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Computer, Internet und Medienkompetenz von Kindern

Stellenwert und Entwicklungsperspektiven am Beispiel USA

Computer, Internet und Medienkompetenz von Kindern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nina Dohle
  • Abgabedatum: März 2001
  • Umfang: 80 Seiten
  • Dateigröße: 489,4 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4128-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4128-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4128-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dohle, Nina März 2001: Computer, Internet und Medienkompetenz von Kindern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Medien, Computer, Medienkompetenz, Erziehung, Internet

Diplomarbeit von Nina Dohle

Einleitung:

Den Kindern gehört die Zukunft, und das nicht bloß in Hinsicht auf die zukünftige Verantwortung, die sie als nachfolgende Generation gegenüber der Welt zu tragen haben. Computer sind heute allgegenwärtig und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

In der heutigen Zeit wird der Umgang mit dem Computer, und die Fähigkeit das Internet als Medium der Informationssuche zu nutzen, immer wichtiger. Der Computer ist ein modernes Hilfsmittel des Menschen, der Aufgaben in den verschiedensten Bereichen übernimmt. Mittlerweile werden nicht bloß in Unternehmen und in der Forschung Kenntnisse über den Umgang mit Computern verlangt, sondern diese Fähigkeiten werden quasi als Voraussetzung und Schlüsselkompetenz für eine erfolgreiche Karriere im Berufsleben angesehen. Wer sich nicht mit den neuen Medien auskennt, bleibt auf der Strecke. Auch in das Privatleben hat der Computer Einzug gehalten. In der täglichen Korrespondenz, der Daten- und Wissensvermittlung und in vielen anderen Bereichen erleichtert der Einsatz der neuen Technologien Arbeiten, die zu Hause anfallen. Damit Kinder in Zukunft mit den Fortschritten der neuen Technologien mithalten können, kommt einer guten Ausbildung in den Bereichen Computer und Internet eine immer größere Bedeutung zu. Es ist wichtig, den Kindern die Möglichkeit zu geben, durch Bildung und Ausbildung diese neue Welt zu verstehen, und die Hilfsmittel, die ihnen geboten werden, positiv nutzen zu können. Diese Ausbildung fängt schon im Kindesalter an und muss auch in der Schule einen festen Bestandteil bilden.

In dieser Arbeit geht es um die Medienkompetenz, welche Kindern vermittelt werden sollte. Dabei werden verschiedene Aspekte behandelt. Zum einen geht es um die Vorteile und den Nutzen, die Kindern aus einer soliden Ausbildung in den Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologien ziehen. Aber auch die Gefahren, welche die neuen Medien beinhalten, spielen eine große Rolle. Zum anderen ergeben sich zusätzliche Probleme im Umgang mit dem Computer, z.B. durch die ungleiche Verteilung des Zugangs zu diesen Medien aufgrund von Einkommensstrukturen bzw. anderen demographischen Gegebenheiten. Die Vereinigten Staaten von Amerika waren immer schon Vorreiter, wenn es um technologische Entwicklungen ging. Es mag an ihrer Mentalität liegen, dass sie allen Neuerungen mit einer gewissen Neugier gegenübertreten und bereit sind, sie auszuprobieren, anstatt erst jahrelang skeptisch abzuwarten, bis andere Menschen mit der Technik ihre Erfahrungen gemacht haben. Aber welchen Grund auch immer diese Haltung, Neues auszuprobieren hat, dieses Verhalten ermöglicht es, dass in den USA schneller Ergebnisse gesammelt werden können, wie technologische Entwicklungen von den Menschen angenommen werden und welche sozialen Folgen diese mit sich bringen. In dieser Arbeit soll deshalb anhand von Forschungsergebnissen der Stellenwert der neuen Medien im Leben amerikanischer Kinder dargestellt werden, um so Probleme und Entwicklungsperspektiven - vor allem hinsichtlich der Erziehung - zu verdeutlichen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Schlüsselqualifikation: Medienkompetenz? 1
2. Neue Technologien - neue Kommunikationsformen 2
2.1 WWW, Internet, Cyberspace 3
2.2 Online-Kommunikation 4
3. Kinder und neue Medien 7
3.1 Voraussetzung zur Computernutzung 8
3.2 Computernutzung durch Kinder 10
3.3 Der Reiz von Computerspielen 13
4. Computernutzung und ihre Folgen 15
4.1 Medienkompetenz 16
4.2 Isolation versus Integration 19
4.2.1 Soziale Vereinsamung 19
4.2.2 Interaktion 25
4.3 Verlust an Kreativität versus neue Lernanreize 26
4.4 Computerabhängigkeit versus Förderung des Selbstvertrauens 28
4.5 Auswirkungen auf die Sprach- und Kommunikationsfähigkeit 30
5. Digital Divide 32
5.1 Aktuelle Situation in den USA 33
5.2 Programme zur Beseitigung des „Digital Divide“ 39
6. Schulen und Computer 41
6.1 Vernetzung - historischer Abriss 42
6.2 Einsatz des Computers in der Schule 45
6.2.1 Nutzung im Unterricht 45
6.2.2 Nutzung außerhalb des Unterrichts 49
6.3 Ausblick auf die zukünftige Entwicklung 50
7. Schutz der Kinder bei der Nutzung von Computern und Internet 51
7.1 Gesetzliche Regulierungen 52
7.1.1 Communication Decency Act 52
7.1.2 Children's Online Protection Act 53
7.1.3 Children's Online Privacy Protection Act 54
7.2 Schutz vor Werbung 55
7.3 Filtersoftware 57
7.4 Kommunikation und Aufsicht durch Lehrer und Eltern 61
8. Vorteile für die Zukunft des Kindes 62

