Controlling im Wandel der Zeit
Änderungen im Aufgabenfeld der Controller durch IAS
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Kirsten Dettmer
- Abgabedatum: Juli 2003
- Umfang: 191 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7129-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7129-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7129-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dettmer, Kirsten Juli 2003: Controlling im Wandel der Zeit, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: peratives Controlling, strategisches Controlling, HGB, US-GAAP, Berichtswesen
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Diplomarbeit von Kirsten Dettmer
Zielsetzung:
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, anhand eines Fragebogens empirisch zu untersuchen, ob durch die International Accounting Standards (IAS) Änderungen in den Aufgaben der Controller entstanden sind.
Um zu zeigen, welchen Einfluss und welche Auswirkungen die International Accounting Standards auf eine Unternehmung haben, die sich zur Anwendung dieser entschlossen hat, ist eine Unterteilung in externes und internes Rechnungswesen nötig.
Das externe Rechnungswesen beinhaltet die Finanzbuchhaltung, die Erstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), während das interne Rechnungswesen die Kosten- und Erlösrechnung, Analysen aus der Kosten- und Erlösrechnung sowie die Investitionsrechnung umfasst. Beide Systeme existieren jedoch nicht voneinander losgelöst. Eine Vielzahl von Verknüpfungen ist zu erkennen. Die Finanzbuchhaltung z.B. bildet nicht nur die Basis für die Erstellung des Jahresabschlusses, sondern ist auch Informationslieferant der Kosten- und Erlösrechnung.
Die Aufzeichnung von Transaktionen zwischen dem Unternehmen und seiner Außenwelt, hauptsächlich zur Information von Eigentümern und Gläubigern, ist Hauptaufgabe des externen Rechnungswesens. Als Grundrechenelemente können Aus- und Einzahlungen, Ausgaben und Einnahmen sowie Aufwendungen und Erträge genannt werden.
Das interne Rechnungswesen besteht aus Transaktionen innerhalb der Unternehmung zur Information der Unternehmensleitung. Die Leistungserstellung kann zielentsprechend kontrolliert und gesteuert werden. Kosten und Leistungen sind hier als Grundrechenelemente zu sehen.
Die derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklungen wie Globalisierung, strategische Führung und Kapitalmarktorientierung fordern eine Angleichung der externen und internen Rechnungssysteme. Die Informationsfunktion gewinnt an Bedeutung, Anteilseigner werden stärker beachtet und das Wertsteigerungsmanagement gelangt in den Vordergrund.
Eine Angleichung von externem und internem Rechnungswesen erscheint nicht nur sinnvoll, sondern vereinfacht auch die Arbeit der Buchhalter und Controller gerade in international tätigen Unternehmen und Konzernen. Die Komplexität kann reduziert werden.
Die Konsolidierung der verschiedenen, unterschiedlich strukturierten externen Rechnungslegungen und auch des internen Rechnungswesens werfen bislang noch Probleme auf. Unterschiedliche Kostenrechnungssysteme sind schwer zu konsolidieren, da eine Überleitung auf Konzernebene nur schwer möglich erscheint. Die Jahresabschlusserstellung nach verschiedenen Rechnungslegungsstandards wirft Probleme in der Bewertung und Behandlung von z.B. Rückstellungen und Abschreibungen auf, die nicht einfach zu lösen sind.
Ab dem Jahr 2005 stellen die IAS für kapitalmarktorientierte Unternehmen, die einen Konzernabschluss erstellen, verpflichtende Rechnungslegungsvorschriften dar. Die Umstellung auf IAS sollte in den Tochterunternehmen ebenfalls erfolgen, um die Arbeit zu erleichtern.
Die sich ergebenden Änderungen in der externen Rechnung werden in Kapitel 2 vergleichend mit HGB und US-GAAP dargestellt. Das anschließende Kapitel 3 erläutert die IAS in bezug auf Zielsetzung, Organe, Struktur, Rechnungslegungsgrundsätze, Gliederungsschema der Bilanz und GuV, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Segmentberichterstattung.
Das interne Rechnungswesen und dessen Aufgaben in bezug auf das Controlling werden in Kapitel 4 näher vorgestellt. Dabei werden zunächst die einzelnen Aufgaben erörtert, um folgend mögliche Änderungen durch die IAS zu benennen.
