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Cultural Due Diligence

Analyse, Methoden und Anwendung

Cultural Due Diligence
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Melanie Knittel
  • Abgabedatum: August 2002
  • Umfang: 75 Seiten
  • Dateigröße: 582,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Zeppelin University Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5983-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5983-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5983-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Knittel, Melanie August 2002: Cultural Due Diligence, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mergers + Acquisitions, Unternehmenskultur, Analyse, Unternehmenszusammenschluß, Kultur

Bachelorarbeit von Melanie Knittel

Einleitung:

Die Cultural Due Diligence (CDD) ist ein neues und innovatives Beratungsprodukt, das bislang nur von wenigen Unternehmensberatungen bei der Durchführung einer Due Diligence im Rahmen von Mergers & Acquisitions (M&A) angeboten wird.

Die Miteinbeziehung kultureller Untersuchungen in M&As hat erst in den letzten Jahren vor allem bei amerikanischen Unternehmensberatungen Bedeutung gefunden, weil Studien und Untersuchungen zeigten, dass kulturelle Konflikte, ausgelöst durch das Aufeinandertreffen zweier Unternehmenskulturen, maßgeblich für das Scheitern von Unternehmenszusammenschlüssen verantwortlich sind.

Die Aufgabe der CDD ist die systematische Analyse der beteiligten Unternehmenskulturen. Das Ziel ist die Schaffung einer „kulturellen Entscheidungsbasis“, die es ermöglicht, Entscheidungen in der Art über die beteiligten Unternehmenskulturen zu treffen, dass größere kulturelle Konflikte verhindert und somit das Misserfolgsrisiko eines Mergers reduziert werden.

Für diese Entscheidungsbasis wird eine Unternehmenskulturanalyse durchgeführt: Sie hat zum einen die Aufgabe, kulturelle Unterschiede zu identifizieren und zum anderen, deren Ausmaß und Bedeutung für die fusionierenden Unternehmen zu bewerten.

Die Identifizierung und Bewertung der kulturellen Unterschiede können für vielfältige strategische und operationale Entscheidungen, die das Unternehmen (Kaufentscheidung), den Merger (Kaufpreis, Integrationsmaßnahmen) und die beteiligten Unternehmenskulturen (struktureller und kultureller Integrationsgrad) betreffen, dienen.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, aufgrund der Erarbeitung der Grundgedanken der CDD und der Grundlagen der Unternehmenskulturanalyse zu bewerten, in wie weit und unter welchen Voraussetzungen es möglich ist, Unternehmenskulturen im Rahmen der CDD zu erfassen.

Gang der Untersuchung:

Im zweiten Kapitel werden die Aufgaben, Inhalte und Ziele der CDD vorgestellt. Für die begriffliche und inhaltliche Einordnung werden vorab die Begriffe „M&A“ und „Due Diligence“ erläutert.

Die Ausführungen des dritten Kapitels haben das Ziel, die Unternehmenskulturanalyse umfassend zu erarbeiten. Dafür werden zu Beginn grundlegende Konzepte der Kultur und Unternehmenskultur vorgestellt. Auf diesen Kenntnissen aufbauend werden die Grundlagen zur Unternehmenskulturanalyse an zwei unterschiedlichen Vorgehensweisen ermittelt. Zudem werden weitere Ansätze vorgestellt, die Einzug in die Literatur gefunden haben.

Die getroffenen Aussagen zur Unternehmenskultur und Unternehmenskulturanalyse, die sich bis dahin auf nationale M&As bezogen haben, werden im Kapitel 3.8 auf internationale M&As unter Einbeziehung der Landeskultur erweitert.

Im vierten Kapitel werden die beiden vorgestellten Ansätze zur Unternehmenskulturanalyse auf ihre Aussagekraft und Anwendbarkeit bewertet. Dafür werden Voraussetzungen bzw. Erfolgsfaktoren herausgearbeitet.

Zudem werden die Bestimmungsfaktoren und deren Einflüsse ermittelt, die bei einer konkreten Durchführung der CDD auf die Unternehmenskulturanalyse einwirken und die Qualität entscheidend beeinflussen können.

