Contententwicklung im e-Learning
Praxisleitfaden für die Erstellung von Lernmodulen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Tobias Ott
- Abgabedatum: August 2004
- Umfang: 118 Seiten
- Dateigröße: 2,1 MB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Hof Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8362-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8362-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8362-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ott, Tobias August 2004: Contententwicklung im e-Learning, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: WBT, Learning, Design, Typographie, Lernen
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Diplomarbeit von Tobias Ott
Einleitung:
Die Ausgangslage der folgenden Arbeit stelle man sich folgendermaßen vor: Die Personalabteilung hat sich für die Entwicklung eines e-Learning Moduls zur Schulung für die Vertriebsmitarbeiter entschieden und das Konzept für die Umsetzung soll erstellt werden. Der Personalverantwortliche will sich einen kurzen Überblick über das Thema verschaffen. Ein Trainer des Unternehmens, der bisher nicht mit e-Learning gearbeitet hat, soll bei der Konzeption und Drehbucherstellung mitwirken.
Für diese und viele andere e-Learning-Szenarien soll diese Diplomarbeit schnell und praxisnah das wichtigste Wissen vermitteln und so den Funktionsträgern (Personalverantwortliche, Projektmitglieder, Fach- und Drehbuchautoren, Trainer) einen Einstieg in das Thema ermöglichen. Die Schwerpunkte der Arbeit sind in den Bereichen Methodik und Didaktik und im Design, da hier in der Praxis ein Bedarf an interdisziplinärem Wissen identifiziert werden konnte.
Im zweiten Kapitel werden die wichtigsten Grundlagen und Begriffe rund ums e-Learning angesprochen und wiederholt. Zum Einen ist eine Einführung in das Thema e-Learning und die damit verbundenen Begriffe und Systeme zu finden. Zum Anderen sind erste Grundlagen zur Konzeption, sowie Stichpunkte und erste Gedanken z.B. für eine Präsentation im Unternehmen oder beim Kunden dargestellt.
Im dritten Kapitel sollen Grundlagen aus den Bereichen Methodik und Didaktik vermittelt werden. Auf die umfangreiche Vorstellung von wenig praxisrelevanten Theorien wurde bewusst verzichtet, um mehr Raum für Ideen und Anregungen zu bieten, die bei der Drehbucherstellung und Planung direkt umgesetzt werden können. Es werden zum Beispiel Antworten auf folgende Fragen gegeben: Welche Lerntheorien sind für e-Learning interessant? Wie sollen Kurse methodisch und didaktisch aufgebaut werden? Wie wird bei der Auswahl der einzelnen Inhalte vorgegangen?
Im vierten Kapitel werden grundsätzliche Ideen rund um die Themen Grafikdesign, Farben, Raster und Layout angesprochen. Gerade für den Drehbuchautor oder alle Mitarbeiter im Projektteam, die mit den verantwortlichen Designern und/oder Programmierern zusammenarbeiten ist ein Grundverständnis dieser Bereiche sinnvoll. So können qualitativ hochwertige Lernprodukte produziert werden, die nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch überzeugen. Die in diesem Kapitel aufgezeigten Regeln können jedoch auch für alle anderen Bereiche der Betriebswirtschaftslehre, die Schnittstellen zu den Bereichen Gestaltung und Design besitzen, eingesetzt werden – so zum Beispiel bei Präsentationen, im Marketing oder bei der alltäglichen Arbeit mit Dokumenten.
Im fünften Kapitel sollen abschließend Ansätze zur Kosten-Nutzen-Rechnung vorgestellt werden. Es werden zum Beispiel Antworten auf die folgenden Fragen erörtert: Lohnt sich der Einsatz von e-Learning? Welche Kostenarten sind bei der Planung zu berücksichtigen? Wann lohnt sich der Einsatz von e-Learning?
