Cross-Media-Strategien bei Einführung von Online-Marken
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Daniel Martens
- Abgabedatum: Dezember 2000
- Umfang: 116 Seiten
- Dateigröße: 940,2 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Flensburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4647-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4647-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4647-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Martens, Daniel Dezember 2000: Cross-Media-Strategien bei Einführung von Online-Marken, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marketing, Internet, Werbung
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Diplomarbeit von Daniel Martens
Der Produktstart stellt mit der Finanzierung, der technischen Umsetzung sowie der Zusammenführung eines Mitarbeiterstabes die nächste entscheidende Hürde für eine sich etablierende Website dar. Sie kostet mitunter genauso viel Arbeit und Kapital wie für die Entwicklung des Internetangebots nötig waren. Es gilt, eine Marke zu etablieren, sie mit Leben zu füllen und zugleich bekannt zu machen. Misslingt der Start, kann dies trotz vielversprechenden Business-Modells eine frühzeitige Insolvenz bedeuten.
Die Erfahrungen der vergangenen Monate verdeutlichen, dass es für viele Internet-Unternehmen schwierig werden wird, ihren Break-Even zu erreichen. Meistens liegt der Grund in der fehlenden Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells oder in nicht realisier-baren Trafficzahlen und Absatzmengen, auf denen der Business-Plan basiert. Der Traffic, der über die Page-Impressions quantifiziert wird, bezieht seinen Zuwachs aus einer steigenden Bekanntheit der URL (Unique Resource Locator) und einer langfristigen Kundenbindung. Die Absatzmengen werden nur generiert, wenn der Kunde einen guten Service zu einem attraktiven Preis erhält - vor allem jedoch Vertrauen in das Internet-Unternehmen gewinnt. Im Zusammenhang mit dem Launch der Website sollte ein konsequenter Markenaufbau ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmens- und insbesondere der Marketingstrategie sein.
Immer mehr Firmen stellen sich die Frage, wie erfolgreiche Markenführung und Markenaufbau im Internet erreicht werden können. Die Old Economy leitet für sich die Zielsetzung ab, die klassischen Marken über die neuen Medien in ihrer Bekanntheit, Sympathie und Vertrauenswürdigkeit weiter zu entwickeln, um dadurch die Marke in die virtuelle Welt zu transportieren. Für die New Economy stellt sich hingegen in Bezug auf die Markeneinführung und langfristige Etablierung die Frage, ob sich die bisher gemachten Erfahrungen und erstellten Theorien über klassische Marken in die virtuelle Welt übertragen lassen. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Internet als neues Medium für eine erfolgreiche Markeneinführung?
Aufbau der Arbeit Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit wird sein, zu analysieren, worauf beim Launch von Online-Marken zu achten ist. Wie können die Vorgaben der Werbestrategie mit den Charakteristiken einer Online-Marke in eine effektive Cross-Media-Strategie umgesetzt werden? Vor der Erläuterung der verschiedenen Cross-Media-Strategien erfolgt im zweiten Kapitel der Arbeit eine Einführung über die Grundsätze der Markenpolitik mit ihren Vor- und Nachteilen sowie der Beschreibung der Unterschiede zwischen einer Offline- und Online-Marke. Es wird erläutert, wie sich eine Marke definiert und welche Bedeutung einer Marke im Wettbewerb zugeschrieben werden kann. Die aufgeführten Differenzen zwischen den beiden Markenformen und die Grundsätze der Markenpolitik werden in den folgenden Kapiteln aufgegriffen und fließen in die