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Corporate Real Estate Management als Teil eines wertorientierten Post-Merger Managements

Corporate Real Estate Management als Teil eines wertorientierten Post-Merger Managements
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Wittemer
  • Abgabedatum: November 2000
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5361-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5361-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5361-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wittemer, Matthias November 2000: Corporate Real Estate Management als Teil eines wertorientierten Post-Merger Managements, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Immobilien, Shareholder Value, Immobilienmanagement

Diplomarbeit von Matthias Wittemer

Einleitung:

Die Arbeit ist in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants und dem Lehrstuhl für strategische Unternehmensführung an der LMU München entstanden und erläutert die Relevanz von Unternehmensimmobilien innerhalb von Unternehmenszusammenschlüsse und deren Bedeutung für die Phase der Post-Merger Integration. Es wird schließlich gezeigt, wie Corporate Real Estate Management (CREM) in der Post-Merger Phase zur Steigerung des Shareholder Value (SHV) beitragen kann und wie die Einführung eines CREM mit dem Post-Merger Management verknüpft werden sollte. So wird dann der Begriff eines „immobilienrezeptiven Post-Merger Managements“ abgeleitet.

Der Titel lässt bereits erkennen, dass drei Themenbereiche „gekreuzt“ werden: Erstens beschäftigt sich die Arbeit mit Fragen der Integration, also der Konsolidierung der Fusionspartner in der Post-Merger Phase und nicht zuletzt mit der Führung dieser Phase: dem Post-Merger Management. Zweitens wird als Erfolgsmaßstab eines (Post-Merger) Managements die Steigerung des Shareholder Values herangezogen. Über die Frage nach den Quellen für diese Wertsteigerungen innerhalb von Fusionen bezieht sich die Arbeit drittens auf den Bereich der Unternehmensimmobilien und deren Management (Corporate Real Estate Management). Letztlich geht es um die Beantwortung der Frage, welche Rolle Unternehmensimmobilien für das Post-Merger Management spielen, wenn es darum geht, zusätzlichen Shareholder Value zu „erzeugen“. Die Beantwortung dieses Problems erfolgt in drei Schritten.

Gang der Untersuchung:

(1) Zunächst wird die Relevanz der Synergien für die Wertsteigerung für M&As herauskristallisiert und die Post-Merger Phase und damit die Post-Merger Integration der beteiligten Unternehmen als kritisch für die Realisierung von Synergiepotenziale identifiziert. Zur Bewältigung der Post-Merger Integration wird der Integrationsprozess in vier Integrationsmodule unterteilt: Strategie, Organisationsstruktur, Human Ressourcen und Lebenswelt.

(2) Zweitens geht es um die Frage, wie ein Corporate Real Estate Management in Zusammenhang mit dem Shareholder Value steht. Dazu wird (a) die Zusammensetzung bzw. Berechnung des SHV erläutert, (b) der Einfluss von Unternehmensimmobilien auf den SHV aufgezeigt, (c) die Grundelemente eines CREM dargestellt um schließlich (d) dessen Einfluss auf die Erhöhung dieses SHV aufzuzeigen. Bedeutend sind dabei die fünf Bausteine eines professionellen CREM: Immobilienstrategie, immobilienspezifisches Portfolio-, Asset- und Facilitymanagement und die Organisation des Immobilienbereichs.