Diese Untersuchung wird in Kapitel 5 anhand einer empirischen Studie praktisch überprüft und in Kapitel 6 zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Übersetzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Zielsetzung | 2 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 4 |
| 2. | Internationale Rechnungslegung im Vergleich – Externes Rechnungswesen | 6 |
| 2.1 | Externes Rechnungswesen | 6 |
| 2.2 | Rechnungslegung nach HGB (Deutsches Recht) | 7 |
| 2.3 | Rechnungslegung nach IAS | 9 |
| 2.4 | Rechnungslegung nach US-GAAP | 13 |
| 3. | IAS (International Accounting Standards) | 17 |
| 3.1 | Zielsetzung | 17 |
| 3.2 | Organe des IASC | 17 |
| 3.3 | Struktur der IAS | 19 |
| 3.4 | Rechnungslegungsgrundsätze des Framework | 20 |
| 3.5 | Vergleich HGB versus IAS | 25 |
| 3.5.1 | Assets – Vermögenswerte | 26 |
| 3.5.2 | Liabilities – Schulden | 27 |
| 3.5.3 | Property, plant and equipment – Sachanlagen | 28 |
| 3.5.4 | Intangible assets – Immaterielle Vermögensgegenstände | 28 |
| 3.5.5 | Provisions – Rückstellungen | 30 |
| 3.5.6 | Accounting for leases – Leasing | 31 |
| 3.5.7 | Income – Erträge | 33 |
| 3.5.8 | Expenses – Aufwendungen | 35 |
| 3.6 | Gliederungsschema von Bilanz und GuV | 35 |
| 3.6.1 | Bilanz | 35 |
| 3.6.2 | GuV | 37 |
| 3.7 | Eigenkapitalveränderungsrechnung | 39 |
| 3.8 | Kapitalflussrechnung | 41 |
| 3.9 | Segmentberichterstattung | 43 |
| 4. | Aufgaben des Controllers unter Berücksichtigung der IAS – Internes Rechnungswesen | 47 |
| 4.1 | Internes Rechnungswesen | 47 |
| 4.2 | Strategisches Controlling | 52 |
| 4.2.1 | Aufgaben des strategischen Controlling im Allgemeinen | 54 |
| 4.2.2 | Aufgaben des strategischen Controlling im Speziellen | 55 |
| 4.2.2.1 | Strategische Planung | 55 |
| 4.2.2.2 | Früherkennung | 56 |
| a) | Kennzahlensysteme | 57 |
| b) | Indikatoren | 60 |
| c) | Strategischer Radar | 61 |
| 4.2.2.3 | Benchmarking | 62 |
| 4.2.2.4 | Target Costing | 64 |
| 4.2.2.5 | Kostenorientiertes Qualitäts-Controlling | 67 |
| 4.2.2.6 | Portfolio-Technik | 70 |
| 4.3 | Operatives Controlling | 73 |
| 4.3.1 | Aufgaben des operativen Controlling im Allgemeinen | 74 |
| 4.3.2 | Aufgaben des operativen Controlling im Speziellen | 74 |
| 4.3.2.1 | Operative Unternehmensplanung | 74 |
| 4.3.2.2 | Abweichungsanalysen | 76 |
| 4.3.2.3 | Erfolgscontrolling | 79 |
| 4.3.2.4 | Budgeterstellung und Budgetkontrolle | 82 |
| 4.3.2.5 | Beteiligungscontrolling | 84 |
| 4.3.2.6 | Informationsversorgung (Berichtwesen) | 88 |
| 4.3.2.7 | Projektcontrolling | 91 |
| 4.3.2.8 | Finanzcontrolling | 94 |
| 4.3.2.9 | Risikocontrolling | 97 |
| 4.3.2.10 | Konzerncontrolling | 99 |
| 4.4 | Zusammenfassung der erwarteten Änderungen | 109 |
| 5. | Untersuchung der Praxis anhand einer empirischen Studie | 111 |
| 5.1 | Aufbau des Fragebogens und Datenerhebung | 111 |
| 5.2 | Auswertung des Fragebogens | 112 |
| 6. | Zusammenfassung | 121 |
| Anhangverzeichnis | 124 |
äußerung bzw. Aufgabe des einzustellenden Bereiches sowie bei den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag (IAS 35). 239 Die Portfolio-Technik wird durch Anwendung der IAS ermöglicht. Die entstehenden Informationen sind in der Segmentberichterstattung zu veröffentlichen. Das Unternehmen wird dadurch bemüht sein, seine Einheiten anzuhalten, Kosten zu kontrollieren und Gewinne zu erwirtschaften. Ein stetiges Wachstum soll erreicht werden. Mit Einführung der IAS kann die Portfolio-Technik erfolgreicher angewendet werden. Eine Aufgabenänderung ist hier zu vermuten. Als weitere Aufgaben des strategischen Controlling sind noch die Szenario-Analyse zur dauerhaften Existenzsicherung und Verringerung von Risiken, und das KostenControlling im Produktlebenszyklus zur Erleichterung von strategischen Produktentscheidungen zu nennen, auf dessen ausführliche Darstellung an dieser Stelle verzichtet und auf weiterführende Literatur verwiesen wird. 240 [...]