Erläuterung des Mediamix mit ein. Im dritten Kapitel wird der Mediamix in seiner Funktion innerhalb der Mediaplanung, die dabei zu beachtenden Risiken sowie die Zielsetzung eines jeden Mediaplaners beschrieben. Um ein Verständnis für die einzelnen Mediagattungen im Mediamix zu gewinnen, werden die Werbeformen sowohl im Online- wie Offline-Bereich in ihrer Funktionalität und Wirkung systematisiert. Davon ausgehend werden die Rollen der Medien und die Gründe für die Wahl eines bestimmten Mediamix im vierten Kapitel beschrieben. Nach der Beantwortung der Frage, ob eine Einführung einer Online-Marke nur über das Medium Internet sinnvoll ist, werden im fünften Kapitel die Cross-Media-Strategien bei einem Website-Launch in Abhängigkeit von den vorgegebenen Kriterien der Werbestrategie aufgeführt. Die Ausarbeitungen werden anhand eines praktischen Beispiels explizit veranschaulicht. Eine Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse sowie ein Ausblick zu der Entwicklung des Mediums Internet runden die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | V | |
| 1. | Internet-Unternehmen mit Anspruch auf eine Marke? | 1 |
| 1.1 | Die aufstrebende New Economy | 1 |
| 1.2 | Problemstellung bei der Markeneinführung im Internet | 2 |
| 1.3 | Das Medium Internet bei der Markeneinführung | 3 |
| 1.4 | Aufbau der Arbeit | 5 |
| 1.5 | Formale und begriffliche Erläuterungen | 6 |
| 2. | Markenbildung im Internet | 8 |
| 2.1 | Was ist eine Marke? | 9 |
| 2.2 | Nutzen der Markeneinführung | 10 |
| 2.2.1 | Vorteile für den Verbraucher | 10 |
| 2.2.2 | Vorteile für das Unternehmen | 12 |
| 2.3 | Unterschiede zwischen Online-und Offline-Marken | 15 |
| 2.4 | Der Weg zu einer Online-Marke | 16 |
| 2.4.1 | Markenerlebnis durch Produkterfahrungen | 17 |
| 2.4.2 | Die Suche nach einem Namen | 22 |
| 2.5 | Gefahren der Markenführung | 26 |
| 3. | Cross-Media-Strategie | 28 |
| 3.1 | Definition der Cross-Media-Strategie | 28 |
| 3.2 | Cross-Media-Strategien im Ablauf der Werbeplanung | 28 |
| 3.3 | Ziel der Mediaplanung | 30 |
| 3.4 | Klassische Mediagattungen | 30 |
| 3.4.1 | Quantitative Kriterien | 31 |
| 3.4.2 | Qualitative Kriterien | 32 |
| 3.5 | Medium Internet | 34 |
| 3.6 | Online-Werbeformen | 39 |
| 3.6.1 | Banner - die „klassische“ Werbeform im Netz | 39 |
| 3.6.2 | Alternative Werbeformen | 40 |
| 3.7 | Werbeerfolgskontrolle | 43 |
| 4. | Berechtigung einer Cross-Media-Strategie | 45 |
| 4.1 | Stellungen der klassischen Medien im Mediamix | 45 |
| 4.2 | Stellung des Internets im Mediamix | 46 |
| 4.3 | Gründe zur Bestimmung eines Mediamix? | 49 |
| 4.4 | Mediamix-Effekte bei Online-Marken | 52 |
| 4.4.1 | Schwierigkeiten einer Einführungskampagne bei Online-Marken | 52 |
| 4.4.2 | Unterschiedliche Mediennutzungsverhalten | 53 |
| 4.4.3 | Parallele Nutzung der Offline-Medien zum Internet | 55 |
| 4.4.4 | Funktion der Medien beim Markenaufbau | 57 |
| 5. | Cross-Media-Strategie eine nicht fassbare Zahl an Mixkombinationen | 59 |
| 5.1 | Entscheidungskriterien der Cross-Media-Strategie | 59 |
| 5.1.1 | Mediengewichtung | 60 |
| 5.1.2 | Einsatzabfolge | 61 |
| 5.1.3 | Werbeintensität | 63 |
| 5.1.4 | Einsatzzeitpunkt | 65 |
| 5.2 | Einflussfaktoren einer Cross-Media-Strategie | 67 |
| 5.2.1 | Marktsituation | 69 |
| 5.2.2 | Website-Angebot | 71 |
| 5.2.3 | Zielgruppen | 72 |
| 5.2.4 | Werbeziele | 75 |
| 5.2.5 | Werbeetat | 78 |
| 5.3 | Empfehlung für eine Cross-Media-Strategie am Beispiel flirtmaschine.de79 | |
| 5.3.1 | Briefingvorgaben | 80 |
| 5.3.2 | Auswahl der Medien | 81 |
| 5.3.3 | Einsatzplanung der Kampagne | 82 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 84 |
| 6.1 | Zusammenfassung | 84 |
