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Corporate Social Responsibility in kleinen und mittleren Unternehmen

Corporate Social Responsibility in kleinen und mittleren Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Astrid Holzborn
  • Abgabedatum: September 2005
  • Umfang: 94 Seiten
  • Dateigröße: 882,6 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Konstanz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9650-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9650-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9650-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Holzborn, Astrid September 2005: Corporate Social Responsibility in kleinen und mittleren Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Corporate Citizenship, Verantwortung, Wirtschaftsethik, Standards, KMU

Diplomarbeit von Astrid Holzborn

Einleitung:

Die Diskussion um Corporate Social Responsibility betrifft bisher vor allem die multinationalen Großunternehmen. Die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung muss sich jedoch auch den kleinen und mittleren Unternehmen stellen. Das lässt die Diskussion über die Besonderheiten der KMU-Sektors aufkommen. Was ist der Unterschied zwischen kleinen und mittleren Unternehmen im Vergleich zum Großunternehmen und welche Auswirkungen hat dies auf das ethische Verhalten und die Durchführung von Corporate Social Responsibility? Wie ist die Rolle des Eigentümer-Unternehmers zu bewerten und wie sieht das Management in KMU und Familienunternehmen aus? Wie kann die Umsetzung von CSR in KMU aussehen? Sind die vorhandenen Strategien, Instrumente und Systeme anwendbar oder ist ein anderer Ansatz erforderlich? Wie aktiv sind KMU auf dem internationalen Markt und wie stellt sich die Situation in Entwicklungsländern für KMU dar? Was ist mit Fragen der interkulturellen Anwendbarkeit? Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus?

In der vorliegenden Arbeit wird die Ausübung der gesellschaftlichen Verantwortung – die Corporate Social Responsibility (CSR) - in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) untersucht.

Nach kurzer Darstellung der Ausgangssituation und Erörterung der Problemstellung sowie Begriffsdefinitionen wird im Grundlagenteil 1 bis 4 zuerst ein Überblick über CSR, die Instrumente und Initiativen gegeben und der aktuelle Stand von CSR erläutert. Anschließend wird der KMU-Sektor definiert und seine Bedeutung herausgestellt.

Im Schwerpunktteil wird als erstes unter Punkt 5 auf den aktuellen Stand von CSR in KMU eingegangen, indem der Philanthropie-Ansatz und der ‚Business Case’ diskutiert werden. Anschließend werden Hindernisse und Erfahrungen sowie bestehende Initiativen in Deutschland aufgeführt.

Da Corporate Social Responsibility aus einer internen und externen Dimension besteht, wird in Punkt 6 und 7 nach diesen beiden Aspekten unterschieden. In der internen Dimension wird das Hauptaugenmerk auf die Rolle des Eigentümer-Unternehmers sowie das Management in KMU gelegt, bevor auf die Anspruchsgruppe der Mitarbeiter eingegangen wird. In der externen Dimension wird ausgehend von der Anspruchsgruppe der Gesellschaft die Bedeutung der Reputation für KMU und der Ansatz des ‚social capital’ diskutiert. Die Rolle der weiteren Stakeholder Kunden, Lieferanten, Banken und Investoren sowie die natürliche Umwelt einschließlich Umweltmanagementsysteme werden anschließend erläutert.

Unter Punkt 8 wird die Zusammenarbeit zwischen Großunternehmen und Verbänden mit KMU in Bezug auf CSR untersucht; als Schwerpunkt werden Standards und Instrumente sowie deren Anwendbarkeit in KMU behandelt. Die internationale Tätigkeit von KMU sowie die Situation in den Entwicklungsländern wird in Punkt 9 untersucht. Ausgehend von der Trennung der KMU aus Industrieländern einerseits und den lokalen KMU in den Entwicklungsländern andererseits wird die aktuelle Situation dargestellt sowie Initiativen aufgeführt. Die Menschenrechtsdimension von CSR sowie die besondere Bedeutung der KMU für die Entwicklungsländer wird erörtert, bevor auf die Zulieferindustrie eingegangen wird. Abschließend werden einige Erläuterungen zum CSR-Paradox gegeben. Die interkulturellen Aspekte von CSR in Entwicklungsländern, die sicher eine große Rolle spielen, werden nur kurz gestreift und aus Gründen der Themenabgrenzung nicht weiter berücksichtigt.

