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Contracting als Instrument zur Realisierung von Energieeinsparpotentialen

Dargestellt anhand oö. Gemeinden

Contracting als Instrument zur Realisierung von Energieeinsparpotentialen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Schulz
  • Abgabedatum: Mai 1999
  • Umfang: 125 Seiten
  • Dateigröße: 807,3 KB
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5160-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5160-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5160-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schulz, Michael Mai 1999: Contracting als Instrument zur Realisierung von Energieeinsparpotentialen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Drittfinanzierung, Energieeinsparung, Gemeinden, Energie, Contracting

Diplomarbeit von Michael Schulz

Gang der Untersuchung:

Im Teil A werden die Grundarten von Contracting beschrieben, auf die verschiedenen Akteure, mögliche Vor- und Nachteile von Contracting und der Ablauf eines Contractingprojektes dargestellt und durch Praxisbeispiele ergänzt.

Im Teil B werden die Ergebnisse der Erhebung behandelt. Die Erhebung wurde anhand eines Fragebogens durchgeführt und an alle 445 oberösterreichischen Gemeinden gesandt. Es beteiligten sich 187 Gemeinden, die einen durchaus repräsentativen Querschnitt für ganz Oberösterreich ergeben. Neben der Erhebung der Energiedaten für Schulen und Amtsgebäude, Straßenbeleuchtung und Freibäder, wurden auch Fragen zu Contracting, bekannten Einsparpotentialen und dem Führen einer Energiebuchhaltung gestellt. Insgesamt wurden rund 400 Gebäude erfaßt, wobei es sich zu 60 % um Schulen handelte.

Die erhobenen Energiedaten der Gebäude wurden nach verschiedenen Kriterien detailliert ausgewertet. Es wurden die Energiekennzahlen für Raumwärme, unterteilt nach Baujahren, für Amts- und Schulgebäuden getrennt dargestellt. Die durchgeführten Sanierungen an den Gebäuden und das Alter der Heizanlagen wurden ausgewertet. Deutliche Unterschiede ergaben sich bei den Energiekosten der verschiedenen Energieträger. Teile der Auswertungen wurden mit anderen Studien verglichen und ergaben meistens übereinstimmende Ergebnisse.

Ein Hauptziel der Arbeit war es, dass Contractingpotential in den oberösterreichischen Gemeinden abzuschätzen. Es wurden für die Bereiche Gebäude, Straßenbeleuchtung und Freibäder Berechnungen durchgeführt. Teil B schließt mit einer Hochrechnung des Contractingpotentials für Oberösterreich.

Inhaltsverzeichnis:

A. Methodik und Ablauf von Contracting
1. Einleitung 1
2. Grundlagen des Contracting 4
2.1 Grundidee des Contracting 4
2.2 Grundlegende Arten des Contracting und deren Funktionsweise 6
2.2.1 Anlagencontracting 7
2.2.2 Einsparcontracting 9
2.3 Akteure bei Contracting 11
2.3.1 Contractinganbieter 11
2.3.2 Contractingnutzer 14
2.4 Vor- und Nachteile von Contracting 15
2.4.1 Vor- und Nachteile für den Anbieter 17
2.4.2 Vor- und Nachteile für den Nutzer 20
2.4.3 Weitere Vorteile von Contracting 25
3. Einzelne Schritte bei der Umsetzung von Contractingprojekten 26
3.1 Projektvorbereitung 27
3.2 Grundlagenermittlung 29
3.2.1 Energiebuchhaltung und Kennzahlen 29
3.2.2 Weitere Möglichkeiten der Grundlagenermittlung 33
3.3 Offerteinholung / Grobanalyse 36
3.4 Bewertung der Angebote 37
3.4.1 Vollkostenrechnung 38
3.4.2 Nicht-monetäre Kriterien bei der Angebotsauswahl 39
3.5 Vorvertrag 42
3.6 Feinanalyse 43
3.7 Contractingvertrag 43
3.8 Projektdurchführung 44
4. Beispiele von realisierten Contractingprojekten 46
4.1 Wärmeschutzmaßnahmen und Solarenergienutzung im Neubau 46
4.2 Heizanlagenumstellung 49
4.3 Lichtregelsystem bei der Straßenbeleuchtung 50
4.4 Energiemanagementsystem im Gebäudebereich 52
B. Potentiale der Anwendung der Contractingmethode in oö Gemeinden
1. Erhebung von Energiedaten 54
1.1 Untersuchungsziele 54
1.2 Vorgehensweise bei der Erhebung 54
2. Auswertung der erhobenen Daten 56
2.1 Rücklaufquote und Datenqualität 56
2.2 Bekanntheit und Interesse an Contracting 60
2.3 Energiekennzahlen nach Gebäudebaujahren und Verwendungszweck 65
2.3.1 Energiekennzahlen für Raumwärme nach Gebäudejahren und Verwendungszweck 65
2.3.2 Energiekennzahlen für den Stromverbrauch nach Verwendungszweck 67
2.4 Energiekennzahlen im Zusammenhang mit der Gebäudesanierung und der Heizanlage 69
2.4.1 Gebäudesanierungen 69
2.4.2 Heizanlagen 71
2.5 Energiekosten der einzelnen Energieträger 73
2.6 Vergleich der Ergebnisse mit anderen Studien 76
2.6.1 Studie des Landes Oberösterreich von 1994 76
2.6.2 Studie der Energieverwertungsagentur (E.V.A.) von 1997 78
2.6.3 Weitere Studien 79
3. Contractingpotential in den untersuchten Gemeinden 81
3.1 Voraussetzungen um Energieeinsparpotentiale mit Contracting umzusetzen 81
3.2 Potential im Gebäudebereich 82
3.3 Potential bei der Straßenbeleuchtung 85
3.4 Potential bei Freibädern 88
4. Hochrechnung des Contractingpotentials auf oö. Gemeinden 91
4.1 Datengrundlagen für die Hochrechnung 91
4.2 Abschätzung des Gesamtpotentials in oö. Gemeinden 91
4.2.1 Gebäudebereich 91
4.2.2 Straßenbeleuchtung 93
4.2.3 Freibäder 94
5. Empfehlungen 95
6. Zusammenfassung der Erhebung 97
Literaturverzeichnis 99
Abbildungsverzeichnis 103
Anhang 105
Erhebungsbogen für Gebäude
Fragebogen an die Gemeinden

