Das Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) Konzept im Rahmen des Supply Chain Managements
Analyse und Bewertung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Henrik Zimmermann
- Abgabedatum: April 2003
- Umfang: 78 Seiten
- Dateigröße: 833,3 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7316-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7316-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7316-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zimmermann, Henrik April 2003: Das Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) Konzept im Rahmen des Supply Chain Managements, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: SCM, ECR, Kooperation, Kollaboration, Category Management
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Diplomarbeit von Henrik Zimmermann
Einleitung:
In dieser Diplomarbeit wird das moderne Kooperationskonzept Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR - Kooperative Planung, Prognose und Warenbevorratung) hinsichtlich seiner Rahmenbedingungen, Vorgehensweise und Umsetzbarkeit analysiert und bewertet.
Unternehmen aus Industrie und Handel sind sich zunehmend der Notwendigkeit einer kooperativen, rationalisierten Supply Chain bewusst. Diesbezüglich wird CPFR als direkte Fortführung und Reifung des bekannten ECR-Ansatzes darstellt, da es logistische und absatzorientierte Aspekte nunmehr gemeinsam in unternehmensübergreifende Abverkaufs- und Bestellprognosen einfließen lässt. Basierend auf diesem hohen kooperativen Level verspricht das Konzept den partizipierenden Unternehmen sowohl Kosteneinsparungen als auch Umsatzsteigerungen.
Gang der Untersuchung:
Hinsichtlich der Vorgehensweise wird zunächst das von der Voluntary Interindustry Commerce Association entwickelte neunstufige Prozessmodell vorgestellt, bevor näher auf Effizienzvorteile, Erfolgsfaktoren sowie allgemeine Probleme der Implementierung eingegangen wird. Dieser Schwerpunkt der Diplomarbeit ist bewusst praxisnah gestaltet und beinhaltet neben einem einleitenden Fallbeispiel zahlreiche Rückgriffe auf bestehende Forschungsdaten. Auf den Erkenntnissen dieses Analyseteils stützt sich schließlich die kritische zukunftsgerichtete Bewertung von CPFR.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | A | |
| Abbildungsverzeichnis | C | |
| Abkürzungsverzeichnis | D | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Einführung in das Supply Chain Management | 2 |
| 2.1 | Begriffsbestimmung und Definition | 2 |
| 2.2 | Ursprünge und Treiber der SCM-Entwicklung | 5 |
| 2.2.1 | Globalisierung | 6 |
| 2.2.2 | Standardisierung | 7 |
| 2.2.3 | Informationstechnologien | 7 |
| 2.2.4 | Veränderte Kundenbedürfnisse und Konzentration auf Kernkompetenzen | 8 |
| 2.2.5 | Zusammenfassung | 9 |
| 2.3 | Aufgaben und Ziele des Supply Chain Managements | 9 |
| 2.4 | Grundlagen des Efficient Consumer Response-Konzeptes | 12 |
| 2.4.1 | Definition und Ziele | 13 |
| 2.4.2 | Die Bausteine im Efficient-Consumer Response-Konzept | 13 |
| 2.4.2.1 | Die Marketingseite | 14 |
| 2.4.2.2 | Die Logistikseite | 15 |
| 2.4.2.3 | Die Basistechnologien | 16 |
| 2.4.3 | Strategische Erfolgsfaktoren von ECR | 17 |
| 3. | Grundlagen des Kooperationskonzeptes Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment | 18 |