Auf diesen Ergebnissen aufbauend werden Erfolgsfaktoren für die Durchführung einer CDD abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 AUSGANGSSITUATION 1
1.2 ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT 2
2. GRUNDLAGEN 4
2.1 MERGERS & ACQUISITIONS (M&A) 4
2.2 PHASENABLAUF VON M&AS 5
2.3 DUE DILIGENCE 5
2.4 CULTURAL DUE DILIGENCE (CDD) 6
2.4.1 Eingehende Bemerkungen 6
2.4.2 Grundlagen CDD 7
2.4.3 Anwendung CDD 7
3. UNTERNEHMENSKULTURANALYSE 11
3.1 GRUNDLAGEN KULTUR 11
3.2 GRUNDLAGEN UNTERNEHMENSKULTUR 12
3.2.1 Kulturmodell (Schein) 13
3.2.2 Charakteristik einer Unternehmenskultur 16
3.2.3 Modell der Akkulturation - Kulturelle Konflikte 17
3.2.4 Kulturmodell (Kobi/Wüthrich) 19
3.3 GRUNDLAGEN UNTERNEHMENSKULTURANALYSE 20
3.4 UNTERNEHMENSKULTURANALYSE NACH KOBI/WÜTHRICH 21
3.4.1 Diagnose der Unternehmenskultur 21
3.4.2 Bewertung der Unternehmenskulturen auf die Kompatibilität 24
3.5 UNTERNEHMENSKULTURANALYSE NACH SCHEIN 26
3.6 INSTRUMENTE DER DATENERHEBUNG 28
3.7 WEITERE ANSÄTZE ZUR UNTERNEHMENSKULTURANALYSE 30
3.7.1 Typologisierung 31
3.7.1.1 Typologisierung nach Goffee/Jones 31
3.7.1.2 Typologisierung nach Heinen 33
3.7.2 Mehrdimensionale Ansätze 34
3.7.2.1 „Kulturnetz“ von Clarke 34
3.7.2.2 „Ökonomische Grundorientierungen“ von Kobi/Wüthrich 35
3.8 LANDESKULTUR 36
3.8.1 Bedeutung der Landeskultur für die Unternehmenskultur 36
3.8.2 Landeskultur und ihre Dimensionen 38
3.8.3 Integration der Landeskultur in die Unternehmenskulturanalyse 41
3.8.3.1 Unternehmenskulturanalyse nach Schein 41
3.8.3.2 Unternehmenskulturanalyse nach Kobi/Wüthrich 42
3.8.3.3 Integrationsansatz nach Trompenaars/Hampden-Turner 43
4. BEURTEILUNG UNTERNEHMENSKULTURANALYSE 47
4.1 BEURTEILUNG ANSÄTZE ZUR UNTERNEHMENSKULTURANALYSE 47
4.1.1 Unternehmenskulturanalyse Kobi/Wüthrich 47
4.1.1.1 Diskussion und Bewertung der Datenerhebungsinstrumente 47
4.1.1.2 Diskussion und Bewertung der Beurteilungskriterien 50
4.1.1.3 Fazit Unternehmenskulturanalyse Kobi/Wüthrich 53
4.1.2 Unternehmenskulturanalyse Schein 54
4.1.3 Gegenüberstellung der vorgestellten Ansätze 55
4.2 UNTERNEHMENSKULTURANALYSE IN DER PRAXIS 56
4.3 ERFOLGSFAKTOREN DER CDD 60
5. AUSBLICK 62
LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 63