Im Fazit wird schlussendlich unter Punkt 10 zusammenfassend erörtert, inwieweit die derzeit bestehenden CSR-Instrumente und Standards geeignet sind, um in KMU angewandt zu werden und die alternativen Ansätze und Meinungen aus der Literatur abschließend als Ausblick aufgeführt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis V
Darstellungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung: Corporate Social Responsibility in kleinen und mittleren Unternehmen 2
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. Begriffe und Definitionen 4
2.1 Wirtschafts- und Unternehmensethik 4
2.2 Corporate Social Responsibility 5
2.3 Corporate Citizenship 7
2.4 Nachhaltigkeit 8
3. Corporate Social Responsibility 9
3.1 CSR-Instrumente und Standards 9
3.1.1 Transnationale Initiativen 9
3.1.2 Private Initiativen 10
3.1.3 Gütesiegel 11
3.1.4 Social Responsible Investment (SRI) 12
3.1.5 Triple Bottom Line (TBL) 12
3.2 CSR auf europäischer Ebene 12
3.3 CSR in Deutschland 14
3.4 Berichterstattung 16
4. KMU Kleine und mittlere Unternehmen 16
4.1 Definition KMU 16
4.2 Bedeutung der KMU in der Wirtschaft 19
5. CSR in kleinen und mittleren Unternehmen 22
5.1 Aktueller Stand 22
5.1.1 Internationaler Vergleich: Business Case vs. Philanthropie 26
5.1.2 Hindernisse und Hemmnisse 27
5.1.3 Engagement und Initiativen 29
5.1.4 Spenden und Sponsoring 31
6. Interne Dimension von CSR 32
6.1 Der Eigentümer-Unternehmer 32
6.1.1 Haftungsrisiko und Entscheidungsfreiraum 36
6.1.2 Einflussfaktoren auf den Eigentümer-Unternehmer 37
6.2 Management in KMU 39
6.3 Familienunternehmen 42
6.4 Stakeholder Mitarbeiter 42
6.4.1 ‚Human resources management (HRM)’ 43
6.4.2 Corporate Volunteering 45
6.4.3 Aus- und Weiterbildung 46
7. Externe Dimension von CSR 47
7.1 Stakeholder Gesellschaft und Behörden 48
7.1.1 Reputation 49
7.1.2 ‘Social Capital’ 50
7.2 Stakeholder Lieferanten 51
7.3 Stakeholder Kunden 52
7.4 Stakeholder Banken und Investoren 53
7.5 Stakeholder natürliche Umwelt 54
7.5.1 Umweltschutz 54
7.5.2 Umweltmanagementsysteme 57
8. Coaching von Großunternehmen + Verbänden 57
8.1 Zusammenarbeit 57
8.2 Initiativen 58
8.3 Standards und Instrumente 59
9. Internationalisierung + CSR in Entwicklungsländern 63
9.1 Ausländische Direktinvestitionen (FDI) 65
9.2 Initiativen 66
9.2.1 Public Private Partnership 66
9.2.2 UNIDO Business Partnership Programme 67
9.2.3 Runder Tisch „Verhaltenskodizes“ 67
9.2.4 AVE-Sektorenmodell 67
9.2.5 EU-India-CSR-Project 68
9.3 CSR in Entwicklungsländern 68
9.3.1 Menschenrechte 69
9.3.2 Korruption 70
9.4 Lokale KMU in Entwicklungsländern 71
9.4.1 Bedeutung der KMU für die Entwicklungsländer 71
9.4.2 Zulieferindustrie in den Entwicklungsländern 72
9.5 CSR-Paradox 75
10. Fazit 76
10.1 Zusammenfassung 76
10.2 Ausblick 78
Literaturverzeichnis 79
Internetquellen 86
Eidesstattliche Versicherung 87

