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Commodities im Portfoliomanagement

Empirische Analyse des Diversifikationspotenzials

Commodities im Portfoliomanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carolin Berger
  • Abgabedatum: Juli 2006
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 3,2 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: FOM - Fachhochschule für Oekonomie und Management Essen Deutschland
  • Bibliografie: ca. 68
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9949-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9949-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9949-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Berger, Carolin Juli 2006: Commodities im Portfoliomanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rohstoffe, Rendite, Portfolio, Commodity, Wirtschaft

Diplomarbeit von Carolin Berger

Einleitung:

Commodities sind in vieler Hinsicht etwas Besonderes. Ihre Verfügbarkeit und Preisentwicklung ist nicht nur für die Investoren von Interesse, sondern kann die Entwicklung von Volkswirtschaften und Nationen beeinflussen. Im Vorwort zu Ihrem 1970 erschienen Buch „Speculation, Hedging and Commodity Price Forecasts“ betonten die Autoren Walter C. Labys und C. W. J. Granger, dass auftretende Schwankungen der Rohstoffpreise mit großer Sorge von Politikern und Ökonomen beobachtet werden. Der Spiegel titelte im März 2006 „Der neue Kalte Krieg“ und schildert, wie Nationen um die Vorherrschaft über Rohstoffressourcen kämpfen.

Steigende Nachfrage verursacht jedoch nicht nur bei dem momentan allgegenwärtigen Rohstoff Öl eine Verknappung. Auch Agrarrohstoffe wie Reis und Weizen werden knapp. Dabei wird bei einigen Commodities wie beispielsweise Zucker der Preis noch zusätzlich durch den hohen Ölpreis und Spekulanten in die Höhe getrieben. Bei anderen Commodities wie Kupfer treiben neben der hohen Nachfrage Gerüchte von Verstaatlichung der Rohstoffausbeutung die Preise. Ob Öl, Metalle oder Agrarrohstoffe: bei fast allen Commodities herrscht aufgrund veränderter Nachfragemuster ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, welches nicht zeitnah behoben werden kann. Daher prognostiziert Jim Rogers, welcher 1998 einen umfassenden Commodity Index kreierte, sogar ein Andauern der jetzigen Rohstoffhausse bis mindestens 2014. Sind Commodities daher ein lohnendes Investment auch im Hinblick auf eine mögliche Diversifikation eines bestehenden Portfolios?

Die Preisentwicklung von Commodities scheint momentan nur eine Richtung zu kennen: nach oben. Rohstoffe scheinen derzeit ein Muss für Investoren zu sein. Des Weiteren muss sich ein Investor bei Commodities anders als bei Aktien nicht um Management, Bilanzen oder rechtliche Bedingungen sorgen. Jedoch scheuen viele Investoren Commodities und das nicht zu unrecht, denn der Handel mit Rohstoffen und die Rohstoffmärkte bergen neben den Chancen auch ganz eigene Risiken. Für Privatanleger sind aufgrund der Wechselkursrisiken, der teilweise undurchschaubaren und nicht verfügbaren Informationen und den vielen Einflussfaktoren auf den Rohstoffpreis Investitionen in einen Commodity Index empfehlenswerter als in einen einzelnen Rohstoff. Aber die Auswahl an Indizes ist groß und einige unterscheiden sich massiv voneinander. Viele Indizes bieten zudem spezialisierte Sub-Indizes an, welche besonderen Fokus auf einzelne Commodities oder Commodity Klassen legen.

