Copystrategien und Corporate Design der Partei Bündnis 90/Die Grünen im Bundestagswahlkampf 2002
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Björn Keller
- Abgabedatum: Juli 2004
- Umfang: 118 Seiten
- Dateigröße: 8,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Mittweida (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4053-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4053-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4053-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Keller, Björn Juli 2004: Copystrategien und Corporate Design der Partei Bündnis 90/Die Grünen im Bundestagswahlkampf 2002, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Wahlwerbung, Guerilla-Marketing, Werbestrategien, Negativ Campaigning, Copy und Chronologie der Kampagne "Grün wirkt"
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Diplomarbeit von Björn Keller
Einleitung:
Die Herausforderung für die vorliegende Arbeit war, eine eigenständige Analyse einer Wahlkampfkampagne am praktischen Beispiel der Kampagne „Grün wirkt“ im 15. Bundestagswahlkampf 2002 zu erstellen. Zentrales Anliegen der Arbeit ist die Analyse der Copystrategie, der Coporate Identity und ihrer Entstehung, verknüpft mit den Maßnahmen einer Wahlkampfkampagne und den Faktoren von der sie beeinflußt wird. Ein unverzichtbarer Punkt war die Recherche vor Ort in Berlin auf Wahlkampfveranstaltungen im Tempodrom und die Interviews mit den Beteiligten auf Seiten der Partei und der Agentur, durch welche ich unersetzliche Informationen über interne Arbeitsabläufe und Material für meine Arbeit erhielt.
Ziel der Diplomarbeit ist es, die Darstellungsformen der politischen Kommunikation anhand der Copystrategie „Grün wirkt“ am Beispiel der Partei Bündnis 90/ Die Grünen im Bundestagswahlkampf 2002 zu analysieren.
Der erste Teil der Arbeit zeigt das Wahlsystem in Deutschland und definiert den Einflußbereich der Wahlwerbung von „Grün wirkt“. Anschließend wird das beworbene Produkt, die Partei BUENDNIS 90/ DIE GRUENEN mit ihrer Entstehungsgeschichte und Programmatik vorgestellt. Durch die Schilderung der politischen Situation vor der Bundestagswahl 2002 wird aufgezeigt welche Ausgangsituation vor der Schaltung der Kampagne vorlag.
Es werden die Copystrategien, die verwendeten kreativen Mittel, die Agentur, die zeitliche Planung, das Budget und die „below the line“-Maßnahmen (Sonderwerbeformen) der Kampagne eingehend beleuchtet. Zum Schluß werden die Wahlergebnisse und die Stimmabgaben bei nach Alter, Geschlecht und Bildung getrennten Wählern der Partei aufgelistet.
Damit liegt am Ende der entschlüsselte Bauplan der Wahlkampfkampagne 2002, der Partei BUENDNIS 90/DIE GRUENEN, vor dem interessierten Leser.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | PROBLEMSTELLUNG | 1 |
| 1.2 | ZIELSTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT | 2 |
| 2. | GRUNDLAGEN DER WAHL | 4 |
| 2.1 | WAHLSYSTEM IN DEUTSCHLAND | 4 |
| 2.1.1 | Politische Wahlen in Deutschland – die Bundestagswahl | 4 |
| 2.1.2 | Personalisierte Verhältniswahl | 5 |
