Cost- oder Qualityleadership und andere strategische Alternativen für europäische Fluggesellschaften
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Martin Kößler
- Abgabedatum: November 2002
- Umfang: 118 Seiten
- Dateigröße: 715,3 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6621-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6621-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6621-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kößler, Martin November 2002: Cost- oder Qualityleadership und andere strategische Alternativen für europäische Fluggesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Wettbewerbsstrategien, Luftverkehr, Low Cost Carrier, Kernkompetenzen, Ryanair
In den Warenkorb
68,00 €
Diplomarbeit von Martin Kößler
Zusammenfassung:
Durch die Liberalisierung des Luftverkehrs in Europa hat sich der Markt der Fluggesellschaften radikal verändert. Neue Airlines machen den ehemaligen Staatsunternehmen, den Flag Carriern, zunehmend Konkurrenz. Besonders erfolgreich hierbei sind die sogenannten Low Cost Airlines, die sich als Costleader im Sinne generischer Wettbewerbsstrategien im Markt positionieren. Bis zum Jahr 2010 werden sie in Europa, Prognosen zu Folge, einen Marktanteil von 25 bis 33% erreichen.
Den bisherigen Marktteilnehmern stehen zahlreiche strategische Alternativen offen, um auf den Markteintritt der Low Cost Carrier zu reagieren. Diese Arbeit gibt , basierend auf einer Untersuchung der heutigen Marktstruktur, Empfehlungen zur Wahl einer Strategie sowohl für die etablierten europäischen Fluggesellschaften als auch für die Low Cost Carrier.
Außerdem wird untersucht, inwieweit europäische Fluggesellschaften generische Wettbewerbsstrategien anwenden und welches die wichtigsten Ressourcen und Kernkompetenzen der Airlines sind.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Titelblatt | 1 |
| II. | Inhaltsverzeichnis | 2 |
| III. | Abkürzungsverzeichnis | 5 |
| IV. | Abbildungsverzeichnis | 6 |
| 1. | Einleitung | 7 |
| 1.1 | Ziel der Arbeit | 7 |
| 1.2 | Terminologische und inhaltliche Abgrenzung | 7 |
| 1.3 | Gang der Untersuchung | 8 |
| 2. | Strategie und strategisches Management | 10 |
| 2.1 | Strategie | 10 |
| 2.2 | Strategisches Management | 11 |
| 2.3 | Market Based View | 12 |
| 2.4 | Porters generische Wettbewerbsstrategien | 16 |
| 2.4.1 | Kostenführerschaft | 17 |
| 2.4.2 | Differenzierung | 18 |
| 2.4.3 | Konzentration auf Schwerpunkte | 20 |
| 2.4.4 | Kritik an Porters Modell | 21 |
| 2.5 | Hybride Strategien | 24 |
| 2.5.1 | Sequentielle hybride Strategien | 24 |
| 2.5.2 | Simultane hybride Strategien | 25 |
| 2.6 | Ressource Based View | 27 |
| 2.6.1 | Grundlagen des RBV | 28 |
| 2.6.2 | Strategische Ressourcen | 29 |
| 2.6.3 | Kritik am RBV | 30 |
| 2.6.4 | Porter vs RBV | 31 |
| 2.7 | Kernkompetenzen | 33 |
| 2.7.1 | Definition der Kernkompetenzen | 33 |
| 2.7.2 | Marktorientierte Kernkompetenzen | 35 |
| 2.8 | Value Based Management | 36 |
| 2.8.1 | Gründe für Value Based Management | 36 |
| 2.8.2 | Shareholder Value nach Rappaport | 38 |
| 2.8.3 | Kritik am VBM | 39 |
| 3. | Luftverkehr in Europa | 40 |
| 3.1 | Charakteristika der Luftverkehrsbranche in Europa | 40 |
| 3.1.1 | Probleme der Kapazitätsplanung | 40 |
| 3.1.2 | Yield Management | 41 |
