Das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft einer deutschen Muttergesellschaft im Zwiespalt zwischen den deutschen Controlling-Anforderungen und dem Guanxi sowie anderen kulturellen Besonderheiten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Tina Adili
- Abgabedatum: Dezember 2005
- Umfang: 127 Seiten
- Dateigröße: 846,2 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften Deutschland
- Bibliografie: ca. 39
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0442-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8366-0442-0 P - ISBN (CD) :978-3-8366-0442-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Adili, Tina Dezember 2005: Das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft einer deutschen Muttergesellschaft im Zwiespalt zwischen den deutschen Controlling-Anforderungen und dem Guanxi sowie anderen kulturellen Besonderheiten, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internationales Management, Internationales Controlling, China, Guanxi, Kulturdimensionen
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Diplomarbeit von Tina Adili
Einleitung:
Schon immer bestand meinerseits grosses Interesse an China, einem Land mit starken Gegensätzen und teilweise grossen Widersprüchen. Die jahrtausendealte Kultur mit ihren bis in die heutige Zeit tief verwurzelten Traditionen und Verhaltensweisen einerseits und eine stark von westlichem Einfluss geprägte Moderne mit einem enormen sowie rasanten Wirtschaftswachstum andererseits scheinen auf den ersten Blick nur schwerlich vereinbar.
Die Zielsetzung meiner Diplomarbeit lag darin, mich näher mit dem Controlling in China zu befassen; dabei sollten Probleme beleuchtet werden, die sich möglicherweise für das Controlling einer chinesischen Tochtergesellschaft durch Gegenüberstellung deutscher Anforderungen und kultureller Besonderheiten Chinas ergeben. Soweit möglich wird auf Lösungsansätze hingewiesen, um beschriebene Unsicherheiten beseitigen oder zumindest reduzieren zu können.
In bezug auf das Phänomen des Guanxi und die Kulturdimensionen von Hofstede und Trompenaars (Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Kollektivismus versus Individualismus, Femininität versus Maskulinität, Partikularismus versus Universalismus, indirekter Kommunikationsstil versus direkter Kommunikationsstil, polychrones versus monochrones Zeitverständnis) wurden mögliche problematische Auswirkungen auf die Controlling-Dimensionen Ziele, Aufgaben, Instrumentarium, Organisation und Personal untersucht.
Insbesondere die Kulturdimensionen der Machtdistanz, der Unsicherheitsvermeidung und des Kollektivismus/Individualismus weisen erhebliche Gegensätzlichkeiten zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft auf. Desweiteren führen unterschiedliche Auffassungen über Kommunikationsstil und Zeitverständnis verstärkt zu Konfliktpotential. Eine grosse Rolle spielt dabei immer wieder das kulturelle Phänomen des guanxi mit dem Kernelement der Personenorientierung.
Vornehmlich die Controlling-Gebiete der Planung und Informationsversorgung sind von den Zwiespältigkeiten am meisten betroffen. Im Rahmen der Planung ergeben sich grosse Widersprüche vor allem aufgrund verschiedener Vorstellungen im Hinblick auf den Planungsablauf und abweichende Präferenzen bezüglich kurz- oder langfristiger Planungshorizonte.
Im Tätigkeitsfeld der Informationsversorgung bzw. des Berichtswesens bilden in erster Linie die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit von Daten sowie Informationen die grössten Unsicherheiten und gefährden damit die zeitnahe und entscheidungsorientierte Berichterstattung.