| 2.1.3 | Gewicht der Zweitstimme | 6 |
| 2.1.4 | Wahlkreise | 6 |
| 2.1.5 | Überhangmandat | 7 |
| 2.2 | AUFGABE DER PARTEIEN | 8 |
| 2.2.1 | Stellung im Grundgesetz | 8 |
| 2.2.2 | Allgemeine Bedeutung in der Demokratie | 9 |
| 2.3 | BUENDNIS 90/DIE GRUENEN | 9 |
| 2.3.1 | Entstehungsgeschichte der Partei BUENDNIS 90/DIE GRUENEN | 9 |
| 2.3.2 | Ideologie, Programmatik und organisatorischer Aufbau der Partei BUENDNIS 90/DIE GRUENEN | 12 |
| 2.3.3 | Wahlerfolge der Partei BUENDNIS 90/DIE GRUENEN | 14 |
| 3. | WAHLKAMPF – KOMMUNIKATIONSMODELL, STRATEGIE, INHALTE | 16 |
| 3.1 | EINFLUßFAKTOREN AUF DEN WAHLKAMPF | 16 |
| 3.1.1 | Wahl und Werbung | 19 |
| 3.1.2 | Der Wahlkampfmanager | 20 |
| 3.1.3 | Wahlkampfstrategie der Partei BUENDNIS 90/DIE GRUENEN | 22 |
| 4. | DIE AUSGANGSSITUATION | 24 |
| 4.1 | ALLGEMEINE POLITISCHE SITUATION VOR DER WAHL 2002 | 24 |
| 4.2 | POLITISCHE SITUATION VOR DER WAHL 2002 FÜR DIE PARTEI BUENDNIS 90/DIE GRUENEN | 25 |
| 5. | DIE STRATEGIEN | 30 |
| 5.1 | WERBESTRATEGIE „TAUSEND GRÜNDE GRÜN ZU WÄHLEN” | 30 |
| 5.2 | ANALYSE DER ERSTEN COPYSTRATEGIE | 31 |
| 5.2.1 | „Tausend Gründe grün zu wählen“ | 32 |
| 6. | DIE EINGESETZTE WERBESTRATEGIE | 34 |
| 6.1 | DIE WERBESTRATEGIE „GRÜN WIRKT“ | 34 |
| 6.2 | ANALYSE DER ZWEITEN COPYSTRATEGIE | 35 |
| 6.2.1 | Der Claim „Grün wirkt“ | 36 |
| 6.3 | CORPORATE DESIGN DER PARTEI DER PARTEI BUENDNIS 90/DIE GRUENEN | 38 |
| 7. | DIE STRUKTUR | 42 |
| 7.1 | DREI STUFEN –KAMPAGNENSTRUKTUR | 42 |
| 7.2 | STUFE EINS- DIE THEMENMOTIVE | 43 |
| 7.2.1 | Stufe eins- Die Online Strategie | 45 |
| 7.2.2 | Stufe eins „below the line“ Maßnahmen | 47 |
| 7.3 | STUFE ZWEI - DAS SPITZENTEAM | 48 |
| 7.3.1 | Stufe zwei Negativ Campaigning und Guerilla - Marketing | 51 |
| 7.3.1.1 | FDP_ Guido Westerwelle | 60 |
| 7.3.1.2 | CDU/ CSU_ Edmund Stoiber | 61 |
| 7.3.1.3 | PDS | 63 |
| 7.3.2 | Stufe zwei- Plakate, Provokation und Sex | 64 |
| 7.4 | STUFE DREI- DER PRÄSENTER JOSCHKA FISCHER | 71 |
| 7.4.1 | STUFE DREI- TV UND KINO – SPOTS „JOSCHKA SESSIONS” | 76 |
| 7.4.2 | Stufe drei- Die Zweitstimmen – Kampagne | 79 |
| 8. | DER ABLAUF | 82 |
| 8.1 | CHRONOLOGIE UND ETAT DER KAMPAGNE | 82 |
| 9. | DIE AUSFÜHRENDEN | 84 |
| 9.1 | AGENTUR „ZUM GOLDENEN HIRSCHEN“ | 84 |
| 9.2 | TEAM FÜR „GRÜN WIRKT“ | 85 |
| 10. | DIE ZIELGRUPPE | 86 |
| 10.1 | ZIELGRUPPE DER COPYSTRATEGIE „GRÜN WIRKT“ | 86 |
| 10.2 | STIMMENABGABE IN AUSGEWÄHLTEN BEVÖLKERUNGSGRUPPEN | 89 |
| 10.2.1 | STIMMENABGABE NACH GESCHLECHT | 89 |
| 10.2.2 | Stimmenabgabe nach Alter | 89 |
| 10.2.3 | Stimmenabgabe nach Bildung | 90 |
| 11. | DIE ERGEBNISSE | 91 |
| 11.1 | ERGEBNISSE DER WAHL 2002 FÜR DIE PARTEI BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN | 91 |
| 12. | SCHLUßBETRACHTUNG | 95 |
| Anhang | 97 | |
| Literaturverzeichnis | 98 | |
| Eidestattliche Erklärung | 105 |