Beziehungen, Zusammenhänge zur langfristigen Ergebnis- und Finanzplanung und auch zur Technologieentwicklung werden nicht hergestellt.238 Die Segmentberichterstattung wird erst durch die Einteilung des Unternehmens in strategische Geschäftseinheiten (SGE) ermöglicht. Durch die Portfolio-Analyse werden frühzeitig schwache Einheiten erkannt. Entweder erfolgt hier eine Eliminierung oder diese Einheiten werden wieder aufgebaut, was jedoch mit erheblichen Kosten verbunden ist. In einem Abschluss nach HGB werden einzelne Bereiche nicht in den Vordergrund der Betrachtung gestellt, eine Portfolio-Analyse erschien dadurch nur auf interner Ebene möglich. Durch Anwendung der IAS wird das Unternehmen gezwungen, „Bestseller- Einheiten“ schwachen Einheiten gegenüber zu stellen und diese Informationen zu veröffentlichen. Die Messung mit anderen auf dem Markt bestehenden Unternehmen wird ermöglicht. Ist die Einstellung von Bereichen geplant, so ergeben sich daraus neue Anforderungen. Die Höhe der Erlöse, der Aufwendungen und des Ergebnisses aus gewöhnlicher Tätigkeit sind dann zum Bilanzstichtag anzugeben. Ebenso verhält es sich bei der Höhe des Netto-Cash-Flows, bei Veräußerungserlösen, bei Gewinnen oder Verlusten aus der Ver- [...]
Unter diesem Gesichtspunkt empfiehlt sich die Einführung einer Qualitätskostenrechnung. Diese stellt ein Informationssystem der Unternehmensführung dar, das der systematischen Erfassung, Verteilung und Auswertung von Qualitätskosten dient. Vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung von Qualitätsaspekten in der Unternehmensführung stehen deshalb solche Informationssysteme zunehmend im Mittelpunkt des Interesses, trotzdem befindet sich die Qualitätskostenrechnung zum heutigen Zeitpunkt noch im Anfangsstadium. 230 Qualitätsbestimmende Kosten müssen für das Qualitätscontrolling genau ermittel- und den Produktgruppen direkt zurechenbar sein. Leistungsprozesse können verbessert und Abläufe besser koordiniert werden. Langfristig orientierte Rechnungssysteme werden erforderlich. Das Umsatzkostenverfahren (UKV) ist zentrales Instrument für die Ergebnisdarstellung nach IAS-Grundsätzen. 231 Stehen dem Ergebnis hohe Fehlerkosten gegenüber, vermindert sich das Ergebnis. Bei Anwendung des Gesamtkostenverfahrens (GKV) sollte als erstes eine Umstellung auf das UKV vorgeschlagen werden. Aufgabe des Unternehmens ist es, seine Fehlerkosten zu reduzieren. Eine umfangreiche Qualitätskostenrechnung empfiehlt sich hier. Diese wird durch Anwendung der IAS erleichtert, denn eine genaue Kostenerfa ssung ist Ziel der IAS. Eine Aufgabenänderung ist generell jedoch nicht zu erwarten, Änderungen innerhalb der Aufgabe sind möglich. 4.2.2.6 Portfolio-Technik Die Grundidee der Portfolioanalyse stammt aus finanzwirtschaftlichen Überlegungen, wo ein Portfolio die optimale Mischung aus verschiedenen Investitionsmöglichkeiten bezeichnet. 232 [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832471293
Arbeit zitieren:
Dettmer, Kirsten Juli 2003: Controlling im Wandel der Zeit, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
peratives Controlling, strategisches Controlling, HGB, US-GAAP, Berichtswesen



