Die Corporate University als Beitrag zur Lernenden Organisation
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Sigrid Endres
- Abgabedatum: Mai 2002
- Umfang: 89 Seiten
- Dateigröße: 12,4 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8006-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8006-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8006-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung: Die Studie wurde im Jahr 2004 mit dem Förderpreis der Stadtwerke Neuss ausgezeichnet.
- Arbeit zitieren: Endres, Sigrid Mai 2002: Die Corporate University als Beitrag zur Lernenden Organisation, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Lernen, Ebenen organisationalen Lernens, Evaluation
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Bachelorarbeit von Sigrid Endres
Zusammenfassung:
Im Corporate University Survey von 1998 nannten 61 % der Befragten als Argument für die Gründung einer Corporate University (im folgenden: CU), damit einen zentralen Beitrag zur Realisierung einer lernenden Organisation (im folgenden: LO) leisten zu wollen. Die vorliegende Arbeit widmet sich methodisch in deskriptiv-analytischer Vorgehensweise - d. h. primär basierend auf der existierenden Literatur - der genaueren Betrachtung dieser Aussage. Bertels bezeichnet als „LO“ Unternehmen, die kontinuierlich die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen erweitern, um damit den steigenden Anforderungen einer immer komplexeren und dynamischeren Umwelt gerecht zu werden. Das Thema als solches resultiert aus der Tatsache, dass traditionelle Formen des Eingreifens in und Steuerns von Organisationen an ihre Grenzen gestoßen sind, und ist stark inter- bzw. transdisziplinär angelegt. So heben die Autoren, die sich in den letzten Jahren mit dem Konzept beschäftigt haben, unterschiedliche Elemente als wesentlich für dessen Umsetzung hervor, z. B. soziotechnische Systeme, die jeweilige Strategie des Unternehmens, seine Kultur, die Produktion, oder den Menschen als originären Ausgangspunkt, Träger und Gestalter jeder Organisation und der in ihr stattfindenden Lernprozesse. Durch den Faktor „Mensch“, die ihm eigenen kognitiven Lernmöglichkeiten sowie seine Wandlungsfähigkeit und -bereitschaft wird auch der relevante organisationspsychologische Bezug geschaffen, denn Ausgangspunkt jeder LO sind die Kompetenzen des Einzelnen. Besondere Beachtung fanden hier die sich gegenseitig verstärkenden Interaktionen zwischen der verbesserten Gelegenheit zur individuellen Entwicklung in lernenden Unternehmen und der erhöhten organisationalen Fähigkeit zu wettbewerbsfähigen Leistungen. Diesen Zusammenhang nimmt die vorliegende Arbeit auf, wobei sie sich vor allem der betrieblichen Personalentwicklung (PE) / Weiterbildung als wesentlichem Element Lernender Organisationen und der Corporate University als einem möglichen Beitrag zu ihrer Umsetzung widmet.
Dabei wurde versucht, eine erweiterte Perspektive einzunehmen, welche die Mikro- (Individuum) und Mesoebene (Gruppe) berücksichtigt, aber auch auf die Makroebene der Organisation als Ganzes eingeht. Für ein ganzheitliches Verständnis ist es erforderlich, all diese Ebenen mit ihren dynamischen Interaktionen und Interdependenzen zu betrachten, wobei auch hier wiederum der Einzelne die verbindende Brücke bildet. Bedingt durch die der Arbeitswelt inhärente Multidisziplinarität und die Transversalität der zu behandelnden Thematik sind Grenzen zu anderen Sozialwissenschaften (Soziologie, Erwachsenenpädagogik) stark fließend. Der betriebswirtschaftliche Kontext mit Aspekten wie Produktivitäts-, Kosten- oder Effizienzerwägungen findet natürlicherweise Berücksichtigung, da er im ertragsorientierten Umfeld von Unternehmen stets präsent ist und als Sozialisationseffekt auch das Denken und Handeln der dort agierenden Menschen prägt. Im übrigen resultiert gerade aus diesem – vermeintlichen oder tatsächlichen ? - Antagonismus zwischen Bedürfnissen, Werten und Zielen des Mitarbeiters einerseits und Zielen, Ansprüchen und Forderungen der Organisation andererseits ein wesentlicher Teil der angesprochenen Brennpunkte. Aber auch wenn ökonomische Gesichtspunkte nur angerissen werden, so lassen sich neben der Verwendung sozialwissenschaftlich-psychologischer Begriffe entsprechende betriebs- und personalwirtschaftliche Termini nicht vermeiden.
Der erste Block bildet den theoretischen Teil und Schwerpunkt der Arbeit: Nach einer einleitenden Darstellung der Umweltveränderungen, die zur Forderung nach der LO geführt haben, wird der Begriff zunächst in seinen Einzelkomponenten und anschließend deren Kombination erläutert. Die beiden folgenden Abschnitte gehen der Frage nach, wie und auf welchen Ebenen organisationales Lernen erfolgt, bevor in den nächsten beiden Punkten wesentliche Rahmenbedingungen angerissen werden, die dieses fördern oder verhindern können. Nach einer kurzen kritischen Auseinandersetzung mit dem Konzept der LO fokussiert sich die Perspektive auf die Bereiche Personal- und Organisationsentwicklung als tragende Elemente, die zunächst allgemein und anschließend in ihren veränderten Anforderungen im Rahmen der LO dargestellt werden. Damit ist gleichzeitig die fundamentale Brücke zur CU als innovativer Gestaltungsform der PE und OE in lernenden Unternehmen geschlagen.
