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Das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft einer deutschen Muttergesellschaft im Zwiespalt zwischen den deutschen Controlling-Anforderungen und dem Guanxi sowie anderen kulturellen Besonderheiten

Das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft einer deutschen Muttergesellschaft im Zwiespalt zwischen den deutschen Controlling-Anforderungen und dem Guanxi sowie anderen kulturellen Besonderheiten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tina Adili
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 127 Seiten
  • Dateigröße: 846,2 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften Deutschland
  • Bibliografie: ca. 39
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0442-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0442-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0442-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Adili, Tina Dezember 2005: Das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft einer deutschen Muttergesellschaft im Zwiespalt zwischen den deutschen Controlling-Anforderungen und dem Guanxi sowie anderen kulturellen Besonderheiten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internationales Management, Internationales Controlling, China, Guanxi, Kulturdimensionen

Diplomarbeit von Tina Adili

Einleitung:

Schon immer bestand meinerseits grosses Interesse an China, einem Land mit starken Gegensätzen und teilweise grossen Widersprüchen. Die jahrtausendealte Kultur mit ihren bis in die heutige Zeit tief verwurzelten Traditionen und Verhaltensweisen einerseits und eine stark von westlichem Einfluss geprägte Moderne mit einem enormen sowie rasanten Wirtschaftswachstum andererseits scheinen auf den ersten Blick nur schwerlich vereinbar.

Die Zielsetzung meiner Diplomarbeit lag darin, mich näher mit dem Controlling in China zu befassen; dabei sollten Probleme beleuchtet werden, die sich möglicherweise für das Controlling einer chinesischen Tochtergesellschaft durch Gegenüberstellung deutscher Anforderungen und kultureller Besonderheiten Chinas ergeben. Soweit möglich wird auf Lösungsansätze hingewiesen, um beschriebene Unsicherheiten beseitigen oder zumindest reduzieren zu können.

In bezug auf das Phänomen des Guanxi und die Kulturdimensionen von Hofstede und Trompenaars (Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Kollektivismus versus Individualismus, Femininität versus Maskulinität, Partikularismus versus Universalismus, indirekter Kommunikationsstil versus direkter Kommunikationsstil, polychrones versus monochrones Zeitverständnis) wurden mögliche problematische Auswirkungen auf die Controlling-Dimensionen Ziele, Aufgaben, Instrumentarium, Organisation und Personal untersucht.

Insbesondere die Kulturdimensionen der Machtdistanz, der Unsicherheitsvermeidung und des Kollektivismus/Individualismus weisen erhebliche Gegensätzlichkeiten zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft auf. Desweiteren führen unterschiedliche Auffassungen über Kommunikationsstil und Zeitverständnis verstärkt zu Konfliktpotential. Eine grosse Rolle spielt dabei immer wieder das kulturelle Phänomen des guanxi mit dem Kernelement der Personenorientierung.

Vornehmlich die Controlling-Gebiete der Planung und Informationsversorgung sind von den Zwiespältigkeiten am meisten betroffen. Im Rahmen der Planung ergeben sich grosse Widersprüche vor allem aufgrund verschiedener Vorstellungen im Hinblick auf den Planungsablauf und abweichende Präferenzen bezüglich kurz- oder langfristiger Planungshorizonte.

Im Tätigkeitsfeld der Informationsversorgung bzw. des Berichtswesens bilden in erster Linie die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit von Daten sowie Informationen die grössten Unsicherheiten und gefährden damit die zeitnahe und entscheidungsorientierte Berichterstattung.

