Covered Warrants als Finanzinnovation für private Kapitalanleger und Portfoliomanager
Eine Studie zur Entstehung und Entwicklung des deutschen Marktes
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Axel Schuster
- Abgabedatum: Juni 1998
- Umfang: 119 Seiten
- Dateigröße: 6,4 MB
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Augsburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1479-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1479-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1479-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schuster, Axel Juni 1998: Covered Warrants als Finanzinnovation für private Kapitalanleger und Portfoliomanager, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Axel Schuster
Einleitung:
"Ihre Option auf mehr Gewinn" war einer der ersten Werbebotschaften, der sich die Citibank Deutschland AG und die PEH Universal Fonds AG gleichermaßen bedient haben, um für ihre Produkte, die neu aufgelegten Covered Warrants bzw. den ersten Optionsschein-Fonds, ab Ende der Achtziger Jahre Abnehmer zu finden. Dieser Slogan stand am Beginn der Entwicklung einer Optionsschein-Kultur, die bis zur Gegenwart ein enormes Potential entfaltet hat. Auf dem Wertpapiermarkt hat der Covered Warrant neben Aktien und festverzinslichen Rentenpapieren eine bedeutende Stellung eingenommen; eine Stellung, die den modernen, direkt an den Finanzmärkten agierenden Investor veranlaßt, sich zu irgendeinem Zeitpunkt auch mit derivativen Finanzprodukten auseinanderzusetzen. Exakt dieser, sich in der Fortentwicklung befindliche Anleger markiert die Zielgruppe der vorliegenden Arbeit. Es kann es sich sowohl um den klassischen Privatanleger handeln, wie um den Manager eines Investmentfonds, der eine chancenreiche Depotbeimischung sucht. Der private Kapitalanleger investiert üblicherweise das liquide, nicht zum unmittelbaren Konsum vorgesehene Familien- oder Privatvermögen mit dem Ziel des Wertzuwachses. Für den kommerzielle Investor ist die Vermögensanlage Tagesgeschäft. Seine Aufgaben und Interessen sind je nach Anspruch und Zielsetzung der flankierenden Investmentgesellschaft deutlich vielschichtiger. Praktische allen Fondmanagern gemein ist der fortwährende Ergebnisdruck. Die Erwartung mit seinem individuellen Portfolio stets besser als der Index sein zu müssen, kann dem Portfoliomanager den Einsatz von Covered Warrants interessant werden lassen. Es kann auch zu dem Versuch fuhren - wie im populären Fall des Wertpapierhändlers Nick Leeson von der britischen Barings Bank, einen durch ursprüngliche Anlageinstrumente verlorenen Boden durch den Kauf von Derivaten zurückzugewinnen oder schlicht das Depot aufzupeppen'. Die Gewichtigkeit der von den zwei unterschiedlichen Fraktionen zu tragende Verantwortung ist trotz der unterschiedlichen Ansätze durchaus vergleichbar. Aus dieser Sicht bildet der private und gewerbliche Anleger eine homogene Zielgruppe, die stets gemeinsam angesprochen werden soll.
Der Gegenstand dieser Arbeit ist die globale Darstellung der Finanzinnovation Covered Warrant. Das Ziel soll dabei sein, die angesprochene Gruppe bei der Auseinandersetzung mit Optionsscheinen als Anlagealternative zu sensibilisieren. Der Schwerpunkt des Werkes ist nicht die ausschließliche Information, also ein Aneinanderreihen von Fachwissen, sondern vielmehr die Motivation und Inspiration sich der Thematik zuzuwenden. Das zentrale Moment dabei ist die bewußte Erlangung und Beibehaltung einer Ausgewogenheit der Betrachtung. Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist daher ausdrücklich initiierender und didaktischer Natur.
Gang der Untersuchung:
Um den globalen Überblick zu ermöglichen, wird sich der erste Teil der Arbeit speziell mit dem Mikrokosmos des Finanzinstruments beschäftigen. Eingegangen wird dabei insbesondere auf die Entstehung, die Funktionsweise und die Verwendungsmöglichkeiten von Covered Warrants. An die jeder Handlung zugrundeliegenden Maxime "No action without motif" soll dabei beständig erinnert werden. Der erste Teil mit den Kapiteln 2 und 3 stellt die Sensibilität der Analysetechniken dar und soll zur kritischen Hinterfragung aller vorgefertigter Hilfen anregen.
Der zentrale Punkt des Optionsscheins, der Marktpreis und seine Einflußgrößen als das erfolgsentscheidende Element, hat bei der Betrachtung stets höchste Priorität und ist immer der Angelpunkt der Denkrichtung.
