Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment
State of the Art eines aktuellen Konzeptes
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Markus Lindenmaier
- Abgabedatum: November 2001
- Umfang: 105 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5238-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5238-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5238-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lindenmaier, Markus November 2001: Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Forecasting and Replenishment, CPFR-Geschäftsmodell, SCM, Collaborative Planning, CPFR
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Diplomarbeit von Markus Lindenmaier
Einleitung:
In der Konsumgüterindustrie und bei Handelsunternehmen wird zur Zeit ein neues Konzept diskutiert, das Unternehmen eine bessere Bestandsteuerung bei gleichzeitig sinkenden Kosten verspricht. Schon häufiger wurden, ausgelöst von dem harten Wettbewerb in der Konsumgüterbranche, Ansätze zur Rationalisierung der Lieferkette vorgenommen. Collaborative Planning, Forescasting and Replenishment (CPFR) ist ein weiteres Managementkonzept, das den begonnenen Weg von Quick Response, Vendor Managed Inventory, Efficient Consumer Response und Supply Chain Management fortsetzt.
In einem neunstufigen Geschäftsmodell der Voluntary Interindustry Commerce Standards Association werden die verschiedenen Stufen der Zusammenarbeit dargestellt. Das Modell ist in drei verschiedene Phasen eingeteilt, wobei es sich in der ersten um den Planungsprozess handelt. Grundsätzliche Rahmenbedingungen und die Entwicklung eines gemeinsamen Geschäftsplan werden hier festgelegt, bevor in der zweiten Phase der Prognoseprozess umgesetzt wird. In diesem Abschnitt des Modells ist es wichtig, das die Geschäftspartner schon im Vorfeld gemeinsame Lösungsmechanismen entwickelt haben, die bei entstehenden Problemen greifen. In der letzten Phase handelt es sich um die Auftragsbearbeitung, in der die Umwandlung der Prognose in einen verbindlichen Auftrag vorgenommen wird.
Mit dem CPFR-Geschäftsmodell ist eine gute Grundlage für kooperative Prozesse gelegt worden, dessen erfolgreiche Umsetzung aber nur in einem entsprechenden Umfeld möglich wird. Kooperation, Vertrauen und geeignete Technologien sind ein Muss, um CPFR nicht schon in den Ansätzen scheitern zu lassen. Besteht zwischen den Geschäftspartnern ein solches Umfeld und werden weitere Erfolgsfaktoren beachtet, können Rationalisierungspotentiale, wie genauere Verkaufsprognosen, Bestandssenkungen, Umsatzsteigerungen oder Kostenreduzierungen verwirklicht werden.
Einen starken Impuls für die Implementierung von CPFR geht von den vier großen B2B-Marktplätzen der Konsumgüterindustrie aus, die CPFR als einen Teil ihrer Kernleistungen anbieten. Pilotprojekte aus den USA haben überwältigende Ergebnisse erzielt, so dass mittlerweile auch erste Projekte in Europa angelaufen sind.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| 1. | Ausgangssituation und Problemstellung | 1 |
| 1.1 | Konsumgüterbranche auf der Suche nach neuen Wegen | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung der Arbeit | 4 |
| 1.3 | Vorgehensweise des Autors | 5 |
| 2. | Kooperative Managementkonzepte als Basis von CPFR | 7 |
| 2.1 | Quick Response | 7 |
| 2.2 | Vendor Managed Inventory | 10 |
| 2.3 | Efficient Consumer Response | 11 |
| 2.3.1 | Die vier ECR Basisstrategien | 14 |
| 2.3.2 | Category Management | 19 |
| 2.3.3 | Enabling Technologies | 20 |
| 2.4 | Supply Chain Management | 23 |
| 2.5 | Zusammenfassung | 26 |
| 3. | Das Konzept des Collaborative Planning, Forecasting und Replenishment | 27 |
| 3.1 | Begriffsbestimmung | 28 |