Für das gesamte Controlling sind die Bedeutung und der Einfluss des guanxi nicht zu unterschätzen, da entsprechende Beziehungsnetzwerke von enormer Wichtigkeit für den Geschäftserfolg sind. Kaum eine Entscheidung bleibt von den Auswirkungen des guanxi unberührt. Besonders in der schnell wachsenden Wirtschaft Chinas mit sich ständig ändernden Bedingungen gewinnt guanxi immer mehr an Bedeutung und beeinflusst zunehmend das Sozialverhalten der Mitarbeiter und die Geschäftspraktiken im Controlling. Es wirkt sich auf strategische Managemententscheidungen und damit auf den Unternehmenserfolg aus. Guanxi hat direkten Einfluss auf Marktexpansion und Umsatzwachstum, da es sich als vorteilhaft für gemeinsame Ressourcennutzung, Wirtschaftlichkeit und Geschäftspolitik in unternehmensübergreifenden Transaktionen erweist. Mit Hilfe von guanxi können Informations- und Transaktionskosten gesenkt, Bedrohungen durch Wettbewerber gemindert sowie andere betriebswirtschaftliche Unsicherheiten vermieden werden. Weiterhin vermag guanxi Gesetze und Vorschriften ausser Kraft zu setzen, da persönliche Beziehung und Loyalität höher angesiedelt sind als gesetzliche Regelungen. Insbesondere für ausländische Unternehmen in China kann guanxi vor allem im Umgang mit Behörden sehr hilfreich sein. Deshalb ist es vor allem auch für westliche Unternehmen, die Erfolg im China-Geschäft anstreben, enorm wichtig, Beziehungsnetzwerke aufzubauen und intensiv zu pflegen.

Um den Erfolg des Controlling in China sicherzustellen ist es von entscheidender Bedeutung sich frühzeitig mit gesetzlichen Vorschriften und chinesischen Buchführungsrichtlinien vertraut zu machen sowie für ein funktionierendes Rechnungswesen zu sorgen, um die laufende Verfügbarkeit zuverlässiger Daten zu gewährleisten. Desweiteren ist der systematische Aufbau eines strategischen wie operativen Controlling einschliesslich eines effizienten Reporting-Systems von enormer Wichtigkeit. Last but not least spielt die Auswahl des geeigneten Personals und dessen Schulung sowie die Implementierung adäquater Anreizsysteme eine entscheidende Rolle.