Im zweiten Teil der Arbeit wird auf den Makrokosmos der Optionsscheinanlage eingegangen. Es werden die äußeren Spielregeln und Konditionen besehen und ein Gefühl dafür entwickelt, das eine Vernachlässigung der Marktbedingungen, trotz der Verlockung sich gänzlich der Optionspreistheorie zu widmen, nicht zuläßt. Um eine ausgewogene Sicht zu erhalten und darzulegen, wurden viele Meinungen und Stimmungen erfaßt. Es wurde der Dialog mit den Emittenten ebenso gesucht, wie die Diskussion mit den Anlegern. Gegenstand der Beobachtung waren darüber hinaus auch Banken und Kursmakler, die als Mittler ebenso einen bestimmten Einfluß ausüben können.
Die Arbeit stellt auch dahingehend eine Anregung zur Vertiefung und Einarbeitung dar, da die Entwicklungen des Marktes niemals stillstehen und gerade in den nächsten Jahren aufgrund sich abzeichnender Tendenzen noch beschleunigen werden.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| TABELLENVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| VORWORT | IX | |
| 1. | Einleitung und Vorgehensweise | 1 |
| 2. | Die Grundlagen des Optionsscheinmarktes in Deutschland | 3 |
| 2.1. | Das Grundprinzip des Instruments ,,Optionsschein" | 3 |
| 2.2. | Historische Entstehung | 3 |
| 2.3. | Abgrenzung zu anderen derivativen Finanzprodukten mit Termingeschäftscharakter | 6 |
| 2.4. | Gründe für die Begebung von Covered Warrants | 7 |
| 2.5. | Einsatzmöglichkeiten und Motive für den Erwerb von Optionsscheinen | 8 |
| 2.5.1. | Das Hedgemotiv | 9 |
| 2.5.2. | Das Spekulationsmotiv | 9 |
| 2.5.3. | Das Arbitragemotiv | 11 |
| 3. | Ein Überblick über die Bewertung von Covered Warrants | 12 |
| 3.1. | Erläuterung der Vorgehensweise | 12 |
| 3.2. | Die wertbestimmenden Faktoren von Covered Warrants | 14 |
| 3.2.1. | Zentrales Moment der Preisbildung | 14 |
| 3.2.2. | Allgemeine Risikokomponente | 15 |
| 3.2.3. | Die Ausstattungsmerkmale und deren Bedeutung | 16 |
| 3.2.4. | Die Bedeutung des Renditehebels in der Kapitalanlage | 19 |
| 3.2.5. | Die Preisbestandteile der Optionsprämie | 21 |
| 3.3. | Die moderne Optionspreistheorie | 23 |
| 3.3.1. | Die Einflußgrößen des Zeitwertes | 23 |
| 3.3.1.1. | Faktor Moneyness | 24 |
| 3.3.1.2. | Faktor Volatilität | 27 |
| 3.3.1.3. | Faktor Restlaufzeit | 29 |
| 3.3.1.4. | Sonstige Faktoren | 30 |
| 3.3.1.5 | Das Zusammenwirken der Faktoren | 33 |
| 3.3.2. | Die Verwendung von dynamischen Kennziffern | 33 |
| 3.3.3. | Die Analyse unter Verwendung eines fairen Preises | 35 |
| 3.3.4. | Kritische Sichtung der modernen Preistheorien | 36 |
| 4. | Die Veränderungen auf dem deutschen Optionsscheinmarkt | 40 |
| 4.1. | Vorbemerkung | 40 |
| 4.2. | Informationsbeschaffung | 41 |
| 4.3. | Die Entwicklung des Gesamtmarktes | 42 |
| 4.4. | Die Anteile der Anbieter am Optionsscheinmarkt | 51 |
| 4.4.1. | Die Entstehung der Marktvielfalt | 51 |
| 4.4.2. | Eine Übersicht über den Wettbewerb der Anbieter | 52 |
| 4.4.3. | Ein Ausblick auf anstehende Veränderungen | 56 |
| 4.5. | Die Marktmacht der Anbieter | 57 |
| 4.5.1. | Das Primärmarktgeschäft | 58 |
| 4.5.2. | Das Sekundärmarktgeschäft | 62 |
| 4.5.3. | Weitere Möglichkeiten der Einwirkung durch den Emittenten | 66 |
| 4.6. | Die Einflußnahme durch den Nachfrager | 70 |
| 4.7. | Die Handelsbedingungen von Optionsscheinen in Deutschland | 72 |
| 4.7.1. | Die depotführende Bank als Absatzmittler | 72 |
| 4.7.2. | Die wertbestimmenden Bedingungen im Börsenhandel | 74 |
| 4.8. | Eine kritische Marktbetrachtung | 78 |
| 5. | Zusammenfassung und AusbIick | 80 |
| ANHANG | X | |
| LITERATURVERZEICHNIS | XXXI |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832414795
Arbeit zitieren:
Schuster, Axel Juni 1998: Covered Warrants als Finanzinnovation für private Kapitalanleger und Portfoliomanager, Hamburg: Diplomica Verlag
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