nur für bestehende Kunden aufgebaut werden. Sie entstehen hier beispielsweise, wenn der Wechsel zu einem Konkurrenzprodukt mit zusätzlichen Kosten (z.B. für neu zu erwerbendes Zubehör) verbunden ist.129 CRM-Instrumente der Preispolitik versuchen, die Kunden durch monetäre Anreize an das Unternehmen zu binden. Preisgarantien in Form einer langfristigen Preisbindung oder Preisreduktionen als Folge von Reklamationen fördern wiederum die Kundenzufriedenheit. Eine erzwungene Kundenbindung hingegen kann unter anderem durch Preisdifferenzie- [...]

Arbeit zitieren:
Kern, Martin Dezember 1999: Customer Relationship Management im Business-to-Consumer-Bereich des E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Electronic Commerce, Customer Relationship Management, One-to-One Marketing, WWW

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