Im Hinblick auf den Praxisbezug versucht die Arbeit Impulse und Anregungen zu geben, die zu einem besseren Verständnis für die jeweils andere Kultur und deren spezifische Anforderungen verhelfen soll; um ein beiderseitig befriedigendes Zusammenwirken zu ermöglichen, darf die fremde Kultur jedoch nicht nur als Hindernis angesehen werden, sondern kann vielmehr einen wichtigen Schlüssel zum Erfolg bilden.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis VIII
I. Einführung 1
II. Grundlagen und Anforderungen an das Controlling 4
1. Begriffsauffassung und Definition des Controlling 4
2. Ziele des Controlling 5
2.1 Sicherstellung der Planung 6
2.2 Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung 6
2.3 Sicherstellung der Informationskongruenz und Verbesserung der Entscheidungsqualität 7
2.4 Sicherstellung der Früherkennung 8
2.5 Ziele des Controlling im internationalen Kontext 8
3. Aufgaben des Controlling 9
3.1 Aufgaben im Rahmen der Koordination 10
3.1.1 Begriff der Koordination 10
3.1.2 Formelle Koordinationsaufgaben 11
3.1.3 Inhaltliche Koordinationsaufgaben 11
3.1.4 Koordinationsaufgaben im internationalen Kontext 12
3.2 Aufgaben im Rahmen der Planung 12
3.2.1 Begriff der Planung 12
3.2.2 Formelle Planungsaufgaben 13
3.2.3 Inhaltliche Planungsaufgaben 14
3.2.4 Planungsaufgaben im internationalen Kontext 15
3.3 Aufgaben im Rahmen der Kontrolle 16
3.3.1 Begriff der Kontrolle 16
3.3.2 Formelle Kontrollaufgaben 17
3.3.3 Inhaltliche Kontrollaufgaben 18
3.3.4 Kontrollaufgaben im internationalen Kontext 19
3.4 Aufgaben im Rahmen der Informationsversorgung 19
3.4.1 Begriff der Informationsversorgung 19
3.4.2 Formelle Informationsversorgungsaufgaben 20
3.4.3 Inhaltliche Informationsversorgungsaufgaben 22
3.4.4 Informationsversorgungsaufgaben im internationalen Kontext 22
4. Instrumentarium des Controlling 23
4.1 Techniken des Controlling 24
4.1.1 Analysetechniken 24
4.1.2 Prognosetechniken 24
4.1.3 Bewertungs- und Entscheidungstechniken 25
4.2 Spezifische Instrumente des Controlling im internationalen Kontext 25
4.2.1 Währungsumrechnungsverfahren 26
4.2.2 Länderanalyse 27
4.2.3 Transferpreise 28
4.2.4 Kennzahlen 30
4.2.5 Budgetierung 31
4.2.6 Berichtswesen 32
5. Organisation des Controlling 34
6. Controlling im internationalen Kontext – Fazit und Ausblick 35
III. Die Volksrepublik China und ihre kulturellen Besonderheiten 37
1. Die Volksrepublik China 37
1.1 Landesgeographie 37
1.2 Verwaltungseinheiten 37
1.3 Demographische Aspekte 38
1.4 Historischer Überblick 38
1.5 Philosophie und Religion 39
1.6 Wichtige Wirtschaftsdaten 39
2. Kulturelle Besonderheiten Chinas 40
2.1 Definition des Kulturbegriffes 40
2.2 Das kulturelle Phänomen des Guanxi 41
2.2.1 Begriffsdefinition 41
2.2.2 Kernelemente des Guanxi 42
2.2.2.1 Charakteristische Merkmale 42
2.2.2.1.1 Personenbezogenheit 42
2.2.2.1.2 Transitivität 43
2.2.2.1.3 Langfristorientierung 43
2.2.2.1.4 Reziprozität 44
2.2.2.1.5 Utilitarismus 44
2.2.2.1.6 Intangibilität 45
2.2.2.1.7 Kontextabhängigkeit 45
2.2.2.2 Basis des Guanxi 46
2.2.2.3 Prinzipien des Moralverhaltens als Bausteine des Guanxi 48
2.2.3 Das System des Guanxi 49
2.3 Vergleich der chinesischen und deutschen Kultur anhand der Dimensionen von Hofstede und Trompenaars 51
2.3.1 Machtdistanz 52
2.3.1.1 Definition 52
2.3.1.2 Starke Ausprägung der Machtdistanz in China 52
2.3.1.3 Schwache Ausprägung der Machtdistanz in Deutschland 53
2.3.2 Unsicherheitsvermeidung 53
2.3.2.1 Definition 53
2.3.2.2 Starke Ausprägung der Unsicherheitsvermeidung in China 54
