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Controlling im Personalbereich

Operative, strategische und prozessorientierte Aspekte

Controlling im Personalbereich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Glab
  • Abgabedatum: Oktober 2003
  • Umfang: 72 Seiten
  • Dateigröße: 524,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7888-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7888-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7888-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Glab, Matthias Oktober 2003: Controlling im Personalbereich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Personalmanagement, Personalcontrolling, Prozessorientierung, Personalprozess

Diplomarbeit von Matthias Glab

Problemstellung:

Controlling im Personalbereich oder auch kurz Personalcontrolling gewinnt seit dem Ende der 1980er Jahre in der Literatur eine immer größere Beachtung. Viele Unternehmen griffen diese Idee auf, was dazu führte, dass das Personalcontrolling mittlerweile als einer der Kernkompetenzen der Personalarbeit angesehen wird. In einer Umfrage aus dem Jahr 2001 beantworteten 92 Prozent der befragten Unternehmen, dass sie ein eigenes Personalcontrolling haben.

Die Notwendigkeit zum Controlling der Personalarbeit wird in der zunehmend komplexer und dynamischer werdenden Umwelt gesehen. Die zugrundeliegenden technologischen und politischen Entwicklungen, der gesellschaftliche Wertewandel und nicht zuletzt ökonomische Aspekte führten zu grundlegenden Änderungen der Personalarbeit. Diese Veränderung kann in kurzen Schlagworten als vom Verwalter zum Dienstleister beschrieben werden.

Ein Problem stellt sich allerdings heraus. Die Antwort auf die Frage was unter Personalcontrolling verstanden wird, fällt sehr unterschiedlich aus. Der überwiegende Teil der Unternehmen versteht bereits ihre Personalstatistik als eine der Aufgaben des Personalcontrollings. Ob diese Ansicht dem, als Grundlage dienenden, Controlling oder dem Personalcontrolling gerecht wird, stellt die Grundüberlegung für diese Arbeit dar.

Aus dieser Ausgangssituation ergibt sich die eigentliche Problemstellung der vor-liegenden Arbeit. Es stellt sich die Frage, ob die vorgeschlagenen Instrumente des Personalcontrollings überhaupt für ihre Zwecke geeignet sind. Ausgehend von der These, dass das Controlling Grundlage für das Personalcontrolling ist, müsste das Instrumentarium des Personalcontrollings den Grundprinzipien des allgemeinen Controllings entsprechen.

Gang der Untersuchung:

Um die aufgeworfene Frage zu klären, wird im zweiten Kapitel das Personalcontrolling vorgestellt. Nach einer chronologischen Betrachtung werden die, in der Literatur diskutierten, unterschiedlichen konzeptionellen Ansätze aufgezeigt. Anschließend wird anhand einer Analyse der Dimensionen des Personalcontrollings eine allgemeingültige Definition abgeleitet.

Das dritte Kapitel zeigt die Überlegungen auf, die hinter dem Controlling stehen und arbeitet die grundlegenden Prinzipien sowie die Ebenen des Controllings heraus.

Auf das operative Personalcontrolling wird in Kapitel vier eingegangen. Nach einer Einführung in die Aufgabenbereiche werden die zur Überprüfung ausgewählten operativen Instrumente vorgestellt und anschließend hinsichtlich ihrer Controllingeignung untersucht.

Eine analoge Vorgehensweise wird im fünften Kapitel bezüglich des strategischen Personalcontrollings und seines Instrumentariums verfolgt.

Die prozessorientierten Aspekte des Personalcontrollings werden im sechsten Kapitel vorgestellt. Es wird auf die Grundlagen des Prozessmanagements und die Übertragung dieses Gedankens auf den Personalbereich eingegangen. Anschließend werden einige Instrumente beschrieben, mit denen das Personalcontrolling arbeiten kann.