Für das gesamte Controlling sind die Bedeutung und der Einfluss des guanxi nicht zu unterschätzen, da entsprechende Beziehungsnetzwerke von enormer Wichtigkeit für den Geschäftserfolg sind. Kaum eine Entscheidung bleibt von den Auswirkungen des guanxi unberührt. Besonders in der schnell wachsenden Wirtschaft Chinas mit sich ständig ändernden Bedingungen gewinnt guanxi immer mehr an Bedeutung und beeinflusst zunehmend das Sozialverhalten der Mitarbeiter und die Geschäftspraktiken im Controlling. Es wirkt sich auf strategische Managemententscheidungen und damit auf den Unternehmenserfolg aus. Guanxi hat direkten Einfluss auf Marktexpansion und Umsatzwachstum, da es sich als vorteilhaft für gemeinsame Ressourcennutzung, Wirtschaftlichkeit und Geschäftspolitik in unternehmensübergreifenden Transaktionen erweist. Mit Hilfe von guanxi können Informations- und Transaktionskosten gesenkt, Bedrohungen durch Wettbewerber gemindert sowie andere betriebswirtschaftliche Unsicherheiten vermieden werden. Weiterhin vermag guanxi Gesetze und Vorschriften ausser Kraft zu setzen, da persönliche Beziehung und Loyalität höher angesiedelt sind als gesetzliche Regelungen. Insbesondere für ausländische Unternehmen in China kann guanxi vor allem im Umgang mit Behörden sehr hilfreich sein. Deshalb ist es vor allem auch für westliche Unternehmen, die Erfolg im China-Geschäft anstreben, enorm wichtig, Beziehungsnetzwerke aufzubauen und intensiv zu pflegen.
Um den Erfolg des Controlling in China sicherzustellen ist es von entscheidender Bedeutung sich frühzeitig mit gesetzlichen Vorschriften und chinesischen Buchführungsrichtlinien vertraut zu machen sowie für ein funktionierendes Rechnungswesen zu sorgen, um die laufende Verfügbarkeit zuverlässiger Daten zu gewährleisten. Desweiteren ist der systematische Aufbau eines strategischen wie operativen Controlling einschliesslich eines effizienten Reporting-Systems von enormer Wichtigkeit. Last but not least spielt die Auswahl des geeigneten Personals und dessen Schulung sowie die Implementierung adäquater Anreizsysteme eine entscheidende Rolle.
Im Hinblick auf den Praxisbezug versucht die Arbeit Impulse und Anregungen zu geben, die zu einem besseren Verständnis für die jeweils andere Kultur und deren spezifische Anforderungen verhelfen soll; um ein beiderseitig befriedigendes Zusammenwirken zu ermöglichen, darf die fremde Kultur jedoch nicht nur als Hindernis angesehen werden, sondern kann vielmehr einen wichtigen Schlüssel zum Erfolg bilden.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | I | |
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | VIII | |
| I. | Einführung | 1 |
| II. | Grundlagen und Anforderungen an das Controlling | 4 |
| 1. | Begriffsauffassung und Definition des Controlling | 4 |
| 2. | Ziele des Controlling | 5 |
| 2.1 | Sicherstellung der Planung | 6 |
| 2.2 | Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung | 6 |
| 2.3 | Sicherstellung der Informationskongruenz und Verbesserung der Entscheidungsqualität | 7 |
| 2.4 | Sicherstellung der Früherkennung | 8 |
| 2.5 | Ziele des Controlling im internationalen Kontext | 8 |
| 3. | Aufgaben des Controlling | 9 |
| 3.1 | Aufgaben im Rahmen der Koordination | 10 |