(3) Im dritten Schritt wird die Verbindung nun zwischen Post-Merger Management und CREM hergestellt. Zunächst wird gezeigt, warum die Einführung eines CREM und die Post-Merger Phase bzw. das Post-Merger Management in einem engen Zusammenhang stehen. Es wird begründet, warum ein Post-Merger Management die Unternehmensimmobilien berücksichtigen muss und wie ein solches „immoibilienrezeptives“ Post-Merger Management aussieht. Kern sind in diesem Zusammenhang spezielle, immobilienbezogenen Integrationsfelder.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Einführung: Post-Merger Management, Shareholder Value und Corporate Real Estate Management 1
Erstes Hauptkapitel: Post-Merger Management als kritisches Moment im wertorientierten M&A-Prozess 7
1.1 Ziele und Erfolgsfaktoren für M&A-Aktivitäten 7
1.1.1 Wertsteigerung - Zentrales Motiv von M&A-Aktivitäten 8
1.1.2 Post-Merger Management als Wertkatalysator im M&A-Prozess 10
1.2 Konzeption eines wertorientierten Post-Merger Managements 13
1.2.1 Spektrum eines wertorientierten Post-Merger Managements 13
1.2.2 Die Integrationsmodule eines wertorientierten Post-Merger Managements 18
Zweites Hauptkapitel: „Managing corporate real estate to build value“ 28
2.1 Shareholder Value - Konzept der wertorientierten Unternehmensführung 28
2.1.1 Die Methodik des Shareholder Value-Ansatzes 29
2.1.2 Die Berechnung von Wertsteigerungsmaßnahmen 30
2.2 Corporate Real Estate Management - professioneller Umgang mit Unternehmensimmobilien 33
2.2.1 Aspekte eines Corporate Real Estate Managements 33
2.2.2 Bausteine eines Corporate Real Estate Managements 35
2.3 Corporate Real Estate Management und Shareholder Value - Möglichkeiten eines professionellen Immobilienmanagements 46
2.3.1 Das Shareholder Value-Netzwerk von Rappaport 46
2.3.2 Der Einfluss von Unternehmensimmobilien auf die Wertkomponenten 48
2.3.3 Die Veränderung des Shareholder Values durch Corporate Real Estate Management 50
Drittes Hauptkapitel: Die Sichtweise eines immobilienrezeptiven Post-Merger Managements 55
3.1 Die Begründung für ein immobilienrezeptives Post-Merger Management 55
3.1.1 Die CREM-Einführung zur Schaffung von Wert in der Post-Merger Integration 55
3.1.2 Der Zusammenschluss als die Gelegenheit zur Einführung eines Corporate Real Estate Managements 58
3.2 Ansatzpunkte eines immobilienrezeptiven Post-Merger Managements 62
3.2.1 Besonderheiten eines immobilienrezeptiven Post-Merger Managements 62
3.2.2 Die Integrationsfelder eines immobilienspezifischen Post-Merger Managements 64
Schlussbetrachtung 78
Anhangsverzeichnis 81
Anhang 1: Mergers & Acquisitions als Teil der Unternehmenszusammenschlüsse 82
Anhang 2: Unternehmensressourcen im Überblick 83
Anhang 3: Integrationsfelder im Post-Merger Management 84
Anhang 4: Die Shareholder Value-Modelle im Detail 85
Anhang 5: Der Lebenszyklus einer Immobilie und die Bausteine eines Corporate Real Estate Managements 88
Anhang 6: Die immobilienspezifische Wertkette 89
Anhang 7: Optionen organisatorischer Verankerung des Corporate Real Estate Managements im Überblick 90
Anhang 8: Klassifikationskriterien zur Differenzierung von Unternehmensimmobilien 93
Anhang 9: Hierarchische Organisation des Post-Merger Managements für den Immobilienbereich 94
Anhang 10: Beispiel einer Mitarbeiterbefragungen für ein Lebenswelt Audit 95
Literaturverzeichnis 96
Ehrenwörtliche Versicherung 108

Automatisiert erstellter Textauszug:

ken, die mit solchen aktiven Strategien verbunden sind, müssen auch die notwendigen Ressourcen vorhanden sein.149 Diese kurzen Gedankengänge zum Spektrum der Immobilienstrategien sollen genügen. Dem Leser sollte deutlich geworden sein, welche Bedeutung hinter dem etwas abstrakten Begriff der Immobilienstrategie steckt. Die immobilienstrategischen Implikationen bedienen sich u. a. drei zentraler Hilfsmittel, die in Form drei weiterer CREM-Bausteine im Folgenden zum Ausdruck kommen: Das Portfoliomanagement, das Assetmanagement sowie das Facilitymanagement. (1a) Ein wichtiges Hilfsmittel im Zusammenhang mit immobilienstrategischen Überlegungen bildet das Portfoliomanagement. Die Methode der Portfoliotechnik gilt wie in anderen unternehmerischen Entscheidungsbereichen auch innerhalb der betrieblichen Immobilien im wesentlichen als Instrument der Analyse und Planung und kann insbesondere der Ableitung von strategischen Programmen dienen. Im Mittelpunkt steht die Optimierung von Ressourceneinsatz und Wert des Immobilienportfolios. Grundlage bildet die Tatsache, dass große Non-Property Companies einen sehr umfangreichen und extrem heterogenen Immobilienbestand aufweisen und Wirkungszusammenhänge von Immobilien-, Unternehmens und Geschäftsfeldstrategien mit klassischen Instrumenten über objektbezogene Einzelanalysen nicht adäquat erfasst werden können.150 [...]

Der strategische Entscheidungsprozess der Bewirtschaftungsphase bewegt sich dagegen auf einem Kontinuum zwischen „make or buy“.147 Unter Berücksichtigung der Spezifität der (Bewirtschaftungs-)Leistung, der Verfügbarkeit von Know-how und Kapital sowie verschiedener Umweltfaktoren kann letztlich zwischen Autonomiestrategie („Insourcing“), Kooperationsstrategie („Outsourcing) und Beauftragungsstrategie („Outtasking“) unterschieden werden.148 Die Strategien für die Immobilienverwertung lassen sich letztlich unter passiven und aktiven Verwertungsstrategien subsumieren. Passive Strategien zielen auf eine unmittelbare Verwertung „betriebsneutraler“ Immobilien ohne Inhalts- oder Strukturveränderung ab. Die möglichen Optionen sind dabei „leasing as it is“ oder „selling as it is“. Aktive Verwertungsstrategien dagegen beinhalten die Erweiterung des Handlungs- und Entscheidungsspielraums durch eine aktive, technisch-gestalterische Einflussnahme (i. d . R. Re-Development) auf vorhandene Objekte. Ziel ist es, potenziellen Mehrwert durch entsprechende Maßnahmen in der Unternehmung zu belassen und abzuschöpfen. Neben den Risi145 146 [...]

Abb. 2-13 gibt einen Überblick der dargestellten Zusammenhänge und führt damit zu einer systematisierten Auseinandersetzung mit der strategischen Immobiliendimension in Unternehmen und darüber hinaus zu einem „integrierten Immobilienmanagement“.143 Insofern sollte die Corporate Real Estate Strategy „als integratives Element der strategischen Ausrichtung von Unternehmen“ (Schäfers (1998b: 226)) verstanden werden. Was aber genau beinhaltet nun ein immobilienspezifisches Strategieverständnis? Eine mögliche Systematisierung des strategischen Immobilienspektrums erlaubt möglicherweise erneut der in der Einführung erläuterte Managementkubus. Die rekursive Anwendung dieses Kubus eröffnet den Blick erneut auf drei wesentliche Dimensionen des immobilienbezogenen Strategiespektrums (Abb. 2-14). Das immobilienbezogene Strategiespektrum kann an dieser Stelle nicht endgültig abgehandelt werden. Trotzdem sollen am Beispiel des immobilienbezogenen Primärbereichs strategische Überlegungen deutlich gemacht werden. Der primäre Leistungsprozess des Immobilienbereichs kann sich dabei an den Lebenszyklusphasen der Immobilien Bereitstellung, Bewirtschaftung und Verwertung orientieren.144 Die Strategien in der Bereitstellungsphase können dabei in einem zweistufigen Entscheidungsprozess „lease or own“ und anschließendem „buy or build“ gefunden werden und gipfeln schließlich in vier möglichen Bereitstellungsalternativen: Eigene Projektentwicklung, [...]

Arbeit zitieren:
Wittemer, Matthias November 2000: Corporate Real Estate Management als Teil eines wertorientierten Post-Merger Managements, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Immobilien, Shareholder Value, Immobilienmanagement

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