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Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment: B2B Kooperation in der Konsumgüterwirtschaft

Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment: B2B Kooperation in der Konsumgüterwirtschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ina Göke
  • Abgabedatum: Juli 2004
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 895,1 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Paderborn Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8352-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8352-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8352-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Göke, Ina Juli 2004: Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment: B2B Kooperation in der Konsumgüterwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: CPFR, ECR, Konsumgüterindustrie, Handel, Supply Chain Management

Diplomarbeit von Ina Göke

Problemstellung:

Die immer aggressivere Preispolitik des deutschen Handels wirkt sich negativ auf Gewinnspannen und Renditen der gesamten Konsumgüterbranche aus. Starke horizontale Konzentration, anhaltende Vertikalisierung und ein seit Jahren rückläufiger Anteil des Einzelhandels an den Ausgaben der Konsumenten führen zu immer höherem Wettbewerbsdruck. Die Zielsetzung der Unternehmen kann demnach nur sein, Kostenstrukturen zu optimieren und gleichzeitig ein Angebot zu schaffen, welches die gestiegenen Konsumentenbedürfnisse befriedigt, ohne den Preis als alleiniges Profilierungsinstrument einzusetzen. Das CPFR-Konzept bietet gerade für die besondere Problematik der FMCG-Wirtschaft ein großes Potential, da Effizienzsteigerungen in der Wertschöpfungskette dieser Branche nur noch auszubauen sind, wenn die vertikale Kooperation von Industrie und Handel sinnvoll vorangetrieben wird.

Mit Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR®) wurde ein Konzept entwickelt, das sich dieser Problematik stellt. Kern der Arbeit ist die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine CPFR-Kooperation auf Dauer und zum Vorteil für alle Partner verwirklicht werden kann.

Gang der Untersuchung:

Zu Beginn der Arbeit wird das konzeptionelle Umfeld des CPFR beleuchtet. Im Rahmen des im Jahre 2004 überarbeiteten CPFR-Konzeptes wird anschliessend das Kernstück des Ansatzes, das 9-stufige-Prozessmodell, ausführlich beschrieben und beurteilt. Im Anschluss an eine Einordnung in den theoretischen Bezugsrahmen widmet sich das sechste Kapitel dem aus CPFR zu realisierenden (und in der Praxis realisierten) Nutzen. Es werden Faktoren ermittelt, die den Kooperationserfolg beeinflussen (Produkt, Technologien, Partnerschaft), und Besonderheiten des europäischen Marktes erarbeitet. Die abschließende Betrachtung beinhaltet einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und neueste Technologien im Rahmen von eSCM, wie z.B. Collaborative Transportation Management (CTM) und Radio Frequency Identification (RFID).

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
1. Problemstellung 1
2. Abgrenzung und Vorgehensweise 1
3. Bedeutungsumfeld der Hersteller-Handels-Kooperation 2
3.1 Kooperation 2
3.2 Begriffsbestimmung und Bedeutungsumfeld der Supply Chain 3
4. Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment 6
4.1 Ziele von CPFR 8
4.2 Entwicklung 8
4.3 Institutionen als Pioniere 10
4.4 Definition und Begriffsbestimmung 11
4.5 Das CPFR-Prozessmodell 12
4.5.1 1. Schritt: Aufbau einer kollaborativen Geschäftsbeziehung 14
4.5.2 2. Schritt: Entwicklung eines gemeinsamen Geschäftsplanes 15
4.5.3 3. Schritt: Entwicklung einer Abverkaufsprognose 16
4.5.4 4. Schritt: Erkennen von Abweichungen für die Abverkaufsprognose 16
4.5.5 5. Schritt: Kooperative Bearbeitung und Behebung der Ausnahmen 17
4.5.6 6. Schritt: Erstellung einer Bestellprognose 17
4.5.7 7. Schritt: Erkennen von Abweichungen für die Bestellprognose 18
4.5.8 8. Schritt: Gemeinsame Bearbeitung der Abweichungen 18
4.5.9 9. Schritt: Auftragsgenerierung 18
4.5.10 Auftragserfüllung und Abverkauf 19
4.6 Implementierung 19
4.7 Beurteilung des Prozessmodells 21
5. Abgrenzung und Einordnung zu relevanten Konzepten 21
5.1 CPFR und die Supply Chain 21
5.2 CPFR und Efficient Consumer Response 22
5.2.1 Efficient Consumer Response 23
5.2.2 Abgrenzung des CPFR zu Efficient Consumer Response 25
6. Effizienzvorteile aus CPFR 28
6.1 Direkt in monetären Größen bewertbare Kosten- und Nutzenkriterien 28
6.2 Effekte, die in monetäre Größen transformiert werden können 30
6.3 Nicht zu quantifizierende qualitative Effekte 31
6.4 Kennzahlen 32
7. Kennzeichen für einen CPFR-Erfolg 33
7.1 Produktbezogene Erfolgsfaktoren 34
7.2 Weiche Erfolgsfaktoren 35
7.3 Bausteine einer B2B-Partnerschaft 38
7.3.1 Macht 39
7.3.2 Vertrauen 43
7.4 Einsatz von Informationstechnologie 45
7.4.1 Standards 45
7.4.2 Enabling Technologies 47
7.4.3 Kommunikationstechnologien und elektronischer Geschäftsdatenaustausch 48
7.4.3.1 Extranet 48
7.4.3.2 Elektronische Marktplätze 49
8. Unterschiede zwischen den USA und Europa 53
8.1 Unterschiede bedingt durch geographische Faktoren 53
8.2 Besonderheiten in der Vermarktungsstrategie 54
8.2.1 Die besondere Bedeutung der Sales Promotions für Europa 54
9. Abschlussbetrachtung und Ausblick 58
10. Anhang 60
11. Literaturverzeichnis 61