Automatisiert erstellter Textauszug:

Wie im Laufe dieser Arbeit deutlich wurde, findet ein immer größerer Teil des Zugangs zu Informationen über vernetzte Computer statt. Die positiven Impulse, die von den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien ausgehen, dürfen nicht davon ablenken, daß sich die Informationspotentiale und die Nutzung der Technologien nicht gleichmäßig über verschiedene Bevölkerungsschichten verteilen.109 Dieser Tatbestand darf nicht dazu führen, daß es zu einer „medialen Klassengesellschaft“110 kommt, in der eine Gruppe von Menschen über die Fähigkeiten verfügt, sich Informationen und Hilfsmittel der Informations- und Kommunikationstechnologien zu beschaffen und zu verbreiten, und eine andere Gruppe von Menschen keinen Zugang zu diesen Hilfsmitteln erhält und somit nicht die Chance bekommt, sich diese Fähigkeit anzueignen.111 Diese Problematik wird vor dem Hintergrund der Wissenskluftforschung deutlich, deren Ergebnisse besagen, daß Informationen von sozial- und bildungsmäßig privilegierten Personen schneller aufgenommen werden, als von sozial- und bildungsmäßig schlechtergestellten Personen, so daß sich letztendlich die Kluft zwischen diesen beiden Schichten eher erweitert als schließt. Die Annahmen der Wissensklufthypothese faßt Baacke folgendermaßen zusammen: [...]