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VIII | |
| Abkürzungsverzeichnis | X | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen | 2 |
| 2.1 | Was ist e-Learning? | 2 |
| 2.1.1 | CBT (Computer Based Training) | 2 |
| 2.1.2 | WBT (Web Based Training) | 2 |
| 2.1.3 | Telekonferenz /Tutoring / virtuelle Klassenräume / etc. | 2 |
| 2.1.4 | Hypertexte und elektronische Bücher | 3 |
| 2.1.5 | Synchrone und asynchrone Kommunikation | 3 |
| 2.1.6 | Content | 4 |
| 2.1.7 | LMS (Learning Management System) | 4 |
| 2.1.8 | Beispielmodell | 5 |
| 2.2 | Voraussetzung für e-Learning | 6 |
| 2.2.1 | Persönliche Voraussetzungen des Lernenden | 6 |
| 2.2.2 | Voraussetzungen im Unternehmen | 6 |
| 2.3 | Vorteile und Nachteile von e-Learning | 8 |
| 2.4 | Blended-Learning | 9 |
| 2.5 | Grundgedanken zur Umsetzung | 10 |
| 2.5.1 | Strategiekontrolle | 10 |
| 2.5.2 | Vorgehensmodelle | 11 |
| 2.5.3 | Vorbereitungen zur Konzeption | 13 |
| 2.5.4 | Umsetzungsmöglichkeiten / Tools | 13 |
| 2.6 | Zusammenfassung | 16 |
| 3. | Methodik und Didaktik | 17 |
| 3.1 | Grundbegriffe und didaktische Modelle | 18 |
| 3.1.1 | Klassifikation von Lernprogrammen | 18 |
| 3.1.2 | Didaktische Modelle | 18 |
| 3.2 | Zielgruppe | 24 |
| 3.3 | Lehrziel(e) | 26 |
| 3.3.1 | Inhaltskomponente | 26 |
| 3.3.2 | Ergebniskomponente | 27 |
| 3.4 | Didaktische Strukturierung und Gliederung | 30 |
| 3.5 | Regeln zur didaktischen Aufbereitung | 33 |
| 3.6 | Standards | 36 |
| 3.6.1 | Learning Objects | 36 |
| 3.6.2 | Struktur | 38 |
| 3.7 | Motivation | 39 |
| 3.8 | Kommunikation | 40 |
| 3.8.1 | Kommunikation zwischen Tutor und Lernern | 40 |
| 3.8.2 | Kommunikationsformen mit Vor- und Nachteilen | 42 |
| 3.9 | Didaktische Grundelemente | 44 |
| 3.9.1 | Text, Bilder und Grafiken | 44 |
| 3.9.2 | Ton | 45 |
| 3.9.3 | Animation | 46 |
| 3.9.4 | Video | 46 |
| 3.10 | Interaktive Elemente | 48 |
| 3.10.1 | Aufgabenarten | 48 |
| 3.10.2 | Rückmeldung und Feedback | 50 |
| 3.10.3 | Einsatzmöglichkeiten | 51 |
| 3.11 | Hilfesysteme | 52 |
| 3.12 | Zusatzmedien | 53 |
| 3.13 | Navigation | 54 |
| 3.14 | Drehbuch | 58 |
| 3.15 | Zusammenfassung | 59 |
| 4. | Design | 60 |
| 4.1 | Typografie | 60 |
| 4.1.1 | Schriftarten | 60 |
| 4.1.2 | Schriftschnitt | 62 |
| 4.1.3 | Schriftgröße | 63 |
| 4.1.4 | Zeilenabstand und Durchschuss | 64 |
| 4.1.5 | Zeilenlänge und Absatzausrichtung | 65 |
| 4.2 | Farbe | 67 |
| 4.2.1 | Farbmodelle | 67 |
| 4.2.2 | Farbkontraste | 69 |
| 4.2.3 | (Farb-)Harmonie | 73 |
| 4.2.4 | Psychologische Farbwirkung | 73 |
| 4.3 | Gestaltgesetze | 75 |
| 4.3.1 | Gesetz der Nähe | 75 |
| 4.3.2 | Gesetz der Ähnlichkeit | 75 |
| 4.3.3 | Gesetz der Fortsetzung und Kontinuität | 76 |
| 4.3.4 | Gesetz der Einfachheit und Prägnanz | 76 |
| 4.3.5 | Gesetz der Erfahrung | 76 |
| 4.3.6 | Gesetz der Richtung | 77 |
| 4.3.7 | Gesetz der Symmetrie | 77 |
| 4.4 | Weitere visuelle Gesetze | 78 |
| 4.4.1 | Die optische Mitte | 78 |
| 4.4.2 | Der goldene Schnitt | 78 |
| 4.4.3 | Die Leserichtung | 79 |
| 4.5 | Rasterkonstruktion und Layout | 80 |
| 4.5.1 | Format und Auflösung | 80 |
| 4.5.2 | Elemente | 81 |
| 4.5.3 | Raster und Platzierung der Elemente | 82 |
| 4.6 | Zusammenfassung | 85 |
| 5. | Kosten und Nutzen von e-Learning | 86 |
| 5.1 | Kostenarten | 88 |
| 5.1.1 | Detailliere Betrachtung der Entwicklungskosten | 88 |
| 5.1.2 | Vereinfachte Kostenbetrachtung | 90 |
| 5.2 | Kostenvergleich: e-Learning vs. Präsenzseminar | 91 |
| 5.3 | Teilnehmerabhängiger Kostenvergleich | 93 |
| 5.4 | Kosten-Nutzen-Analyse: Die Nutzenseite | 95 |
| 5.5 | Zusammenfassung | 97 |