Automatisiert erstellter Textauszug:

Endverbraucherpreis, Lager- und Transportkosten und SC-Kosten.108 Auf der Grundlage von Value Chain Analysis Studien109 wird geschätzt, dass entlang der gesamten Versorgungskette vom Rohmaterialzulieferer bis zum Verkauf beim Händler Einsparungen in Höhe von 5,7% bis 6,1% vom Endverbraucherpreis möglich sind. Davon sind ca. 1% durch eine Verringerung der Bestände und der restliche Anteil durch effizientere Organisation des operationalen Bereichs zu erwarten. Man geht davon aus, dass europaweit ein Einsparpotential von mindestens 25-30 Mrd. Euro pro Jahr zu realisieren ist.110 Dieser Betrag ist höher als die momentanen Verdienste des gesamten Handels sowie der gesamten Konsumgüterindustrie Europas.111 Die angegebenen Werte beschreiben das gesamte Einsparpotential der SC, von dem die durch CPFR möglichen [...]

Einzelne Unternehmen haben die Erfolge, die sie im Rahmen von CPFR-Projekten realisierten, veröffentlicht. Dieses Kapitel untersucht, worin der aus CPFR resultierende Nutzen bestehen und inwiefern der Erfolg einzelner Unternehmen repräsentativ für die gesamte Branche sein kann. Eine Untersuchung von Synchra Systems und Industry Directions zeigt, dass Bestandsabbau, Zuwächse beim Umsatzvolumen mit dem Partner, verbesserte Lieferfähigkeit sowie Prognosegenauigkeit und vor allem eine bessere Beziehung zu den Handelspartnern zu den Vorteilen gehören, die Unternehmen im Rahmen von CPFR-Projekten verwirklicht haben.106 Eine spätere Untersuchung bestätigte die Ergebnisse. Eine nähere Betrachtung des durch CPFR möglicherweise entstehenden Nutzens erfolgt in dieser Arbeit in Anlehnung an RINKEs Vorgehensweise zur Kosten-Nutzen-Analyse107 anhand dreier Bereiche. [...]

Sowohl ECR als auch CPFR beinhalten Bausteine aus CM und SCM; somit ist denkbar, dass CPFR eine Weiterentwicklung unter Nutzung der seit der Entstehung von ECR entwickelten Technologien und der gemachten Erfahrungen ist. Allerdings liegt der Schwerpunkt bei CPFR weniger auf dem Marketing als auf dem Logistikbereich. Häufig zitiert wurde MIERDORF, der betont, dass „CPFR deshalb zusätzlich entwickelt [wurde], weil wir mit den technologischen Möglichkeiten des Internets und der B2B-Marktplätze den gesamten Prozess besser steuern und optimieren können“.100 Sowohl die Rolle des CPFR als Integrator als auch seine Entstehung und Weiterentwicklung des ECR-Konzeptes sind gleichzeitig vertretbar. Uneinigkeit herrscht bezüglich der Einbeziehung weiterer Partner, die zu Beginn im ECRKonzept nicht mit inbegriffen war. Es geht insbesondere um die Vorlieferanten, ohne deren verlässliche Produktbereitstellung jede Planung problematisch ist. HEINEMANN bezieht sich in einem Artikel aus dem Jahre 1997 auf eine Definition des ECR, die das Konzept „als gemeinsame Initiative von Hersteller und Handel“101 bezeichnet. Diese Definition ist mittlerweile erweitert worden. Eine aktuelle Definition der ECR nimmt weitere Partner ausdrücklich in die Zusammenarbeit mit auf: „ECR ist eine gemeinsame Initiative von Herstellern mit Groß-/Einzelhändlern und weiteren Partnern der [...]

Arbeit zitieren:
Göke, Ina Juli 2004: Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment: B2B Kooperation in der Konsumgüterwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
CPFR, ECR, Konsumgüterindustrie, Handel, Supply Chain Management

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