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Corporate Venture Capital

Ausgewählte theoretische Basiskonstrukte und ergänzende qualitativ empirische Untersuchung mittels Fallstudien

Corporate Venture Capital
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jasmin Rost
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 187 Seiten
  • Dateigröße: 980,1 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7494-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7494-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7494-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rost, Jasmin November 2003: Corporate Venture Capital, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Corporate Venture Capital (CVC), Motive, Empirische Untersuchung, Unternehmensentwicklung, Grundlagen

Diplomarbeit von Jasmin Rost

Zusammenfassung:

In dieser Arbeit werden etablierte Großunternehmen, die sich vorwiegend in der Reifephase befinden, nach den Motiven ihrer CVC-Engagements befragt, um so Aufschluss über die Hintergründe der CVC-Aktivitäten, in Zeiten großer Unsicherheiten und des Wandels, zu erhalten. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht eine qualitativ empirische Untersuchung, anhand von drei Fallstudien etablierter Unternehmen, die CVC schon über kurz oder lang betreiben. Mit Hilfe dieser Fallstudien und bereits vorhandener Literatur soll geklärt werden, warum etablierte Unternehmen das CVC-Konzept anwenden, welche Vorteile sie sich dadurch erhoffen und ob es einen Bezug zu den späteren Lebensphasen gibt, durch die eine Notwendigkeit von CVC-Aktivitäten resultiert.

Aufgrund der Dynamik der Veränderungen, innerhalb und außerhalb des Unternehmens, wird deutlich, dass es permanenter strategischer und struktureller Anpassungen, sowie klarer Zielsetzungen, Strategien, Innovationen und einer intensiven Unterstützung des Managements über die Tagesfragen hinaus, bedarf. Gleichzeitig wächst der Innovationsdruck. Angesichts sich dramatisch verkürzender Innovations- und Lebenszyklen von Produkten sehen sich die Unternehmen vor der Herausforderung, mit knappen Budgets, sowohl das operative Geschäft zu finanzieren, als auch in die Zukunft zu investieren. Da besonders der Innovationsvorsprung in der Reifephase langsam verloren geht und damit auch die Gewinnmargen sinken, müssen neue Erfolgspotenziale, wie z. B. neue Technologien, generiert werden, um das etablierte Unternehmen zu revitalisieren. Eine effiziente und mit der Konzernstrategie kongruente Innovations- und Investitionsstrategie ist daher mehr denn je von Bedeutung.

Strategischen Kooperationen mit jungen innovativen Start-ups, im Rahmen von CVC-Engagements, kommt daher eine Schlüsselrolle zu. Das CVC-Konzept kann durch die Kooperation Vorteile für etablierte und junge Unternehmen bringen. Tendenzielle Schwachstellen von jungen und etablierten Unternehmen können kompensiert werden, da beide Unternehmenstypen sich positiv ergänzen.

Besonders durch direkte CVC-Beteiligungen, können Synergien gebildet werden, was zu einer win-win-Situation für beide Seiten führen kann. Auch wenn eine angemessene finanzielle Rendite ein wichtiger Baustein einer tragfähigen CVC-Strategie ist, rückt das Konzept des „Value Adding“ für Großkonzerne immer mehr in den Vordergrund, um Synergien aus der Kooperation zu nutzen. Diese Synergiepotenziale gilt es schon früh zu identifizieren und zu fördern, da oftmals der „window on technology“ nicht sehr lange offen steht. Die strategischen Motive lassen sich vor allem in technologische, wettbewerbsbezogene und soziale Motive einteilen. Für viele etablierte Unternehmen steht dabei die Technologie-beobachtung und der Transfer von Know-how und Innovationen vom Venture ins Mutterunternehmen im Mittelpunkt ihrer unternehmerischen Entscheidungen, wie dies auch bei den drei befragten CVC-Gesellschaften, im Rahmen einer eigenen empirischen Untersuchung, herausgefunden wurde. Auch die Revitalisierung des Unternehmens ist als ein Motiv für CVC nicht zu vernachlässigen. Die Revitalisierung, in Zusammenhang mit CVC, bedeutet schließlich, dass etablierte Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen versuchen, das eigene Unternehmen wieder zum „Leben“ zu erwecken, zu beleben und weiterhin wettbewerbsfähig zu halten.

