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Computerunterstützte Analyse der finiten Verben im Deutschen

Computerunterstützte Analyse der finiten Verben im Deutschen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Azat Chafigoulline
  • Abgabedatum: März 2003
  • Umfang: 59 Seiten
  • Dateigröße: 565,9 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6681-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6681-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6681-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Chafigoulline, Azat März 2003: Computerunterstützte Analyse der finiten Verben im Deutschen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Maschinell, Parsing, Morphologie, Java, Verbflexion

Magisterarbeit von Azat Chafigoulline

Zusammenfassung:

Das Ziel der Magisterarbeit war, eine theoretische Grundlage zu erarbeiten, die eine präzise morphologische Analyse schwacher finiter Verben im Deutschen ermöglichen sollte. Zu diesem Zweck wurden relevante Aspekte des Verbalparadigmas (in erster Linie Kategorisierungen Tempus, Modus, Numerus und Person) kritisch beleuchtet, wodurch die Aufstellung eines neu begründeten Flexionssystems für schwache deutsche Verben möglich wurde. Dieses System diente schließlich als Grundlage für die maschinelle Analyse, welche von einem java-basierten Applet vorgenommen wurde. Das Applet und der Code können auf einer Internetseite besichtigt werden, die in der Magisterarbeit angegeben wird.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
1.1 Problemstellung und Vorgehensweise 3
1.2 Aufbau der Magisterarbeit 4
2. Theoretische Grundlagen 5
2.1 Begriffliche Klärung 5
2.2 Gegenstand der Analyse 10
2.3 Das deutsche Verbalparadigma 13
2.3.1 Hierarchie der Verbkategorisierungen 13
2.3.2 Verbkategorisierungen 15
2.3.2.1 Aspekt 20
2.3.2.2 Tempussystem 22
2.3.2.3 Modus 26
3. Das deutsche Flexionssystem 30
3.1 Nicht-Arbitrarität der grammatischen Zeichen 30
3.2 Flexionsbestand 31
3.2.1 Tempus- und Modusmarker 32
3.2.2 Kongruenzmarker 41
3.2.3 Bestimmungen der deutschen Flexion 45
4. Computerunterstützte Analyse 47
4.1 Die Rolle des Lexikons 47
4.2 Algorithmus der Analyse 49
4.3 Darstellung der Ergebnisse 50
5. Zusammenfassung 52
Literatur 54
Abkürzungen 60

Automatisiert erstellter Textauszug:

überschreitende Merkmalsanalyse der grammatischen Kategorisierungen fehlt. Deshalb vertritt sie die Meinung, „dass die verschiedenen grammatischen Kategorien einer Sprache einen jeweils unterschiedlichen Status haben, was ihre Komplexität betrifft. Die einfacheren Kategorien stellen die elementaren Bausteine der komplexeren Kategorien dar und bilden so das Fundament für die kategoriale Architektur einer Sprache“ (Leiss 1992: 1-2). Rosch (1975) führt die Prototypentheorie ein, nach der alle kognitiven Kategorisierungen aus zentralen und peripheren Elementen bestehen. Sie weist darauf hin, dass eine Kategorisierung nicht durch ein festes, invariables Set an Merkmalen definiert werden sollte. Zwischen den verschiedenen Mitgliedern einer Kategorisierung herrsche eine ‚Familienähnlichkeit’ und keine Identität von Merkmalen. Die kategorialen Zentren werden von Elementen gebildet, die die meisten gemeinsamen Merkmale mit den übrigen Elementen teilen. Zwischen den so gebildeten kategorialen Klassen bestehen Übergangszonen mit untypischen Repräsentanten der jeweiligen Klassen. Die kategorialen Ränder seien also unscharf. Das erklärt, warum grammatische Phänomene, die schwer [...]

Kategorisierungen, so wie sie auch S. Anderson (1985) charakterisiert: „the distinctive aspect of inherent categories is that they are not imposed by the structural position occupied by the word and they do not depend on the properties of other words in the structure“ (S. Anderson 1985: 172). Ich übernehme diese Bezeichnungen und wende sie auch auf die Morpheme an, durch welche die entsprechenden Kategorisierungen realisiert werden – inhärente vs. Kongruenzflexeme (die es noch näher zu bestimmen gilt; s. u. 3.2.). 2.3.2. Verbkategorisierungen Die Ansichten über den Aufbau des (deutschen) Verbalparadigmas und die Klassifikation der einzelnen Formen sind in der einschlägigen Literatur ziemlich „bunt“ vertreten. Lyons (1983) z. B. kommt in seiner Analyse zu dem Ergebnis: „es muss klar sein, dass es hier in einer Universalgrammatik eine eindeutige und scharfe Trennung zwischen Tempus und Aspekt oder zwischen Tempus und Modalität nicht gibt und nicht geben kann“ (Lyons 1983: 297), und Waugh (1979) meint sogar: „there is no difference between tense/aspect/mood – it is all one category“ (Waugh 1979, zit. nach Wallace 1982: 207). Thieroff greift Kuryłowiczs Gedanken der Kommutierbarkeit von [...]

Prädikation im Deutschen, unter denen hier die folgende besonders hervorgehoben sei: (d) Morphologisch (ebd.) Ferner behauptet Redder, dass der Terminus „analytische Form“ „strikt genommen“ bereits ein Widerspruch in sich sei. Die Kategorisierungen Tempus, Modus und Genus verbi seien Formkategorien für Verben danach flektierender Sprachen. In anders strukturierten Sprachen kann demnach nicht bezogen auf eine dieser Formkategorisierungen „analytisch“ verfahren werden, sondern nur bezogen auf die Funktionen oder Zwecke, denen die jeweiligen Formen dienen (vg. Redder 1992: 140). Als Fazit aus den oben zitierten Bemerkungen sei Folgendes klar gestellt: Im Rahmen dieser Arbeit werde ich mich auf die „wirklich finiten Formen“ (und nur „Formen“!) konzentrieren und eine Klassifikation der Formen erstreben und nicht der „Funktionen und Zwecke“. Ein nicht-linguistischer Vergleich soll diesen Standpunkt verdeutlichen: Ich werde versuchen, bildlich gesprochen, einen Stuhl von einem Hocker zu unterscheiden, indem ich mich auf die An- bzw. Abwesenheit der Lehne beziehen und dabei außer acht lassen werde, wozu der jeweilige Gegenstand benutzt wird. reduziert sich das Verbparadigma auf [...]

Arbeit zitieren:
Chafigoulline, Azat März 2003: Computerunterstützte Analyse der finiten Verben im Deutschen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Maschinell, Parsing, Morphologie, Java, Verbflexion

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