| 6.2 | Ausblick | 87 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 90 | |
| ANHANG I: ANALYSEN ZUR CROSS-MEDIA-STRATEGIE FLIRTMASCHINE.DE | VII | |
| ANHANG II: MEDIAPLAN ZUR EINFÜHRUNGSKAMPAGNE FLIRTMASCHINE.DE | IX | |
| ANHANG III: ONLINE WERBEFORMEN DER KAMPAGNE FLIRTMASCHINE.DE | X | |
| ANHANG IV: VERWENDETE BEISPIELE VON WEBSITE-ADRESSEN | XI | |
| ANHANG V: GLOSSAR | XII |
Das Fernsehen eignet sich zum Aufbau einer emotional aufgeladenen Markenwelt sowie einer Kommunikation von Produktnutzen und -anwendung. Gerade für die immaterielle Online-Welt115 bietet dieses Medium Vorteile bei der Markenvisualisierung sowie der Leistungserläuterung. Die Publikumszeitschriften haben dagegen die Funktion des Aufbaus und der Festigung der Bekanntheit, des Images und der Vermittlung der komplexen Informationen eines Website-Angebotes.116 Dadurch, dass der Leser das Tempo der Informationsverarbeitung selbst bestimmt, kann sich dieser länger und intensiver mit der Anzeige beschäftigen.117 Die Print-Medien ermöglichen dem Leser die Web-Adresse zu notieren oder zum gegebenem Anlass auf die Information der Anzeige zurückzugreifen. Ein Fernsehspot ist einmalig und nicht wieder abrufbar. Ein weiterer Vorteil von Zeitschriften und Tageszeitungen liegt in ihrem bestehenden Image, ihrer Glaubwürdigkeit und Exklusivität.118 Diese Attribute werden vom Leser von diesen Medien auf die in ihnen geschaltete Werbung übertragen.119 Auch wenn die Unterbrecherwerbeformen im Internet immer populärer werden und ein längerer Online-Spot sich mit Bild, Ton und Text immer weiter der Werbewirkung eines Fernsehspots annähert, sind die herkömmlichen Internetwerbeformen noch nicht in der Lage, den Produktnutzen zu demonstrieren und ein emotionales Markenerlebnis zu erzeugen. Zu gering ist die Übertragungsqualität gegenüber dem Fernsehen. Doch mit neuen Technologien wie Breitband-Datenübertragungen werden sich die beiden Medien [...]
Eine parallele Nutzung des Internet mit weiteren Offline-Medien kann zu ähnlichen Synergieeffekten führen. Der visuell und akustisch wahrgenommene TV- und der auditive Radiospot erfüllen bei einer parallelen Nutzung des Internets eine latente Erinnerungswirkung beim Empfänger Gerade da die Website-Adresse oft kaum einzuprägen ist114 und die wenigsten Personen sich die Website-Adresse aufschreiben, könnte diese bei einem erneuten Kontakt in den Medien direkt in den Browser eingegeben werden, um der Werbebotschaft im Internet nachzugehen. Insbesondere dann, wenn es sich um Werbekampagnen handelt, die auf Spontankäufe abzielen, könnte der Konsument auch nach den offiziellen Ladenschlusszeiten der reellen Welt einem beworbenen Angebot im Netz nachgehen. Hätte der Verbraucher nicht direkt [...]
In der reellen Welt kann der Kunde beim Passieren eines Einkaufsregals oder Schaufensters auf ein Produkt aufmerksam werden. Der Kunde wird ein beworbenes und ihm schon bekannte Produkt wiedererkennen, es begutachten und eventuell direkt kaufen.110 Produktinteresse und -vertrauen müssen für solche Handlungen zuvor existieren. Beim Launch einer Online-Marke werden die notwendigen Produktassoziationen im Wesentlichen durch die klassischen Medien erzeugt. Die Online-Werbung ist parallel zu der klassischen Werbung diejenige, die der Verbraucher am Point of Sale zu sehen bekommt. Eine PoS-Kommunikation erfährt verstärkte Aufmerksamkeit, wenn vorab durch die Kommunikation in anderen Mediagattungen bestimmte Produktinformationen und Assoziationen in dem "Relevant Set" der Verbraucher verankert werden konnten. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832446475
Arbeit zitieren:
Martens, Daniel Dezember 2000: Cross-Media-Strategien bei Einführung von Online-Marken, Hamburg: Diplomica Verlag



