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Controlling im Produktentwicklungsprozess bei Finanzdienstleistern

Eine theoretische und empirische Analyse

Controlling im Produktentwicklungsprozess bei Finanzdienstleistern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hakan Hasanoglu
  • Abgabedatum: Juli 2000
  • Umfang: 109 Seiten
  • Dateigröße: 533,8 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2971-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2971-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2971-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hasanoglu, Hakan Juli 2000: Controlling im Produktentwicklungsprozess bei Finanzdienstleistern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Versicherungen, Banken

Diplomarbeit von Hakan Hasanoglu

Einleitung:

Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Produkten stehen im Mittelpunkt des Wirtschaftsprozesses und der unternehmerischen Tätigkeit. Dabei nimmt der Einfluss von Produktinnovationen bzw. die Entwicklung innovativer Produkte auf das Wachstum, die Konkurrenzsituation und den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen immer mehr zu.

Eine Unternehmung, die diesen Herausforderungen gerecht werden will, muss ihre Produkte bzw. ihr Absatzprogramm auf die sich ständig wandelnden Bedürfnisse der Kunden und die Konkurrenzverhältnisse am Markt ausrichten. Die Erzielung solcher bedürfnisbefriedigender und konkurrenzfähiger Produkte hat die Produktentwicklung zur Aufgabe. Aufgrund der immer zunehmenderen Bedeutung von Produktinnovationen und somit dem Produktentwicklungsprozess stellt sich immer häufiger die Frage, wie dieser aussieht. Daher kommt der näheren Betrachtung des Produktentwicklungsprozesses eine wesentliche Bedeutung zu.

Es existieren zahlreiche theoretische und empirische Analysen über den Produktentwicklungsprozess bei Industrieunternehmen, die diesen betrachten. Der Produktentwicklungsprozess speziell in Finanzdienstleistungsunternehmen hingegen ist bislang kaum untersucht worden. Daher besteht auf diesem Gebiet ein großer Handlungsbedarf, was durch diese Arbeit deutlich gemacht werden soll. Denn auch in Finanzdienstleistungsunternehmen hat die Produktinnovation einen ent-scheidenden Einfluss auf die Überlebensfähigkeit der Unternehmung.

Es stellen sich in Bezug auf den Produktentwicklungsprozess bei Finanzdienstleistungsunternehmen insbesondere die Fragen, welche Bedeutung dem Produktentwicklungsprozess zukommt, welche Phasen vorhanden bzw. abgrenzbar sind, welche Dauer ein solcher Produktentwicklungsprozess einnimmt, wie dessen Organisation aussieht, wie das Controlling einsetzt bzw. welche Instrumente und Methoden diesen unterstützen.

Diesen Fragen gilt es innerhalb der vorliegenden Arbeit anhand einer theoretischen und empirischen Analyse nachzugehen.

Gang der Untersuchung:

Im zweiten Teil dieser Arbeit erfolgt zunächst die theoretische Analyse des Produktentwicklungsprozesses. Hierbei wird dessen Wesen und Einordnung im Unternehmen anhand der Kriterien Bedeutung, Phasen, Faktor Zeit und Organisation des Produktentwicklungsprozesses beschrieben. Anschließend wird das Controlling im Produktentwicklungsprozess bzw. die für den Produktentwicklungsprozess in erster Linie relevanten Instrumente und Methoden vorgestellt und auf ihre Anwendbarkeit und deren Nutzen im Produktentwicklungsprozess hin bewertet. Ziel dieses Abschnitts ist es, eine theoretische Grundlage für die darauf folgende empirische Analyse zu schaffen bzw. um diese durchzuführen.

Im dritten Teil der Arbeit werden die Befunde aus der empirischen Analyse auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse der theoretischen Analyse des Produktentwicklungsprozesses dargestellt und ausgewertet. Anschließend folgt der Vergleich der empirischen Befunde, in der die erzielten Daten zunächst gegenübergestellt werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf den Produktentwicklungsprozess und dem Controlling im Produktentwicklungsprozess aufzudecken. Dabei werden Gründe und Ursachen für diese gesucht und unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Datenmaterials versucht zu begründen. Daraufhin werden die erzielten Ergebnisse einer kritischen Analyse unterzogen, um Aussagen über den Produktentwicklungsprozess bei den betrachteten Finanzdienstleistern zu erzielen.

Im vierten und letzten Teil dieser Arbeit erfolgt schließlich ein kurzer Ausblick auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse.

Inhaltsverzeichnis:

1. Grundlagen 1
1.1 Einführung und Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
1.3 Anmerkungen zur empirischen Analyse 2
1.4 Begriffliche Abgrenzungen 3
2. Theorie des Produktentwicklungsprozesses 6
2.1 Einführung in den Produktentwicklungsprozess 6
2.1.1 Die Bedeutung des Produktentwicklungsprozesses 6
2.1.2 Die Phasen des Produktentwicklungsprozesses 7
2.1.3 Der Faktor Zeit im Produktentwicklungsprozess 13
2.1.4 Die Organisation im Produktentwicklungsprozess 16
2.2 Controlling im Produktentwicklungsprozess 17
2.2.1 Phasenübergreifende Instrumente und Methoden im Produktentwicklungsprozess 18
2.2.2 Phasenspezifische Instrumente und Methoden im Produktentwicklungsprozess 20
3. Empirische Befunde zum Produktentwicklungsprozess 26
3.1 Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten 26
3.1.1 Empirische Befunde zur BANK 1 27
3.1.2 Empirische Befunde zur BANK 2 34
3.1.3 Empirische Befunde zur VERSICHERUNG 1 40
3.1.4 Empirische Befunde zur VERSICHERUNG 2 47
3.2 Vergleich der empirischen Befunde 54
3.2.1 Vergleich zwischen den Banken 54
3.2.2 Vergleich zwischen den Versicherungen 59
3.2.3 Vergleich zwischen Banken und Versicherungen 64
3.3 Kritische Analyse der empirischen Befunde 66
4. Ausblick 69
Anlage 1 70
Anlage 2 89
Literaturverzeichnis 94