| 3.1.3 | Differenzierungsmöglichkeiten | 43 |
| 3.1.4 | Streckennetze | 45 |
| 3.1.5 | Slots | 46 |
| 3.1.6 | Regulierung - Deregulierung | 47 |
| 3.1.7 | Airlineallianzen | 50 |
| 3.2 | Wettbewerbskräfte im europäischen Luftverkehrsmarkt | 51 |
| 3.3 | Klassifizierung europäischer Fluggesellschaften | 54 |
| 3.4 | Aktuelle Marktsituation | 59 |
| 4. | Low Cost Business Modell am Beispiel von Ryanair | 61 |
| 4.1 | Ryanair | 61 |
| 4.2 | Low Cost Business Modell | 62 |
| 5. | Zukunft des Luftverkehrs in Europa | 67 |
| 5.1 | Zukünftige Geschäftsmodelle von Airlines | 67 |
| 5.2 | Zukünftige Marktentwicklung | 68 |
| 5.3 | Entwicklung für einzelne Gruppen von Airlines | 70 |
| 5.3.1 | Global Carrier | 70 |
| 5.3.2 | Flag Carrier und Second Tier Carrier | 71 |
| 5.3.3 | Regionale Fluggesellschaften | 72 |
| 5.3.4 | Ferienflieger | 72 |
| 5.3.5 | Low Cost Airlines | 73 |
| 5.4 | Beispiele von Fluggesellschaften | 76 |
| 5.4.1 | Eurowings | 76 |
| 5.4.2 | Deutsche British Airways | 78 |
| 5.4.3 | Deutsche Lufthansa AG | 80 |
| 5.4.3.1 | Lufthansakonzern | 80 |
| 5.4.3.2 | Das Geschäftsfeld Passage | 82 |
| 6. | Wettbewerbsstrategien im europäischen Luftverkehr | 86 |
| 6.1 | Wettbewerbsvorteile von Fluggesellschaften | 86 |
| 6.2 | Ressourcen und Kernkompetenzen | 86 |
| 6.3 | Generische Wettbewerbsstrategien bei Fluggesellschaften | 88 |
| 6.3.1 | Costleadership | 88 |
| 6.3.2 | Qualityleadership | 89 |
| 6.3.3 | Fokussierung auf Schwerpunkte | 90 |
| 6.3.4 | Hybride Wettbewerbsstrategien | 90 |
| 6.3.5 | Zukünftige Anwendung von Wettbewerbsstrategien | 91 |
| 7. | Strategische Empfehlungen für europäische Airlines | 93 |
| 7.1 | Reaktionsmöglichkeiten für Network Carrier | 93 |
| 7.1.1 | Wettbewerb innerhalb ihres Business Desings | 93 |
| 7.1.2 | Wettbewerb im Low Cost Business Design | 94 |
| 7.1.3 | Rückzug aus bestimmten Märkten | 95 |
| 7.1.4 | Handlungsempfehlung für Network Carrier | 96 |
| 7.2 | Zukunft der Low Cost Carrier | 96 |
| 7.2.1 | Herausforderungen für Low Cost Carrier | 97 |
| 7.2.2 | Aufnahme in Allianzen als Chance für Low Cost Carrier? | 100 |
| 7.2.3 | Low Cost Carrier im Interkontinentalverkehr? | 100 |
| 7.2.4 | Handlungsempfehlung für Low Cost Carrier | 102 |
| 8. | Ausblick | 104 |
| V. | Erklärung über die selbständige Anfertigung der Diplomarbeit | 106 |
| VI. | Literaturverzeichnis | 107 |
2001/2002 erzielte Ryanair mit diesen „Ancillary Services“ einen Umsatz von 73 Mio. Euro, was einen Anteil von fast 12% am Gesamtumsatz bedeutet 222. Ryanair ist die einzige Airline in Europa, die dieses Modell der Low Cost Airline konsequent umsetzt. Alle anderen Konkurrenten weichen in einigen Punkten, z. B. das Anfliegen von Großflughäfen (easyJet und Go), die Nutzung von Lounges oder das Anbieten verschiedener Flugklassen (Buzz bzw. Debonair) von diesem Modell ab223. Mischformen von Business Designs, wie sie beispielsweise von Buzz angeboten werden, hält Wieland nicht für überlebensfähig, da eine zunehmende Marktsegmentierung hinsichtlich des vom Kunden nachgefragten Produktes (Network oder Low Cost) diese erschwert und die Airlines zu einer Spezialisierung auf bestimmte Marktsegmente gezwungen werden. Der Konkurs von Debonair im Jahr 1999 kann als Indiz für diese These gedeutet werden224. [...]