2.3.2.3 Schwache Ausprägung der Unsicherheitsvermeidung in Deutschland 54
2.3.3 Kollektivismus versus Individualismus 55
2.3.3.1 Definition 55
2.3.3.2 Kollektivistische Ausprägung in China 55
2.3.3.3 Individualistische Ausprägung in Deutschland 56
2.3.4 Femininität versus Maskulinität 57
2.3.4.1 Definition 57
2.3.4.2 Abgeschwächte Ausprägung der Maskulinität in China 57
2.3.4.3 Starke Ausprägung der Maskulinität in Deutschland 58
2.3.5 Partikularismus versus Universalismus 58
2.3.5.1 Definition 58
2.3.5.2 Partikularistische Ausprägung in China 58
2.3.5.3 Universalistische Ausprägung in Deutschland 59
2.3.6 Neutraler (indirekter) Kommunikationsstil versus affektiver (direkter) Kommunikationsstil 60
2.3.6.1 Definition 60
2.3.6.2 Neutral (indirekt) geprägter Kommunikationsstil in China 60
2.3.6.3 Affektiv (direkt) geprägter Kommunikationsstil in Deutschland 61
2.3.7 Polychrones versus monochrones Zeitverständnis 62
2.3.7.1 Definition 62
2.3.7.2 Polychrones Zeitverständnis in China 62
2.3.7.3 Monochrones Zeitverständnis in Deutschland 63
2.4 Fazit 63
IV. Anforderungen an das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft und sich daraus ergebende Zwiespältigkeiten in bezug auf das Guanxi und andere kulturelle Besonderheiten 65
1. Controlling und chinesische Kultur – eine Annäherung 65
2. Unsicherheiten im Hinblick auf Rahmenbedingungen und Informationsquellen des Controlling 67
2.1 Gesetzgebung und Rechtsprechung 67
2.2 Unternehmensbesteuerung 69
2.3 Rechnungswesen und Finanzen 69
2.4 Lösungsansätze 74
3. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Ziele des Controlling 75
3.1 Anforderungen im Rahmen der Controlling-Ziele 75
3.1.1 Sicherstellung der Planung 75
3.1.2 Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung 76
3.1.3 Sicherstellung der Informationskongruenz und Verbesserung der Entscheidungsqualität 76
3.1.4 Sicherstellung der Früherkennung 77
3.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Ziele 77
4. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Aufgaben des Controlling 79
4.1 Anforderungen im Rahmen der Controlling-Aufgaben 79
4.1.1 Anforderungen im Rahmen der Koordination 80
4.1.2 Anforderungen im Rahmen der Planung 81
4.1.3 Anforderungen im Rahmen der Kontrolle 82
4.1.4 Anforderungen im Rahmen der Informationsversorgung 85
4.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Aufgaben 86
4.2.1 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf Planung und Kontrolle 88
4.2.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Informationsversorgung 91
5. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Instrumentariums des Controlling 94
5.1 Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Techniken 94
5.2 Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf spezifische Controlling-Instrumente 96
5.2.1 Länderanalyse 96
5.2.2 Budgetierung 97
5.2.3 Berichtswesen 99
6. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Organisation des Controlling 102
6.1 Anforderungen im Rahmen der Controlling-Organisation 102
6.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Organisation 103
7. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Personals des Controlling 104
7.1 Anforderungen an das Controlling-Personal 104
7.1.1 Fachliche Anforderungen 105
7.1.2 Persönliche Anforderungen 105
7.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf das Controlling-Personal 106
8. Die besondere Bedeutung des Guanxi im Controlling 111
V. Schlussbemerkung 113
Literaturverzeichnis 117
Eidesstattliche Erklärung 120