| 6. | Ausblick | 98 |
| Anhang 1 | WBT-Beispiele | 99 |
| Anhang 2 | CD-ROM mit Internetquellen | 102 |
| Literaturverzeichnis | 103 |
In einem weiteren Artikel schreibt Niegemann (2004): „Vieles - insbesondere frühere Studien zum selbstregulierten Lernen am Computer und vor allem sehr umfangreiche Untersuchungen in Schulen (Helmke & Weinert, 1997) - spricht (!) dafür, dass für den Erwerb von neuem Wissen klar strukturierte Formen der direkten Instruktion effizienter sind als Formen des selbstregulierten Lernens, während letzteres Vorteile bietet, wenn es um das Anwenden bzw. den Transfer des erworbenen Wissens geht.“ [RIM, S. 108] Wie sich in den folgenden Kapiteln noch zeigen wird, besteht eine Verbindung zwischen Strukturansätzen, Anwendungsgebieten und bestimmten Theorien. So betrachtet, erhält jede Theorie für bestimmte Wissens- oder Anwendungsgebiete ihre Daseinsberechtigung und kann in diesem Kontext auch ihre jeweiligen Stärken ausspielen. Häufig wird sich vielleicht auch ein Methoden-Mix als sinnvolle Lösung herausstellen bzw. die Praxis wird aufgrund von Budget-Mangel oder bereits vorhandenem und für Präsenzunterricht aufbereitetem Material weniger an didaktischen Konzepten orientieren, sondern eine Aufbereitung und Ergänzung bereits vorhandener Materialien in Richtung einer geeigneten Vermittlungsform erforderlich machen. Es ist vor allem wichtig, Zieldefinitionen zu entwickeln und das Lernmaterial entsprechend auf diese Ziele hin zu strukturieren und zu optimieren. [...]
Interessant sind bei diesem Konzept auch die herauslösbaren didaktischen Designideen, wie z.B.: • • eine fragenbasierte Navigation anstatt eines „Weiter“-Buttons virtuelle Experteninterviews als Videosequenzen vermitteln das für die Problemlösung erforderliche Wissen Theorieansatz: Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4C/ID) (van Merriёnboer, 1997; van- Merriёnboer & Dijkstra, 1997) Anwendungsgebiet: Training komplexer und kognitiv ansprechender Fähigkeiten. Im Vordergrund steht die Vermittlung von Handlungswissen in technischen Bereichen oder im Management. Grundsätze: Basierend auf kognitionstechnologischen Theorien umfasst die Vorgehensweise vier Schritte oder Ebenen: • Zerlegung der zu vermittelnden Fähigkeit (Kompetenz) in Teilkompetenzen • • • Analyse der Fähigkeiten und des erforderlichen Wissens Auswahl von Instruktionsmethoden für Übung und Wissensvermittlung Zusammenstellung der Lernstrategie und Entwicklung der Lernumgebung [...]
Es wird versucht Aufgabenstellungen zu entwickeln, die den realen Problemstellungen außerhalb der Lernumgebung nahe kommen oder diesen strukturell ähnlich sind. Das Ziel der Methode ist es Fertigkeiten (Können) zu fördern und Faktenwissen, im Zusammenhang möglicher Anwendungen, zu vermitteln. Basierend auf Fallstudien wird das Wissen anhand der folgenden sieben Komponenten vermittelt: • Lernziele für prozedurales und Inhaltswissen (Was soll der Lerner können und welches Wissen braucht er dazu?) • • Ein Arbeitsauftrag innerhalb einer konstruierten Situation Eine Coverstory - diese gibt die Rahmenhandlung für den Auftrag vor und soll Gelegenheit geben Fertigkeiten zu üben und Anreize zur Informationsbeschaffung anbieten • Jeder Lernender hat eine möglichst motivierende Rolle innerhalb dieser Coverstory [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832483623
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Ott, Tobias August 2004: Contententwicklung im e-Learning, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
WBT, Learning, Design, Typographie, Lernen