| 3.1.1 | Begriff der Koordination | 10 |
| 3.1.2 | Formelle Koordinationsaufgaben | 11 |
| 3.1.3 | Inhaltliche Koordinationsaufgaben | 11 |
| 3.1.4 | Koordinationsaufgaben im internationalen Kontext | 12 |
| 3.2 | Aufgaben im Rahmen der Planung | 12 |
| 3.2.1 | Begriff der Planung | 12 |
| 3.2.2 | Formelle Planungsaufgaben | 13 |
| 3.2.3 | Inhaltliche Planungsaufgaben | 14 |
| 3.2.4 | Planungsaufgaben im internationalen Kontext | 15 |
| 3.3 | Aufgaben im Rahmen der Kontrolle | 16 |
| 3.3.1 | Begriff der Kontrolle | 16 |
| 3.3.2 | Formelle Kontrollaufgaben | 17 |
| 3.3.3 | Inhaltliche Kontrollaufgaben | 18 |
| 3.3.4 | Kontrollaufgaben im internationalen Kontext | 19 |
| 3.4 | Aufgaben im Rahmen der Informationsversorgung | 19 |
| 3.4.1 | Begriff der Informationsversorgung | 19 |
| 3.4.2 | Formelle Informationsversorgungsaufgaben | 20 |
| 3.4.3 | Inhaltliche Informationsversorgungsaufgaben | 22 |
| 3.4.4 | Informationsversorgungsaufgaben im internationalen Kontext | 22 |
| 4. | Instrumentarium des Controlling | 23 |
| 4.1 | Techniken des Controlling | 24 |
| 4.1.1 | Analysetechniken | 24 |
| 4.1.2 | Prognosetechniken | 24 |
| 4.1.3 | Bewertungs- und Entscheidungstechniken | 25 |
| 4.2 | Spezifische Instrumente des Controlling im internationalen Kontext | 25 |
| 4.2.1 | Währungsumrechnungsverfahren | 26 |
| 4.2.2 | Länderanalyse | 27 |
| 4.2.3 | Transferpreise | 28 |
| 4.2.4 | Kennzahlen | 30 |
| 4.2.5 | Budgetierung | 31 |
| 4.2.6 | Berichtswesen | 32 |
| 5. | Organisation des Controlling | 34 |
| 6. | Controlling im internationalen Kontext – Fazit und Ausblick | 35 |
| III. | Die Volksrepublik China und ihre kulturellen Besonderheiten | 37 |
| 1. | Die Volksrepublik China | 37 |
| 1.1 | Landesgeographie | 37 |
| 1.2 | Verwaltungseinheiten | 37 |
| 1.3 | Demographische Aspekte | 38 |
| 1.4 | Historischer Überblick | 38 |
| 1.5 | Philosophie und Religion | 39 |
| 1.6 | Wichtige Wirtschaftsdaten | 39 |
| 2. | Kulturelle Besonderheiten Chinas | 40 |
| 2.1 | Definition des Kulturbegriffes | 40 |
| 2.2 | Das kulturelle Phänomen des Guanxi | 41 |
| 2.2.1 | Begriffsdefinition | 41 |
| 2.2.2 | Kernelemente des Guanxi | 42 |
| 2.2.2.1 | Charakteristische Merkmale | 42 |
| 2.2.2.1.1 | Personenbezogenheit | 42 |
| 2.2.2.1.2 | Transitivität | 43 |
| 2.2.2.1.3 | Langfristorientierung | 43 |
| 2.2.2.1.4 | Reziprozität | 44 |
| 2.2.2.1.5 | Utilitarismus | 44 |
| 2.2.2.1.6 | Intangibilität | 45 |
| 2.2.2.1.7 | Kontextabhängigkeit | 45 |
| 2.2.2.2 | Basis des Guanxi | 46 |
| 2.2.2.3 | Prinzipien des Moralverhaltens als Bausteine des Guanxi | 48 |
| 2.2.3 | Das System des Guanxi | 49 |
| 2.3 | Vergleich der chinesischen und deutschen Kultur anhand der Dimensionen von Hofstede und Trompenaars | 51 |
| 2.3.1 | Machtdistanz | 52 |
| 2.3.1.1 | Definition | 52 |
| 2.3.1.2 | Starke Ausprägung der Machtdistanz in China | 52 |
| 2.3.1.3 | Schwache Ausprägung der Machtdistanz in Deutschland | 53 |
| 2.3.2 | Unsicherheitsvermeidung | 53 |
| 2.3.2.1 | Definition | 53 |
| 2.3.2.2 | Starke Ausprägung der Unsicherheitsvermeidung in China | 54 |
| 2.3.2.3 | Schwache Ausprägung der Unsicherheitsvermeidung in Deutschland | 54 |
| 2.3.3 | Kollektivismus versus Individualismus | 55 |
| 2.3.3.1 | Definition | 55 |