| 3.2 | Die Idee von CPFR | 29 |
| 3.3 | Die Initiatoren von CPFR | 33 |
| 3.3.1 | Voluntary Interindustry Commerce Standards Association | 33 |
| 3.3.2 | Global Commerce Initiative | 34 |
| 3.3.3 | Centrale für Coorganisation GmbH | 35 |
| 3.4 | Das CPFR-Geschäftsmodell | 36 |
| 3.4.1 | Planung | 38 |
| 3.4.1.1 | Entwicklung von Rahmenvereinbarungen (Schritt 1) | 38 |
| 3.4.1.2 | Entwickeln eines gemeinsamen Geschäftsplan (Schritt 2) | 40 |
| 3.4.2 | Prognose | 41 |
| 3.4.2.1 | Ermittlung der Verkaufsprognose (Schritt 3) | 41 |
| 3.4.2.2 | Erkennen von Abweichungen in der Verkaufsprognose (Schritt 4) | 41 |
| 3.4.2.3 | Bearbeitung der Abweichungen (Schritt 5) | 41 |
| 3.4.2.4 | Erstellung einer Bestellprognose (Schritt 6) | 42 |
| 3.4.2.5 | Erkennen von Abweichungen in den Bestellprognose (Schritt 7) | 42 |
| 3.4.2.6 | Bearbeitung der Abweichungen in der Bestellprognose (Schritt 8) | 42 |
| 3.4.3 | Auftragsbearbeitung | 43 |
| 3.4.3.1 | Auslösung der Bestellung (Schritt 9) | 43 |
| 3.4.3.2 | Auftragserfüllung und Abverkauf | 43 |
| 3.4.4 | Berücksichtigung europäischer Branchencharakteristika | 44 |
| 3.4.5 | Zusammenfassung des Konzeptes | 45 |
| 4. | Ziele und Faktoren für die Realisierung von CPFR | 47 |
| 4.1 | Ziele von CPFR | 47 |
| 4.1.1 | Genauere Verkaufsprognose | 48 |
| 4.1.2 | Bestandssenkungen | 49 |
| 4.1.3 | Umsatzsteigerungen | 51 |
| 4.1.4 | Kostenreduzierung | 53 |
| 4.1.5 | Zusätzliche Potentiale durch CPFR | 53 |
| 4.1.6 | Zusammenfassung | 54 |
| 4.2 | Aufbau eines Umfeldes für erfolgreiches CPFR | 55 |
| 4.2.1 | Kooperation | 56 |
| 4.2.2 | Vertrauen | 57 |
| 4.2.3 | Technologie | 59 |
| 4.3 | Erfolgsfaktoren für CPFR | 61 |
| 4.4 | Hindernisse für den Erfolg von CPFR | 63 |
| 4.4.1 | Kulturelle Veränderungen | 63 |
| 4.4.2 | Datenabstimmug | 64 |
| 4.4.3 | Kosten | 66 |
| 4.5 | Zusammenfassung | 66 |
| 5. | Umsetzung des CPFR-Modells | 67 |
| 5.1 | Implementierung von CPFR | 68 |
| 5.2 | CPFR-Softwarelösungen | 72 |
| 5.3 | CPFR-Pilotprojekt zwischen Henkel und dm Drogeriemärkte | 75 |
| 5.3.1 | Die Unternehmen | 75 |
| 5.3.2 | Vorstellung des Projektes | 76 |
| 5.3.3 | Testphase von eEvent | 78 |
| 5.3.4 | Das CPFR-Modul eEvent | 78 |
| 5.3.5 | Ergebnisse des Projektes | 84 |
| 6. | Abschlussbetrachtung | 86 |
| Literaturverzeichnis | VI | |
| Anhang | XI |
teren werden die Auswirkungen der neuen Zusammenarbeit auf die Geschäftabläufe der jeweiligen Partner erläutert. (3) Kompetenzen- und Ressourcenaufstellung Hier werden die Kompetenzen der beteiligten Parteien und die für den Prozess benötigten Ressourcen und Systeme festgehalten. Welche Fähigkeiten die einzelnen Beteiligten für die Umsetzung des Prozesses beisteuern können und welche Kenntnisse und Fähigkeiten eventuell extern einzukaufen sind, muss ebenfalls analysiert werden. (4) Definition von Kooperationspunkten und verantwortlichen Geschäftsbereichen Die Geschäftspartner skizzieren in diesem Punkt die Kooperationsbereiche zwischen den Beteiligten im Prozess und ordnen den Abteilungen die entsprechenden Verantwortungsbereiche zu. (5) Festlegung der Erfordernis des Datenaustausches Die Partner müssen regeln, welche Daten zur Abwicklung des Prozesses benötigt werden (z. B. Inventarbestand, Abverkaufszahlen). Zusätzlich wird die Austauschhäufigkeit, die Methode des Austausches und die Prognosemethodologie festgehalten.77 (6) Verpflichtung bzgl. Bestell- und Lieferzusagen Die Verpflichtung zur Einhaltung von Bestell- und Lieferzusage ist vor allem in der Phase des Übergangs von der gemeinsamen Prognose zur festen Bestellung wichtig. Die Beteiligten müssen ihre Aussagen aus der Verkaufs- und Bestellprognose im letzten Schritt auch umsetzten. [...]