| 3.1 | Begriffsbestimmung und Definition | 19 |
| 3.2 | Die Entstehungsgeschichte und die Initiatoren von CPFR | 20 |
| 3.2.1 | Collaborative Forecasting and Replenishment zwischen Warner-Lambert und Wal-Mart | 20 |
| 3.2.2 | Institutionen hinter der CPFR-Entwicklung | 21 |
| 3.3 | Das CPFR-Prozessmodell | 23 |
| 3.3.1 | Schritt 1: Entwicklung einer grundsätzlichen Rahmenvereinbarung | 24 |
| 3.3.2 | Schritt 2: Entwicklung eines gemeinsamen Geschäftsplans | 25 |
| 3.3.3 | Schritt 3: Entwicklung einer Abverkaufsprognose | 27 |
| 3.3.4 | Schritt 4: Identifikation von kritischen Abweichungen in der Bedarfsprognose | 28 |
| 3.3.5 | Schritt 5: Aktualisierung der gemeinsamen Abverkaufsprognose | 29 |
| 3.3.6 | Schritt 6: Entwicklung einer Bestellprognose | 30 |
| 3.3.7 | Schritt 7: Identifikation von kritischen Abweichungen in der Bestellprognose | 31 |
| 3.3.8 | Schritt 8: Aktualisierung der gemeinsamen Bestellprognose | 32 |
| 3.3.9 | Schritt 9: Auftragsgenerierung | 32 |
| 3.4 | Zusammenfassung | 33 |
| 4. | Die Implementierung von CPFR | 35 |
| 4.1 | Fallbeispiel: Pilotprojekt Henkel - Condis - Vorlieferanten | 36 |
| 4.1.1 | Die Unternehmen | 36 |
| 4.1.2 | Ziele | 37 |
| 4.1.3 | Die Implementierung | 37 |
| 4.1.4 | Das Ergebnis | 38 |
| 4.2 | Der CPFR-Umsetzungsplan | 39 |
| 4.3 | Effizienzvorteile durch CPFR | 41 |
| 4.3.1 | Erhöhte Lieferfähigkeit | 41 |
| 4.3.2 | Erhöhte Prognosegenauigkeit | 43 |
| 4.3.3 | Umsatzsteigerungen | 45 |
| 4.3.5 | Weitere Effizienzvorteile | 46 |
| 4.4 | CPFR-Erfolgsfaktoren | 47 |
| 4.4.1 | Allgemeine Grundsatzentscheidungen | 48 |
| 4.4.2 | Technologie | 49 |
| 4.4.3 | Kommunikation | 52 |
| 4.4.4 | Unternehmenskultur | 53 |
| 4.5 | CPFR-Problemfaktoren | 54 |
| 4.5.1 | Mangel an Vertrauen | 54 |
| 4.5.2 | Hohe Implementierungskosten | 56 |
| 4.5.3 | Interne Hindernisse | 56 |
| 4.5.4 | Schwer messbarer Nutzen | 57 |
| 4.6 | Zusammenfassung | 57 |
| 5. | Abschlussbetrachtung | 58 |
| Literaturverzeichnis | E | |
| Anhang | M | |
| Eidesstattliche Erklärung | N |
34 zwar über eine durchdachte und detaillierte Ausgestaltung, allerdings untereinander über keine direkten Schnittstellen verfügen. Category Management und die Konzepte auf der Logistikseite sind also voneinander getrennt und demnach auch einzeln umsetzbar. Dies lässt sich mit der Tatsache belegen, dass Hersteller-Handels-Kooperationen häufig zunächst Supply-Side-Projekte realisieren, da dort Erfolge frühzeitiger eintreten und leichter quantifizierbar sind. Ist der Einstieg in die Kooperation gelungen, wird schließlich das ECRKonzept mit einem gemeinsamen Category Management vervollständigt.131 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment ist nun die neueste Errungenschaft im Rahmen des Supply-Chain-Denkens und mit seinem Neun-Stufen-Prozessmodell eine konkrete Weiterentwicklung von ECR. Dabei trägt es zur Vision eines betriebsübergreifenden Supply Chain Managements bei, indem es die Einzelmaßnahmen auf der Supply Side und der Demand Side zu einem geschäftspolitischen Gesamtkonzept verknüpft. In Bezug auf die Abbildung 3 kann der neue Baustein CPFR nun als Integrator eindeutig innerhalb des ECR-Hauses eingefügt werden (Abbildung 13). [...]