die universell einsetzbar jedes Thema einläuten können und die erfolgreiche Regierungsarbeit auf den Punkt bringen: „Grün wirkt“. Die Werbekampagne der Partei BUENDNIS 90/DIE GRUENEN besteht aus mehreren Teilen, die sich strategisch angeordnet zu einem schlüssigen Erscheinungsbild der Partei und ihrer Politiker zusammensetzten. Die Kampagne macht einen inhaltlichen Spagat – sie zeigt einerseits die Themenvielfalt der Partei und setzt andererseits auf eine werbliche und klare Botschaft. Die strategischen Komponenten der Werbekampagne auf die ich näher eingehen möchte, sind: 1. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Die Copystartegie Das Corporate Design Die Kampagnenstruktur Die Themenmotive Die Online–Strategie Die below-the-line Maßnahmen Das negativ Campaigning Das Guerilla Marketing (6.1) (6.2.1) (6.3) (7.) (7.2) (7.2.1) (7.2.2) (7.3.1) (7.3.1) (7.3.2) (7.4) (7.4.1) (7.4.2) (8.1) [...]
Die Idee ist ungewöhnlich und hat noch in keinem Wahlkampf stattgefunden – sie hätte aber auch eine sehr lange Vorlaufzeit und einen großen inszenatorischen Aufwand gebraucht. Der Nachteil dieser Idee war, daß „Tausend Gründe grün zu wählen“ kaum im kurzlebigen Wahlkampf einsetzbar ist, in dem sich alles auf den Zeitraum der letzten sechs Wochen vor dem Wahltermin konzentriert. Die Kampagne war zu wenig auf einen Punkt konzentriert, wer hätte sich an Motiv Nr. 1 erinnert, wo gerade Motiv Nr. 536 plakatiert wurde. Das Bild der BUENDNIS 90/DIE GRUENEN als Regierungspartei zur Wiederwahl bereit, wäre verwässert worden und durch die Vielzahl der Motive verlorengegangen. „Tausend Gründe grün zu wählen“ hätte sich in zu vielen Argumenten verstrickt, die wenig merkfähig gewesen wären. Die Kampagne hätte keine Klimax gehabt. 5.2.1 „Tausend Gründe grün zu wählen“ Der Claim faßt zusammen, was als die Kernbotschaft „Wir haben viel erreicht - und wir können in Zukunft noch mehr erreichen“ an den Wähler kommuniziert werden sollte. Der Claim ist die CS und sollte [...]
Benefit (Nutzenbotschaft): „Tausend Gründe grün zu wählen“ Reason Why (Nutzenbegründung): • BUENDNIS 90/DIE GRUENEN sind die junge, moderne Partei; • BUENDNIS 90/DIE GRUENEN leisten Regierungsarbeit, die sich von der früheren unterscheidet, aber sich inhaltlich aus der Historie der Grünen ableiten läßt. • BUENDNIS 90/DIE GRUENEN als soziale Umwelt- und Modernisierungspartei Tonality (Ausdrucksform): Claim: „Grün geht‘s weiter“ Grafisches Konzept: (Abb. 4) Die Farbe Grün wurde im oberen Drittel eines jeden Entwurfes als „Soft sign“ eingesetzt, welches variabel mit Inhalt füllbar war. Eine moderne, dynamische und auffällige Typographie wurde ausgewählt. Typografische Anzeigen, bei denen die Schrift vollflächig auf der grünen Fläche steht, finden sich im Grafikvorschlag. Aber es sollte natürlich auch zahlreiche Motive mit Bild geben. Schließlich waren 1000 Gründe zu visualisieren. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832440534
Arbeit zitieren:
Keller, Björn Juli 2004: Copystrategien und Corporate Design der Partei Bündnis 90/Die Grünen im Bundestagswahlkampf 2002, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Wahlwerbung, Guerilla-Marketing, Werbestrategien, Negativ Campaigning, Copy und Chronologie der Kampagne "Grün wirkt"