Ein Anleger, der diese Unsicherheiten nicht scheut, könnte sicherlich bei einer Investition in Commodities profitieren. Aber sind die verfügbaren Commodity Indizes auch geeignet um ein Portfolio zu diversifizieren und somit das Portfolio zu optimieren? Oder kann die jetzige Rohstoffhausse trotz der hervorragenden Renditen dafür nicht genutzt werden? Im Folgenden wird diese Fragestellung untersucht. Dabei wird eine Vorgehensweise gewählt, welche zunächst die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements erläutert um die folgende empirische Untersuchung nachvollziehbar und verständlich zu gestalten. Zudem werden Commodities als Assetklasse näher betrachtet. Das Thema Diversifikation berührt auch andere Themenstellungen wie beispielsweise Handel mit Derivaten oder weiterführende Kapitalmarkttheorien. Eine ausführliche Diskussion dieser Themen würde den Umfang dieser Arbeit jedoch sprengen und die zu beantwortende Themenstellung in den Hintergrund drängen. Daher werden viele Aspekte im Nachstehenden nur knapp behandelt, jedoch werden in den Fußnoten Hinweise zu weiterführender Literatur gegeben.

Gang der Untersuchung:

Im Folgenden werden zunächst die theoretischen Grundlagen zur Portfolio Selection Theorie, Asset Allokation und Diversifikation dargestellt. Außerdem werden die mathematischen Überlegungen erörtert, welche im Kapitel 4 bei der empirischen Untersuchung Anwendung finden werden. Im Kapitel 3 werden Commodities sowie der Handel mit Commodities thematisiert.

Zum einen werden die Commodity Indizes, welche zur empirischen Untersuchung verwandt werden, vorgestellt und verglichen. Zum anderen werden Commodities von anderen Assets abgegrenzt und Möglichkeiten des Hedging mit Commodities vorgestellt. Auf Basis dieses Kapitels erfolgt im Anschluss die empirische Untersuchung. Zunächst wird der MSCI World Index vorgestellt sowie die verwendeten Daten näher beschrieben.

Die empirische Untersuchung mit dem Zahlenmaterial der im Kapitel 3 vorgestellten Commodity Indizes und des MSCI World Index erfolgt im Anschluss in zwei Schritten. Zunächst wird ein fünf Jahres Zeitraum von März 2001 bis März 2006 betrachtet und im Anschluss werden die gleichen Untersuchungen für einen zehn Jahres Zeitraum von März 1996 bis März 2006 durchgeführt. Diese Teilung der Untersuchung soll bei der Interpretation der Ergebnisse helfen, mögliche Trends zu identifizieren und zu prüfen, inwieweit Aussagen bezüglich des Diversifikationspotentials durch Commodities vom Zeithorizont abhängig sind. Auf Grundlage dieser empirischen Ergebnisse werden Handlungsempfehlungen formuliert. Im abschließenden Kapitel 5 wird ein kritisches Fazit hinsichtlich der Fragestellung gezogen und überprüft, ob theoretische Annahmen empirisch belegt werden können.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
Formelverzeichnis VII
Symbolverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
1.1 Aufbau und Zielsetzung 2
1.2 Vorgehensweise 3
2. Portfoliomanagement Theorie 4
2.1 Portfolio Selection Theorie 4
2.2 Phasen der Portfolio Selection 8
2.3 Zielsetzung des Portfoliomanagements 10
2.3.1 Rendite 12
2.3.2 Risiko 13
2.4 Asset Allokation 19
2.4.1 Klassifizierung von Assets 20
2.4.2 Asset Allokations Strategien 21
2.4.3 Naive Diversifikation 22
3. Commodities 24
3.1 Abgrenzung zu anderen Assets 24
3.2 Commodity Preise 25
3.3 Handel mit Commodities 30
3.4 Hedging Möglichkeiten 31
3.4.1 Futures 32
3.4.2 Optionen 33
3.4.3 Hedging mit Commodities 34
3.5 Commodity Indizes und deren Einteilung 36
3.5.1 Reuters-CRB Index (CCI) 37
3.5.2 GSCI 39
3.5.3 RICI 41
3.5.4 DJ-AIGCI 43
3.5.5 Zusammenfassende Beurteilung 44
4. Empirie 47
4.1 Daten 47
4.2 Methodik 50
4.3 Ergebnisse 50
4.3.1 März 2006 bis März 2001 51
4.3.2 März 2006 bis März 1996 57
4.4 Interpretation 64
4.4.1 März 2006 bis März 2001 66
4.4.2 März 2006 bis März 1996 73
4.5 Abgeleitete Handlungsempfehlungen 77
5. Fazit 79
Literatur- und Quellenverzeichnis 91
Textprobe:

Kapitel 3 Commodities:

Der Handel mit Commodities fand in der ursprünglichsten Form mit landwirtschaftlichen Produkten statt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Commodities, welche in unterschiedlichen Formen gehandelt werden. Dabei wird es immer schwieriger genau zu bestimmen, welches Produkt zu den Commodities zählt und welches nicht. Nach den Vorgaben der Standard International Trade Classification zählen zu den Commodities Nahrung im weiteren Sinne, Mineralien und Metalle, mineralische Treibstoffe sowie Agrarrohstoffe. In fast jedem Land der Welt werden Rohstoffe an Märkten gehandelt und diese Vielzahl an Commodity Märkten ist teilweise auch noch auf bestimmte Commodities spezialisiert.

Die einzelnen Commodities werden dabei in unterschiedlichen Größen- und Mengeneinheiten wie beispielsweise Pfund, Unze, Scheffel, Gallone oder Quadratmeter gehandelt. Zudem ist es bei Commodities notwendig, eine bestimmte Qualität zu spezifizieren, da die Beschaffenheit stark variieren kann. Teilweise definieren auch die Commodity Märkte in Form von Standardanforderungen an die Beschaffenheit und Qualität des gehandelten Rohstoffes. Ebenso ist es üblich, die Preise eines Rohstoffes je nach Qualität anzupassen. Im Folgenden wird zunächst beleuchtet, was Commodities von anderen Assets unterscheidet, in welcher Form Commodities gehandelt werden und welche Hedging-Möglichkeiten Commodities eröffnen. Im Anschluss werden vier der größten Rohstoffindizes und deren Zusammensetzung näher betrachtet.

Commodities weisen als Assets eine Vielzahl an Besonderheiten auf. Obgleich Commodities auch zu den standardisierten Assets gezählt werden, gibt es wie bei den nicht-standardisierten Assets keine regelmäßigen Zahlungen beispielsweise in Form von Dividenden. Daher besteht ein möglicher Renditezuwachs bei Commodities lediglich aus dem entsprechenden Wertzuwachs des Commodities selbst (siehe Formel 2).

Folglich können Commodities nicht nach dem Net Present Value Konzept bewertet werden und Veränderungen der Zinsen haben nur einen geringen Einfluss auf den Wert des Commodity. Zudem werden Commodities global gehandelt und daher ist die Preisgestaltung eines Rohstoffes auch von der globalen Angebots- und Nachfragesituation abhängig und die Rendite ist folglich weniger von der im jeweiligen Markt als angemessen empfundenen Risikoprämie abhängig. Daher treffen auch die Annahmen des CAPM bezüglich systematischem und unsystematischem Risiko auf Commodities nicht zu (siehe Kapitel 2.1). Commodity Preise sind den Großhandelspreisen und diese wiederum den Verbraucherpreisen vorgelagert. Dadurch sind Rohstoffpreise gute Indikatoren für zukünftige Preisentwicklungen, obgleich die Preisänderungen am Rohstoffmarkt nicht unbedingt in voller Höhe weitergegeben werden. Zeitgleich können Commodities durch die positive Korrelation zur Inflation auch als Hedge gegen Inflationen eingesetzt werden, da andere Assets negativ zur Inflation korrelieren.