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.4. Energiemanagementsystem im Gebäudebereich Die Klimabündnis-Gemeinde Großraming erklärte sich bereits 1986 zur „Energiespargemeinde“ mit der Zielsetzung die Energiekosten zu senken, den Einsatz erneuerbarer Energieträger zu fördern, die regionale Wertschöpfung durch Energie aus der Region zu erhöhen und die Luft- und Umweltqualität im Ort zu verbessern. Es folgten seither zahlreiche Aktivitäten z.B. Anschluß der öffentlichen Gebäude im Ortszentrum an das Fernwärmenetz der bäuerlichen Hackschnitzelheizanlage, Austausch und Verkleinerung der Fenster in der Volksschule oder Ersatz der Wärmepumpe für das Freibad durch ein Solardach. Ein wesentlicher Schritt der Energieeinsparung war die Optimierung, Steuerung und schließlich PC-vernetzte Regelung der Heizung aller öffentlicher Gebäude im Ortszentrum.57 Mittlerweile erfolgte eine Vernetzung aller Anlagen der Gemeinde. Die Möglichkeiten reichen von Heizungs- und Lüftungsregelung, Einzelraumregelung, Steuerung der Straßenbeleuchtung bis zur automatischen Erfassung aller Daten in einer Energiebuchhaltung. Die Voraussetzungen um Energiemanagementsysteme durch Contracting zu realisieren sind generell günstig. Durch die Erfassung aller Betriebszustände, Energieverbräuche etc. sind die sich ergebenden Einsparungen leicht feststellbar und können entsprechend ausgewertet werden. Die Amortisationszeiten liegen in der Regel unter 5 Jahren.58 [...]

• Kosten des Gerätes 93.514 öS • jährliche Einsparung 25.446 öS = 33 % • Amortisationszeit 3,7 Jahre • Zinssatz 5 % Durch einen Budgetüberschuß im Jahre 1997 wurden jedoch die Investitionskosten durch die Stadt Wels bezahlt und das Projekt vorzeitig beendet. Die nachfolgende Tabelle gibt die Einsparberechnungen vor und nach Installation des Regelgerätes wieder. Die durchschnittliche Brenndauer der Lampen beträgt täglich 12 Stunden und die Stromkosten 1,3 öS je kWh. Die jährlichen Stromkosten ergeben sich in der Ausgangssituation durch Multiplikation der Lampenanzahl x Leistung der Lampen x Brenndauer x Stromkosten x 365. Nach Einbau des Regelgerätes erfolgt eine Reduzierung der Leistung der Lampen auf 81 % bzw. auf 56 %. Am Stadtplatz sind für die Beleuchtung Natriumdampf-Hochdrucklampen mit 58, 81 und 115 Watt Leistung (inklusive Vorschaltgerät) eingesetzt, die gemeinsam durch das Regelgerät gesteuert werden. [...]

4.3. Lichtregelsystem bei der Straßenbeleuchtung 56 Bei einem Lichtregelgerät zur Leistungs- bzw. Helligkeitsregulierung wird neben einer Energieeinsparung auch eine Erhöhung der Lebensdauer der Anlagenteile erreicht. Das im Beispiel eingesetzte System wird am Einspeisepunkt der Beleuchtungsanlage montiert und ist für nahezu alle Leuchtmittel geeignet. Bei Straßenbeleuchtungen ist es oft üblich, ab einem gewissen Zeitpunkt jede zweite Lampe wegzuschalten, dadurch entstehende Dunkelzonen können ein Gefahrenpotential für Verkehr und Passanten sein. Bei einem Lichtregelgerät werden hingegen alle Leuchten gleichmäßig abgesenkt, ohne Dunkelzonen entstehen zu lassen. Ein Regelsystem für die Straßenbeleuchtung hat somit zumindest drei Vorteile: • Energieeinsparung • Erhöhung der Lebensdauer der Anlagenteile • Sicherheitsgewinn Die Stadt Wels hat in Zusammenarbeit mit dem Elektrizitätswerk Wels als Contractor am Stadtplatz ein Regelsystem installiert. Die Projektfinanzierung sollte ursprünglich mittels Contracting über eine Laufzeit von 4 Jahren abgewickelt werden. Die Eckdaten des Projekts sind: [...]

Arbeit zitieren:
Schulz, Michael Mai 1999: Contracting als Instrument zur Realisierung von Energieeinsparpotentialen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Drittfinanzierung, Energieeinsparung, Gemeinden, Energie, Contracting

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