ihnen so eine einfachere Überarbeitung von Texten zu erlauben, und nicht als Maschine zur Vermittlung von Kommunikationsfähigkeit eingesetzt werden.106 In Studien zur Sprachentwicklung wurde nachgewiesen, daß der passive Medienkomsum zu Defiziten in der Entwicklung führen kann, welche sich dahingehend äußern, daß die Kinder nur einen reduzierten Wortschatz besitzen und Probleme bei der Anwendung von grammatischen Regeln haben.107 Die Untersuchungen dazu beziehen sich aber bisher ausschließlich auf Untersuchungen der Wirkung von Fernsehen auf die Sprachentwicklung, also auf die passive Medienrezeption und nicht auf den interaktiveren Medienkonsum bei den neuen Medien. Durch diese Erkenntnisse wird deutlich, daß das direkte Gespräch für die Sprachentwicklung von Kindern das wichtigste Übungsfeld darstellt, welches nicht durch elektronische Medien – jeglicher Art – ersetzt werden kann. Die Aufgabe, das Initiationslernen von Kindern durch verbale und mimische Anerkennung zu fördern, wird auch weiterhin den Eltern, Lehrern und dem sozialen Umfeld der Kinder zukommen, da eine Maschine diese Aufgabe nicht übernehmen kann und sollte.108 Es wäre interessant zu untersuchen, welche Auswirkungen Chats und E-Mails mit ihren Codes, Abkürzungen und Emoticons auf den Spracherwerb und Sprachwandel haben. Vor allem vor dem Hintergrund, daß Abkürzungen im alltäglichen Gebrauch in den USA sehr beliebt sind und auch in der Öffentlichkeit (z.B. bei Straßenschildern und Plakaten) weit verbreitet sind. Gerade in Bezug auf Chats wäre zu untersuchen, ob diese standardisierte bzw. restringierte Art des Informationsaustausches Einfluß auf die Weltsicht und die kommunikativen Fähigkeiten hat, z.B. wenn in einem Chat Jugendliche und Erwachsene aufeinandertreffen, zum Teil ohne das Alter ihres Gesprächspartners zu kennen. Auch Fragen, inwieweit neue Wörter Einzug in den Alltag halten, die durch die neuen Kommunikationsmedien entstanden sind und wie sich die Kommunikation gerade bei Kindern verändert, z.B. welche Kommunikationsformen für welche Inhalte und aus welchen Gründen gewählt werden, stellen ein interessantes Forschungsgebiet dar. Leider gibt es bisher nur wenige Untersuchungen in diese Richtung, weshalb bisher noch keine Aussagen getroffen werden können, ob sich ein Sprachwandel wegen der neuen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten vollzieht oder nicht. Die Frage, ob Computer nützlich oder schädlich sind, läßt sich, wie im Verlauf dieses Kapitels deutlich wurde, nicht pauschalisieren, sondern verlangt eine Betrachtung des jeweiligen Nutzers, da sein Handeln der Computernutzung erst eine Bedeutung oder [...]

Viele Eltern sind berufstätig und haben daher nur wenig Zeit für ihre Kinder. Man sollte bei der Betrachtung des Stellenwerts, den der Computer im Freizeitverhalten einnimmt, deshalb beachten, daß Unterschiede in der Nutzung von Medien von vielen Faktoren abhängen, wobei die Art und Weise, wie direkte Bezugspersonen mit den Kindern umgehen, eine entscheidende Rolle spielt. Setzten Eltern z.B. den Computer, den Fernseher oder andere Medien als eine Art Babysitter ein, statt sich selbst in kommunikativer Form mit Zuwendung ihren Kindern zu widmen, wird dies bei den alten wie auch den neuen Medien zu Problemen führen, da die Medien für diese Tätigkeit aufgrund ihrer technischen und unpersönlichen Art nicht geeignet sind.103 Der Computer kann allerdings auch zu einer besseren Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen beitragen, da er ungleiche Kompetenzen und die Differenzen in der Wissensverteilung zwischen Eltern und Jugendlichen ausgleichen kann. Im Normalfall ist die Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen dadurch gekennzeichnet, daß die Erwachsenen Fähigkeiten besitzen, welche die Jugendlichen noch nicht beherrschen. Gerade beim Computer zeigt sich immer häufiger, daß Kinder schneller lernen, mit ihm umzugehen, als Erwachsene und so Fertigkeiten erlangen, welche die Erwachsenen sich noch aneignen müssen.104 Durch die Tatsache, daß Jugendliche sich nun in der Lage fühlen, ihren Eltern etwas beibringen zu können, indem sie ihnen z.B. die Grundlagen der Computerbedienung zeigen, wird den Kindern eine besondere Art von Selbstwertgefühl vermittelt und das Rollenverhältnis von Älteren und Jüngeren ist einem Wandel unterworfen.105 [...]

Arbeit zitieren:
Dohle, Nina März 2001: Computer, Internet und Medienkompetenz von Kindern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Medien, Computer, Medienkompetenz, Erziehung, Internet

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