| 2.3.3.2 | Kollektivistische Ausprägung in China | 55 |
| 2.3.3.3 | Individualistische Ausprägung in Deutschland | 56 |
| 2.3.4 | Femininität versus Maskulinität | 57 |
| 2.3.4.1 | Definition | 57 |
| 2.3.4.2 | Abgeschwächte Ausprägung der Maskulinität in China | 57 |
| 2.3.4.3 | Starke Ausprägung der Maskulinität in Deutschland | 58 |
| 2.3.5 | Partikularismus versus Universalismus | 58 |
| 2.3.5.1 | Definition | 58 |
| 2.3.5.2 | Partikularistische Ausprägung in China | 58 |
| 2.3.5.3 | Universalistische Ausprägung in Deutschland | 59 |
| 2.3.6 | Neutraler (indirekter) Kommunikationsstil versus affektiver (direkter) Kommunikationsstil | 60 |
| 2.3.6.1 | Definition | 60 |
| 2.3.6.2 | Neutral (indirekt) geprägter Kommunikationsstil in China | 60 |
| 2.3.6.3 | Affektiv (direkt) geprägter Kommunikationsstil in Deutschland | 61 |
| 2.3.7 | Polychrones versus monochrones Zeitverständnis | 62 |
| 2.3.7.1 | Definition | 62 |
| 2.3.7.2 | Polychrones Zeitverständnis in China | 62 |
| 2.3.7.3 | Monochrones Zeitverständnis in Deutschland | 63 |
| 2.4 | Fazit | 63 |
| IV. | Anforderungen an das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft und sich daraus ergebende Zwiespältigkeiten in bezug auf das Guanxi und andere kulturelle Besonderheiten | 65 |
| 1. | Controlling und chinesische Kultur – eine Annäherung | 65 |
| 2. | Unsicherheiten im Hinblick auf Rahmenbedingungen und Informationsquellen des Controlling | 67 |
| 2.1 | Gesetzgebung und Rechtsprechung | 67 |
| 2.2 | Unternehmensbesteuerung | 69 |
| 2.3 | Rechnungswesen und Finanzen | 69 |
| 2.4 | Lösungsansätze | 74 |
| 3. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Ziele des Controlling | 75 |
| 3.1 | Anforderungen im Rahmen der Controlling-Ziele | 75 |
| 3.1.1 | Sicherstellung der Planung | 75 |
| 3.1.2 | Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung | 76 |
| 3.1.3 | Sicherstellung der Informationskongruenz und Verbesserung der Entscheidungsqualität | 76 |
| 3.1.4 | Sicherstellung der Früherkennung | 77 |
| 3.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Ziele | 77 |
| 4. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Aufgaben des Controlling | 79 |
| 4.1 | Anforderungen im Rahmen der Controlling-Aufgaben | 79 |
| 4.1.1 | Anforderungen im Rahmen der Koordination | 80 |
| 4.1.2 | Anforderungen im Rahmen der Planung | 81 |
| 4.1.3 | Anforderungen im Rahmen der Kontrolle | 82 |
| 4.1.4 | Anforderungen im Rahmen der Informationsversorgung | 85 |
| 4.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Aufgaben | 86 |
| 4.2.1 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf Planung und Kontrolle | 88 |
| 4.2.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Informationsversorgung | 91 |
| 5. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Instrumentariums des Controlling | 94 |
| 5.1 | Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Techniken | 94 |
| 5.2 | Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf spezifische Controlling-Instrumente | 96 |
| 5.2.1 | Länderanalyse | 96 |
| 5.2.2 | Budgetierung | 97 |
| 5.2.3 | Berichtswesen | 99 |
| 6. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Organisation des Controlling | 102 |
| 6.1 | Anforderungen im Rahmen der Controlling-Organisation | 102 |