Im Kapitel sieben werden im Rahmen einer Schlussbetrachtung die Ergebnisse zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. Personalcontrolling in der Literatur 3
2.1 Chronologische Betrachtung 3
2.2 Konzeptionelle Ansätze 4
2.2.1 Planungs- und kontrollorientierter Ansatz 4
2.2.2 Konzept der Verhaltenssteuerung 5
2.2.3 Koordinationsorientierter Ansatz 6
2.2.4 Wirtschaftlichkeits- und wertschöpfungsorientierter Ansatz 7
2.3 Wesen des Personalcontrollings 8
2.3.1 Dimensionen des Personalcontrollings 8
2.3.2 Ziel- und Aufgabendimension 9
2.3.3 Anwendungsfelder des Personalcontrollings 11
2.3.4 Leitungsebenen des Personalcontrollings 12
2.3.5 Instrumente des Personalcontrollings 14
2.4 Definition 16
3. Grundprinzipien des Controllings 18
3.1 Führungsaufgaben in der Unternehmung 18
3.2 Grundgedanke des Controllings 19
3.3 Operatives und strategisches Controlling 20
4. Operatives Personalcontrolling 22
4.1 Aufgaben im Rahmen der operativen Personalarbeit 22
4.2 Ausgewählte Instrumente des Personalcontrollings 22
4.2.1 Personalbeurteilung 22
4.2.1.1 Ziele und Gestaltungsmöglichkeiten 22
4.2.1.2 Verfahren der Personalbeurteilung 24
4.2.1.3 Kritische Würdigung 25
4.2.2 Humanvermögensrechnung 25
4.2.2.1 Grundidee der Humanvermögensrechnung 25
4.2.2.2 Inhalte der Humanvermögensrechnung 27
4.2.2.3 Humanvermögensrechnung als Controllinginstrument 29
5. Strategisches Personalcontrolling 30
5.1 Rolle des Personalcontrollings im Rahmen der strategischen Personalarbeit 30
5.2 Balanced Scorecard 31
5.2.1 Grundidee 31
5.2.2 Konzept der Human-Ressourcen-Balanced Scorecard 33
5.2.2.1 Übertragung der Balanced Scorecard auf das Personalmanagement 33
5.2.2.2 Perspektiven einer Human-Ressourcen-Balanced Scorecard 34
5.2.2.3 Relevante Maßgrößen 37
5.2.2.4 Human-Ressourcen-Balanced Scorecard 41
5.2.3 Überprüfung 42
5.3 Personalportfolio 43
5.3.1 Grundüberlegungen 43
5.3.2 Human-Ressourcen-Portfolio 44
5.3.3 Mitarbeiter-Portfolio 47
5.3.4 Manager-Portfolio 49
5.3.5 Kritische Beurteilung 50
6. Prozessorientiertes Personalcontrolling 51
6.1 Prozessmanagement 51
6.2 Personalprozesse 53
6.2.1 Evaluation der Wertschöpfung im Personalmanagement 53
6.2.2 Personalprozessbezogene Wertschöpfungsmessung 54
6.3 Instrumente des Personalcontrollings 56
6.3.1 Instrumente des Kostenmanagements 56
6.3.2 Gemeinkostenwertanalyse 56
6.3.3 Zero-Base-Budgeting 57
6.3.4 Prozesskostenrechnung 58
7. Zusammenfassung 61
Literaturverzeichnis 63
Eidesstattliche Erklärung 67

Automatisiert erstellter Textauszug:

Um die Humanvermögensrechnung als Controllinginstrument einzusetzen muss sie dem Grundgedanken des Controllings genügen. Wird die Humanvermögensrechnung in Unternehmen angewandt, ist davon auszugehen, dass sie über ihren Informationscharakter hinaus auch als Steuerungsinstrument benutzt wird. Dazu bedarf es, im Rahmen der Planung einer Festlegung von Zielgrößen, welche die einzelnen Bereiche bzw. das Gesamtunternehmen in der Zukunft erreichen wollen. Diese Zielgrößen bilden die vom Controlling geforderten Soll-Werte und sind im System der Humanvermögensrechnung immanent meßbar. Die Aktualisierung der Informationen zum Humanvermögen, also die Erfassung von Ist-Werten, ist eine der Elemente des Modells. Ebenso werden die Abweichungsanalyse und die Handlungsrelevanz als systembildende Aspekte der Humanvermögensrechnung angesehen. Die Humanvermögensrechnung wird somit zu Recht als ein Instrument des Personalcontrollings ausgewiesen. Neben der Überprüfung soll an dieser Stelle der praktische Wert der Humanvermögensrechnung zum Ausdruck gebracht werden. Denn trotz einiger Angriffsflä- [...]