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis VIII
I. Einführung 1
II. Grundlagen und Anforderungen an das Controlling 4
1. Begriffsauffassung und Definition des Controlling 4
2. Ziele des Controlling 5
2.1 Sicherstellung der Planung 6
2.2 Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung 6
2.3 Sicherstellung der Informationskongruenz und Verbesserung der Entscheidungsqualität 7
2.4 Sicherstellung der Früherkennung 8
2.5 Ziele des Controlling im internationalen Kontext 8
3. Aufgaben des Controlling 9
3.1 Aufgaben im Rahmen der Koordination 10
3.1.1 Begriff der Koordination 10
3.1.2 Formelle Koordinationsaufgaben 11
3.1.3 Inhaltliche Koordinationsaufgaben 11
3.1.4 Koordinationsaufgaben im internationalen Kontext 12
3.2 Aufgaben im Rahmen der Planung 12
3.2.1 Begriff der Planung 12
3.2.2 Formelle Planungsaufgaben 13
3.2.3 Inhaltliche Planungsaufgaben 14
3.2.4 Planungsaufgaben im internationalen Kontext 15
3.3 Aufgaben im Rahmen der Kontrolle 16
3.3.1 Begriff der Kontrolle 16
3.3.2 Formelle Kontrollaufgaben 17
3.3.3 Inhaltliche Kontrollaufgaben 18
3.3.4 Kontrollaufgaben im internationalen Kontext 19
3.4 Aufgaben im Rahmen der Informationsversorgung 19
3.4.1 Begriff der Informationsversorgung 19
3.4.2 Formelle Informationsversorgungsaufgaben 20
3.4.3 Inhaltliche Informationsversorgungsaufgaben 22
3.4.4 Informationsversorgungsaufgaben im internationalen Kontext 22
4. Instrumentarium des Controlling 23
4.1 Techniken des Controlling 24
4.1.1 Analysetechniken 24
4.1.2 Prognosetechniken 24
4.1.3 Bewertungs- und Entscheidungstechniken 25
4.2 Spezifische Instrumente des Controlling im internationalen Kontext 25
4.2.1 Währungsumrechnungsverfahren 26
4.2.2 Länderanalyse 27
4.2.3 Transferpreise 28
4.2.4 Kennzahlen 30
4.2.5 Budgetierung 31
4.2.6 Berichtswesen 32
5. Organisation des Controlling 34
6. Controlling im internationalen Kontext – Fazit und Ausblick 35
III. Die Volksrepublik China und ihre kulturellen Besonderheiten 37
1. Die Volksrepublik China 37
1.1 Landesgeographie 37
1.2 Verwaltungseinheiten 37
1.3 Demographische Aspekte 38
1.4 Historischer Überblick 38
1.5 Philosophie und Religion 39
1.6 Wichtige Wirtschaftsdaten 39
2. Kulturelle Besonderheiten Chinas 40
2.1 Definition des Kulturbegriffes 40
2.2 Das kulturelle Phänomen des Guanxi 41
2.2.1 Begriffsdefinition 41
2.2.2 Kernelemente des Guanxi 42
2.2.2.1 Charakteristische Merkmale 42
2.2.2.1.1 Personenbezogenheit 42
2.2.2.1.2 Transitivität 43
2.2.2.1.3 Langfristorientierung 43
2.2.2.1.4 Reziprozität 44
2.2.2.1.5 Utilitarismus 44
2.2.2.1.6 Intangibilität 45
2.2.2.1.7 Kontextabhängigkeit 45
2.2.2.2 Basis des Guanxi 46
2.2.2.3 Prinzipien des Moralverhaltens als Bausteine des Guanxi 48
2.2.3 Das System des Guanxi 49
2.3 Vergleich der chinesischen und deutschen Kultur anhand der Dimensionen von Hofstede und Trompenaars 51
2.3.1 Machtdistanz 52
2.3.1.1 Definition 52
2.3.1.2 Starke Ausprägung der Machtdistanz in China 52
2.3.1.3 Schwache Ausprägung der Machtdistanz in Deutschland 53
2.3.2 Unsicherheitsvermeidung 53
2.3.2.1 Definition 53
2.3.2.2 Starke Ausprägung der Unsicherheitsvermeidung in China 54
2.3.2.3 Schwache Ausprägung der Unsicherheitsvermeidung in Deutschland 54
2.3.3 Kollektivismus versus Individualismus 55
2.3.3.1 Definition 55
2.3.3.2 Kollektivistische Ausprägung in China 55
2.3.3.3 Individualistische Ausprägung in Deutschland 56
2.3.4 Femininität versus Maskulinität 57
2.3.4.1 Definition 57
2.3.4.2 Abgeschwächte Ausprägung der Maskulinität in China 57
2.3.4.3 Starke Ausprägung der Maskulinität in Deutschland 58
2.3.5 Partikularismus versus Universalismus 58
2.3.5.1 Definition 58
2.3.5.2 Partikularistische Ausprägung in China 58
2.3.5.3 Universalistische Ausprägung in Deutschland 59
2.3.6 Neutraler (indirekter) Kommunikationsstil versus affektiver (direkter) Kommunikationsstil 60
2.3.6.1 Definition 60
2.3.6.2 Neutral (indirekt) geprägter Kommunikationsstil in China 60
2.3.6.3 Affektiv (direkt) geprägter Kommunikationsstil in Deutschland 61
2.3.7 Polychrones versus monochrones Zeitverständnis 62
2.3.7.1 Definition 62
2.3.7.2 Polychrones Zeitverständnis in China 62
2.3.7.3 Monochrones Zeitverständnis in Deutschland 63
2.4 Fazit 63
IV. Anforderungen an das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft und sich daraus ergebende Zwiespältigkeiten in bezug auf das Guanxi und andere kulturelle Besonderheiten 65
1. Controlling und chinesische Kultur – eine Annäherung 65
2. Unsicherheiten im Hinblick auf Rahmenbedingungen und Informationsquellen des Controlling 67
2.1 Gesetzgebung und Rechtsprechung 67
2.2 Unternehmensbesteuerung 69
2.3 Rechnungswesen und Finanzen 69
2.4 Lösungsansätze 74
3. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Ziele des Controlling 75
3.1 Anforderungen im Rahmen der Controlling-Ziele 75
3.1.1 Sicherstellung der Planung 75
3.1.2 Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung 76
3.1.3 Sicherstellung der Informationskongruenz und Verbesserung der Entscheidungsqualität 76
3.1.4 Sicherstellung der Früherkennung 77
3.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Ziele 77
4. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Aufgaben des Controlling 79
4.1 Anforderungen im Rahmen der Controlling-Aufgaben 79
4.1.1 Anforderungen im Rahmen der Koordination 80
4.1.2 Anforderungen im Rahmen der Planung 81
4.1.3 Anforderungen im Rahmen der Kontrolle 82
4.1.4 Anforderungen im Rahmen der Informationsversorgung 85
4.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Aufgaben 86
4.2.1 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf Planung und Kontrolle 88
4.2.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Informationsversorgung 91
5. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Instrumentariums des Controlling 94
5.1 Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Techniken 94
5.2 Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf spezifische Controlling-Instrumente 96
5.2.1 Länderanalyse 96
5.2.2 Budgetierung 97
5.2.3 Berichtswesen 99
6. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Organisation des Controlling 102
6.1 Anforderungen im Rahmen der Controlling-Organisation 102
6.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Organisation 103
7. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Personals des Controlling 104
7.1 Anforderungen an das Controlling-Personal 104
7.1.1 Fachliche Anforderungen 105
7.1.2 Persönliche Anforderungen 105
7.2 Zwiespältigkeiten im Hinblick auf das Controlling-Personal 106
8. Die besondere Bedeutung des Guanxi im Controlling 111
V. Schlussbemerkung 113
Literaturverzeichnis 117
Eidesstattliche Erklärung 120