| 6.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Organisation | 103 |
| 7. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Personals des Controlling | 104 |
| 7.1 | Anforderungen an das Controlling-Personal | 104 |
| 7.1.1 | Fachliche Anforderungen | 105 |
| 7.1.2 | Persönliche Anforderungen | 105 |
| 7.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf das Controlling-Personal | 106 |
| 8. | Die besondere Bedeutung des Guanxi im Controlling | 111 |
| V. | Schlussbemerkung | 113 |
| Literaturverzeichnis | 117 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 120 |
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | I | |
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | VIII | |
| I. | Einführung | 1 |
| II. | Grundlagen und Anforderungen an das Controlling | 4 |
| 1. | Begriffsauffassung und Definition des Controlling | 4 |
| 2. | Ziele des Controlling | 5 |
| 2.1 | Sicherstellung der Planung | 6 |
| 2.2 | Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung | 6 |
| 2.3 | Sicherstellung der Informationskongruenz und Verbesserung der Entscheidungsqualität | 7 |
| 2.4 | Sicherstellung der Früherkennung | 8 |
| 2.5 | Ziele des Controlling im internationalen Kontext | 8 |
| 3. | Aufgaben des Controlling | 9 |
| 3.1 | Aufgaben im Rahmen der Koordination | 10 |
| 3.1.1 | Begriff der Koordination | 10 |
| 3.1.2 | Formelle Koordinationsaufgaben | 11 |
| 3.1.3 | Inhaltliche Koordinationsaufgaben | 11 |
| 3.1.4 | Koordinationsaufgaben im internationalen Kontext | 12 |
| 3.2 | Aufgaben im Rahmen der Planung | 12 |
| 3.2.1 | Begriff der Planung | 12 |
| 3.2.2 | Formelle Planungsaufgaben | 13 |
| 3.2.3 | Inhaltliche Planungsaufgaben | 14 |
| 3.2.4 | Planungsaufgaben im internationalen Kontext | 15 |
| 3.3 | Aufgaben im Rahmen der Kontrolle | 16 |
| 3.3.1 | Begriff der Kontrolle | 16 |
| 3.3.2 | Formelle Kontrollaufgaben | 17 |
| 3.3.3 | Inhaltliche Kontrollaufgaben | 18 |
| 3.3.4 | Kontrollaufgaben im internationalen Kontext | 19 |
| 3.4 | Aufgaben im Rahmen der Informationsversorgung | 19 |
| 3.4.1 | Begriff der Informationsversorgung | 19 |
| 3.4.2 | Formelle Informationsversorgungsaufgaben | 20 |
| 3.4.3 | Inhaltliche Informationsversorgungsaufgaben | 22 |
| 3.4.4 | Informationsversorgungsaufgaben im internationalen Kontext | 22 |
| 4. | Instrumentarium des Controlling | 23 |
| 4.1 | Techniken des Controlling | 24 |
| 4.1.1 | Analysetechniken | 24 |
| 4.1.2 | Prognosetechniken | 24 |
| 4.1.3 | Bewertungs- und Entscheidungstechniken | 25 |
| 4.2 | Spezifische Instrumente des Controlling im internationalen Kontext | 25 |
| 4.2.1 | Währungsumrechnungsverfahren | 26 |
| 4.2.2 | Länderanalyse | 27 |
| 4.2.3 | Transferpreise | 28 |
| 4.2.4 | Kennzahlen | 30 |
| 4.2.5 | Budgetierung | 31 |
| 4.2.6 | Berichtswesen | 32 |
| 5. | Organisation des Controlling | 34 |
| 6. | Controlling im internationalen Kontext – Fazit und Ausblick | 35 |
| III. | Die Volksrepublik China und ihre kulturellen Besonderheiten | 37 |
| 1. | Die Volksrepublik China | 37 |
| 1.1 | Landesgeographie | 37 |
| 1.2 | Verwaltungseinheiten | 37 |
| 1.3 | Demographische Aspekte | 38 |
| 1.4 | Historischer Überblick | 38 |
| 1.5 | Philosophie und Religion | 39 |
| 1.6 | Wichtige Wirtschaftsdaten | 39 |