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die VERSICHERUNG 1 ist ein Unternehmen mit ca. 3.000 Mitarbeitern.136 Dieses Unternehmen kennzeichnet sich dadurch aus, dass es überwiegend einen indirekten Vertrieb der Versicherungsprodukte aufweist. Daher müssen in erster Linie die externen Handelsvertreter137 von der Produktinnovation überzeugt werden, damit diese erfolgreich an den Kunden gelangen kann. Die Auffassung des Begriffs „Produktinnovation“ reicht bei der VERSICHERUNG 1 von einem Produkt, das vom Kern her gleich bleibt, jedoch durch Veränderung weniger Komponenten dessen „Verpackung“ geändert wird (Verbesserungsinnovation), bis hin zur Entwicklung von Produkten, die vom Kern und von den Komponenten her neu sind (Basisinnovation). Somit stimmt die Auffassung dieses Begriffs mit denen der Banken grundsätzlich überein. Die Produktentwicklung wird nicht direkt von einem Produktentwicklungsteam vollzogen. Durch Absprachen zwischen den Abteilungen Fachbereich, Vertrieb und Marketing wird festgelegt, welche und wie viele Mitarbeiter aus welchen Unternehmensbereichen wann einwirken sollen. Diese werden dann während des Produktentwicklungsprozesses sequentiell abgerufen bzw. eingesetzt. [...]

Das Conjoint Measurement wird in der zweiten und dritten Phase eingesetzt. Es dient der Gewinnung und Bewertung von Produktideen aus Sicht der Kunden. Die Methoden der Investitionsrechnungen werden in der dritten Phase eingesetzt und dienen insbesondere der detaillierten wirtschaftlichen Bewertung von Produktvorschlägen. Das Kundenportfolio (Kundenanalyse) wird in den ersten beiden Phasen eingesetzt und dient sowohl zum Anstoß einer Neuproduktentwicklung, als auch zur Gewinnung von Produktideen, die auf bestimmte Kundengruppen ausgerichtet sind. Die Methode zur Kosten- und Erlösabschätzung wird in der dritten Phase eingesetzt und dient der wirtschaftlichen Bewertung von Produktvorschlägen. Das Scoring-Modell (Punktbewertungsverfahren) wird in der zweiten und dritten Phase eingesetzt und zur Bewertung der Konkurrenzprodukte und der eigenen Produkte herangezogen. Durch den Vergleich werden gezielt Produktideen gewonnen und gleichzeitig bewertet. Die Stärken/Schwächen und Chancen/Risiken Analyse (SOFT-Analyse) findet in den ersten beiden Phasen Anwendung. Sie dient auch hier der Erzielung von Anstößen zur Neuproduktentwicklung und der gezielten Gewinnung von Produktideen anhand der Auswertung der internen (Stärken/Schwächen) und externen (Chancen/Risiken) Lage der Unternehmung. Die Strategische Umsatzlücken-Analyse (GAP-Analyse) findet in den ersten drei Phasen Anwendung. Anhand dieses Instruments werden die strategischen Umsätze als Ziele festgesetzt. Diese Ziele gilt es dann anhand der Produktideen bzw. Produktvorschläge zu erreichen. Die Instrumente Netzplantechnik, Product Life Cycle Costing, Quality Function Deployment, Szenario-Technik (Umweltanalyse) und Target Costing finden in der BANK 2 keine Anwendung. Die aufgelisteten Instrumente werden auch in der BANK 2 situationsbedingt und nicht immer systematisch angewendet.135 [...]

Die Dauer des gesamten Produktentwicklungsprozesses hängt auch hier von der Art der Innovation ab (Basisinnovation oder Verbesserungsinnovation) und erstreckt sich auf 3 bis 12 Monate. Die Zeitspanne, die den einzelnen Phasen zukommt, ist nicht einheitlich und wird daher im folgenden kurz dargestellt:127 – Den Phasen 1, 2 und 3 wird dieselbe Zeit zugeteilt (jeweils 16% von 3 – 12 Monaten). Der Grund dafür liegt darin, dass diese drei Phasen aus Zeitaspekten als nicht kritisch angesehen werden. – Der Phase 4 wird die meiste Zeit zugesprochen (52% von 3 – 12 Monaten), da insbesondere die Integration der Produktinnovation in die EDV-Systeme viel Zeit benötigt. Bei der BANK 2 stehen sowohl die Entwicklung eines marktreifen und erfolgreichen Produktes, als auch die Faktoren Kosten und Zeit des Produktentwicklungsprozesses primär im Vordergrund. Daher sind auch Überlegungen der optimalen Entwicklungszeit und –kosten während des Produktentwicklungsprozesses wiederzufinden. Die Faktoren Zeit und Kosten werden als die wesentlichen Erfolgsfaktoren im Produktentwicklungsprozess angesehen.128 [...]

Arbeit zitieren:
Hasanoglu, Hakan Juli 2000: Controlling im Produktentwicklungsprozess bei Finanzdienstleistern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Versicherungen, Banken

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