Outsourcing: Durch das Outsourcen der meisten Dienstleistungen rund um den eigentlichen Flugservice (z. B. Gepäckservice, Wartung der Flugzeuge) erreicht Ryanair weitere Kosteneinsparungen und erhöht zusätzlich die Flexibilität der Airline bei der Reaktion auf Nachfrageschwankungen216. Durch die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg kann Ryanair außerdem die Motivation und somit die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen217. Insgesamt erreicht Ryanair durch dieses Business Modell Stückkosten, die bis zu 60% unter denen der Konkurrenz liegen218. Damit ist Ryanair in der Lage, seine Flüge zu deutlich niedrigeren Preisen als die etablierte Konkurrenz anzubieten. Vor allem Frühbucher kommen in den Genuss sehr günstiger Tarife. Zu Werbezwecken werden auch häufig begrenzte Kontingente an Sitzplätzen nur zum Preis von Steuern und Gebühren angeboten219. Der Durchschnittliche Flugpreis bei Ryanair beträgt 48 Euro, während der günstigste Tarif bei Lufthansa 88 Euro beträgt220. In der folgenden Abbildung sind die Einsparpotentiale des Low Cost Business Modells noch einmal verdeutlicht. Während sich die Kosten eines Global Carriers auf innereuropäischen Strecken auf 12 Cent pro angebotenem Sitzkilometer belaufen, erreicht Ryanair Kosten von nur 4,5 Cent pro angebotenem Sitzkilometer221. [...]
Umschlagzeiten der Flugzeuge kann die Flottenproduktivität erhöht werden. easyJet erreicht beispielsweise bis zu 12 Flugstunden täglich, während etablierte Airlines selbst bei höchster Flotteneffizienz nur bis zu 9 Stunden erreichen. Hierzu trägt auch der Verzicht auf die Beförderung von Luftfracht bei. Außerdem sind die Gebühren auf diesen Flughäfen wesentlich niedriger als auf großen Hubs210. No frills: Ryanair bietet dem Passagier lediglich den Transport von einem Flughafen zu einem anderen Flughafen. Mahlzeiten und Getränke an Bord gibt es nur gegen Bezahlung, was unter anderem zu niedrigeren Personalkosten und kürzeren Reinigungszeiten der Flugzeuge führt, womit die Bodenstandzeiten weiter verkürzt werden. Ein weiterer Faktor zur Erhöhung der Flottenproduktivität ist die freie Platzwahl und der Verzicht auf verschiedene Passagierklassen, wodurch das Einsteigen der Passagiere ins Flugzeug beschleunigt wird211. Engere Sitzabstände führen zu einer Kapazitätserhöhung der Flugzeuge um über 15% im Vergleich zu anderen Airlines und der Verzicht auf Lounges und Vielfliegerprogramme führt zu einer weiteren Kosteneinsparung im Vergleich zu konventionellen Airlines212. Einheitliche Flotte: Die Verwendung nur eines Flugzeugtyps (Boeing 737) führt zu niedrigen Kosten für Wartung und Training der Crews213. Direkter Vertrieb: Ryanair vertreibt seine Flüge ausschließlich über Internet und Call Center. Durch den Verzicht auf Flugtickets werden weitere Einsparungen erzielt. Der Kunde erhält lediglich eine Buchungsnummer, die ihn zusammen mit Legitimationspapieren zum Boarding berechtigt214. Außerdem müssen die Kunden direkt bei der Buchung bezahlen, Buchungen ohne Bezahlung sind so ausgeschlossen. Somit werden alle Umsätze schon vor dem Flug realisiert. Umbuchungen sind nur gegen eine Gebühr möglich215. [...]
In den Warenkorb
68,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832466213
Arbeit zitieren:
Kößler, Martin November 2002: Cost- oder Qualityleadership und andere strategische Alternativen für europäische Fluggesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Wettbewerbsstrategien, Luftverkehr, Low Cost Carrier, Kernkompetenzen, Ryanair



