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Die Conjoint-Analyse als Methode zur vergleichenden Untersuchung von Kundenpräferenzen

Die Conjoint-Analyse als Methode zur vergleichenden Untersuchung von Kundenpräferenzen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kerstin Niemann
  • Abgabedatum: Januar 2006
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9450-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9450-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9450-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Niemann, Kerstin Januar 2006: Die Conjoint-Analyse als Methode zur vergleichenden Untersuchung von Kundenpräferenzen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Verbraucherverhalten, Preispolitik, Marktforschung, Biolebensmittel, Fairtracle

Diplomarbeit von Kerstin Niemann

Einleitung:

Ziel der Diplomarbeit ist es, Kundenpräferenzen hinsichtlich der Merkmale Preis (vier Preisalternativen), Handel (fair bzw. nicht fair gehandelt) und Anbaumethode (biologisch oder konventionell) bezüglich der Produkte Honig, Schokolade und Kaffee mit Hilfe der Conjoint-Analyse darzustellen. Hierbei wird zwischen KundInnen aus einem Super- bzw. einem Biomarkt unterschieden.

Anhand des Vergleichs der Zahlungsbereitschaften im Biomarkt bzw. Supermarkt ist es herauszufinden, ob es sinnvoll ist, die Preise in einem Biomarkt zu senken, um einen größeren Kundenkreis zu erreichen.

Ein weiteres Ziel ist es, mittels eines multivariaten Verfahrens der quantitativen Marktforschung, der sogenannten Conjoint-Analyse, exakte Ergebnisse zu erhalten.

Weiterhin motivierte die Tatsache, dass die Conjoint-Methode an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg bis dato noch nicht praktiziert wurde.

Um den Untersuchungsumfang einzugrenzen, werden im Rahmen dieser Arbeit ausschließlich die Präferenzen für die oben genannten Merkmale für die Produkte Honig, Schokolade und Kaffee ermittelt.

Für das Verständnis des Lesers ist es notwendig, die für den ökologischen Landbau, des fairen Handels und des Preisverhaltens relevanten Begriffe näher zu erläutern. Kapitel 2 beleuchtet daher die Hintergründe der einzelnen Bereiche und thematisiert die Charakteristika der BiokundInnen. Des Weiteren wird der biologische Handel vom konventionellen abgegrenzt.

Eine ausführliche wissenschaftliche Darstellung der Themen Verbraucherverhalten und Preispolitik erfolgt im 3. und 4. Kapitel.

Kapitel 5 beschreibt den Begriff der Conjoint-Analyse, gibt einen Überblick über die verschiedenen Modelle dieser Methode und zeigt auf, aus welchen Gründen dieses Modell auswählt wurde. Im Anschluss wird auf die von den Diplomandinnen speziell zugeschnittene Vorgehensweise näher eingegangen.

Der Gang der Datenerhebung, im Speziellen die Auswahl der Märkte inklusive erlebter Erfahrungen, Beschreibungen zur Produktauswahl und Erklärungen der für den Marktforschungsteil relevanten Begriffe, zeigt das Kapitel 6 auf.

Die Auswertung mit Ergebnissen und Interpretationen zu den Produkten Honig, Schokolade und Kaffee erfolgt in Kapitel 7. Intensiv wird der Bezug der soziodemographischen Größen (Alter, Bildungsniveau, Einkommen, Geschlecht, Kinder) zu den ermittelten Ergebnissen hergestellt und begründet. Die Ergebnisse werden auf insgesamt 54 Seiten in übersichtlichen Histogrammen dargestellt und anschließend interpretiert.

Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, in der die wichtigsten Ergebnisse in Kurzform wiedergegeben werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 7
1.1 Ziel der Arbeit 7
1.2 Gang der Arbeit 9
1.2.1 Erläuterung zum Gang der Arbeit 10
1.2.1.1 Einholen der Preise 10
1.2.1.2 Weitere Arbeitsschritte 10
2. Begriffserklärungen 11
2.1 Organischer-, Biologischer- und Ökologischer Landbau 11
2.1.1 Organischer Landbau 11
2.1.2 Biologischer Landbau 11
2.1.3 Ökologischer Landbau 12
2.1.3.1 Erzeugungsgrundregeln für den ökologischen Landbau 12
2.1.3.2 Kennzeichnungsvorschriften 13
2.2 Verbände des ökologischen Landbaus in Deutschland 13
2.2.1 Demeter/Biologisch-Dynamischer Landbau 13
2.2.2 Bioland/Organisch-biologischer Landbau 14
2.2.3 Weitere Verbände 14
2.3 Naturkostläden 15
2.4 Konventioneller Lebensmittelhandel 15
2.5 Fairer Handel 16
2.5.1 Alternativer, fairer, nachhaltiger, ethischer und verantwortlicher Handel 17
2.5.2 Organisationen des fairen Handels 18
2.5.3 Transfair als deutsche Siegelinitiative 19
2.5.4 Empirische Befunde zu FairTrade 20
2.5.5 Ausblick 25
3. Preispolitik 27
3.1 Preisinteresse 27
3.1.1 Einflussfaktoren des Preisinteresses 28
3.1.1.1 Motivationale Einflussfaktoren 28
3.1.2 Hybrider Verbraucher 31
3.2 Preiswahrnehmung - Praktische Bedeutung 32
3.2.1 Theoretische Grundlagen 33
3.2.2 Beeinflussungsmöglichkeiten der Preiswahrnehmung 34
3.2.2.1 Die Vereinfachung von Preisen 34
4. Verbraucherverhalten 36
4.1 Allgemeiner Werte- und Bedürfniswandel 36
4.1.1 Ernährungstrends 36
4.1.2 Das Image von ökologisch erzeugten Produkten 37
4.2 Kaufverhaltenstypen 38
4.2.1 Zusammenhang zwischen Kaufverhalten und Involvement 38
4.2.2 Extensives Kaufverhalten 39
4.2.3 Limitiertes Kaufverhalten 39
4.2.4 Habituelles Kaufverhalten 40
4.2.5 Impulsives Kaufverhalten 41
4.2.6 Zufallsgesteuerte Kaufentscheidung 41
4.3 Verwenderstruktur der Bio- und FairTradeKundInnen 42
4.3.1 Einstellung und Verhalten 43
4.3.2 Ausblick 44
5. Conjoint-Analyse 45
5.1 Grundlagen der Conjoint-Analyse 45
5.1.1 Ursprung und Definition 45
5.2 Conjoint-Analyse als Form der Präferenzanalyse 46
5.2.1 Präferenzmodellierung auf Attributebene 47
5.2.1.1 Das Idealvektormodell 47
5.2.1.2 Das Idealpunktmodell 48
5.2.1.3 Das Teilnutzenmodell 49
5.2.2 Präferenzmodellierung auf Stimulusebene 51
5.2.2.1 Nichtkompensatorische Unterscheidung 51
5.2.2.2 Kompensatorische Unterscheidung 52
5.2.3 Parametisierung von Präferenzmodellen 54
5.2.3.1 Kompositionelle Parametisierung 54
5.2.3.2 Dekompositionelle Verfahren 56
5.3 Ablaufschritte der Conjoint-Analyse bezogen auf die Untersuchung 59
5.3.1 Auswahl der Eigenschaften und deren Ausprägungen 59
5.3.2 Festlegung des Erhebungsdesigns 60
5.3.2.1 Definition der Stimuli 61
5.3.2.2 Zahl der Stimuli 62
5.3.2.3 Bewertung der Stimuli 63
5.3.2.4 Schätzung der Nutzenfunktion 64
5.3.2.5 Erklärung einer gemeinsamen Conjoint-Analyse 66
6. Gang der Datenerhebung 68
6.1 Hypothesen 68
6.2 Produktauswahl 68
6.2.1 Pretest 68
6.3 Festlegung der Märkte 69
6.3.1 Vorgehensweise in beiden Märkten 69
6.3.2 Erfahrungen in beiden Märkten 70
6.4 Auswahl der Stichprobe 71
6.4.1 Stichprobenziehung 72
6.5 Art des Interviews 73
6.6 Erhebungsverfahren 74
7. Darstellung der Ergebnisse 75
7.1 Honig 75
7.1.1 Gesamtbetrachtung 76
7.1.1.1 Gesamtnutzen 77
7.1.1.2 Interpretation und wissenschaftlicher Vergleich 79
7.1.2 Supermarkt versus Biomarkt 82
7.1.2.1 Interpretation und wissenschaftlicher Vergleich 82
7.1.3 Geschlecht 85
7.1.3.1 Interpretation und wissenschaftlicher Vergleich 85
7.1.4 Kinder 87
7.1.4.1 Interpretation und wissenschaftlicher Vergleich 87
7.1.5 Alter 91
7.1.5.1 Interpretation und wissenschaftlicher Vergleich 94
7.1.6 Ausbildung 97
7.1.6.1 Ausbildung im Vergleich 98
7.1.6.2 Interpretation und wissenschaftlicher Vergleich 98
7.1.7 Verdienst 101
7.1.7.1 Interpretation und wissenschaftlicher Vergleich 102
7.2 Schokolade 104
7.2.1 Gesamtbetrachtung 104
7.2.1.1 Gesamtnutzen 105
7.2.2 Supermarkt versus Biomarkt 107
7.2.3 Geschlecht 108
7.2.4 Kinder 109
7.2.5 Alter 110
7.2.6 Ausbildung 113
7.2.6.1 Ausbildung im Vergleich 113
7.2.7 Verdienst 114
7.2.8 Interpretation und wissenschaftlicher Vergleich 115
7.3 Kaffee 116
7.3.1 Gesamtbetrachtung 117
7.3.1.1 Gesamtnutzen 118
7.3.2 Supermarkt versus Biomarkt 120
7.3.3 Geschlecht 121
7.3.4 Kinder 122
7.3.5 Alter
7.3.6 Ausbildung 127
7.3.6.1 Ausbildung im Vergleich 127
7.3.7 Verdienst 128
7.3.8 Interpretation und wissenschaftlicher Vergleich 129
8. Zusammenfassung und Ausblick 131
9. Abstract 134
Abkürzungsverzeichnis 135
Abbildungsverzeichnis 136
Tabellenverzeichnis 138
Quellenverzeichnis 139
Aufteilung der Arbeitsschritte der Diplomarbeit 144
Eidesstattliche Erklärung 145