Wie im vorherigen Kapitel dargelegt ist, unterscheidet sich die Preisgestaltung von Commodities von der Preisgestaltung anderer Assets wie beispielsweise Wertpapieren. Zunächst einmal sind Commodities reale Produkte, welche geschürft, angepflanzt oder produziert werden müssen. Dabei sind die Produzenten von Commodities in der Regel in weniger entwickelten Ländern angesiedelt und die Verbraucher derselben stark entwickelte Industrienationen. Außerdem dominiert meistens ein Produkt die Volkswirtschaft eines Entwicklungslandes und verursacht so eine starke Abhängigkeit. Das führt dazu, dass in den produzierenden Ländern der Rohstoffpreis auch politische Bedeutung hat. So würden Politiker aufgrund der hohen Kupferpreise den Abbau von Kupfer gerne verstaatlichen. Commodity Preise unterliegen daher zwar auch den Gesetzen von Angebot und Nachfrage aber, jedoch bestimmt sowohl reales als auch spekulatives Verhältnis von Angebot und Nachfrage eines Commodities den Preis. Labys und Granger gingen 1970 noch davon aus, dass die Nachfrage in der Regel stabil bleibe und es daher Schwankungen auf der Angebotsseite seien, welche Preisänderungen verursachen. Seit Schwellenländer wie China in den letzten Jahren jedoch eine gewaltige zusätzliche Nachfrage erzeugen wird der Preis eines Rohstoffes auch deutlich durch die geänderte Nachfragestruktur bestimmt. Je nach Commodity können Wetter, geologische Bedingungen oder – vor allem in weniger entwickelten Ländern – politische Unruhen das Angebot beeinflussen. Zusätzlich können Spekulanten die Preise durch gezieltes Kaufen und Verkaufen von Commodities nicht nur ausgleichen, sondern Preisänderungen noch verstärken.

Der Preis eines Commodities wird folglich sowohl von vorhersehbaren als auch unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst. Vorhersehbar ist beispielsweise eine unelastische Nachfrage bei schwankendem Angebot. Unvorhersehbar dagegen sind Währungsabwertungen, politische Veränderungen oder Kriegsgefahr. Aber auch Ereignisse wie beispielsweise der Reaktorunfall Tschernobyl beeinflussten die Commodity Preise spürbar.

Darüber hinaus können Verunsicherung und Vorratshaltung, Veränderung der staatlichen Agrarpolitik oder der Produktionskosten, Auf- oder Abwertung der heimischen Währung, das allgemeine Preisniveau und das wirtschaftliche Klima Auswirkungen auf die Preisgestaltung haben. Lord hat in seiner Arbeit die bestimmenden Faktoren von Angebot und Nachfrage eines Commodities weiter untersucht und dabei ein komplexes Model für den Commodity Handel entworfen, welches Importnachfrage, Importpreise, Exportpreise, Exportangebot und -nachfrage, Weltmarktpreis, erwarteten Weltmarktpreis, Angebot und Nachfrage der restlichen Welt sowie einen Deflator, allgemeine ökonomische Aktivität und einen Störfaktor berücksichtigt. Allgemeiner ausgedrückt reagiert der Preis eines Commodities auf Änderungen oder erwartete Änderungen einer bestehenden oder zukünftigen

Automatisiert erstellter Textauszug:

Preisgrenze: für den Käufer einer call option entsteht so ein maximaler Kaufpreis für das Commodity und für den Käufer einer put option entsteht ein minimaler Verkaufspreis.188 Dabei kann zwischen Optionen unterschieden werden, welche auf Futures oder einem „echten“ Rohstoff basieren. Ist ein realer Rohstoff Gegenstand der Option, erhält beziehungsweise verkauft der Käufer eben jenen, realen Rohstoff in vereinbarter Menge und Qualität zu einem bestimmten Preis. Bei einer Option auf einen Warenterminkontrakt dagegen, erhält beziehungsweise verkauft der Käufer der Option keine reale Ware, sondern einen gültigen Warenterminkontrakt für den entsprechenden Rohstoff zu den vereinbarten Konditionen. In beiden Fällen handelt es sich jedoch um eine Option, folglich erwirbt der Käufer das Recht – nicht jedoch die Pflicht – ein bestimmtes Produkt innerhalb einer vereinbarten Laufzeit zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.189 Handelt es sich um eine Option auf einen Future, so ist dieser im Allgemeinen kurz nach der Option fällig.190 Unabhängig davon, ob es sich um Optionen auf Futures oder auf Commodities handelt, werden beide Formen der Optionen gehandelt, um als Absicherung gegen unerwünschte Preisänderungen zu dienen. Ein Spekulant würde diese verwenden, um von Preisänderungen zu profitieren, jedoch gleichzeitig das Risiko zu begrenzen.191 Da Commodity Preise positiv zur Inflation korrelieren, können diese auch als Hedge gegen eine Inflation eingesetzt werden.192 Die positive Korrelation entsteht, weil die Preise von Rohstoffen bei steigender Inflation ebenfalls ansteigen.193 Jedoch können einzelne Commodities wie beispielsweise Öl oder Gold sich im Detail schneller oder abrupter als der restliche Rohstoffmarkt entwickeln.194 Vor allem steigende Goldpreise seien ein besonderer sensibler und früher Indikator für eine steigende Inflation.195 Werden Portfolios, deren Finanzwerte negativ auf eine Inflation reagieren, mit Commodities gemischt, können die Verluste der Finanzwerte durch die steigende Inflation durch die, ebenfalls von der steigenden Inflation verursachten, Kursgewinne der Commodities abgefangen werden.196 [...]

Spekulationsgewinne184 Ziel eines Hedge sein. Daher muss bei der Definition des Begriffs die Zielsetzung des Hedgers einbezogen werden. Hedging stellt folglich eine Methode zur Manipulation der Rendite und/oder des Risikos dar um das Risiko zu minimieren oder Risiko und Rendite zeitgleich zu optimieren.185 Im Gegensatz zu einem Spekulant oder Arbitrageur agiert ein Hedger nicht um vorrangig Gewinne oder Arbitrage zu generieren, sondern um sich gegen ein Risiko abzusichern beziehungsweise das Risiko an jemand anderes zu übertragen.186 Beispielsweise kann ein Unternehmen sich durch eine call option für ein bestimmtes Commodity gegen einen Preisanstieg dieses Rohstoffes schützen. Eine put option dagegen würde gegen einen Preisverfall des Rohstoffes absichern.187 Beide Optionen generieren dadurch eine [...]

Eine Option dagegen ist eine vertragliche Übereinkunft einen Vermögenswert oder ein Recht in einer bestimmten Zeit zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Dabei wird von einer „call option“ gesprochen, wenn der Käufer der Option das Recht erwirbt den Vermögenswert oder das Recht zu kaufen. Eine „put option“ liegt dann vor, wenn der Käufer das Recht erwirbt den Vermögenswert oder das Recht zu verkaufen. Bei einer Option handelt sich für den Käufer stets um ein Recht und für den Verkäufer um eine Pflicht. Dafür zahlt der Käufer der Option – unabhängig davon, ob er das Recht in Anspruch nehmen wird – einen Preis („Premium“).179 Dabei wird der Preis der Option maßgeblich von der Dauer, der Volatilität des gehandelten Commodity, dem Verhältnis zwischen Markt- und Ausübungspreis, des Angebots und der Nachfrage sowie dem Zinssatz beeinflusst.180 Aus der Verlust- und Renditestruktur einer Option wird ersichtlich, dass Käufer und Verkäufer der Option gegensätzliche Erwartungen hinsichtlich der Preisentwicklung haben (siehe Abbildung 14). Das Gewinnpotential für den Verkäufer der Option ist in beiden Fällen auf das gezahlte Premium beschränkt, [...]

Arbeit zitieren:
Berger, Carolin Juli 2006: Commodities im Portfoliomanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rohstoffe, Rendite, Portfolio, Commodity, Wirtschaft

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