Die Entwicklung von Rahmenvereinbarungen, in denen Hersteller und Händler Richtlinien für die spätere Zusammenarbeit festlegen, stellt die Grundlage für die Durchführung des Modells dar. Es werden die einzubringenden Ressourcen bestimmt und die Zielvorstellung der beteiligten Parteien formuliert. Im selben Schritt müssen Aktivitäten, Rechte und Pflichten festgehalten werden, die für die Umsetzung der Kooperation nötig sind. Die Rahmenvereinbarungen definieren den Geschäftsprozess und dessen praktische Umsetzung sowie die Rollen der Beteiligten. Kennzahlen zur Leistungsbewertung gilt es zu erstellen. Darüber hinaus wird eine Erhöhung des Leistungsniveaus, eine Risikoteilung und die bestehende Bereitschaft zum Wissensaustausch verifiziert. Anlehnend an den Veröffentlichungen der VICS, setzt sich Schritt 1 aus folgenden zehn Gliederungspunkten zusammen: (1) Erarbeiten einer Absichtserklärung Die Absichtserklärung beinhaltet Vereinbarungen zu den Punkten Kooperation, Vertrauen und Bereitstellung von Ressourcen. (2) Festlegung von Zielen und Aufgaben In diesem Bereich kommt es zur Festlegung von Zielen und Aufgaben des CPFR-Prozesses (z.B. Reduzierung von Out-of-Stocks und Transaktionskosten). Geschäftsprozesse werden definiert, die Kennzahlen für die Leistungsmessung (z.B. Warenverfügbarkeit, Umschlagshäufigkeit) festgehalten und Ausnahmekriterien für die Verkaufs- und Bestellprognose festgelegt. Des Wei- [...]
Das Hauptziel der VICS ist es, die operativen Schritte zur Realisierung des gemeinsamen Geschäftsprozesses in einem CPFR-Geschäftsmodell festzulegen (siehe Abbildung 8). In dem Modell, das aus den drei Phasen Planung, Prognose und Auftragsbearbeitung besteht, werden folgenden Faktoren berücksichtigt: ! Einfluss von Verkaufsaktionen auf die Bedarfsprognose, ! Beachtung von Verhaltensmuster der Konsumenten bei der Bedarfsprognose, ! Gewährleistung der Produktverfügbarkeit mit niedrigeren Beständen, ! Erstellung einer gemeinsame Prognose zwischen allen Teilnehmern der Lieferkette, ! Ausrichtung der Bevorratung nicht nach dem günstigsten Produktionsplan, ! Vermeidung von Mängeln in der unternehmensinternen Koordination bei Aufstellung der Bedarfsprognose und ! Erstellung der Bedarfsprognosen über einen überschaubarenZeitraum.75 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452384
Arbeit zitieren:
Lindenmaier, Markus November 2001: Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Forecasting and Replenishment, CPFR-Geschäftsmodell, SCM, Collaborative Planning, CPFR