Automatisiert erstellter Textauszug:

geeigneten Teilnutzen zuordnet, das bedeutet, dass die Präferenzwirkung der Ausprägungen eines Merkmals nicht in einer bestimmten Richtung verläuft, sondern dass für jede Merkmalsausprägung individuell unterschiedliche Präferenzwerte denkbar sind. Dies hat den Vorteil, dass Präferenzbildungsprozesse analysiert werden können, bei denen die betrachteten Konzeptelemente aus unterschiedlichen Merkmalsklassen stammen. Dies tritt häufig bei conjoint-anlytischen Präferenzmessungen auf, so dass für diese Untersuchungsansätze fast ausschließlich das Teilpräferenzmodell herangezogen wird. Analog zum Idealpunktmodell bezeichnet man beim Teilnutzenmodell die Ausprägungen mit maximalem Teilnutzen als Idealausprägung. 46 Ein Beispiel für ein Attribut eines Stimulus, für das ein Teilnutzenmodel geeigneter wäre als ein Idealvektormodell als auch ein Idealpunktmodell, kann der durchgehende Stundenplan eines Studenten/einer Studentin darstellen. Eine Freistunde kann zu einem geringeren Teilnutzen führen, hingegen ein direkter Anschluss an eine weitere Vorlesungseinheit als Idealausprägung, da keine Zeit überbrückt werden muss. Ebenso verhält es sich mit der Ankunftszeit von öffentlichen Verkehrsmitteln. Beim Umsteigen sind alle diejenigen Ankunftszeiten gut, die einen direkten Anschluss ermöglichen, hingegen sowohl eine frühere als auch eine spätere Ankunft zu geringerem Teilnutzen führt. [...]