Textprobe:

Kapitel 3.2.1, Begriff der Planung:

Im allgemeinen wird Planung definiert als „ein bewußter geistiger Prozeß, durch den zukünftiges Geschehen gestaltet werden soll“39. Dabei steht die Ermittlung, Analyse und zielgerichtete Auswahl von Handlungsalternativen durch gedankliche Vorwegnahme möglicher Auswirkungen potentieller Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen im Vordergrund. Planung beinhaltet somit die Entscheidungsvorbereitung und den Entscheidungsakt. Gestützt auf Werte der Vergangenheit ermöglicht die Planung zukünftige Prognosen.

Hinsichtlich des zeitlichen Aspektes kann Planung auf strategischer, taktischer und operativer Ebene erfolgen. Die strategische Planung zeichnet sich durch einen langfristigen Planungshorizont (5 bis ca. 10 Jahre) aus und erstreckt sich im allgemeinen auf die Gesamtunternehmung. Vor dem Hintergrund der langfristigen Unternehmenserhaltung ist das Controlling für die Sicherheit in der Langfristplanung verantwortlich. Hier sollen Erfolgspotentiale geschaffen werden, die sich in Form von Gewinnen und Kapitalwerten äussern. Sie beinhaltet u.a. den Aufbau von Marktpositionen, die Schaffung eines Mitarbeiterstammes sowie qualifizierten Führungspersonals und befasst sich mit grundlegenden Tatbeständen in bezug auf Standort, Wachstum und Führung.