| 2. | Kulturelle Besonderheiten Chinas | 40 |
| 2.1 | Definition des Kulturbegriffes | 40 |
| 2.2 | Das kulturelle Phänomen des Guanxi | 41 |
| 2.2.1 | Begriffsdefinition | 41 |
| 2.2.2 | Kernelemente des Guanxi | 42 |
| 2.2.2.1 | Charakteristische Merkmale | 42 |
| 2.2.2.1.1 | Personenbezogenheit | 42 |
| 2.2.2.1.2 | Transitivität | 43 |
| 2.2.2.1.3 | Langfristorientierung | 43 |
| 2.2.2.1.4 | Reziprozität | 44 |
| 2.2.2.1.5 | Utilitarismus | 44 |
| 2.2.2.1.6 | Intangibilität | 45 |
| 2.2.2.1.7 | Kontextabhängigkeit | 45 |
| 2.2.2.2 | Basis des Guanxi | 46 |
| 2.2.2.3 | Prinzipien des Moralverhaltens als Bausteine des Guanxi | 48 |
| 2.2.3 | Das System des Guanxi | 49 |
| 2.3 | Vergleich der chinesischen und deutschen Kultur anhand der Dimensionen von Hofstede und Trompenaars | 51 |
| 2.3.1 | Machtdistanz | 52 |
| 2.3.1.1 | Definition | 52 |
| 2.3.1.2 | Starke Ausprägung der Machtdistanz in China | 52 |
| 2.3.1.3 | Schwache Ausprägung der Machtdistanz in Deutschland | 53 |
| 2.3.2 | Unsicherheitsvermeidung | 53 |
| 2.3.2.1 | Definition | 53 |
| 2.3.2.2 | Starke Ausprägung der Unsicherheitsvermeidung in China | 54 |
| 2.3.2.3 | Schwache Ausprägung der Unsicherheitsvermeidung in Deutschland | 54 |
| 2.3.3 | Kollektivismus versus Individualismus | 55 |
| 2.3.3.1 | Definition | 55 |
| 2.3.3.2 | Kollektivistische Ausprägung in China | 55 |
| 2.3.3.3 | Individualistische Ausprägung in Deutschland | 56 |
| 2.3.4 | Femininität versus Maskulinität | 57 |
| 2.3.4.1 | Definition | 57 |
| 2.3.4.2 | Abgeschwächte Ausprägung der Maskulinität in China | 57 |
| 2.3.4.3 | Starke Ausprägung der Maskulinität in Deutschland | 58 |
| 2.3.5 | Partikularismus versus Universalismus | 58 |
| 2.3.5.1 | Definition | 58 |
| 2.3.5.2 | Partikularistische Ausprägung in China | 58 |
| 2.3.5.3 | Universalistische Ausprägung in Deutschland | 59 |
| 2.3.6 | Neutraler (indirekter) Kommunikationsstil versus affektiver (direkter) Kommunikationsstil | 60 |
| 2.3.6.1 | Definition | 60 |
| 2.3.6.2 | Neutral (indirekt) geprägter Kommunikationsstil in China | 60 |
| 2.3.6.3 | Affektiv (direkt) geprägter Kommunikationsstil in Deutschland | 61 |
| 2.3.7 | Polychrones versus monochrones Zeitverständnis | 62 |
| 2.3.7.1 | Definition | 62 |
| 2.3.7.2 | Polychrones Zeitverständnis in China | 62 |
| 2.3.7.3 | Monochrones Zeitverständnis in Deutschland | 63 |
| 2.4 | Fazit | 63 |
| IV. | Anforderungen an das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft und sich daraus ergebende Zwiespältigkeiten in bezug auf das Guanxi und andere kulturelle Besonderheiten | 65 |
| 1. | Controlling und chinesische Kultur – eine Annäherung | 65 |
| 2. | Unsicherheiten im Hinblick auf Rahmenbedingungen und Informationsquellen des Controlling | 67 |
| 2.1 | Gesetzgebung und Rechtsprechung | 67 |
| 2.2 | Unternehmensbesteuerung | 69 |
| 2.3 | Rechnungswesen und Finanzen | 69 |
| 2.4 | Lösungsansätze | 74 |
| 3. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Ziele des Controlling | 75 |
| 3.1 | Anforderungen im Rahmen der Controlling-Ziele | 75 |
| 3.1.1 | Sicherstellung der Planung | 75 |
| 3.1.2 | Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung | 76 |
| 3.1.3 | Sicherstellung der Informationskongruenz und Verbesserung der Entscheidungsqualität | 76 |