5.2.1.2 Das Idealpunktmodell Auch beim Idealpunktmodell geht man davon aus, dass die Ausprägung des Attributs zumindest in einem Intervall kontinuierlich variierbar ist, jedoch wird im Gegensatz zum Vektormodell keine lineare, sondern eine quadratische Beziehung zwischen den Teilnutzenwerten und Eigenschaftsausprägungen unterstellt mit einem Extremum im Inneren des Intervalls. Stellt dieses Extremum die Ausprägung mit höchstem Teilnutzen dar, so spricht man von einem Idealpunkt. Handelt es sich hingegen um die Ausprägung mit geringstem Teilnutzen, so bezeichnet man das Extremum als Antiidealpunkt. Ein Konsument besitzt nach dem Idealpunktmodell eine konkrete Vorstellung von einer optimalen Ausprägung einer Produkteigenschaft. Sowohl höhere als auch niedrigere Ausprägungen führen dazu, dass sich der wahrgenommene Teilnutzen gleichermaßen verringert (Idealpunkt) bzw. sich erhöht (Antiidealpunkt). Das Idealpunktmodell lässt eine flexiblere Modellierung von Teilnutzenfunktionen zu als das Vektormodell, da die extremalen Teilnutzenwerte nicht notwendigerweise auf die Intervallgrenzen beschränkt sind. Das Vektormodell ist daher als Spezialfall des Idealpunktmodells zu interpretieren. Ein Beispiel für Attribute von Stimuli ist der Süßegehalt eines Getränks, bei dem Abweichungen von der Idealsüße in jede Richtung zu niedrigeren Teilnutzen führen. Einen Antiidealpunkt könnte eine Ampel darstellen, da durch die anfahrenden Autos eine starke Lärmbelästigung entsteht, die jedoch in jede Richtung von der Ampel ausgehend abnimmt. Werden im Rahmen einer Untersuchung unterschiedliche Idealpunkte festgestellt, kann davon ausgegangen werden, dass verschiedene Präferenzsegmente existieren. Diese Feststellung kann zu Maßnahmen der Produktdifferenzierung führen, um beiden Segmenten ein optimales Produkt anzubieten. [...]

5.2.1 Präferenzmodellierung auf Attributebene 5.2.1.1 Das Idealvektormodell Das Idealvektormodell unterstellt eine lineare Beziehung zwischen Attributsausprägung und Teilnutzen, d.h., dass sich der Beitrag eines Merkmals zur Gesamtpräferenz proportional zur Änderung der Merkmalsausprägung verhält. Das bedeutet, dass sich mit zu- oder abnehmender Ausprägung eines Merkmals auch die Gesamtpräferenz entsprechend positiv bzw. negativ verändert. betrachteten Intervallgrenzen kontinuierlich Die Ausprägung des Attributs wird als variiert werden kann. Eine solche kontinuierlich variierbar angenommen, nämlich dass die Produkteigenschaft zwischen den Modellierung ist vor allem für Attribute, bei denen größere Ausprägungen einen höheren Teilnutzen implizieren, bzw. für Attribute, bei denen größere Ausprägungen einen niedrigeren Teilnutzen bedingen, geeignet. Typische Beispiele für Attribute von Stimuli sind z.B. Rechengeschwindigkeit eines Computers (je schneller desto besser) oder Anschaffungspreis eines PKW. [...]

Arbeit zitieren:
Niemann, Kerstin Januar 2006: Die Conjoint-Analyse als Methode zur vergleichenden Untersuchung von Kundenpräferenzen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Verbraucherverhalten, Preispolitik, Marktforschung, Biolebensmittel, Fairtracle

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