In diesem Kapitel wurden grundlegende Aspekte zum Thema Collaborative Planning, Forecasting and Replenishement abgehandelt. Neben der Entwicklungsgeschichte ist auch das neunstufige Prozessmodell in seinen Grundzügen dargestellt worden. Diesbezüglich ist anzumerken, dass eine unmittelbare hundertprozentige Umsetzung aller neun Schritte nicht zwingend erforderlich ist. So kann man die Umsetzung auch als ein Kontinuum verstehen, welches von Vendor Managed Inventory bis zum echten CPFR reicht. Insbesondere wenn die Pilotorganisationen frühzeitig zahlreiche kleinere Lieferanten und Vorlieferanten in das Konzept mit einbeziehen, ist eine Teilumsetzung aufgrund der Komplexitätsreduzierung durchaus angebracht.128 Sally Tait, Direktorin von Lever Fabergé, bringt diesen Sachverhalt vor dem Hintergrund eines CPFR-Projektes mit Sainsbury’s auf den Punkt: „Wir haben aber sehr schnell gemerkt, dass wir wegen des Standards nicht unsere über Jahre entwickelte, hoch-komplexen Prozesse, die genau das abbilden, was wir wollen, über Bord zu werfen.“129 Weiterhin verlangt CPFR in seiner Vollendung die Integration von Vorlieferanten in den CPFR-Prozess. Kann ein Vorlieferant seinen Lieferstatus nicht aufrecht erhalten, da er an keinen Prognosedaten beteiligt wird, leidet darunter unmittelbar die Lieferfähigkeit der nachfolgenden Unternehmen. Die anhand des Prozessmodells erläuterten Schritte für Händler und Hersteller bedürfen also einer eins-zu-eins Übertragung auf möglichst sämtliche Unternehmen in der Supply Chain.130 Auf den ersten Seiten dieses Kapitels war das Augenmerk auch darauf gerichtet, das Kooperationskonzept in den Rahmen des übergeordneten Supply Chain Managements einzuordnen. Unter Berücksichtigung des nun erläuterten Prozessmodells soll dieser Zusammenhang noch einmal verdeutlicht werden. Es wurden bereits die Grundlagen des Efficient Consumer Response als konkrete SCM-Ausprägung dargestellt. Dabei wurde gezeigt, dass das Konzept in zwei grundlegende Säulen, nämlich in die Logistik- und die Marketingseite unterteilt ist. Die Betonung liegt hier auf dem Wort unterteilt, da beide Seiten [...]
Auf dem erstellten Geschäftsplan basierend, werden nun die zu erwartenden Absatzmengen der Einzelprodukte prognostiziert. Dabei fließen Vergangenheitsdaten und zukunftsgerichtete Informationen beider Seiten in die Prognose mit ein, welche abhängig von der Vereinbarung von einem oder beiden Partnern erstellt wird.106 Bedeutend sind Informationen über Abverkaufsmengen vom Point of Sale (POS), welche üblicherweise mit Scannerkassen festgehalten werden, und Maßnahmen im Rahmen des Geschäftsplans, wie z.B. Verkaufsförderungsmaßnahmen und Produktneueinführungen. Weiterhin müssen Informationen über Geschäftseröffnungen und -schließungen und saisonale Schwankungen bei der Ermittlung der Bedarfsprognose mit einfließen.107 Es sollten allerdings im Vorfeld entsprechende Softwareunterstützung und Datenstrukturen in den Organisationen vorhanden sein, um eine ausreichende Informationsversorgung gewährleisten zu können.108 Dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass beide Partner eine Prognose erstellen und diese dann abgleichen. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass die Unternehmen über die gleichen Prognoseinformationen verfügen. Deshalb kann es durchaus ausreichend sein, wenn lediglich eine Partei die Verantwortung für die Erstellung der Prognose übernimmt.109 Generell kann allerdings der Umfang der verwendeten Datensätze nicht groß genug sein, um das Ziel einer genauen Absatzprognose und einer daraus resultierenden besseren Warenverfügbarkeit gegenüber dem Konsumenten bestmöglich zu realisieren.110 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832473167
Arbeit zitieren:
Zimmermann, Henrik April 2003: Das Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) Konzept
im Rahmen des Supply Chain Managements, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
SCM, ECR, Kooperation, Kollaboration, Category Management