Die taktische bzw. mittelfristige Planung umfasst einen Zeithorizont von bis zu 5 Jahren und beinhaltet die Umsetzung der strategischen Alternativen in die operationale Ablauf-, Finanz- und Kapazitätsplanung. Die operative Planung hat kurzfristigen Charakter mit einem Zeithorizont von bis zu einem Jahr. Hier erfolgt die Planung der einzelnen Prozesse, wobei insbesondere die Sicherstellung der Liquidität sowie Periodenkosten, -deckungsbeitrag und -gewinn als Zielgrössen verfolgt werden. Auf der operativen Ebene erfolgt die Umsetzung der taktischen Planung in konkrete Durchführungspläne.

Kapitel 3.2.2, Formelle Planungsaufgaben:

Im Rahmen der formellen Planungsaufgaben hat das Controlling für die organisatorischen Rahmenbedingungen der Planung zu sorgen. Hier ist ein Planungssystem zu entwickeln und zu gestalten sowie die Organisation und Überwachung der Planungsabläufe sicherzustellen. Dies geschieht in der Regel mit Hilfe eines Planungskalenders, der vor allem Termine, Zeiträume sowie Mitarbeiter festlegt und koordiniert. Das Planungssystem ist vom Controlling ständig an veränderte Situationen des internen wie externen Unternehmensumfeldes anzupassen und unterliegt damit einem kontinuierlichen Prozess der systematischen Weiterentwicklung. Im Rahmen der methodisch-technischen Unterstützung hat das Controlling geeignete Planungsinstrumente zu entwickeln und bezüglich ihres zweckmässigen Einsatzes zu überprüfen. Daneben sind Planungsgegenstände und -verfahren zu bestimmen und verfügbar zu machen sowie die für die Aufgabenerfüllung notwendigen EDV-Tools bereit zu stellen.

Kapitel 3.2.3, Inhaltliche Planungsaufgaben:

Im Rahmen des mit Hilfe der formellen Aufgaben geschaffenen Planungssystems hat das Controlling die inhaltlichen Planungsaufgaben zu verwirklichen. Dem Controlling obliegt die Aufgabe, den Planungsbedarf im Unternehmen zu ermitteln und Planungsdefizite, Engpässe sowie kritische Schnittstellen aufzuzeigen. In der Planungsphase muss auf operativer wie strategischer Ebene eine inhaltliche und zeitliche Abstimmung von Teilplänen erfolgen; diese sind formal auf ihre Kongruenz mit den Richtlinien zu überprüfen. Daneben müssen Vollständigkeit, Plausibilität und Realisierbarkeit der Pläne gewährleistet sein. Schliesslich muss eine Integration in den Gesamtplan des Unternehmens vorgenommen werden.

Es ist von enormer Bedeutung, im Hinblick auf diese Problemsituationen Transparenz zu schaffen, mögliche Konsequenzen darzulegen sowie Wahlmöglichkeiten und Entscheidungen vorzubereiten. In diesem Zusammenhang sind die vom Management „für relevant erachteten Handlungsalternativen hinsichtlich ihres Beitrages zur Zielerreichung zu bewerten“, um eine fundierte Entscheidungsfindung sicherzustellen.

Arbeit zitieren:
Adili, Tina Dezember 2005: Das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft einer deutschen Muttergesellschaft im Zwiespalt zwischen den deutschen Controlling-Anforderungen und dem Guanxi sowie anderen kulturellen Besonderheiten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internationales Management, Internationales Controlling, China, Guanxi, Kulturdimensionen

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