Automatisiert erstellter Textauszug:

einem anonymen Großunternehmen führen und eine Basis für einen offenen und ehrlichen Dialog und für ein Vertrauensverhältnis schaffen.290 Dadurch könnte das Risiko des ‚moral hazard’, wie es Crane et al. beschreiben291 sowohl für den Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer geringer gehalten werden. Obwohl Mitarbeitern in KMU in der Regel höhere Leistungen abverlangt werden als Mitarbeitern in Konzernen und die Entlohnung in der Regel ebenfalls niedriger ist, ist die Zufriedenheit höher. Hier werden vor allem Gründe wie ein besseres Betriebsklima, Verhältnis zum Chef und die freiere, selbstständigere Arbeit als Gründe angegeben. Ein weiteres Indiz hierfür erübrigt ist die geringere laut Krankheitsquote in KMU in KMU.292 der Während in Großunternehmen die Arbeitsleistung formal kontrolliert werden muss, sich dies Hamer aufgrund persönlichen Zusammenarbeit und höheren Verantwortung des einzelnen Mitarbeiters.293 Auf der anderen Seite haben Déniz et al. festgestellt, dass in [...]

Mitarbeiter sind die wichtigste ‚Ressource’ eines Unternehmens, sie bilden das Unternehmen und repräsentieren es gegenüber den meisten anderen stakeholdern. Die Mitarbeiter werden in größeren, aber auch in mittleren Unternehmen von sog. ‚Human Resource Departments’ verwaltet, ein “term which already indicates a first problem from an ethical perspective”286. Mitarbeiter werden als Ressourcen, meistens sogar als kostenintensivste Ressource des Unternehmens behandelt, was der zweiten Maxime von Kant widerspricht.287 „According to Kantian thinking, it is human dignity that forbids treating employees as a means only, and it is exactly this duty that posits the main ethical boundary for the management of employees.”288 Gerade weil Mitarbeiter mehr als ‚human resources’ im Produktionsprozess sind, besteht die Forderung der Einflussnahme auf ihre Aufgaben bzw. das Recht zur Mitbestimmung und die Mitgliedschaft in Vereinigungen wie Gewerkschaften (right of participation and right of association). Der Arbeitnehmer ist normalerweise in der schwächeren Position, weil die Unternehmen Macht über einen der wichtigsten Bereiche des Arbeitnehmers, nämlich sein wirtschaftliches Überleben, haben.289 In kleineren Unternehmen besteht aufgrund der geringeren Anzahl der Angestellten die Möglichkeit, bessere persönliche Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter zu gestalten. Dies kann zu einer höheren Loyalität der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen im Vergleich zu [...]

stakeholder mit großem Einfluss in KMU betrachtet werden. Die Behandlung der angestellten Familienmitglieder ist oft von Nepotismus geprägt, und Entscheidungen werden durch Emotionen und Vertrauen beeinflusst. Dieser Mangel an Professionalität hält das Unternehmen von der Erfüllung seiner ethischen Verantwortlichkeiten gegenüber den Angestellten ab.280 Auch Jenkins stellt fest, dass sich Familienunternehmen zwar sozial verantwortlich verhalten möchten, aber „by their very nature they will not offer equal opportunities for all employees and will be discriminatory on the basis of family membership, not on grounds such as age, gender and race“281. Die Aktivitäten in Familienunternehmen folgen einem philanthropischen Ansatz, basierend auf einem System von Werten, das eher einem sozialen und zwischenmenschlichen Charakter entspricht, als das es finanzielle Merkmale hat282: „…it (the family firm) does not conceive attention to the different stakeholders as part of a strategy to achieve the necessary harmony that favours the company’s long-term survival, but as an exercise of arbitrary altruism related to the family’s good name, social image and eagerness for power and control“283. 6.4 Stakeholder Mitarbeiter [...]

Arbeit zitieren:
Holzborn, Astrid September 2005: Corporate Social Responsibility in kleinen und mittleren Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Corporate Citizenship, Verantwortung, Wirtschaftsethik, Standards, KMU

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