Nach einem Abriss über ihre Entstehung, zentrale Merkmale, Ziele etc. einschließlich eines kurzen Exkurses über den auch hier relevanten Konflikt zwischen Zweckfreiheit und Zweckrationalität von Bildung in Organisationen werden die beiden Säulen dieser Arbeit - LO und CU - synthetisch zusammengeführt und wesentliche Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede angesprochen.
Der zweite - praxisbezogene - Block der Ausarbeitung widmet sich beispielhaft der Betrachtung einer ausgewählten CU aus dem eigenen Arbeitsumfeld. Nach einer kurzen Einführung in für das Thema relevante Determinanten des Gesamtunternehmens wird die betreffende CU mit ihren Spezifitäten in wesentlichen Punkten vorwiegend analytisch-deskriptiv - dabei weitgehend idealtypisch - geschildert. Im nächsten Schritt wird versucht, ein theoretisches Grobkonzept für eine empirische Untersuchung zu entwerfen, welche die Relation zwischen LO und CU betrifft und in zwei Teilprojekte gegliedert ist. Ihre praktische Realisierung müsste im Rahmen einer separaten Aufgabenstellung erfolgen. Die Arbeit schließt mit einem vorläufigen Fazit, das in dieser Stufe weitgehend auf intuitiven Beobachtungen bzw. persönlichen Erfahrungen beruht und durch die vorskizzierte systematische Untersuchung noch entsprechend zu fundieren wäre.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| I. | Theoretischer Teil | 1 |
| 0. | Vorbemerkung | 1 |
| 1. | Einleitung | 2 |
| 2. | Die Lernende Organisation (LO) | 3 |
| 2.1 | Organisation | 3 |
| 2.2 | Lernen und Wissen | 3 |
| 2.3 | Zusammenführung der Begriffe „Lernen“ und „Organisation“ | 6 |
| 2.4 | Vom Lernen in der Organisation zum Lernen der Organisation | 9 |
| 2.5 | Ebenen / Hierarchien organisationalen Lernens | 12 |
| 3. | Merkmale und Erfolgsfaktoren organisationalen Lernens | 14 |
| 3.1 | Unternehmenskultur | 15 |
| 3.2 | Struktur(en) und Prozesse | 16 |
| 3.3 | System | 16 |
| 3.4 | Personenzentrierte Faktoren | 17 |
| 4. | Widerstände / Barrieren gegen die Lernende Organisation | 17 |
| 5. | Kritik am Konzept der Lernenden Organisation | 18 |
| 6. | Strategische Unternehmensentwicklung als zentraler Baustein der lernenden Organisation | 19 |
| 6.1 | Strategische Personalentwicklung (PE) und betriebliche Weiterbildung | 20 |
| 6.2 | Strategische Organisationsentwicklung (OE) | 21 |
| 6.3 | Personal- und Organisationsentwicklung in der Lernenden Organisation | 23 |
| 7. | Corporate Universities (CUs) | 25 |
| 7.1 | Begriff und Inhalte | 25 |
| 7.2 | Entwicklung der Corporate Universities | 25 |
| 7.3 | Kennzeichen / Merkmale | 27 |
| 7.4 | Zielgruppe(n) und Ziele | 29 |
| 7.5 | Lernen im Unternehmen: Zweckfreiheit vs. Zweckrationalität | 30 |
| 7.6 | Typologisierung | 32 |
| 8. | Corporate University und Lernende Organisation | 33 |
| II. | Praxisbezogener Teil: Das Beispiel der Unilog University (UU) | 37 |
| 1. | Das Unternehmen | 37 |
| 2. | Die Lernkultur | 37 |
| 3. | Die Unilog University | 38 |
| 3.1 | Vision und Mission | 38 |
| 3.2 | Ziele und Zielgruppe(n) | 39 |
| 3.3 | Zentrale Prinzipien | 41 |
| 3.4 | Erwachsenenpädagogischer Ansatz | 41 |
| 3.5 | Organisationsstruktur und Einbindung ins Unternehmen | 42 |
| 3.6 | Lernarchitektur und Programm | 42 |
| 3.7 | Die Rolle(n) des Management | 43 |
| 4. | Erste Anregungen zu einem Untersuchungskonzept | 44 |
| 4.1 | Teilprojekt I - Organisationsanalyse | 44 |
| 4.2 | Teilprojekt II - Evaluation | 45 |
| 5. | Vorläufiges Fazit | 49 |
| Literaturverzeichnis | 51 | |
| Anhang | 72 | |
| Anhang A: Optische Darstellung der Unilog University | 73 | |
| Anhang B: Auszug aus dem Programm der Unilog University | 74 | |
| Anhang C: Fragenkatalog zur Diagnose der Lern- und Entwicklungsfähigkeit in und von Organisationen | 78 | |
| Erklärung | 81 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832480066
Arbeit zitieren:
Endres, Sigrid Mai 2002: Die Corporate University als Beitrag zur Lernenden Organisation, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Lernen, Ebenen organisationalen Lernens, Evaluation