| 3.1.4 | Sicherstellung der Früherkennung | 77 |
| 3.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Ziele | 77 |
| 4. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Aufgaben des Controlling | 79 |
| 4.1 | Anforderungen im Rahmen der Controlling-Aufgaben | 79 |
| 4.1.1 | Anforderungen im Rahmen der Koordination | 80 |
| 4.1.2 | Anforderungen im Rahmen der Planung | 81 |
| 4.1.3 | Anforderungen im Rahmen der Kontrolle | 82 |
| 4.1.4 | Anforderungen im Rahmen der Informationsversorgung | 85 |
| 4.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Aufgaben | 86 |
| 4.2.1 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf Planung und Kontrolle | 88 |
| 4.2.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Informationsversorgung | 91 |
| 5. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Instrumentariums des Controlling | 94 |
| 5.1 | Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Techniken | 94 |
| 5.2 | Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf spezifische Controlling-Instrumente | 96 |
| 5.2.1 | Länderanalyse | 96 |
| 5.2.2 | Budgetierung | 97 |
| 5.2.3 | Berichtswesen | 99 |
| 6. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Organisation des Controlling | 102 |
| 6.1 | Anforderungen im Rahmen der Controlling-Organisation | 102 |
| 6.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Organisation | 103 |
| 7. | Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Personals des Controlling | 104 |
| 7.1 | Anforderungen an das Controlling-Personal | 104 |
| 7.1.1 | Fachliche Anforderungen | 105 |
| 7.1.2 | Persönliche Anforderungen | 105 |
| 7.2 | Zwiespältigkeiten im Hinblick auf das Controlling-Personal | 106 |
| 8. | Die besondere Bedeutung des Guanxi im Controlling | 111 |
| V. | Schlussbemerkung | 113 |
| Literaturverzeichnis | 117 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 120 |
Textprobe:
Kapitel 3.2.1, Begriff der Planung:
Im allgemeinen wird Planung definiert als „ein bewußter geistiger Prozeß, durch den zukünftiges Geschehen gestaltet werden soll“39. Dabei steht die Ermittlung, Analyse und zielgerichtete Auswahl von Handlungsalternativen durch gedankliche Vorwegnahme möglicher Auswirkungen potentieller Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen im Vordergrund. Planung beinhaltet somit die Entscheidungsvorbereitung und den Entscheidungsakt. Gestützt auf Werte der Vergangenheit ermöglicht die Planung zukünftige Prognosen.
Hinsichtlich des zeitlichen Aspektes kann Planung auf strategischer, taktischer und operativer Ebene erfolgen. Die strategische Planung zeichnet sich durch einen langfristigen Planungshorizont (5 bis ca. 10 Jahre) aus und erstreckt sich im allgemeinen auf die Gesamtunternehmung. Vor dem Hintergrund der langfristigen Unternehmenserhaltung ist das Controlling für die Sicherheit in der Langfristplanung verantwortlich. Hier sollen Erfolgspotentiale geschaffen werden, die sich in Form von Gewinnen und Kapitalwerten äussern. Sie beinhaltet u.a. den Aufbau von Marktpositionen, die Schaffung eines Mitarbeiterstammes sowie qualifizierten Führungspersonals und befasst sich mit grundlegenden Tatbeständen in bezug auf Standort, Wachstum und Führung.