aufgezeigten Bewertungsansätze verwandt werden soll, wird festgelegt welche monetären Merkmale in die Humanvermögensrechnung einfließen.106 Im Rahmen des Aufbaus eines Informationssystems werden in der zweiten Phase der Deckung des Informationsbedarfes ebenfalls drei Stufen durchschritten. In der ersten Stufe steht die Entwicklung eines Informationssystem. An dieser Stelle sei dazu erwähnt, dass ein entsprechendes System die Erfassung, Speicherung, Transformation sowie die Ausgabe der für die Humanvermögensrechnung relevanten Informationen sicherstellen muss. Vor der Ausgabe der Daten ist innerhalb der zweiten Stufe zu ermitteln, wie die Informationen zum betrieblichen Humanvermögen dargestellt werden sollen. In der dritten und letzten Stufe der zweiten Phase steht die Verwendung der Informationen für die unterschiedlichen Planungs-, Verwaltungs- und Kontrollzwecke an. In der Regel wird es zu einer Aktualisierung, Erweiterung oder Verminderungen des Informationsbestandes bzw. -bedarfes kommen. Insofern beginnt der Prozess wieder in der ersten Phase.107 [...]

dungsgrundlage bspw. hinsichtlich der Aus- und Weiterbildungsplanung oder der Personalbedarfsplanung herangezogen. Die Verwaltung nutzt die Informationen für den Einsatz der Mitarbeiter. Im Bereich der Kontrolle dienen die Informationen u.a. zur Rechnungslegung vornehmlich im internen Rechnungswesen oder aber zur Überprüfung von Führungskräften bezüglich ihrer Leistungen bei der ‚Verwaltung‘ und Förderung der in ihrem Bereich tätigen Mitarbeiter.103 Die dritte Stufe schließt den Kreis indem die Frage zu beantworten ist, welche Informationen über das betriebliche Humanvermögen benötigen die Nutzer zur Erfüllung der Verwendungszwecke? Hier geht es um den konkreten Informationsbedarf der sich aus den ersten beiden Stufen ableitet. Die Informationen können dazu nach der zeitlichen Sicht und nach den Informationstypen unterschieden werden.104 Zeitlich sind die Informationen über das Humanvermögen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Aus den vergangenheitsbezogenen Daten wird die Entwicklung des Humanvermögens sichtbar und es können Stärken und Schwächen der Unternehmensführung in der Vergangenheit hinein interpretiert werden. Zudem können diese Daten als Frühwarnsystem dienen und gefährliche Trends aufzeigen. Die Informationen zum gegenwärtigen Humanvermögen werden vornehmlich für administrative Zwecke und Bestandsaufnahmen verwendet. Die zukunftsbezogenen Informationen stellen einen integralen Bestandteil der Personalplanung dar, innerhalb derer eine geschätzte Entwicklung des Humanvermögens benötigt wird.105 Unterschieden werden die verschiedenen Informationstypen anhand folgender Merkmalshauptgruppen: Identifikationsmerkmale, Qualifikationsmerkmale und monetäre Merkmale. Die Merkmalstypen sind für die Beschreibung und Erfassung des Humanvermögens unabläßlich. In die Gruppe der Identifikationsmerkmale gehören Angaben wie Namen, Geburtsdaten, Geschlecht etc. Neben diesen sollen auch die Qualifikationsmerkmale wie schulische und berufliche Ausbildung, berufliche Spezialkenntnisse etc. mit in die Humanvermögensrechnung einbezogen werden. Mit der Klärung der Frage, welcher der im vorherigen Abschnitt [...]

Arbeit zitieren:
Glab, Matthias Oktober 2003: Controlling im Personalbereich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Personalmanagement, Personalcontrolling, Prozessorientierung, Personalprozess

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