Aufgrund dieser Motive und den Aussagen der Unternehmenslebens-Modellen von Greiner, Bleicher und dem St. Gallener Management-Konzept, wird in dieser Arbeit zu dem Schluss gekommen, dass ein positiver Zusammenhang zwischen den CVC-Aktivitäten und der Lebensphase besteht. Gerade in den reiferen Lebensphasen von Unternehmen ist es wichtig, neue Nutzenpotenziale, wie z. B. Innovationen, zu erschließen und das Unternehmen zu revitalisieren, was durch CVC durchaus möglich ist bzw. wozu CVC einen Beitrag leisten kann. Wichtig sind die Motive, die durch CVC erreicht werden sollen, sowohl in den Strategien des Mutterunternehmens, als auch in denen der CVCG einzubetten, um einen ganzheitlichen Erfolg zu gewährleisten, wie dies auch bei den hier befragten Unternehmen der Fall ist. Der Erfolg von CVC-Strategien ist zudem mehr denn je von klar definierten Zielen, der Organisation, der sorgfältigen Auswahl und Betreuung der Ventures, der frühzeitigen Exitplanung etc. abhängig.

Der Innovations- und Know-how-Transfer kann dabei durch vielfältige Art und Weise erfolgen. Bei manchen Unternehmen ist er lediglich durch eine reine Liefer- und Leistungsbeziehung gekennzeichnet, während andere Unternehmen eher das „Learning by Doing“-Konzept mit Mitarbeitern aus den Ventures, Expertentreffs oder Diskussionsrunden vorziehen.

So kann CVC schließlich als eine wichtige Komponente der Innovationsstrategie von etablierten Unternehmen angesehen werden.

Inhaltsverzeichnis:

I. Vorwort 1
II. Inhalt 2
III. Abkürzungsverzeichnis 5
IV. Abbildungsverzeichnis 7
V. Tabellenverzeichnis 8
1. Einführung 9
1.1 Problemstellung der Arbeit 9
1.2 Begründung der Themenauswahl 10
1.2.1 Externe Umweltbedingungen im Wandel 11
1.2.2 Interne Unternehmensveränderungen 14
1.3 Vorgehensweise der wissenschaftlichen Arbeit 16
2. Ausgewählte theoretische Konstrukte der Unternehmensentwicklung als Grundlage für CVC 18
2.1 Konzeptionelle Grundlagen der Unternehmensentwicklung 18
2.1.1 Unternehmenstypen und deren Synergiepotenziale 19
2.1.1.1 Eigenschaften von Großunternehmen 19
2.1.1.2 Eigenschaften von jungen Unternehmen 23
2.1.1.3 Synergiepotenziale junger und etablierter Unternehmen 27
2.1.2 Der Begriff der Unternehmensentwicklung 28
2.1.3 Grundaussagen des Lebenszyklus-Konzeptes 29
2.1.3.1 Der Lebenszyklus im Rahmen der Unternehmensentwicklung 29
2.1.3.2 Phasen des Unternehmenslebenszyklus 30
2.1.4 St. Gallener Management-Konzept im Kontext der Führung des Gesamtunternehmens 35
2.1.4.1 Normatives Management 35
2.1.4.2 Strategisches Management 36
2.1.4.3 Operatives Management 38
2.2 Modelle der Unternehmensentwicklung in der BWL 38
2.2.1 Modell der Unternehmensentwicklung innerhalb des St. Gallener Management-Konzeptes 39
2.2.1.1 Management des Reife-Unternehmens 40
2.2.1.2 Management des Wende-Unternehmens 42
2.2.2 Modell des wachsenden Unternehmens nach Greiner 43
2.2.3 Unternehmensentwicklungs-Modell von Bleicher 44
2.3 Bedeutung der Unternehmensentwicklungs-Modelle für CVC 46
2.4 Synthese der bisherigen Konstrukte in einem theoretischen Bezugsrahmen 48
3. Corporate Venture Capital 50
3.1 Innovationen vor dem Hintergrund der CVC-Finanzierung 50
3.1.1 Definition und Abgrenzung des Innovationsbegriffes 51
3.1.2 Innovationen zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen im Rahmen von CVC 53
3.1.3 Risiko der Innovationsfinanzierung 54
3.2 VM als Grundlage von CVC 55
3.2.1 Internes und externes Venture Management 57
3.2.2 Zusammenfassende Abgrenzung der VM-Typen 60
3.3 Venture Capital als verwandtes Finanzierungskonzept des CVC 61
3.4 Definitorische Abgrenzung von CVC 63
3.4.1 Definitorische Ansätze von CVC aus der Literatur 63
3.4.2 Abgrenzung von CVC und Corporate Venturing 65
3.5 Entwicklung des CVC-Marktes 67
3.6 Ablauf der CVC-Finanzierung 73
3.6.1 Wer, wie und wann wird mit CVC finanziert? 73
3.6.2 Organisationsformen von CVC 77
3.6.2.1 Direktes CVC 77
3.6.2.2 Indirektes CVC 80
3.6.3 Akquisitionsablauf von Start-ups durch CVC-Investoren 81
3.6.4 Innovations- und Know-how-Transfer bei einer CVC-Finanzierung 84
3.6.5 Exitstrategien von CVC-Investoren 85
3.7 Motive der CVC-Investoren 89
3.7.1 Finanzielle Motive für CVC 90
3.7.2 Strategische Motive für CVC 91
3.7.2.1 Technologische Motive 92
3.7.2.2 Wettbewerbsbezogene Motive 95
3.7.2.3 Soziale Motive 96
3.8 Klassifizierungsansatz der CVC-Investoren nach Mackewicz & Partner 99
3.9 Erfolgsvoraussetzungen für CVC aus Investorensicht 101
4. CVC im Kontext vorhandener empirischer Studien 108
4.1 Vorhandene empirische Untersuchungen über die Motive von CVC-Investoren 108
4.1.1 Studie von Siegel, Siegel, McMillan 1988 108
4.1.2 Studie von Schween 1996 109
4.1.3 Studie von Kleinschmidt 2002 110
4.1.4 Studie von Dushnitsky, Lenox 2002 112
4.1.5 Studie von Gompers 2002 113
4.2 Qualitative empirische Fallstudien als Ausgangspunkt zur eigenen Untersuchung 115
5. Qualitative empirische Studie anhand von Fallstudien 117
5.1 Rahmendaten der empirischen Untersuchung 117
5.2 Firmenportraits der Mutterunternehmen der ausgewählten CVC-Gesellschaften 118
5.2.1 Mutterunternehmen „eins“ der Chemiebranche 118
5.2.2 Mutterunternehmen „zwei“ der Energie-, Gas-, Wasser- und Umweltbranche 119
5.2.3 Mutterunternehmen „drei“ der Telekommunikationsbranche 121
6. Ergebnisse der qualitativ empirischen Fallstudien 123
6.1 CVC-Gesellschaft „eins“ der Chemiebranche 123
6.2 CVC-Gesellschaft „zwei“ der Energie-, Gas-, Wasser- und Umweltbranche 127
6.3 CVC-Gesellschaft „drei“ der Telekommunikationsbranche 131
7. Diskussion und Interpretation der Ergebnisse 136
7.1 Diskussion der Ergebnisse aus vorhandenen empirischen Studien 136
7.2 Diskussion der Ergebnisse aus den Fallstudien 140
7.2.1 CVC-Gesellschaft „eins“ der Chemiebranche 140
7.2.2 CVC-Gesellschaft „zwei“ der Energie-, Gas-, Wasser- und Umweltbranche 142
7.2.3 CVC-Gesellschaft „drei“ der Telekommunikationsbranche 144
7.3 Vergleichende und zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse aus den vorhandenen Untersuchungen und den Fallstudien 146
7.4 CVC-Finanzierung im Rahmen der ausgewählten theoretischen Konstrukte der Unternehmensentwicklung 148
8. Schlussfolgerung 153
8.1 Zusammenfassung 153
8.2 Ausblick 154
9. Literaturverzeichnis 156
10. Anhang 173
A1 Musterfragebogen der empirischen Untersuchung 174

Arbeit zitieren:
Rost, Jasmin November 2003: Corporate Venture Capital, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Corporate Venture Capital (CVC), Motive, Empirische Untersuchung, Unternehmensentwicklung, Grundlagen

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