Automatisiert erstellter Textauszug:

z. B. untersucht, in welchem Grad die Unternehmenskultur den Organisationsrichtlinien entspricht. Veränderungsbereitschaft: Dieses Beurteilungskriterium bewertet, in wie weit sich eine Unternehmenskultur ändern kann und will. Gerade bei M&As kann dies ein entscheidendes Kriterium für oder gegen den Merger sein. Merkmale für eine geringe Veränderungsbereitschaft sind z. B. viele Hierarchiestufen, starke Bürokratisierung oder viele ältere Mitarbeiter. Merkmale für veränderungsbereite Unternehmenskulturen können Mitarbeiter sein, die unzufrieden mit den derzeitigen Gegebenheiten sind oder die sich permanent mit Neuerungen/Änderungen auseinandersetzen müssen (Forschung, IT- Branche). 3. Visualisierung der Ergebnisse in Schaubildern und Graphen Im letzten Schritt der Diagnose werden die Ausprägungen der ermittelten Beurteilungskriterien der Unternehmenskulturen visuell bzw. graphisch aufbereitet. Dies kann anhand von Schaubildern, Graphen, Quadranten usw. erfolgen. Ziel ist es, komplexe Sachverhalte einfach und übersichtlich darzustellen. [...]

Ergebnis wird oft als „IST-Kultur“ bezeichnet und in „Kulturprofilen“ visualisiert. Die Diagnose umfasst drei Schritte: 1. Planung der Diagnose und Datenerhebung 2. Festlegung der und Zuordnung zu den Beurteilungskriterien 3. Visualisierung der Ergebnisse in Schaubildern und Graphen Die einzelnen Schritte werden im Folgenden vorgestellt: 1. Planung der Diagnose und Datenerhebung Dieser Schritt umfasst die Planung der Diagnose, d. h. die Festlegung der benötigten kulturellen Informationen sowie die Auswahl der Instrumente, die zum Einsatz kommen. Darauf folgt die konkrete Durchführung der Datenerhebung: Ein Beraterteam versucht, durch den systematischen Einsatz von Beobachtung, Befragung, etc. relevante Informationen zu ermitteln. 2. Festlegung der und Zuordnung zu den Beurteilungskriterien Die Datenerhebung liefert vielfältige, aber unstrukturierte Informationen über die Unternehmenskulturen. Durch die Festlegung der Beurteilungskriterien wird bestimmt, zu welchen Informationskategorien die ermittelten Daten zusammengefasst werden. D. h. die vielen Informationen werden zu wenigen Informationen gebündelt („Kulturmerkmale“) und bekommen eine gewisse Aussagekraft, weil sie sich auf eine breitere Informationsbasis stützen. Anhand der ermittelten Ausprägungen der Beurteilungskriterien wird eine Unternehmenskultur in Bezug auf Eigenschaften bewertet. Im Rahmen der CDD sind die Ausprägungen der Beurteilungskriterien die Basis für die Identifizierung und Bewertung der kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten und somit für den Vergleich der Unternehmenskulturen. Für Kobi/Wüthrich sind fünf Beurteilungskriterien wesentlich für die Bewertung einer Unternehmenskultur1: Prägungen: [...]

sen Kenntnissen aufbauend - die Grundlagen der Analyse sowie zwei unterschiedliche Ansätze zur Unternehmenskulturanalyse vorgestellt werden. Eine Analyse ist grundsätzlich definiert als „systematische Untersuchung eines Gegenstandes oder Sachverhaltes hinsichtlich aller Komponenten oder Faktoren, die ihn bestimmen“1. Im Rahmen der CDD ist es notwendig, eine vergleichende Analyse durchzuführen. Dies bedeutet, dass beide Unternehmenskulturen auf die gleiche Art und Weise untersucht werden, nur dies ermöglicht einen Vergleich der Unternehmenskulturen2. Im Folgenden werden zwei unterschiedliche Ansätze zur Unternehmenskulturanalyse vorgestellt. Der erste Ansatz hat allgemeine Verbreitung und Anwendung gefunden3 und wurde von Kobi/Wütherich stark für die Praxis konkretisiert. Der zweite Ansatz von Schein ist eher ein wissenschaftlicher Ansatz, der die „Erforschung“ der Grundannahmen und somit der Unternehmenskultur in den Vordergrund stellt. [...]

Arbeit zitieren:
Knittel, Melanie August 2002: Cultural Due Diligence, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mergers + Acquisitions, Unternehmenskultur, Analyse, Unternehmenszusammenschluß, Kultur

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