Die taktische bzw. mittelfristige Planung umfasst einen Zeithorizont von bis zu 5 Jahren und beinhaltet die Umsetzung der strategischen Alternativen in die operationale Ablauf-, Finanz- und Kapazitätsplanung. Die operative Planung hat kurzfristigen Charakter mit einem Zeithorizont von bis zu einem Jahr. Hier erfolgt die Planung der einzelnen Prozesse, wobei insbesondere die Sicherstellung der Liquidität sowie Periodenkosten, -deckungsbeitrag und -gewinn als Zielgrössen verfolgt werden. Auf der operativen Ebene erfolgt die Umsetzung der taktischen Planung in konkrete Durchführungspläne.
Kapitel 3.2.2, Formelle Planungsaufgaben:
Im Rahmen der formellen Planungsaufgaben hat das Controlling für die organisatorischen Rahmenbedingungen der Planung zu sorgen. Hier ist ein Planungssystem zu entwickeln und zu gestalten sowie die Organisation und Überwachung der Planungsabläufe sicherzustellen. Dies geschieht in der Regel mit Hilfe eines Planungskalenders, der vor allem Termine, Zeiträume sowie Mitarbeiter festlegt und koordiniert. Das Planungssystem ist vom Controlling ständig an veränderte Situationen des internen wie externen Unternehmensumfeldes anzupassen und unterliegt damit einem kontinuierlichen Prozess der systematischen Weiterentwicklung. Im Rahmen der methodisch-technischen Unterstützung hat das Controlling geeignete Planungsinstrumente zu entwickeln und bezüglich ihres zweckmässigen Einsatzes zu überprüfen. Daneben sind Planungsgegenstände und -verfahren zu bestimmen und verfügbar zu machen sowie die für die Aufgabenerfüllung notwendigen EDV-Tools bereit zu stellen.
Kapitel 3.2.3, Inhaltliche Planungsaufgaben:
Im Rahmen des mit Hilfe der formellen Aufgaben geschaffenen Planungssystems hat das Controlling die inhaltlichen Planungsaufgaben zu verwirklichen. Dem Controlling obliegt die Aufgabe, den Planungsbedarf im Unternehmen zu ermitteln und Planungsdefizite, Engpässe sowie kritische Schnittstellen aufzuzeigen. In der Planungsphase muss auf operativer wie strategischer Ebene eine inhaltliche und zeitliche Abstimmung von Teilplänen erfolgen; diese sind formal auf ihre Kongruenz mit den Richtlinien zu überprüfen. Daneben müssen Vollständigkeit, Plausibilität und Realisierbarkeit der Pläne gewährleistet sein. Schliesslich muss eine Integration in den Gesamtplan des Unternehmens vorgenommen werden.
Es ist von enormer Bedeutung, im Hinblick auf diese Problemsituationen Transparenz zu schaffen, mögliche Konsequenzen darzulegen sowie Wahlmöglichkeiten und Entscheidungen vorzubereiten. In diesem Zusammenhang sind die vom Management „für relevant erachteten Handlungsalternativen hinsichtlich ihres Beitrages zur Zielerreichung zu bewerten“, um eine fundierte Entscheidungsfindung sicherzustellen.
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http://www.diplom.de/ean/9783836604420
Arbeit zitieren:
Adili, Tina Dezember 2005: Das Controlling der chinesischen Tochtergesellschaft einer deutschen Muttergesellschaft im Zwiespalt zwischen den deutschen Controlling-Anforderungen und dem Guanxi sowie anderen kulturellen Besonderheiten, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Internationales Management, Internationales Controlling, China, Guanxi, Kulturdimensionen



